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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2022

Spannende Pferdegeschichte mit wichtiger Botschaft

Pferdeflüsterer-Academy, Band 6 - Calypsos Fohlen
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Zoes Freund Cyprian hat keine Zeit mehr für sie, seit er seinen schwer traumatisierten Appaloosa-Hengst wiederhat. Als Zoe eines Abends ihn zur Rede stellen will, bemerkt sie einen Eindringling. Daraufhin ...

Zoes Freund Cyprian hat keine Zeit mehr für sie, seit er seinen schwer traumatisierten Appaloosa-Hengst wiederhat. Als Zoe eines Abends ihn zur Rede stellen will, bemerkt sie einen Eindringling. Daraufhin passieren noch einige merkwürdige Dinge auf dem Internat und Zoe geht dem zusammen mit ihren Freunden auf die Spur…

Hierbei handelt es sich um den sechsten Band einer Reihe, der sicher mit Vorkenntnissen der vorherigen Bücher mehr Spaß macht. Vor allem, weil man die Entwicklung der Figuren viel mehr nachvollziehen kann. Aber auch für mich als Neueinsteigerin war die Geschichte les- und genießbar, denn die zentrale Handlung ist in sich abgeschlossen.

Im Mittelpunkt dieser Internats- und Pferdegeschichte steht Zoe, die zusammen mit ihren Freundinnen so einige Abenteuer erlebt. Im sechsten Band erwischt sie nachts einen Eindringling bei den Ställen und geht dem mutig und zielstrebig nach und nimmt dabei auch möglichen Ärger in Kauf. Zoe ist genau so eine Romanheldin wie man sie für solch eine Reihe benötigt. Daher fand ich es schon fast schade, dass ich sie erst durch diesen Band kennen gelernt habe, da sie sicher eine große Wandlung im Vergleich zu Band eins durchgemacht hat.

Neben einem spannenden Fall, dem die Kinder hier auf der Spur sind, bekommt man auch einen interessanten Einblick in ihren Schulalltag und das Leben an so einem Internat. Und zum Ende hin vermittelt das Buch auch eine wichtige Botschaft, was ich sehr schön fand. Fans von Pferdegeschichten, werden sicher viel Spaß mit der Pferdepflüsterer-Academy haben.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Ein Gespräch über die Liebe

Liebe machen
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Das beliebte Autorenduo Susanne Fröhlich und Constanze Kleis spricht hier humorvoll und unverfroren über verschiedene Aspekte der Liebe. Sie reden sowohl über die großen und kleinen Glücksmomente wie auch ...

Das beliebte Autorenduo Susanne Fröhlich und Constanze Kleis spricht hier humorvoll und unverfroren über verschiedene Aspekte der Liebe. Sie reden sowohl über die großen und kleinen Glücksmomente wie auch über die Schattenseiten. Und sind sich dabei nicht immer einig…

Während Susanne Fröhlich noch ziemlich frisch verliebt ist, ist Constanze Kleis verheiratet und seit 30 Jahren mit ihrem Mann zusammen. Und so unterschiedlich ihre momentane Liebessituation ist, so unterschiedlich sind auch manchmal ihre Ansichtsweisen zu gewissen Themen. Aber bei einigen sind sie auch komplett einer Meinung. Doch die beiden beziehen sich nicht nur auf ihre eigenen Erfahrungen, sondern lassen auch Erlebnisse zahlreicher Freundinnen und Bekannten einfließen. Und genau diese Mischung macht das Buch so authentisch und jede Leserin fühlt sich irgendwo sicher verstanden und/oder angesprochen.

Gekonnt spielen sich die beiden Autorinnen den Ball zu und wechseln sich kapitelweise ab. Da jedes Kapitel mit einer Frage an die andere endet bzw. geschickt das nächste einleitet wirkt das gesamte Buch wie eine Art Gespräch zwischen zwei Freundinnen, dem man nur zu gern beiwohnt. Da sie jedes Thema mit viel Witz und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen angehen und auch so einige Denkanstöße geben.

Mich hat dieses Buch bis zur letzten Seite unterhalten und ich bin schon sehr gespannt welchem Thema sich die beiden in ihrem nächsten Buch widmen werden.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Historischer Fantasyroman voller Spannung

Symantriet - Das Erbe der Vergangenheit
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Isabelle ist das einzige Kind von König Elias von Endline. Endline ist eines der fünf Reiche von Symantriet. Sie wuchs behütet auf und genoss alle Freiheiten, die sich eine Prinzessin nur wünschen kann. ...

