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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2018

Warum musste Hans sterben?

Der Mörder und das Mädchen
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Ich fand mich von Beginn an gut in das Buch hinein. Die Anzahl der Personen war überschaubar und schnell wurde auch klar wer wie mit wem verbunden ist. Es gibt verschiedenen Handlungsstränge die sich teils ...

Ich fand mich von Beginn an gut in das Buch hinein. Die Anzahl der Personen war überschaubar und schnell wurde auch klar wer wie mit wem verbunden ist. Es gibt verschiedenen Handlungsstränge die sich teils schnell verbinden.

Die Hauptprotagonistin Carolin war mir sehr sympathisch und ich konnte mich in sie einfühlen. Manche Handlungen war mir zwar nicht ganz schlüssig, aber ich war ja auch noch nie in so einer Ausnahmesituation.

Es gibt etliche Nebenschauplätze, die aber irgendwie auch wieder direkt oder indirekt in die Geschichte mit einwirken. Interessant ist auch, dass immer wieder aus Sicht des Mörders berichtet wird.

Die Ermittlerin Emma ist echt taff und kämpft momentan mit ihrer ersten Schwangerschaft und da ihrer Familie auch mit in das Geschehen hineingezogen wird, ist die ganze Situation nicht einfach. Der "Krieg" zwischen ihrem Ex und ihrem aktuellen Partner nimmt ungeahnte Dimensionen an.

Die Spannung baute sich anfangs auf, blieb aber in der Mitte etwas auf der Strecke um dann wieder Fahrt auf zu nehmen. Die normalen Ermittelungen ergaben nicht wirklich etwas und man musste sich deshalb etwas gedulden. Der Mörder hat viel Ahnung von der Polizeiarbeit und legt offensichtlich andere Spuren.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, die kurze Kapiteleinteilung tat ihr übriges dazu. Alles in allen ein sehr guter Thriller mit überraschenden Ende, deshalb vier Sterne von mir!

Veröffentlicht am 28.05.2018

Glück für zwei!

Zwei Likes für Lena
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Jürgen Seibold überrascht mich immer wieder, anfangs las ich von ihm seine Heimatkrimis und war begeistert. Dann entdeckte ich seinen Thriller "Kinder" und war auch hier wieder sehr angetan von diesem ...

Jürgen Seibold überrascht mich immer wieder, anfangs las ich von ihm seine Heimatkrimis und war begeistert. Dann entdeckte ich seinen Thriller "Kinder" und war auch hier wieder sehr angetan von diesem tiefgründigen Buch. Und nun sein aktueller Roman! Der Autor ist sehr vielseitig und meistert alle Bereiche fabelhaft!

In diesem Buch treffen der schrullige, reiche und menschenscheue Jonathan Haber und die impulsive, lebenslustige, aber momentan deprimierte Lena Rohland aufeinander. Jonathan ist wegen eines etwas ungeschickten Unfalls auf Lenas Hilfe angewiesen und merkt in ihrem Zusammenleben, dass er etwas ändern muss.

Die nachfolgenden Änderungen und seine Neugierde bringen ihn in einige unangenehme Situationen und den Leser/in zum Lachen und Schmunzeln.

Das Buch zeigt, dass virtuelle Freunde nicht alles sind, aber ein Eremitendasein auch nicht die Lösung . Das Leben muss gelebt werden und nicht nur in Bits und Bytes gestaltet werden. Allerdings sind einige Dinge im technischen Bereich doch auch hilfreich, aber man sollte ab und zu darüber nachdenken ob man es nicht übertreibt. Um etwas zu erleben und echte Freunde zu finden, muss man aus dem Haus und unter die Menschen, dort spielt das wahre Leben.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Mir gefiel der Humor, welcher in die Erzählungen und auch in die Charakterzüge der Protagonisten eingebaut worden ist. Ein toller Roman, durch den man nur so fliegt und die Zeit vergisst.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Mangelnde Liebe oder Veranlagung?

Katzentango
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Iho hat es mit Sicherheit nicht einfach. Der Vater schlägt ihn, die größeren Jungs schlagen ihn und der Mutter ist es egal.

