Story auf zwei Zeitebenen
DuftwickensommerIch lese sehr gerne Romane, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und nach und nach ein Geheimnis aus der Vergangenheit offenlegen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch, nachdem ich den Klappentext ...
Ich lese sehr gerne Romane, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und nach und nach ein Geheimnis aus der Vergangenheit offenlegen. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe.
Die Storyline spielt zum einen im Jahr 1911 und dreht sich um einen Wettbewerb der Daily Mail um den schönsten Wickenstrauß, den das Land euphorisiert. Auch die junge Anni nimmt teil und träumt davon, mit dem Preisgeld die Welt zu bereisen. Lord John Ramsgate, verlobt mit der Tochter ihres Arbeitgebers, berichtet über den Contest. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Der andere Zeitstrang spielt im Jahr 2024: Marieke ist nun geschieden und in ein Insulanerhäuschen gezogen. Am Giebel prangt in altmodischer Schrift »Villa Cupani«. Von Nachbarin Alwine erfährt sie, was es damit auf sich hat – einst lebte hier eine Frau namens Anni, die in England ihre Liebe zu Duftwicken entdeckte …
In die Storyline habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil hat mir auf jeden Fall gut gefallen: Er ist schön bildlich, locker-leicht und es ist ein sehr schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, was mir wirklich gut gefällt. Jedoch hat mich die Vergangenheit die ganze Zeit über mehr gecatcht, als das bei der Gegenwart der Fall war. Anni ist mir ziemlich schnell ans Herz gewachsen und die anderen Figuren wurden ebenfalls interessant gezeichnet. Hier war die ganze Zeit über eine Spannung in der Luft, so dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. Bei der Gegenwart war das etwas anders. Hier waren mir die Figuren nicht ganz so sympathisch wie bei dem anderen Zeitstrang und auch die Geschichte plätscherte teilweise etwas dahin. Deshalb habe ich mich immer gefreut, wenn das Kapitel endete und es mit der Vergangenheit weiter ging.
Das Ende hat mir dagegen wirklich gut gefallen. Zusammengefasst wurde ich aber gut von dem Buch unterhalten und vergebe ganz klar 4 von 5 Sternen.