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Veröffentlicht am 02.02.2026

Heilung in Dänemark

Sweet Notes of Goodbye
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Tara kommt aus einer sehr toxischen und emotional missbräuchlichen Beziehung.
Während dieser Beziehung hat sie sich und ihre Musik verloren, doch das will sie unbedingt ändern.
Sie beschließt einen Roadtrip ...

Tara kommt aus einer sehr toxischen und emotional missbräuchlichen Beziehung.
Während dieser Beziehung hat sie sich und ihre Musik verloren, doch das will sie unbedingt ändern.
Sie beschließt einen Roadtrip durch Deutschland und Dänemark zu machen und hofft währenddessen heilen zu können.
In Dänemark trifft sie auf Milan.
Mit ihm ist alles viel leichter und Tara kann ganz sie selbst sein.
Doch beide haben eine Vergangenheit die sie aufarbeiten müssen, aber können sie das auch gemeinsam?

Sweet Notes of Goodbye ist das Debüt der Autorin und war mein erstes Buch mit einem dänischen Setting.
Auf einfühlsame Art und Weise erzählt Paulina Fuhr die Geschichten von Tara und Milan.
Beide haben in ihren jungen Jahren schon einige schwere Erfahrungen machen müssen.
Während man bei Tara weiß was sie belastet, erfährt man über Milans Vergangenheit erst mit der Zeit mehr.
Ob es der emotionale Missbrauch durch Taras Ex Freundin Sawyer oder die Zukunftsängste die beide haben, jede Emotion, jedes Gefühl war sehr greifbar und authentisch.

Doch neben diesen schweren Themen gab es auch viele schöne und leichte Momente.
Nicht zuletzt das dänische Setting im Sommer hat seinen Teil dazu beigetragen.
Die Orte, und nicht zuletzt die Insel Rømø, wurden bildlich beschrieben und mir fiel es nicht schwer, mir die Insel vorzustellen.
Aber auch der familiäre Zusammenhalt und die Freundschaften in diesem Buch waren wirklich toll und gingen ans Herz.
Tara erfährt sehr viel Unterstützung von ihren Eltern und Geschwistern und auch Milan hat eine sehr liebevolle Familie und zusätzliche eine kleine Found Family mit seinen zwei besten Freund:innen.
Bis auf Taras Ex Freundin gab es keine Red Flag Beziehungen und das habe ich sehr genossen.
Auch Musik spielt eine große Rolle in dem Buch und speziell für Tara ist sie ein wichtiger Teil ihres Lebens.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch leider schon.
Leider sind mir beim Lesen einige Fehler aufgefallen, die im Lektorat wohl durchgerutscht sind.
Das hat der Geschichte nicht geschadet, ist mir aber doch etwas zu häufig aufgefallen.
Allerdings kenne ich nur die EBook Version, vielleicht sind diese Fehler im Print nicht zu finden.

Fazit. Ein tolles Debüt der Autorin mit einer wirklich schönen Emotionalität. Ich hoffe auf mehr Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Drei Freundinnen

Spielverderberin
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Nach vier Jahren treffen Sophie, Lotte und Romy wieder aufeinander.
Früher waren sie mal Freundinnen, doch dann haben sie den Kontakt zueinander verloren.
Doch wie ist es dazu gekommen?

Die Grundidee ...

Nach vier Jahren treffen Sophie, Lotte und Romy wieder aufeinander.
Früher waren sie mal Freundinnen, doch dann haben sie den Kontakt zueinander verloren.
Doch wie ist es dazu gekommen?

