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Veröffentlicht am 05.10.2021

super

Ostfriesenmoor
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Ich liebe diese Ostfriesland Krimis. Auch diesen konnte man wieder nicht aus der Hand legen. Die Handlung, die Charaktere, das Zusammenspiel, die überraschenden Wendungen, der Humor und vor allem die Spannung, ...

Ich liebe diese Ostfriesland Krimis. Auch diesen konnte man wieder nicht aus der Hand legen. Die Handlung, die Charaktere, das Zusammenspiel, die überraschenden Wendungen, der Humor und vor allem die Spannung, die einen die Nacht durchlesen lässt. Ich bin wieder voll auf meine Kosten gekommen.

Im Moor wird eine Hand gefunden. Bald stellt sich heraus, dass diese von einem Kind ist und zu aller Entsetzen, dass sie ausgestopft wurde. Wer ist denn bloß so krank und gestört ? Mehr will ich nicht verraten ohne zu spoilern. Nur soviel sei vielleicht noch angemerkt. Ich kann Rupert nicht leiden und mag seine respektlose abwertende, großkotzige, dumme Art so gar nicht. Aber in diesem Buch ist er fast sympathisch und tut mir sogar ein bißchen leid mit seiner beschränkten Weltansicht.

Ich kann jedem Krimifan diese Reihe nur ans Herz legen und freue mich, dass ich noch ein ungelesenes Buch davon im Regal habe. Dies Buch ist Spannung pur und ich bin erschüttert, was Lucy und ihre Mutter durchmachen müssen. Unfassbar, wie eins zum anderen führt und die Familie völlig zerstört.

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Veröffentlicht am 10.09.2021

enttäuschend

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
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Hatte eine Art Biographie erwartet, zwar in Romanform, aber doch mit mehr Inhalt und Informationen. Stattdessen beschreibt dies Buch nur einen kurzen Zeitraum 1919-1922 und ist voll von furchtbar schmalzigem ...

Hatte eine Art Biographie erwartet, zwar in Romanform, aber doch mit mehr Inhalt und Informationen. Stattdessen beschreibt dies Buch nur einen kurzen Zeitraum 1919-1922 und ist voll von furchtbar schmalzigem Gesülze. Ausführlich werden ihre Liebhaber zu der Zeit beschrieben, Boy, Igor Strawinsky und ein russischer Großfürst aus der Familie Romanow, aber Coco oder Gabrielle wie sie im Buch durchgängig genannt wird (Coco war nur ein Spitzname) bleibt irgendwie blass und oberflächlich. Auch Sätze wie auf Seite 44, als beschrieben wird, wie Boy (alleine) Auto fährt, haben mich sehr in Versuchung geführt, das Buch direkt wegzulegen, weil ich das einfach unerträglich schmalzig finde. : "Der Wind, der ihm entgegen wehte, war feucht und kühl und (...) verband sich mit seinem heißen Atem..."

Ich habe tapfer durchgehalten, da ich Bücher ungerne abbreche und es wurde auch besser, aber wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Vielleicht hätte ich mehr auf den Untertitel achten sollen ( und der Duft der Liebe) oder auf den Klappentext, wo sie als "große Liebende" (was immer das sein soll) bezeichnet wird, dann wäre ich gewarnt worden.
Zum Inhalt : Coco Chanels große Liebe Boy verunglückt tödlich und nach anfänglicher Trauer beschließt sie ein Parfum zu kreieren, dass ihre Liebe feiert. Zwei, drei Jahre und einige Liebhaber später ist es dann soweit und wird ein Erfolg. Ende des Buches. Irgendwie fehlt mir ganz viel in diesem Buch. Ich hatte nicht den Eindruck der Persönlichkeit Coco Chanels näher gekommen zu sein. Sie bleibt blass und farblos und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie wirklich so gedacht und gefühlt haben soll, wie es in dem Buch geschildert wird. Natürlich ist es auch schwer, über eine wirkliche Person zu schreiben, die man nie kennengelernt hat und sich zu überlegen, was wohl in ihr vorgeht. Aber mich lässt dies Buch unzufrieden zurück. Auch spürte man nicht wirklich, wie groß die Liebe zu Boy war. Das wurde zwar gesagt, aber es kam irgendwie nicht spürbar rüber (wie in anderen Büchern). Ich finde die Infos auf Wiki deutlich interessanter, spannender und informativer. Der Schreibstil ist auch nicht so mein Fall, aber immerhin liest es sich flüssig und man hat das Buch schnell durch. Das einzig Gute war, dass man einen Einblick in den Zeitgeist von damals bekam.

Schade, hatte mir echt was anderes vorgestellt.


