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Suzi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2018

Gönnt Euch den Prosecco zum Hören...

Ich hab's auch nicht immer leicht mit mir
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Mein erster Eindruck nach dem Hören dieses Hörbuches: „Ach schade, dass es schon zu Ende ist..“
Die von Anne Vogd geschilderten Situationen bzw. Probleme kennt vermutlich jeder – ich habe mich in mehr ...

Mein erster Eindruck nach dem Hören dieses Hörbuches: „Ach schade, dass es schon zu Ende ist..“
Die von Anne Vogd geschilderten Situationen bzw. Probleme kennt vermutlich jeder – ich habe mich in mehr als einem Thema erkannt. Aber anstatt sich darüber zu ärgern oder daran zu verzweifeln gewinnt sie der Situation noch etwas Positives explizit Lustiges ab. So auf die humorvolle Art betrachtet ist das leidliche Problem plötzlich gar nicht mehr so groß. An dieser positiven Sichtweise der oft hausgemachten Probleme kann (und sollte) man sich ein Beispiel nehmen.
Mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen – ich habe mich beim Anhören köstlich amüsiert – und damit hat es hat seine Bestimmung (und meine Erwartung) voll erfüllt. Deshalb von mir eine klare Empfehlung – gönnt Euch den Prosecco zum Hören.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Lebe Deinen Traum!

Die Fotografin - Am Anfang des Weges
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Mimi Reventlow ist für ihre Zeit eine sehr starke, fast möchte man meinen eigensinnige Frau, die auf ihrem Weg zu ihrem Lebenstraum, dem Fotografieren, gegen alle widrigen Umstände und Einwände ankämpft ...

Mimi Reventlow ist für ihre Zeit eine sehr starke, fast möchte man meinen eigensinnige Frau, die auf ihrem Weg zu ihrem Lebenstraum, dem Fotografieren, gegen alle widrigen Umstände und Einwände ankämpft und sich auch von Niederlagen nicht abschrecken lässt.
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass sie sich die Konsequenzen nicht bis zuletzt überlegt – aber auch von den dadurch entstehenden Schwierigkeiten lässt sie sich nicht entmutigen. Ihr großer Traum steht über allem – und man merkt dass sie (nur) dafür lebt! Direkt, ohne Umwege und größere Überlegungen „was wäre wenn“ geht sie kompromisslos ihren Weg – und macht sich damit nicht nur Freunde. Natürlich ist ihr dabei in manchen Situationen das Glück mehr als hold!
Mit ihrem Onkel Josef verbindet sie die Leidenschaft der Fotografie. Während ihre Mutter nie Zeit für sie hat(te), war er für sie da und unterstützte sie bei ihrem Vorhaben, wo es nur ging. Da ist es für mich nicht verwunderlich, dass sie ohne zu Zögern, der Bitte ihrer Mutter (was ist das eigentlich für eine kaltherzige Person, der fremde Leute wichtiger sind als die eigene Familie!) nachkommt, nach ihrem Onkel zu schauen, der in Laichingen sesshaft geworden ist.
Nachdem sie durch relativ weltoffene Städte reiste und sich mit ihrer Arbeit auch Respekt verschaffte, gelangt sie hier quasi zu „Hinterwäldlern“. Schwäbische Alb das klingt nach Natur und Urlaub – aber auch nach hartem Kampf ums (über)Leben. Und wo das Geld kaum fürs Essen reicht, da ist verständlicherweise kein Platz für den Luxus schöner Fotos – und für neuen Wind gleich gar nicht. Das harte Leben der einfachen Leute wird dabei sehr anschaulich dargestellt. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch heute dort noch Flecken gibt, an denen die Zeit quasi stehengeblieben ist.
Etwas überrascht war ich über das abrupte Ende – nachdem ich mich aber jetzt belesen habe, dass es eine Fortsetzungsreihe ist, kann ich es kaum erwarten, den zweiten Teil zu bekommen.

Veröffentlicht am 25.10.2018

Nach kleiner Eingewöhnung spannende Story - jedoch mit holprigem Ende

Rachgier
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Nachdem ich schon einige Hörbücher von ValMcDermid gehört habe, hatte ich mich sehr auf dieses neue Buch gefreut. Leider war ich vom Einstieg doch etwas enttäuscht – viele Namen und Dienstbezeichnungen ...