Die Grundidee der Geschichte hat mich sehr angesprochen.
Eine Freundschaft ging zu Ende, aber wieso ist das passiert, wenn sie einander eigentlich immer noch am Herzen liegen?
Mit der Umsetzung hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, in der Gegenwart, als sich die Freundinnen wieder treffen und in der Vergangenheit vor vier Jahren, ihr letztes Jahr an der Schule.
Die Freundschaft zwischen Sophie, Lotte und Romy war ganz anders als erwartet.
Es gab weniger eine Freundschaft zu dritt und eher Zweierkonstellationen die sich immer wieder verändert haben.
Aus Sophie und Lotte wurden Lotte und Romy und schließlich Romy und Sophie.
Doch als sie sich vier Jahre nach ihrem Abschluss wieder im Heimatdorf treffen ist klar, egal welche Konstellation es betrifft, alle sind stark belastet, durch Schuld, Schmerz, Zweifel und vieles bleibt ungesagt.
Nach dem Treffen ist Romy nicht mehr zu erreichen und in Sophie, die Protagonistin des Buches, macht sich Anspannung breit.
Sie nimmt jedes kleine Detail unter die Lupe und beginnt sich erneut mit den Geschehnissen von damals auseinanderzusetzen.

Auch andere Themen fanden ihren Platz in der Geschichte, doch gerade die Themen in der Gegenwart haben für mich nicht ganz harmoniert.
Sie waren nicht uninteressant, dennoch habe ich mich gefragt, warum sie wichtig für genau dieses Buch waren.
Ich konnte es leider nicht erkennen, aber andere Leser:innen vielleicht schon.
An dem Lesefluss hat das allerdings nichts geändert.
Den Schreibstil empfand ich als angenehm und sehr leicht und schnell zu lesen.

Am Ende blieben viele Fragen offen.
Zum Teil hatte ich das bereits erwartet, insgesamt war es jedoch mehr als gedacht und mir persönlich zu viel.
Fragen aus der Vergangenheit konnten geklärt werden, zum Großteil, doch alles was sich in der Gegenwart ergeben hat wurde offen gelassen.
Dadurch das ich manche Handlungsstränge ohnehin schon überflüssig fand, gefiel es mir noch weniger, dass diese nicht mal ihren Abschluss gefunden hatten.
Es ließ mich etwas unzufrieden zurück.

Fazit: Ein Buch über Freundschaft und Veränderungen, das für mich am Ende zu viele Fragen ungeklärt zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Wenn ein Nein alles verändert

Hazel sagt Nein
6

Hazel zieht mit ihrer Familie von New York nach Riverburg in Maine.
Ihr Vater hat dort einen neuen Job und auch für ihre Zukunft könnte es ganz praktisch sein.
Direkt am ersten Schultag bestellt der Direktor ...

Hazel zieht mit ihrer Familie von New York nach Riverburg in Maine.
Ihr Vater hat dort einen neuen Job und auch für ihre Zukunft könnte es ganz praktisch sein.
Direkt am ersten Schultag bestellt der Direktor Hazel in sein Büro und verkündet ihr, dass er eine sexuelle Beziehung mit ihr will, er sucht sich jedes Jahr eine andere Schülerin aus.
Doch Hazel sagt Nein und das verändert alles.

Sexuelle Belästigung ist ein Thema zu dem leider viele Menschen einen Bezug haben.
Viel zu oft wird den Betroffenen nicht geglaubt oder sie trauen sich gar nicht erst etwas zu sagen, weil sie Angst vor den Reaktionen haben und im Rampenlicht steht dann stattdessen oft der Täter, der natürlich seine Unschuld beteuert.
Doch hier stehen Hazel und ihre Familie im Vordergrund und das was es mit ihnen gemacht hat.
Denn Hazel sagt Nein zu dem Direktor und erzählt es danach ihren Eltern und ihre Eltern leiten weitere Schritte ein.

Hazels Situation verbessert sich dadurch jedoch nicht, im Gegenteil, sie erfährt stattdessen sehr viel Hass, ebenso wie ihre Familie.
Schließlich sind sie neu in der Stadt und der Direktor ist ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft, natürlich glauben sie ihm und nicht ihr.
Was sich anhört wie ein schlechter Film, mag hier zwar Fiktion sein, aber leider ist es auch viel zu oft Realität.
Die Geschehnisse im Buch fand ich daher sehr authentisch und auch wie die Gefühlswelt von Hazel dargestellt wird.
Auch ihre Familie leidet, doch für jeden bedeutet es etwas anderes.
Dadurch das das Buch in vier Perspektiven eingeteilt ist, kann man alle Familienmitglieder in ihren Gedanken begleiten.
Besonders spannend fand ich neben Hazel ihren kleinen Bruder Wolf, der zwar nicht alles versteht, aber doch genug und der selbst mit den Auswirkungen zu kämpfen hat.

