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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

Ich konnte den Schmerz fühlen

Blinde Geister
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Ein Buch, welches zurecht für den Buchpreis in diesem Jahr normiert wurde.
Im Buch geht es um Trauma,
Olivia, die Tochter von Rita und Karl, wird groß in der Nachkriegszeit. Vom Krieg gezeichnet, bleiben ...

Ein Buch, welches zurecht für den Buchpreis in diesem Jahr normiert wurde.
Im Buch geht es um Trauma,
Olivia, die Tochter von Rita und Karl, wird groß in der Nachkriegszeit. Vom Krieg gezeichnet, bleiben bei nahezu allen Familienmitgliedern Traumatisierungen übrig. Für Olivia und ihre Schwester gehört die Angst und der Gang in den Luftschutzbunker zum Alltag. Als Olivia erwachsen wird, kann sie diese Situation nicht aushalten, kommt in die Psychiatrie und lässt sich behandeln. Als das Leben wieder in Bahnen läuft, beginnt der Krieg in der Ukraine, Eine Heilung, welche über Generationen passierte, droht aufgrund der Retraumatisierung zu kippen.
Dieses kurze Buch (es sind gerade einmal 190 Seiten) beinhaltet so viel. Viel Trauma, viel Suche nach dem Ich, viel Wunsch nach Verarbeitung. Es machte mich von Beginn an traurig, über die Sätze legte sich eine schwere, die ich kaum beschreiben kann. Das Thema transgenerationale Traumatisierung beschäftig mich schon länger, ich finde die Autorin hat diese Thema und die Folgen über mehrere Generationen hinweg, ganz wunderbar gezeichnet. Ich konnte sämtliche Gefühle und den Schmerz, hören und fühlen - und das muss man erst mal schaffen. Ein ganz beeindruckendes Buch!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine beeindruckende Frau und Karriere

In uns der Ozean
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Für diese Rezension muss ich bei tatsächlich etwas Zeit nehmen, von dem Tag, an dem ich das Buch beendet habe, bis heute sind ein paar Tage vergangen. Ich muss diese Themen erst einmal verarbeiten und ...

Für diese Rezension muss ich bei tatsächlich etwas Zeit nehmen, von dem Tag, an dem ich das Buch beendet habe, bis heute sind ein paar Tage vergangen. Ich muss diese Themen erst einmal verarbeiten und sacken lassen.
Dieses Buch ist von Beginn an so mitreißend und hat eine absolute Sogwirkung. Mir war zu Beginn nicht ganz klar, wohin die Autorin wollte, aber am Ende ist es einfach nur ein grandioses Werk! Wir begleiten Rachel Price über viele Jahrzehnte hinweg, durch nahezu alle Höhen und Tiefen ihres Lebens. Angefangen mit der ersten Reise ihres Lebens ans Meer. Als Meeresbiologin muss man das Meer gesehen haben, sie kann ihr Glück kaum fassen, bekommt eine gute Stelle angeboten. Noch vor dem Antritt dieser Stelle, muss sie ihre wissenschaftliche Karriere aufgeben. Sie verdient anschließend ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben - dem Schreiben über die Themen, die sie am meisten bewegen: den Tieren und das Meer. Sie schreibt Bücher, deckt die katastrophalen Nebenwirkungen von Pestiziden auf und thematisiert nebenher noch ihre eigene Liebe zur einer Frau.
Dieses Buch ist so sanft, und eindrücklich zu gleich, dass ich immer bei einem Gedanken daran, ganz rührselig werde. Die Liebe zum Meer teile ich in Ansätzen, auch mein Traum ist es, am Lebensende am Meer zu wohnen und jeden Tag die Füße ins Wasser stecken zu können. Vielleicht hat es mich genau deshalb auch so berührt. Themen wie klassische Rollenbilder, Benachteiligung von Frauen in der Gesellschaft (und Wissenschaft), Homosexualität und den Klimawandel, lassen das Buch teilweise etwas überladen wirken. Ich bin dennoch absolut begeistert und empfehle es gern weiter!

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Eine etwas kühlere Geschichte zum Thema Klimawandel

Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft
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Dieses Buch zeigt die Zukunft - in ihrem vollen Umfang. Es fühlt sich allerdings so an, als könnte die Szene auch heute spielen. In dieser aktuellen Welt. Die Klimakrise, der Wandel ist nahezu täglich ...

