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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2025

Story auf zwei Zeitebenen

Duftwickensommer
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Ich lese sehr gerne Romane, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und nach und nach ein Geheimnis aus der Vergangenheit offenlegen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch, nachdem ich den Klappentext ...

Ich lese sehr gerne Romane, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und nach und nach ein Geheimnis aus der Vergangenheit offenlegen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe.

Die Storyline spielt zum einen im Jahr 1911 und dreht sich um einen Wettbewerb der Daily Mail um den schönsten Wickenstrauß, den das Land euphorisiert. Auch die junge Anni nimmt teil und träumt davon, mit dem Preisgeld die Welt zu bereisen. Lord John Ramsgate, verlobt mit der Tochter ihres Arbeitgebers, berichtet über den Contest. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Der andere Zeitstrang spielt im Jahr 2024: Marieke ist nun geschieden und in ein Insulanerhäuschen gezogen. Am Giebel prangt in altmodischer Schrift »Villa Cupani«. Von Nachbarin Alwine erfährt sie, was es damit auf sich hat – einst lebte hier eine Frau namens Anni, die in England ihre Liebe zu Duftwicken entdeckte …

In die Storyline habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil hat mir auf jeden Fall gut gefallen: Er ist schön bildlich, locker-leicht und es ist ein sehr schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, was mir wirklich gut gefällt. Jedoch hat mich die Vergangenheit die ganze Zeit über mehr gecatcht, als das bei der Gegenwart der Fall war. Anni ist mir ziemlich schnell ans Herz gewachsen und die anderen Figuren wurden ebenfalls interessant gezeichnet. Hier war die ganze Zeit über eine Spannung in der Luft, so dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. Bei der Gegenwart war das etwas anders. Hier waren mir die Figuren nicht ganz so sympathisch wie bei dem anderen Zeitstrang und auch die Geschichte plätscherte teilweise etwas dahin. Deshalb habe ich mich immer gefreut, wenn das Kapitel endete und es mit der Vergangenheit weiter ging.

Das Ende hat mir dagegen wirklich gut gefallen. Zusammengefasst wurde ich aber gut von dem Buch unterhalten und vergebe ganz klar 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Ich hatte etwas anderes erwartet

Wir sehen uns wieder am Meer
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Ich lese zurzeit sehr gerne historische Romane, die mich in die Vergangenheit katapultieren, mich mit interessanten Figuren unterhalten und gleichzeitig etwas dazulernen lassen. Deshalb war ich auch auf ...

Ich lese zurzeit sehr gerne historische Romane, die mich in die Vergangenheit katapultieren, mich mit interessanten Figuren unterhalten und gleichzeitig etwas dazulernen lassen. Deshalb war ich auch auf dieses Buch sehr gespannt, denn der Klappentext hat mich schon einmal sehr neugierig darauf gemacht. Jedoch wurde ich dann etwas enttäuscht, denn die Geschichte wurde mir etwas zu emotionslos erzählt. Es glich eher einer Aneinanderreihung von Ereignissen.

Die Geschichte dreht sich um drei mutige Frauen, die durch unverbrüchliche Freundschaft überleben: Im Jahr 1944 ist Norwegen von den Deutschen besetzt. Die junge Krankenschwester Birgit begegnet der 16-jährigen Nadia, die aus der Ukraine zur Zwangsarbeit in der Fischfabrik verschleppt wurde. Als Birgit sich dem Widerstand anschließt und Nadia einen Kollaborateur trifft, geraten sie in höchste Gefahr. Ihre Geheimnisse teilen sie nur mit dem ‚Deutschenmädchen‘ Tekla. Weit über den Krieg hinaus müssen die Freundinnen Entscheidungen fällen, die noch das Leben ihrer Kinder und Enkel prägen werden…

In die Geschichte habe ich anfangs etwas schwieriger hineingefunden. Der Schreibstil ist zwar angenehm, aber teilweise hat es etwas gestockt. Ich mag es generell etwa bildlicher – daran wird es gelegen haben, denn hier ist das eher weniger der Fall.

Die einzelnen Figuren wurden authentisch beschrieben, aber keine ist mir dabei richtig ans Herz gewachsen und mir blieben die Frauen auch etwas zu blass. Hier hätte ich mir gewünscht, eine bessere Bindung zu ihnen aufzubauen. Deshalb ist meine Meinung zu dem Buch recht nüchtern, denn mir fehlte einfach der richtige, emotionale Bezug zu der Storyline. Trotzdem blieb es interessant und die Infos über diese Zeit habe ich aufgesogen. Zusammengefasst hatte ich etwas anderes erwartet. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Berührender Roman - aber zu viele Themen auf einmal

Der Sommer am Ende der Welt
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Ich habe bereits von den Verschickungskindern gehört und auch schon ein paar Infos dazu gelesen. Deshalb war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch, das sich genau diesem Thema widmet. Und ich muss sagen, ...

Ich habe bereits von den Verschickungskindern gehört und auch schon ein paar Infos dazu gelesen. Deshalb war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch, das sich genau diesem Thema widmet. Und ich muss sagen, dass ich so von der Geschichte gefangen war, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte.

Die Geschichte dreht sich um die Journalistin Hanna, die über die traumatischen Erfahrungen früherer Verschickungskinder auf Borkum berichten will, denn auch ihre Mutter hat dort bei einer solchen Kinderkur einst Schlimmes erlebt. Doch vor Ort erhebt sich Widerstand, als Hanna die damaligen Missstände aufdecken will. Nur der Inselarzt Ole steht ihr bei ihren Nachforschungen zur Seite, beide verlieben sich Hals über Kopf. Dann wird Hanna das alte Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin zugespielt, aus dem sich Hinweise auf ein vertuschtes Verbrechen ergeben. Dabei gerät Hanna in ein verstörendes Dilemma, denn nach und nach zeichnet sich ab, dass in Oles Familie ein schreckliches Geheimnis gehütet wird..

