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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2018

Opfer? Täter? Oder? - Wenn die Vergangenheit nicht ruhen kann

Kälter als die Angst
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Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende mit seinen doch sehr speziellen Schilderungen und der überraschenden Wendung fasziniert. Es las sich für mich recht zügig und flüssig. Es ist der fünfte Teil ...

Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende mit seinen doch sehr speziellen Schilderungen und der überraschenden Wendung fasziniert. Es las sich für mich recht zügig und flüssig. Es ist der fünfte Teil der Reihe um das Ermittlerteam Charlotte Schneidmann und Peter Käfer und kann m.E. auch unabhängig von Vorkenntnissen der ersten Bücher gelesen werden.
Die Opernsängerin Carla Delbrück wurde ermordet und rasch gerät der Ehemann des Opfers in den Fokus. Jedoch tauchen kranke Briefe in morbider Versform auf, welche sich an die Anwohner des Hauses, in dem Carla bis vor kurzem noch wohnte, richten. Auch Carla erhielt diese Briefe, die auf einen ungeklärten Mord in der Vergangenheit verweisen.
Der Autorin gelingt es geschickt, verwirrende Spuren zu legen, so das immer wieder neue Personen in den Kreis der Verdächtigen rücken - und dennoch nicht der Täter sein können.
Eine ganz interessante Lösung ist die Einblendung von Buchauszügen eines offensichtlich geläuterten Mörders. Was für mich anfänglich etwas irritierend war, fügt sich jedoch zum Ende hin stimmig in das Gesamtkonzept.
Der Schluss ist gelungen kreativ kreiert und lies mich bis zum Ende rätseln, ob ich auf der richtigen (heiße Spur) bin – oder nicht. So muss ein Thriller sein. Von mir gibt es für dieses Buch eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 27.12.2018

Das Unvorstellbare wird wahr

Damit du nie vergisst
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Dieses Buch ist der dritte Teil der Reihe um die Profilerin Andrea Thornston und kann m.E. auch unabhängig von Vorkenntnissen der ersten 2 Bücher gelesen werden.
Eigentlich ist der Fall um den „Campus-Rapist“ ...

Dieses Buch ist der dritte Teil der Reihe um die Profilerin Andrea Thornston und kann m.E. auch unabhängig von Vorkenntnissen der ersten 2 Bücher gelesen werden.
Eigentlich ist der Fall um den „Campus-Rapist“ Jon abgeschlossen, der beim Zugriff erschossen wurde. Beginnend mit der Studentin Samantha tauchen plötzlich erneut Opfer auf, welche die gleiche Handschrift wie Jons Opfer tragen – ein Nachahmungstäter oder ein Mitwisser? Andrea wird in die Ermittlungen einbezogen und gerät mit ihrer Familie rasch selbst ins Visier des neuen Täters.
Sehr geschickt und stimmig verknüpft die Autorin falsche Annahmen und Thesen, bis sich allmählich eine Spur herauskristallisiert.
Einmal begonnen konnte ich gar nicht mit lesen aufhören – so muss ein guter Thriller sein! Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 21.12.2018

Sehr informative und interessante Geschichte aus den besetzten Niederlanden

Im dunklen Nebel
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Aufgrund der Inhaltsangabe hatte ich eine etwas andere Geschichte erwartet. Stattdessen gerät man beim Lesen mit den Agenten quasi „zwischen die Fronten“ zwischen den einzelnen Organisationen, Geheimdiensten ...

Aufgrund der Inhaltsangabe hatte ich eine etwas andere Geschichte erwartet. Stattdessen gerät man beim Lesen mit den Agenten quasi „zwischen die Fronten“ zwischen den einzelnen Organisationen, Geheimdiensten und Widerstandsgruppen. Die Personen sowie Zugehörigkeit sind am Anfang als Übersicht sehr gut aufgelistet, so dass es meinem Verständnis enorm half, immer wieder zu dem jeweiligen Charakter zurückzublättern. Dieses Genre ist eigentlich nicht so mein Gängiges, aber ich war angenehm überrascht, wie flüssig und gut sich dieses Buch, trotz des m.E. komplizierten Themas, lesen lies.
Da ich bisher zur den Zuständen in den besetzten Niederlanden noch wenig erfahren habe, war es für mich ein sehr informatives Buch und ich denke, dass es jeden geschichtlich interessierten Leser ähnlich gehen dürfte.