Dieses Buch zeigt die Zukunft - in ihrem vollen Umfang. Es fühlt sich allerdings so an, als könnte die Szene auch heute spielen. In dieser aktuellen Welt. Die Klimakrise, der Wandel ist nahezu täglich zu spüren. Ich liebe Bücher, wie "Die Geschichte der Bienen", die eine ähnliche Thematik aufweisen. In diesem gehts um Era und Maya. Beide Mädchen im Jugendalter mit unterschiedlichen Hobbys und Interessen. Während die eine ausgestorbene Vögel dokumentiert, versucht die andere sich gegen ihre Bilder im Netz zu wehren. Ein Leben in der Öffentlichkeit, gegen den Willen des Kindes - Maya ist einfach nur wütend, während Era voller Sorgen und Ängste ist.
Der Ton des Buches ist irgendwie distanziert und kühl, ich konnte wenig Zugang zu den Mädchen finden. Es liest sich, als würde ein Erzähler gänzlich unbeeindruckt vorlesen, obwohl dieses Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Inhaltlich hat das Buch eine Menge zu bieten, ehrlich gesagt- lese ich diese Dystopien ganz gerne mal (auch wenn sie mir etwas Angst machen). Auch wenn mir am Ende die Emotionalität fehlte, ist dieses Buch ganz wundervoll und wichtig. Es zeigt die prekären Auswirkungen des Wandels, der ob wir wollen oder nicht, Menschen macht ist.
Ich finde, dass dieses Buch zu Recht für den Buchpreis nominiert ist - und definitiv gelesen werden sollte.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Beeindruckend schmerzhaft

Unter anderen Umständen
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Dieses Buch hat mich sehr berührt und ist immer noch in meinem Kopf. Gelesen habe ich es vor zwei Wochen - es lässt mich nicht los. Hanna, eine junge Frau, die sich gemeinsam mit Taner ein Kind bekommen ...

Dieses Buch hat mich sehr berührt und ist immer noch in meinem Kopf. Gelesen habe ich es vor zwei Wochen - es lässt mich nicht los. Hanna, eine junge Frau, die sich gemeinsam mit Taner ein Kind bekommen möchte. Nach zwei Jahren ist Hanna immer noch nicht schwanger, es beginnt eine schier endlose Reise. Viele Untersuchungen, Hormonbehandlungen und Transferbehandlungen später, will es einfach nicht klappen. Hanna wird nicht schwanger und immer unzufriedener. Die Zeit drängt, Hanna ist 37. Unter welchen Umständen, kann eine Beziehung das aushalten?
Verena Teke schreibt unglaublich. Diese Thematik ist nicht meine, aber ich hatte immer große Ängste beim Thema Kinderwunsch. Ich konnte mich einfach sehr einfühlen, die Autorin schreibt einfühlsam und zart, der Text und das Thema schmerzhaft. Das Ende kam für mich überraschend, und einen Moment habe ich die Luft angehalten. Dieses Buch sollte man einfach gelesen haben! Eine große Empfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Spannend von der ersten bis zur letzten Minute

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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INHALT
Was passiert, wenn Du Dich in deinem neuen Haus plötzlich nicht mehr sicher fühlen kannst? Eine Mordserie in der direkten Nachbarschaft, nette und liebe Nachbarn. Oder etwa doch nicht?
ich möchte ...

INHALT
Was passiert, wenn Du Dich in deinem neuen Haus plötzlich nicht mehr sicher fühlen kannst? Eine Mordserie in der direkten Nachbarschaft, nette und liebe Nachbarn. Oder etwa doch nicht?
ich möchte vom Inhalt des Buches nicht mehr verraten. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack und wie man es von Arno Strobel kennt.

EINDRUCK UND FAZIT
Ich lese eigentlich keine Thriller mehr - und wenn dann ausgewählte. Strobel gehört dazu - mich überzeugen die Bücher eigentlich immer. Auch dieses fand ich super! Die mysteriöse Spannung, interessante Charaktere und die Atmosphäre machen dieses Buch zu einem Erlebnis. Ich hatte Puls von der ersten bis zur letzten Minute. Er hat es einfach drauf! Lest oder hört es!

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