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Veröffentlicht am 08.09.2021

spannend bis zur letzten Seite

Düstermühle
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Ein kleines Dorf im Münsterland. Als eine Scheune mit einem Toten darin abbrennt und der Brandstifter verstorben an Herzinfarkt davor liegt, scheint alles klar. Aber was haben die Dorfbewohner zu verbergen ...

Ein kleines Dorf im Münsterland. Als eine Scheune mit einem Toten darin abbrennt und der Brandstifter verstorben an Herzinfarkt davor liegt, scheint alles klar. Aber was haben die Dorfbewohner zu verbergen ? Und was ist damals auf dem Hof geschehen, als in der Zeit vom Kriegsende Flüchtlinge und Zwangsarbeiter auf dem Hof waren ?

Das Buch ist richtig spannend, die Charaktere sehr liebenswert (vor allem die älteren Herrschaften) und auch wird das Privatleben der Ermittler nicht übermäßig beleuchtet. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Gegen Ende nahm das Buch nochmal richtig Fahrt auf und endlich, endlich erfuhr man, was damals passierte und wieso das heute noch für irgendjemanden wichtig war. Damit hatte ich nicht gerechnet. Fand das Buch so spannend, dass ich bis heute morgen um 4hoo gelesen habe. Es ist nicht blutrünstig, sondern eher Miss Marplemäßig, aber richtig gut und spannender. Klare Leseempfehlung. Werde nach weiteren Büchern aus der Reihe Ausschau halten.

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Veröffentlicht am 04.09.2021

spannend

Der im Dunkeln wacht
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2 Frauen werden in Plastikfolie verpackt auf einem Friedhof gefunden. Beide sind erdrosselt worden. Irene Huss von der schwedischen Polizei ermittelt.

Wie immer ist auch dieses Buch über Irene Huss sehr ...

2 Frauen werden in Plastikfolie verpackt auf einem Friedhof gefunden. Beide sind erdrosselt worden. Irene Huss von der schwedischen Polizei ermittelt.

Wie immer ist auch dieses Buch über Irene Huss sehr spannend. Normalerweise mag ich nicht so viel über das Privatleben der Ermittler lesen, aber Irene ist sehr sympathisch und auch die anderen Figuren wirken authentisch und lebendig, sodass es hier passt. Der Krimi ist aus ihrer Sicht geschrieben mit kurzen Einschüben vom Mörder. Die Ermittlungsarbeit ist nicht reißerisch und actionreich, sondern beharrlich und durch viel Fleißarbeit gekennzeichnet. Dennoch ist das Buch sehr spannend. Der Schreibstil ist flüssig und es liest sich schnell. Das Ende fand ich etwas abrupt, aber durchaus nachvollziehbar.

Freue mich, dass ich noch weitere Krimis von Helene Tursten im Regal habe. Wer unblutige, aber spannende Krimis mag, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

spannend

Im dunklen, dunklen Wald
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Nora wird überraschend zu einer Junggesellinnenparty einer alten Freundin eingeladen, zu der sie seit 10 Jahren keinen Kontakt hatte. Eigentlich will sie gar nicht hin, lässt sich aber überreden. Einsam, ...

Nora wird überraschend zu einer Junggesellinnenparty einer alten Freundin eingeladen, zu der sie seit 10 Jahren keinen Kontakt hatte. Eigentlich will sie gar nicht hin, lässt sich aber überreden. Einsam, an einem Wald gelegen liegt das Haus der Tante der Gastgeberin. Eigentlich scheinen alle Gäste nur weg zu wollen. Ich muß sagen, ich wäre auch nicht geblieben. Schon sehr seltsam die Stimmung, die "Spiele" und Aktivitäten, die die Gastgeberin geplant hat und wie verzweifelt sie reagiert, wenn jemand nicht mitmacht oder das ins Lächerliche zieht. Für Nora gibt es einen zusätzlichen Schock, aber ich will nicht spoilern. Nora wacht im Krankenhaus wieder auf und kann sich nicht erinnern, was passiert ist und warum sie Prellungen, Hämatome und Schnittwunden hat. Sie weiß nur noch, wie sie durch den Wald gerannt ist, aber nicht warum.

Spannend, spannend, spannend und das, obwohl man ahnt, was damals wirklich geschah und wer hinter allem steckt. Aber auch, wenn sich diese Vermutung bestätigt hat, bleibt das Buch spannend. Allerdings hätte ich mir mehr Erkenntnisse über Flo und ihr Verhalten gewünscht, aber naja. Mir hat das Buch gefallen, es liest sich schnell und ist gut geschrieben und ich glaube, ich setzte The woman in cabin 10 mal auf meine Wunschliste.. Der einzig logische Bruch ist, wie SMS ohne Empfang rausgehen konnten.

Das Buch ist kein Thriller, aber ein spannender Krimi trotz absehbarer Auflösung. Hab ich gerne gelesen.

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