Isabelle ist das einzige Kind von König Elias von Endline. Endline ist eines der fünf Reiche von Symantriet. Sie wuchs behütet auf und genoss alle Freiheiten, die sich eine Prinzessin nur wünschen kann. Nur ihre Stiefmutter Camille kann sie nicht ausstehen und giftet gegen sie. Um die Sicherheit von Symantriet weiter wahren zu können, beschließt Elias das Isabelle mit einem Prinzensohn der anderen Reiche verlobt werden soll. Das ist aber keinesfalls in Isabelles Sinn, in Camilles dagegen schon. Sieht sie darin die Chance ihre verhasste Stieftochter los zu werden…

Auch wenn nie konkret benannt wird, wann die Geschichte spielt, wird einem durch die Erzähl- und Ausdrucksweise verdeutlich, dass es sich hierbei um ein historisches Setting handelt. Schon mit dem Prolog bekommt man einen guten Einblick in die besondere Geschichte von Symantriet und die Lust diese zu entdecken, wurde bei mir schon nach den ersten Kapiteln geweckt.

Isabelle ist eine interessante Hauptfigur, die das Herz am rechten Fleck hat und auch bereit ist sich für ihre Lieben zu opfern. Ich denke in den weiteren Bänden wird sich noch zeigen, was alles in Isabelle steckt und wie stark sie ist. Den im ersten Band beginnt sie ja erst ihre magischen Begabungen zu entdecken. Auch wenn die Geschichte stellenweise echt düstere Aspekte aufweist, hatte sie für mich auch immer etwas märchenhaftes. Dieser ganze Mix hat mir hier besonders gut gefallen.

Die Geschichte dreht sich zwar hauptsächlich um Isabelle, dennoch wird hier abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Somit bekommt man gute Einblicke wie vielschichtig alle Charaktere sind und das man nicht einfach alles in gut und böse einteilen kann. Teilweise werden einige Szenen auch mehrmals aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was die Gefühle der einzelnen Figuren gut rüberbringt, aber auch stellenweise die Geschichte für mich etwas in die Länge gezogen hat.

Dennoch hab ich mich stets gut unterhalten gefühlt und war bis zum Ende gespannt wie es weiter geht und die anderen Teile dieser Trilogie, muss ich auch unbedingt noch lesen. Denn die Welt von Symantriet hat mich komplett in ihren Bann gezogen.

Wer historische Fantasygeschichten mit interessanten Charakteren liebt, ist in Symantriet genau richtig.

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Veröffentlicht am 22.08.2022

Thema Feminismus gut umgesetzt

Falling in love was not the plan
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Eliza ist eine fleißige Schülerin und steckt sehr viel Zeit in ihre Arbeit bei der Schülerzeitung. Daher war sie sich schon fast sicher, dass sie zur neuen Chefredakteurin gewählt wird. Doch der gerade ...

Eliza ist eine fleißige Schülerin und steckt sehr viel Zeit in ihre Arbeit bei der Schülerzeitung. Daher war sie sich schon fast sicher, dass sie zur neuen Chefredakteurin gewählt wird. Doch der gerade erst neu zum Team gestoßene Len, macht ihr da einen Strich durch die Rechnung. Obwohl Eliza schon viel länger für den Bugle arbeitet und qualifizierter ist, gewinnt Len die Wahl. Wieder wurde ein gutaussehender, männlicher Sportler einer Frau bevorzugt. Da sie sich ungerecht behandelt fühlt, schreibt sich Eliza in Form eines Artikels, den sie nicht vorhat zu veröffentlichen, ihre Wut von der Seele. Als dieser am nächsten Tag auf der Titelseite landet, tritt sie damit eine Diskussion über Feminismus und Gleichberechtigung an ihrer Highschool los und wird somit ungewollt zum Kopf einer feministischen Bewegung. Um die Wogen zu glätten, verlangt die Schulleitung das Eliza und Len zukünftig zusammenarbeiten. Und dabei lernt sie Len besser kennen und entwickelt Gefühle für den „Feind“…

Eliza hat mir hier als Figur total gut gefallen. Sie hat ihre Ecken und Kanten und versucht sich und ihren Überzeugungen treu zu bleiben. Das sie die Ungerechtigkeiten an ihrer Schule anspricht und mehr Gleichberechtigung fordert und somit ihren Mitschülern ein Vorbild wird, fand ich beeindruckend. Auch wenn dies zum Teil eher ungewollt passiert. Dennoch hinterfragt sie auch viele Dinge so wie auch die (veralteten) Ansichten ihrer Eltern.

