Was geschah mit Michelle?
Ein Buch, das zwischen 1973 und 1974 spielt und den damaligen Zeitgeist total wiedergibt, Und auch die Songs und Lieder, die der Autor dazwischen streut, erwecken in mir Erinnerungen an meine Jugend. Bei ...
Ein Buch, das zwischen 1973 und 1974 spielt und den damaligen Zeitgeist total wiedergibt, Und auch die Songs und Lieder, die der Autor dazwischen streut, erwecken in mir Erinnerungen an meine Jugend. Bei einem Kompaniefest in der Patengemeinde lernt der junge und schüchterne Leutnant Claus die attraktive Studentin Michelle kennen, die mit ihrer Großmutter, einer Konsulin das Fest besucht. Michelle stammt aus einer reichen Familie und liebt Tennis und Segeln und hat daher sehr viele Verehrer, die ihr den Hof machen und mit denen sie so manchen Match austrägt. Doch auch sie ist total fasziniert von dem ruhigen und besonnen Mann und verliebt sich in ihn. Dabei gibt sie ihren ehemaligen Verehrern alle einen Korb. Michelle und Claus feiern groß Verlobung. dann muß Claus für einige Wochen ins Manöver und Michelle geht zurück zum Studieren. Doch plötzlich ist Michelle samt ihrem Auto wie vom Erdboden verschluckt, niemand hat sie gesehen, es kommt aber auch keine Lösegeldforderung. Natürlich werden die verschmähten Bewunderer eingehend unter die Lupe genommen und sehr verdächtigt, aber keinem kann man etwas nachweisen. Michelle bleibt verschwunden. Aber wer hat sie verschleppt, lebt sie noch? Wo hält man sie versteckt? Ein Krimi, der sich zuerst wie eine beginnende Liebessgeschichte liest und dann aber derart an Spannung und Action zunimmt, selbst rätselt man, was passiert sein kann und auch die Polizei kann keinen Erfolg nachweisen. Jede Spur, die verfolgt wird, verläuft im Sand. Ich war mehr als gefangen von dieser Geschichte, der Autor versteht es total mit einfachen Worten den Leser in seinen Bann zu ziehen. Die Kapitel sind nicht all zu lange und man darf nicht vergessen, dass dies eine ganz andere Zeit war. Kein Handy, kein Insta, kein Facebook, kein GPS. Man war auf seinen Verstand und seinen Überlegungen angewiesen. Das Cover gefällt mir außerordentlich gut. Eine dunkle Landschaft, die sehr viel Gefahr ausstrahlt und dazwischen im Licht seht eine einsame Gestalt. Ein Buch, das uns um 50 Jahre zurückversetzt hat.