Auf der Suche nach sich selbst erlebt er, für manche von uns wohl, unvorstellbare ...

Iho hat es mit Sicherheit nicht einfach. Der Vater schlägt ihn, die größeren Jungs schlagen ihn und der Mutter ist es egal.

Auf der Suche nach sich selbst erlebt er, für manche von uns wohl, unvorstellbare Dinge.

Die Handlung und auch die Handlungsorte sind meist dunkel und düster und lassen einen nicht los. Iho tut einen leid und gleichzeitig kann man ihn nur verachten. Man versteht seine Sehnsucht und auch ein Stück weit warum er so ist oder so geworden ist.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich konnte es nicht aus der Hand leben und verschlang es an einen Nachmittag. Viele der Handlungen waren grausam, unmoralisch und brutal, aber der Autor schlachtete dies nicht gnadenlos aus und somit kann jeder für sich selbst entscheiden, was er in seinen Kopfkino zulässt.

Fazit: Ein Psychothriller, der unter die Haut geht und einen zum Nachdenken bringt!

Veröffentlicht am 20.05.2018

Was liegt in der Vergangenheit?

Das 5. Gebot
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Als Vicky eine Leiche findet, welche ihr aufs Haar gleicht, gerät sie in Panik. Wer war das? Sie hat doch keine Schwester? Dann wird ihre Mutter überfallen und stirbt, auf sie werden Anschläge verübt. ...

Als Vicky eine Leiche findet, welche ihr aufs Haar gleicht, gerät sie in Panik. Wer war das? Sie hat doch keine Schwester? Dann wird ihre Mutter überfallen und stirbt, auf sie werden Anschläge verübt. Aber warum?

Anfangs tat ich mich etwas schwer mit dem Buch, da durch die meist extrem kurzen Kapitel viele verschiedene Sichtweisen vorkamen und es nicht so einfach war alles richtig zuzuordnen. Hat man sich allerdings an den Stil gewöhnt wird es besser.

Interessant fand ich, das sich die Lösung dann von zwei Seiten her herausarbeitete und die Spannung immer mehr zunahm.

Fazit: Ein toller Thriller, welchen der erkennt, der nicht sofort aufgibt.

Veröffentlicht am 18.05.2018

Ein Psychothriller der unter die Haut geht

Wenn du mich tötest
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Inhalt:
Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. ...

Inhalt:
Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ...

Cover:
Das Cover ist sehr passend gestaltet für diesen Psychothriller. Düster und beängstigend wirkt die Frau, die sich schützend selbst umarmt und erzeugt so Gefühle, die man beim Lesen immer wieder bekommt.

Leseeindruck:
Da es sich um eine Psychothriller handelt, ist die Handlung sehr ruhig und ohne Action. Aber trotzdem war mir beim Lesen nie langweilig und ich wollte mehr wissen, mehr in das Leben der einzelnen Personen eintauchen.
Julian wirkt so verloren, so einsam und auch wieder wütend und unbeherrscht. Er überrascht einen immer wieder mit neuen Facetten und man hofft für ihn und seinen Frau nur das Beste. Es war sehr interessant mehr aus seinen Leben zu erfahren und doch blieb ein Teil im Verborgenen.
Für mich persönlich war Julian der wichtigste Protagonisten und ich fühlt sehr mit ihm mit. Die anderen Personen waren aber alle ebenso toll beschrieben und es war interessant, das Zusammentreffen der einzelnen, starken Persönlichkeiten zu sehen.
Das Land, mit seinen rauem Klima und seiner unvergleichlichen Schönheit war toll beschrieben und man möchte selbst gerne auch mal so ein Tour machen. Außerdem waren auch die Sagen und Geschichten, die Mystik über Schottland mit eingebaut, was der Geschichte einen besonderen Charme verlieh.
Im letzten Viertel war mir zwar klar auf was es hinauslief, aber die Autorin schaffte es mich auch hier noch einmal sehr zu überraschen.

Ich gebe für diese Buch eine absolute Leseempfehlung, da der Schreibstil super leicht zu lesen ist, es keine Verständnisprobleme in der Handlung gibt und mich dieses Buch sehr berührt hat.