Bis zu einem bestimmten Punkt war ich sehr mitgerissen und emotional auch sehr involviert.
Dann kam ein neuer Handlungsstrang hinzu, der mir leider nicht zugesagt hat.
Für mich hat es das Buch auf eine Ebene gehoben, die es überhaupt nicht gebraucht hat und durch die die Geschichte für mich an Authentizität verloren hat.
Das fand ich sehr schade, da es für mich bis dahin wirklich stimmig war, auch wenn die Handlung nicht leicht zu lesen ist.
Am Ende gab es eine gute Lösung, trotzdem war ich insgesamt nicht sehr begeistert von der Situation.
Dadurch kamen für mich andere Themen zu kurz, die ich als wichtiger empfunden hätte und die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Dennoch ist dieses Buch sehr wichtig und ich bin froh es gelesen zu haben, auch wenn es Dinge gab die mir nicht gefallen haben.
Es ist die Geschichte einer achtzehnjährigen Schülerin die für sich einsteht und danach mit Konsequenzen konfrontiert wird, die alles andere als gerecht sind.
Gleichzeitig ist es aber auch ein Buch das Mut machen kann.

Fazit: Eine Lektüre mit einem wichtigem Thema über das man mehr reden sollte, damit die Stimmen der Betroffenen lauter und gehört werden.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Die Riessberger Frauen

Die Riesinnen
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Liese lebt in einer lieblosen Ehe und ihr größter Wunsch ist es, ihr Heimatdorf Wittenmoos zu verlassen. Dann wird sie schwanger und bekommt ihre Tochter Cora, ihr größtes Glück und sie gibt ihrem Leben ...

Liese lebt in einer lieblosen Ehe und ihr größter Wunsch ist es, ihr Heimatdorf Wittenmoos zu verlassen. Dann wird sie schwanger und bekommt ihre Tochter Cora, ihr größtes Glück und sie gibt ihrem Leben wieder mehr Sinn. Cora ist in vielerlei Hinsicht anders als ihre Mutter, doch den Wunsch Wittenmoos hinter sich zu lassen hat auch sie. Doch am Ende kommt es ganz anders und schließlich wird sie selber Mutter einer Tochter. Eva hat zwei starke Frauen als Vorbilder in ihrem Leben und hat einen anderen Blick auf die Welt. Sie liebt Wittenmoos und hat trotzdem das Gefühl gehen zu müssen. Drei Frauen, drei Generationen, drei Lebensgeschichten.

Ich hatte keine Erwartungen an das Buch, wollte mich einfach überraschen lassen, weil mir der Klappentext gefallen hat und überrascht wurde ich definitiv. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Eine Geschichte über drei starke Frauen, die ihren Platz im Leben suchen und dabei auf viele Hindernisse und Vorurteile stoßen. Begleitet von einem sehr poetischem Schreibstil lernt man sie und ihr Heimatdorf Wittenmoos kennen.

Lieses Geschichte beginnt in den 60er-Jahren. Sie ist mit Bernhard verheiratet, aber lieben tut sie ihn nicht. Jedoch ist es auch keine Lösung nicht verheiratet zu sein. Lieses Probleme zu dieser Zeit sind ganz andere, als sie später ihre Tochter und Enkelin haben werden. Probleme die man sich heute kaum noch vorstellen kann und trotzdem fiel es mir nicht schwer Lieses Gefühle zu verstehen. Das Leben im Dorf war zu dieser Zeit nicht leicht wenn man aus dem Raster gefallen ist und das kriegt sie zu spüren. Auch ihre Tochter Cora leidet darunter, sie wird in der Schule schwer gemobbt, aber interessieren tut es niemanden außer ihrer Mutter. Die Geschichte gewinnt weiter an Schwere und ein Hauch Melancholie ist eigentlich immer zu spüren. Eva hat es insgesamt leichter und doch lebt auch sie zum Teil in der Vergangenheit, da sie nach Antworten sucht, auch um ihre Familiengeschichte besser zu verstehen. Alle Frauen hinterlassen einen bleibenden Eindruck und haben mich sehr beeindruckt, jede auf ihre Art.