Veröffentlicht am 21.12.2018

geschichtliche Tatsachenschilderung und philosophische Betrachtungen in Hinblick auf die Problematik der Zuwanderer - aktueller denn je!

Gegen die Träume
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Dieses Buch, welches sich sehr gut und flüssig liest, ist für mich eine Mischung aus geschichtlicher Tatsachenschilderung und philosophischen Betrachtungen in Hinblick auf die Problematik der Zuwanderer. ...

Dieses Buch, welches sich sehr gut und flüssig liest, ist für mich eine Mischung aus geschichtlicher Tatsachenschilderung und philosophischen Betrachtungen in Hinblick auf die Problematik der Zuwanderer. Eine wie ich finde sehr interessante, lesens- sowie nachdenkenswerte Kombination – auch vor dem aktuellen Hintergrund „unseres“ Umgangs mit Zuwanderern.
Mesaija flüchtet in den 70er Jahren nach Deutschland in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Egal wie sehr sie sich bemüht, sie bleibt immer die Fremde. Noch schlimmer ist es für ihren Sohn Adem, in Deutschland geboren und aufgewachsen, bekommt er das „Anderssein“ immer zu spüren. Sehr traurig ist dabei dass selbst Freunde der Familie dies mit zweierlei Maß bewerten.
Die Handlung lässt mich sehr nachdenklich zurück und das Buch wirkt dadurch auch noch lange in mir nach.
Meiner Meinung nach ist es ein Buch, das ich für am Thema interessierte nur empfehlen kann!

Veröffentlicht am 20.12.2018

Es war ein langer Weg: Vom Krieg gezeichnet – und überlebt! Berührende Schicksale die Hoffnung geben

Sie gingen einen langen Weg
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Ich muss gestehen ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen und habe es quasi an zwei Abenden „aus“gelesen. Die furchtbaren Schicksale während des Krieges berühren mich immer wieder sehr – so auch ...

Ich muss gestehen ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen und habe es quasi an zwei Abenden „aus“gelesen. Die furchtbaren Schicksale während des Krieges berühren mich immer wieder sehr – so auch in diesem Fall: Aram aus Tiflis als auch die Ostpreußin Leni müssen sehr schmerzliche und leidvolle Erfahrungen in den letztem Kriegsmonaten machen – Aram wird läuft als Zwangsarbeiter Spießruten, als er zum Spielball eines SS-Mannes wird und Leni muss auf ihrer Flucht den grausamen Mord an den Eltern, Vergewaltigung und Verlust der jüngeren Schwester ertragen. Jeder ist von der Nation des anderen gebrandmarkt, während Leni auf Russen nur noch Hass verspürt, versucht Aram nicht gleiches mit gleichem zu vergelten. Doch allmählich kommt es zur Annäherung beider und dem Verständnis, das nicht alle Deutschen und auch nicht alle Russen schlecht sind. Beide erfahren auch durch zahlreiche Helfer der verschiedenster Nationalitäten Unterstützung und Hilfe.
Sehr nachdenklich stimmte mich der Umgang Einzelner, die sie beschimpfen und dorthin zurückwünschen, wo sie her kämen – als ob beide je die Wahl hatten, an ihrem Heimatort zu bleiben. Sehr deutlich wird während der ganzen Schilderungen auch, dass mit dem Frieden nicht alles sofort besser wird – neue und zum Teil unerwartete Hürden treten auf, die bewältigt werden müssen. Somit gewinnt der Titel eine besondere Bedeutung – treffender kann man den Inhalt nicht überschreiben.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und kann und möchte es hiermit gern weiterempfehlen!