In das Buch habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr angenehm, bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Jedoch ist es harter Tobak über die Situation der Verschickungskinder zu lesen. Nicht nur einmal musste ich bei den Schilderungen schlucken. Aber die Autorin schafft es einfühlsam, aber auch ehrlich, das Elend, das die Verschickungskinder erleben mussten, näherzubringen.

Hanna, ihre Tochter sowie Ole waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich habe richtig mitgefiebert, als sie nach und nach ein Familiengeheimnis enthüllt haben. Dabei wurde es auch teilweise zu einem richtigen Thriller, womit ich nicht gerechnet habe. Aber das eigentliche Thema blieb neben den Liebesgeschichten, Krankheiten und den dramatischen Szenen immer präsent. Aber teilweise war es auch etwas viel auf einmal, was in die Geschichte gepackt wurde. Das Thema allein mit einer Liebesgeschichte hätte mir ebenfalls gereicht.

"Der Sommer am Ende der Welt" berührt und die Geschichte wird noch einige Zeit in mir nachhallen. Ich kann das Buch weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Mitreißender Roman mit spicy Szenen

Variation – Für immer oder nie
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Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig auf diesen Roman gemacht, denn eine Liebesgeschichte mit einigen Auf und Abs ist genau mein Fall. Und ich muss zugeben, dass ich regelrecht durch das Buch ...

Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig auf diesen Roman gemacht, denn eine Liebesgeschichte mit einigen Auf und Abs ist genau mein Fall. Und ich muss zugeben, dass ich regelrecht durch das Buch geflogen bin – auch wenn es ein doch recht dicker Wälzer ist.

Die Storyline dreht sich um Allie, die nach einer schweren Ballettverletzung zur Regeneration nach Cape Cod zurückkehrt, wo eine Begegnung mit ihrem ehemaligen besten Freund längst vergessen geglaubte Gefühle und schmerzhafte Erinnerungen weckt. Hudson hat sie als Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet, aber er hat sie auch nach dem Tod ihrer Schwester im Stich gelassen. Als Hudsons Nichte plötzlich vor Allies Tür steht und verzweifelt ihre leibliche Mutter finden will, gerät Allie in eine unmögliche Situation…

In die Geschichte habe ich wirklich gut hineingefunden – wobei ich erst einmal die zahlreichen Figuren richtig zuordnen musste. Aber das war nach wenigen Kapiteln kein Problem mehr. Der Schreibstil ist einfach toll – einnehmend, bildlich und locker-leicht, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Genau so mag ich es.

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Allie und Hudson, was ich wirklich gut finde, denn so kann man sich besser mit ihrem Denken und Handeln identifizieren. Beide sind mir richtig sympathisch und im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Aber auch die anderen Figuren wurden interessant beschrieben – einige mochte ich mehr, einiger weniger.

Die Geschichte selbst blieb die ganze Zeit mitreißend und spannend. Zudem hab es einige überraschende Wendungen und spicy Liebesszenen. Am Ende wurden alle offenen Fragen beantwortet und zu einem versöhnlichen Ende gebracht. Genau so muss es sein! Ich hätte auf jeden Fall gerne noch weitergelesen, da ich so in der Storyline drin war. Gerne mehr davon! Ich vergebe für das Buch ganz klar 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Gewohnt mitreißend mit überraschendem Ende

Das heimliche Zimmer: Thriller
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Ich kenne bereits die Vorgängerbücher der Reihe rund um Spezialermittlerin Laura Kern und wurde davon immer mehr als mitgerissen. Deshalb war ich natürlich auch sehr gespannt auf den neuesten Fall – und ...

Ich kenne bereits die Vorgängerbücher der Reihe rund um Spezialermittlerin Laura Kern und wurde davon immer mehr als mitgerissen. Deshalb war ich natürlich auch sehr gespannt auf den neuesten Fall – und auch diesmal bin ich regelrecht durch das Buch gerauscht und wurde wunderbar unterhalten.

Diesmal erschüttert ein grausamer Fund Berlin: Ein Teenager wurde brutal ermordet. Die Beweislage scheint eindeutig – ein Mitschüler des Opfers wird verdächtigt. Für die Ermittler ist der Fall klar, doch Spezialermittlerin Laura Kern spürt, dass etwas nicht stimmt. Als weitere Leichen entdeckt werden und erneut alle Spuren zu demselben Jugendlichen führen, verstärkt sich Lauras Unbehagen. Könnte ein einzelner Teenager tatsächlich zu dieser Grausamkeit fähig sein? Oder versteckt sich hinter der Fassade einer gewöhnlichen Schulgemeinschaft ein perfides Geheimnis?

Der Schreibstil ist gewohnt locker-leicht und es ist ein toller Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Außerdem habe ich mich sehr über ein Wiedersehen mit Laura gefreut, denn sie ist mir bereits bei den Vorgängerbänden richtig ans Herz gewachsen.

Die Storyline selbst blieb die ganze Zeit über spannend und die einzelnen Kapitel werden immer mal wieder aus der Sicht einer anderen Figur erzählt, so dass man sich mit deren Denken und Handeln besser identifizieren kann. Die ganze Zeit habe ich mitgerätselt, aber auf diese überraschende Auflösung am Ende wäre ich nie gekommen. Aber genau das macht diese Reihe aus, denn man wird immer am Ende überrascht und fiebert mit. Ich wurde sehr gut unterhalten von dem Band und vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.

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