Was immer bleibt ist die Liebe, die die drei Frauen füreinander haben. Sie unterstützen einander und können sich immer auf die jeweils anderen verlassen. Zusammen schaffen sie alles, denn sie sind die Riessberger Frauen, sie brauchen niemanden sonst, erst recht keine Männer, sie brauchen nur sich selbst.

Fazit: Die Gefühle, die das Buch in mir ausgelöst hat, sind nur schwer zu beschreiben, daher würde ich jedem einfach nur empfehlen das Buch selber zur Hand zu nehmen, um sich ein eigenes Bild zu bilden. Für mich ein wirklich tolles Buch.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Tatsächlich ein Thriller?

Belladonnas
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Julie und Chloe kennen sich kaum, obwohl die beiden Zwillinge sind.
Doch nach dem tragischen Tod der Eltern, wird Chloe adoptiert, Julie hingegen nicht.
Als Julie einen beunruhigenden Anruf von Chloe erhält, ...

Julie und Chloe kennen sich kaum, obwohl die beiden Zwillinge sind.
Doch nach dem tragischen Tod der Eltern, wird Chloe adoptiert, Julie hingegen nicht.
Als Julie einen beunruhigenden Anruf von Chloe erhält, beschließt sie trotz der kaum existenten Beziehung zu ihr zu fahren.
Doch als sie in Chloes Apartment ankommt ist diese schon nicht mehr am Leben.
Als Julie sich entschließt die Identität ihrer toten Schwester anzunehmen und somit ihren eigenen Tod vortäuscht, beginnt für sie ein Spiel, dessen Regeln sie erst noch lernen muss.

Wenn ich eine Zwillingsschwester hätte, wäre mir bestimmt auch schon mal die Idee gekommen mit ihr Rollen zu tauschen.
Julie kommt diese Idee auch, jedoch zu einem sehr ungünstigem Zeitpunkt.

Chloe ist ganz anders aufgewachsen als Julie und auch ihr weiteres Leben wirkt sehr viel unkomplizierter.
An Geld und Aufmerksamkeit mangelt es ihr nicht und zusätzlich dazu ist sie auch eine erfolgreiche Influencerin.
Dennoch ist es deswegen nicht automatisch leicht ihr Leben zu übernehmen, das merkt auch Julie relativ schnell.
Sie ist schnell überfordert von der Situation.
Die meiste Zeit über ist sie sehr verwirrt durch die Informationen die ihr fehlen, die sie als Chloe allerdings wissen müsste.
Durch ihre Verwirrung war es auch als Leserin schwer, einen klaren Blick für das Geschehen zu bekommen.

Generell gewinnt die Handlung nur langsam an Fahrt und sie hat mich selten an einen Thriller erinnert.
Ganz lange hatte ich keinen blassen Schimmer, was das Ziel der Geschichte ist.
Zusätzlich dazu war Julie keine einfache Protagonistin.
Sie war niemand die Sympathie garantiert hat.
Eine Tatsache die nicht zwangsläufig schlecht sein muss.
Eine Protagonistin muss nicht sympathisch sein, damit die Handlung funktioniert.
Dennoch wurde es immer anstrengender ihren Gedanken zu folgen und ihre Entscheidungen zu verstehen.

Leider habe ich einige weitere Kritikpunkte, jedoch weiß ich nicht, wie ich diese ansprechen soll ohne zu spoilern.
Ab einem gewissen Punkt wirkte das ganze Geschehen einfach nur noch wirr.
Das Stichwort ist Insel.
Es gab Wendungen, die ich weder verstehen konnte, noch haben sie zusammengepasst und irgendwann war ich nur noch angeekelt..
Und vielleicht ist das gewollt und der ganze Sinn hinter der Geschichte, aber dann muss ich sagen, dass ich das Buch, und speziell das Ende, nicht verstanden habe und es mich nicht abgeholt hat.

Fazit: Ein Thriller bei dem ich mir nicht sicher bin, ob er wirklich in diese Kategorie passt. Leider trifft es nicht meinen Geschmack.

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