Eine Party mit Schrecken
Die Dinner PartyAls ihr Freund Franca bittet eine Dinnerparty zu veranstalten, ist sie alles andere als begeistert, aber sie entschließt sich dennoch dazu, ihm diesen Gefallen zu tun. Nur hätte sie nie damit rechnen können, ...
Als ihr Freund Franca bittet eine Dinnerparty zu veranstalten, ist sie alles andere als begeistert, aber sie entschließt sich dennoch dazu, ihm diesen Gefallen zu tun. Nur hätte sie nie damit rechnen können, wie dieser Abend verlaufen würde und das danach nichts mehr so ist wie zuvor.
Wenn man den Titel ließt, denkt man erstmal an eine fröhliche und leichte Geschichte, immerhin steckt das Wort "Party" im Titel.
Doch sobald man das Buch liest, wird man es unweigerlich anders beschreiben müssen.
Es war sehr viel tiefgründiger, als ich es erwartet hatte.
Die Themen, mit denen man sich auseinandergesetzt hat, waren teilweise schwer und traurig, aber vor allem haben sie auch zum Nachdenken angeregt.
Franca fühlt sich noch nicht angekommen im Leben.
Zwar ist sie verlobt, wohnt in einem tollen Haus und um das Finanzielle muss sie sich auch keine Sorgen machen, aber wirklich glücklich ist sie eigentlich nicht.
Aber woran liegt das? Und geht es anderen Menschen nicht viel schlechter als ihr? Darf sie sich dann überhaupt beschweren?
Man begleitet Franca sowohl in der Vergangenheit, sogar teilweise in ihrer Kindheit, aber auch in der Gegenwart, wo sie die Ereignisse der Dinnerparty rekapituliert.
Dadurch lernt man sie auf viele verschiedene Arten kennen und am Ende hat man ein großes Bild von Franca und das ist genau das, was sie von sich selbst auch hat.
Wobei man als Leser:in vielleicht zeitweise besser zwischen den Zeilen lesen kann und einem Dinge klar werden, für die Franca noch Zeit braucht, das fand ich ziemlich spannend.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, spukte es trotzdem weiter in meinem Kopf herum und ich habe über viele verschiedene Aspekte der Handlung nachdenken müssen.
Unter anderem auch darüber, wie viel ein Mensch ertragen kann, bevor Körper und Geist einfach dicht machen und man jede Kontrolle verliert.
Wo und wann fängt das an? Und könnte man es aufhalten oder ist es vielleicht sogar unausweichlich?
Ich werde defintiv noch lange an dieses Buch und an Franca denken und bin sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.