Profilbild von SveaE

SveaE

Lesejury Star
offline

SveaE ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SveaE über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2024

Übernatürlich-sarkastischer Lesespaß

Hunting Souls (Bd. 1)
0

In "Hunting Souls" erzählt Tina Köpke die Geschichte von Katrina, einer Untoten, und Tate, einem Jäger von allem Unnatürlichen. Die beiden werden unfreiwilliger Weise aneinandergebunden und müssen sich ...

In "Hunting Souls" erzählt Tina Köpke die Geschichte von Katrina, einer Untoten, und Tate, einem Jäger von allem Unnatürlichen. Die beiden werden unfreiwilliger Weise aneinandergebunden und müssen sich gleichzeitig den Gefahren ihrer magisch-finsteren Welt stellen. Aus einer unfreiwilligen Allianz entsteht mit der Zeit ein richtiges Dream-Team.

Das Buch ist eine große Empfehlung für Fans der Adams-Familie oder der Netflix-Serie Wednesday. Sobald man mit "Hunting Souls" startet, fühlte ich mich in die Serie zurückversetzt, nicht zu Letzt aufgrund von Katrina und ihrer liebenswürdig-schrägen Familie. Die Charaktere sind ein großer Pluspunkt dieses Buches. Katrina bezeichnet ihre eigenen Gefühle als "in Watte gepackt" und verhält sich dementsprechend meist passiv-sarkastisch. Ziemlich vieles scheint ihr egal oder sie hat nur einen kurzen Spruch dafür übrig, allerdings würde sie für ihre Familie alles tun (woran man dann doch merkt, dass ihr doch nicht alles egal ist). Ihre Schwester Lyn dagegen ist ein glückseliges Feuerwerk, der ihr absolutes Gegenteil scheint. Ihr Bruder kommt nur kurz vor und ihre Eltern sind wohlwollend und sympathisch. Sie empfanden jeden - wirklich jeden - mit offenen Armen. Denn da wäre noch die Jäger-Familie, die ihnen gegenüber eingezogen ist und zu denen auch Tate gehört. Tate ist locker, freundlich und meist entspannt. Er ist der perfekte Gegenpart für Katrina.

Ein Großteil des Buches stellt während der Hauptstory auch die Fraktionen Jäger und Übernatürlich gegenüber. Beide Seiten kämpfen hier mit so einigen Vorteilen. Es kommen daher sowohl einige verschiedene Jäger, als auch viele Arten an Übernatürlichen vor - und mitten Katrina und Tate, die sich nichts schenken.

Geliebt habe ich an diesem Buch den Schreibstil. Er lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und auch am Alltag der beiden teilhaben. Die Dialoge sprühen nur so für Funken und man kann die Beziehung von Katrina und Tate Stück für Stück dabei beobachten, wie sie wächst. Inhaltlich gibt es mehrere Handlungsstränge, die es zu verfolgen gilt und die bereits zu Beginn des Buches aufkommen. Diese klangen super spannend und ich war voller Vorfreude, hier mit zu rätseln. Leider werden diese nur sporadisch weiterverfolgt, sodass sich hier kaum Entwicklungen zeigen. Dinge, die eigentlich wichtig erscheinen, rücken oftmals in den Hintergrund und man beobachtet dann doch eher den Alltag von Übernatürlichen und Jägern. Es bleiben daher viele offene Fragen für Band 2, auf den ich mich sehr freue. Und das Ende kommt dann auch nochmal mit einem Knall daher, der das Warten um einiges erschwert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2024

Große Liebe inmitten eines spezienübergreifenden Zerwürfnisses

Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
0

Ich liebe Ali Hazelwood und auch bei diesem Buch ist ihr fantastischer, humorvoller, wissenschaftlicher und empathischer Schreibstil ein tragendes Element, welches "Bride" zu einem spaßigen Leseerlebnis ...

Ich liebe Ali Hazelwood und auch bei diesem Buch ist ihr fantastischer, humorvoller, wissenschaftlicher und empathischer Schreibstil ein tragendes Element, welches "Bride" zu einem spaßigen Leseerlebnis macht. Dies ist ihr erster Ausflug ins Fantasy-Genre und sie macht es auf so Ali-typische Weise, dass ich allein diesen Punkt unfassbar sympathisch finde.

In "Bride" geht es um Misery (ja, allein der Name ist schon eine einzige Parodie), eine Vampirin, die von ihrer Art zwangsverheiratet wird, um den Frieden zu sichern. Misery war bereits zuvor als Absicherung bei den Menschen, was dazu führte, dass sie sich nirgends heimisch fühlt und sich auch nicht immer wie eine typische Vampirin verhält. Ihr quasi Ehemann ist Lowe, der Alpha und damit Anführer der Werwölfe. Während Misery also gezwungenermaßen bei den Werwölfen lebt und sie und ihre Gebräuche näher kennenlernt, sucht sie gleichzeitig nach ihrer besten Freundin Serena, die plötzlich verschwunden ist und seitdem kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hat.