Nachdem ich schon einige Hörbücher von ValMcDermid gehört habe, hatte ich mich sehr auf dieses neue Buch gefreut. Leider war ich vom Einstieg doch etwas enttäuscht – viele Namen und Dienstbezeichnungen machen es dem Hörer etwas schwierig. Ebenfalls sind die Pausen zwischen den einzelnen Tracks/Kapiteln gefühlt zu lang.
Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten findet man sich jedoch in dieses Buch ein. Die Handlung gefällt mir sehr gut – nun ist es ein Buch/Hörbuch, wie ich es von Val McDermid kenne. Ihr gelingt es sehr gut langsam Spannung aufzubauen.
Die berechnende und akribische Vorgehensweise des Täters finde ich abscheulich – unschuldige Frauen zu umgarnen und dann stellvertretend für die, die ihn verletzt hat, zu töten ist schon eine sehr verquere Denkweise. Bei dem übervorsichtigen Vorgehen des Täters ist es übertrieben und lächerlich, womit die Ermittler letztendlich auf seine Spur gebracht werden.
Die Exkurse in private Angelegenheiten der Ermittler sind interessant, sollten jedoch den eigentlichen Fall nicht in den Hintergrund treten lassen. Es sind sehr viele Informationen, so das man nur durch genaues Zuhören bzw. „am Ball bleiben“ den Faden nicht verliert.
Das Ende war für mich enttäuschend. Sowohl wodurch die Polizisten den Täter ermitteln könnten, als auch die Selbstjustiz.
Alles in allem ein nettes Hörbuch, was ich jedoch nicht nochmal ein zweites Mal hören würde.

Veröffentlicht am 25.10.2018

Nimm Dir Zeit für Dich selbst...

Einfach loslassen - "The Work" to go
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Optisch ist das Ganze sehr ansprechend gestaltet – ein stabiles Pappkästchen enthält nach Themen sortierte Übungskarten und ein sehr informatives kleines Begleitheft. Die grafische Gestaltung finde ich ...

Optisch ist das Ganze sehr ansprechend gestaltet – ein stabiles Pappkästchen enthält nach Themen sortierte Übungskarten und ein sehr informatives kleines Begleitheft. Die grafische Gestaltung finde ich sehr gelungen – sie strahlt etwas „leichtes“ aus, was man für sich mit diesen Übungselementen erreichen kann. Durch die praktische „Pocketgröße“ ist „The Work“ ein praktischer Begleiter.
Alles in der sehr verständlichen Anleitung ist logisch, wenn man sich nur erst einmal die Zeit nimmt, das Gelesene wirken zu lassen. Sofort habe ich mich erkannt, dass auch ich diesem Muster der negativen Gedanken und Sichtweisen verfallen bin.
Die Anwendung ist für Ungeübte vielleicht anfänglich etwas schwierig, da es sicher ungewohnt ist, sich mit sich selbst zu beschäftigen– in sich hineinzuhorchen was es mit einem macht. Jedoch kann man sich mit der Anleitung sehr gut einfinden um eigene Grundsätze mit Hilfe der Kärtchen zu betrachten. Es ist sehr schwer Gewohnheiten (und somit auch die negativen Glaubensgrundsätze) zu durchbrechen – die Wiederholungen und Übungen der Umkehrung machen auch hier den Meister.
Für den der sich darauf einlässt ist dies ein gelungenes Arbeitsmittel für ein leichteres Leben ohne unnötigen „Seelenbalast“.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Über „enorm wichtige Jobs“ die eigentlich keiner braucht….

Bullshit Jobs
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Obwohl blau nun keine wirkliche "Warnfarbe" ist, wird man dadurch auf das Buch aufmerksam. Das ganze Cover suggeriert ein Sachbuch (wahrscheinlich auch durch die kühle sachliche Wirkung des blau). Interessant ...

Obwohl blau nun keine wirkliche "Warnfarbe" ist, wird man dadurch auf das Buch aufmerksam. Das ganze Cover suggeriert ein Sachbuch (wahrscheinlich auch durch die kühle sachliche Wirkung des blau). Interessant ist die - offensichtlich in langweiligen Arbeitsstunden - erfolgte Bürobastelei, welche optisch den Titel (etwas) überlagert. Damit wird die Brisanz dieses Themas nochmal unterstrichen. Die aktuelle Situation (sicher mag es Ausnahmen geben) ist: nicht was man tut, ist entscheidend, sondern das man (egal, Hauptsache beschäftigt) was tut.
Das sehr umfassende Buch punktet mit interessanten Denkansätzen und Theorien. Jedoch ist der recht trockene Schreibstil anstrengend zu lesen und dies macht es schwer, die Quintessenz des Ganzen zu erfassen. Nach dem Grundsatz „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ gehen die gut beleuchteten Theorien nicht in eine konkrete Lösung über. Da hätte ich mir etwas mehr versprochen.
Deshalb kann ich nur bedingt eine Leseempfehlung geben.