Aber auch Eliza macht Fehler und muss sich mit ihren eigenen Prinzipien auseinander setzen und sich selber hinterfragen. Das wirkte auf mich alles sehr authentisch. Aber neben Eliza, gibt es noch viele beeindruckende Figuren in diesem Buch, die eine charakterliche Entwicklung durchmachen, wie man es ihnen nicht von vornherein zugetraut hätte. Somit findet sicher jede*r in diesem Buch eine Figur, mit der man sich identifizieren kann.

Aber für besonders viel Spannung sorgte natürlich, die Beziehung zwischen Len und Eliza. Man merkt sofort, dass Eliza Len eigentlich nicht mögen möchte. Und dennoch bekommt sie einen Blick hinter seine Fassade und die beiden freunden sich an. Es gibt viele schöne Momente zwischen den beiden. Aber auch Elizas Gefühle werden gut transportiert. Denn immerhin steht sie zwischen einem Jungen und ihrer feministischen Überzeugung.

Das Thema Feminismus wird hier gut umgesetzt. In der ersten Hälfte fand ich die Geschichte noch etwas zu langatmig erzählt. Aber gerade die vielen spannenden Charaktere haben mich doch zum weiterlesen animiert und zum Ende hin, war es eine schöne und runde Story, die wie aus dem (Highschool)Leben gegriffen scheint.

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Veröffentlicht am 22.08.2022

Der eigenen Bestimmung folgen

Guina
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Guina ist eine Wandlerin und ihr Volk hat schon immer unbemerkt unter den Menschen gelebt. Ihr Gesetz lautet, dass kein Mensch von ihrer Existenz erfahren darf. Wer dies missachtet, muss mit den schlimmsten ...

Guina ist eine Wandlerin und ihr Volk hat schon immer unbemerkt unter den Menschen gelebt. Ihr Gesetz lautet, dass kein Mensch von ihrer Existenz erfahren darf. Wer dies missachtet, muss mit den schlimmsten Strafen rechnen. Damit Guina allerdings ihrer Bestimmung folgen kann, muss sie den Menschen näher kommen...

Mich hat die Geschichte um Guina von der ersten Zeile an gepackt. Ich fand es sehr faszinierend und interessant von ihrer Verwandlung als Katze und der Intensität ihrer Bestimmung zu lesen. Da Guinas Bestimmung Freundschaft ist, drängt es sie zu den Menschen. Ganz besonders zu Mona und ihren Freunden, die sie seit einiger Zeit beobachtet.

Ich fand es sehr spannend und unterhaltsam von Guinas Blick auf die Menschenwelt und ihre Eigenarten zu lesen. Da sie so einiges merkwürdig und kurios fand. Besonders unterhaltsam waren die Gespräche zwischen ihr und Mona als diese ihr einige Dinge versucht hat zu erklären und näher zu bringen. Und als Guina dann auch noch beschließt die Schule für Menschen zu besuchen, kommen neue lustige Momente hinzu.

Das Thema Freundschaft ist hier ja sehr zentral und wichtig und daher gibt es auch viele schöne Momente mit Guina und ihren neuen Freunden. Und die alltäglichsten und normalsten Dinge werden hier zu etwas ganz besonderem.

Aber die Geschichte bleibt natürlich nicht so friedlich wie zu Beginn. Und Guina muss sich so einigen Gefahren und Kämpfen stellen. Aber auch die dunkleren Kapitel sind voller Spannung erzählt, so dass nie Langeweile aufkam und ich die Geschichte bis zum Schluss gern verfolgt habe.

Wer also gern Fantasygeschichten um Gestaltwandlern liest und mitreißende Geschichten zum Thema Freundschaft mag, ist bei diesem Buch genau richtig.

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