Wie immer stecken Alis Charaktere voller Liebe. Sowohl Misery, als auch Lowe sind extrem empathische Charaktere, die einander trotz der physischen Unterschiede viel Verständnis entgegenbringen. Zu Beginn sind viele Interaktionen noch von gegenseitigem Umeinanderherumschleichens geprägt, da ihnen die Absichten des jeweils anderen nicht immer klar sind.

Inhaltlich ist es ein eher ruhiger Fantasy-Roman, der ohne große Action-Szenen auskommt. Tatsächlich macht Ali Hazelwood hier meist einen Cut, springt ins nächste Kapitel und erzählt das Geschehen lieber rückblickend. Der Roman entscheidet sich ebenfalls dahingehend, dass die Autorin auch hier einen wissenschaftlichen Aspekt hineinbringt und die Spezien darstellt, als wären sie evolutionär entstanden. Dieses Was-wäre-wenn war interessant und spannend und bringt den ein oder anderen, neuen Aspekt mit in das Genre.

Handlungstechnisch passierte insbesondere zu Beginn eher wenig. Hier erwischte ich mich leider immer wieder dabei, wie ich das Buch kurzzeitig bei Seite legte. Sobald Lowe und Misery einander jedoch näher kommen und deren Liebesgeschichte stärker im Vordergrund liegt, wollte ich das Buch nicht mehr beiseite legen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2024

Eine besondere Freundschaft

Vampire Academy - Blutsschwestern
0

Bei "Vampire Academy" wird man mitten in das Geschehen geworfen - Rose und Lissa befinden sich auf der Flucht, wovor, erfährt man erst sehr viel später. Wächter Dimitri fängt die beiden jedoch wieder ein ...

Bei "Vampire Academy" wird man mitten in das Geschehen geworfen - Rose und Lissa befinden sich auf der Flucht, wovor, erfährt man erst sehr viel später. Wächter Dimitri fängt die beiden jedoch wieder ein und bringt sie zurück zur Vampire Academy, einer Vampir-Schule, an der beide ausgebildet werden. Während Lissa aus königlichem Haus ist und versucht, ihr Element kennenzulernen, wird Rose zur Wächterin ausgebildet, um Lissa später beschützen zu können.

Rose ist eine spannende Protagonistin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und dabei auch mit dem ein oder anderen aneckt. Ich mochte sie gleich von Beginn an, denn sie sarkastisch und ungezwungen, außerdem macht sie eine große Entwicklung durch. Ich mag es, wenn einem keine perfekte Hauptfigur vorgesetzt wird, sondern eine mit nachvollziehbaren Fehlern, die gleichzeitig noch einzigartig ist.

Lissa wiederum ist stiller, sanfter und voller Zweifel, aber auch mit tiefer Zuneigung für die Leute, die ihr wichtig sind. Man spürt, dass sie vieles zu tragen hat. Trotz ihrer hohen Stellung ist sie niemand, der auf andere herabschaut.

Am Besten empfand an diesem Buch empfand ich die Freundschaft der beiden. Diese ist innig und tief - die beiden würden buchstäblich durch die Hölle füreinander gehen. Wie wichtig sie einander sind, wir nach und nach klar. Ansonsten entdeckt man den Haupthandlungsstrang dieses Buches nach und nach. Fähigkeiten, Verbindung und Hintergründe deckt man gemeinsam mit Rose immer weiter auf, ehe zum Ende hin alles Sinn macht. Dadurch fühlte ich mich zu Beginn ein wenig orientierungslos, zum Ende hin hatte ich jedoch keine offenen Fragen mehr.

Ansonsten gibt es in dem Buch viel Teenie-Drama. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich dieses Buch als Jugendliche geliebt hätte, jetzt fühlte ich mich dem Ganzen manchmal entwachsen.

Dennoch ein spannendes Buch, bei der vor allem nicht nur die Romance, sondern auch Freundschaft im Fokus steht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2024

In den Fängen der Sekte

Tränenschwur
0

Mein erster Thriller von Karen Rose, nachdem ich schon einiges von ihr gehört hatte und es hat mir richtig gut gefallen. Zunächst viel mir der Einstieg als Reihen-Neuling noch schwer, da gerade zu Beginn ...

Mein erster Thriller von Karen Rose, nachdem ich schon einiges von ihr gehört hatte und es hat mir richtig gut gefallen. Zunächst viel mir der Einstieg als Reihen-Neuling noch schwer, da gerade zu Beginn des Buches viele Namen vorkamen, die mir logischerweise noch bekannt waren. Nach etwa hundert Seiten wurde vieles Klarer, auch, da die Protagonisten selbst immer wieder die Verbindungen aufzeigen und darüber sprechen.

In diesem Thriller bekommt man sowohl die Perspektive der Agenten, als auch die des Mörders, sodass man vor allem mit fiebert, dass Letzterer endlich gefasst wird. Hier ist es Tom Hunter, der sich gemeinsam mit seinen Kollegen auf die Spur von DJ macht, einem Mitglied von Eden, dass noch eine Rechnung mit ehemaligen Mitgliedern offen hat und diese schonungslos jagt und dabei auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt. Gleichzeitig verschlägt es die Geschwister Hailey und Graham nach Eden. In der Sekte leben sie nicht nur unter unmenschlichen Bedingungen, auch soll Hayley nach der Geburt ihr Baby weggeben...

Bereits beim Schreiben der Zusammenfassung fällt es mir schwer, Namen und Inhalt kurz zu bündeln, was bei den knapp 800 Seiten wohl auch kein Wunder ist. Dennoch wird es nie langweilig, denn zum einen hat Karen Rose einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil, zum anderen ist das Buch spannend und wendungsreich. Sowohl Agent Tom und Kindheitsfreundin Liza, als auch Antagonist DJ sehen sich immer wieder vor Problemen gestellt. Ergattert der eine einen Sieg, reagiert der eine unmittelbar und die Karten werden sofort wieder neu gemischt. Da es für mich das erste Buch von ihr ist, haben mich manche brutale Handlungen doch eine Weile verfolgt. Das ist definitiv kein ruhiger Thriller, der nur von Atmosphäre lebt, sondern hier werden einige grausame Szenen eindringlich beschrieben.

Die Liebesgeschichte dagegen konnte mich weniger überzeugen. Insbesondere Tom verhält sich hierbei anmaßend, übertritt Grenzen, die Liza setzt und ignoriert lange Zeit seine Gefühle, was insbesondere auf Kosten von Liza geht. Eine lange Zeit lang streiten sich die beiden eigentlich nur und man spürt nicht einmal etwas von ihrer tiefen Freundschaft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2024

Versteckt im Schloss des Königs

When The King Falls
0

Das Cover und auch der Titel dieses Buches haben mich zunächst wahnsinnig neugierig gemacht, hinzu kam, dass es auf vielen Plattformen vorgestellt und gelobt wurde. Letztendlich bleibe ich aber leider ...

Das Cover und auch der Titel dieses Buches haben mich zunächst wahnsinnig neugierig gemacht, hinzu kam, dass es auf vielen Plattformen vorgestellt und gelobt wurde. Letztendlich bleibe ich aber leider enttäuscht zurück.

Inhaltlich geht Florence als Blutbraut in das Schloss des Vampirkönigs, um ihn dort zu töten, denn die Menschen und insbesondere Rebellen sehen in ihm den Grund der menschlichen Unterdrückung. Florence soll ihn verführen, um so nahe genug an ihn ranzukommen, um ihn zu töten. Allerdings zeigt sich schnell, dass Vampirkönig Benedict gar nicht so scheußlich ist, wie gedacht.

Der Anfang, in dem Florence als Blutbraut gewählt wurde, war recht spannend, doch ab ihren Einzug ins Schloss verlor sich für mich die Spannung immer mehr. Es passiert einfach wenig in dem Buch. Florence sitzt viel in ihrem Zimmer, wartet, langweilt sich. Dass sie quasi als Assassine ins Schloss gegangen ist, davon merkt man recht wenig. Sie versucht eigentlich kaum, an Geheimnisse oder Informationen zu kommen. Benedict und sie kommen sich näher und sie hilft ihm sogar bei seiner Arbeit bezüglich Anträgen etc., aber auch hier denkt sie sich zunächst, dass sie gar nicht wirklich Lust auf diese Arbeit hat, ehe ihr dann einfällt, dass sie so vielleicht mehr Einblicke in das Leben und Regieren der Vampire bekommen könnte.

Auch mit Florence selbst als Protagonistin wurde ich folglich wenig warm. Sie hält viele innere Monologe, aber setzt davon wenig in die Tat um. Ich habe auch nicht recht verstanden, warum sie unbedingt mit Benedict schlafen muss und ihn nicht anders töten kann, schließlich ist er ihr beim wiederholten Bluttrinken ebenso nah.

Benedict dagegen war deutlich sympathischer, auch wenn ich ihn mir in der Rolle des Königs eher weniger vorstellen konnte, weil auch hier Einblicke fehlten. Aber seine inneren Kämpfe konnte ich gut nachvollziehen, er war von Grund auf ehrlich, fürsorglich, wenn auch verschlossen. Seine Schwester Lyra steckte voller Energie, sie mochte ich auch sehr gerne.

Ansonsten erfährt man auch wenig über den Weltenaufbau oder wie es zur Regierung durch die Vampire kommen konnte. Das hat mir so sehr gefehlt. 99% des Buches finden im Schloss statt und dazu auch meist in den gleichen Räumen. Auch die Vampire und ihre Eigenschaften werden immer nur mal wieder am Rande erwähnt. Es hätte den Fantasy-Aspekt nicht gebraucht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere