Profilbild von SveaE

SveaE

Lesejury Star
offline

SveaE ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SveaE über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2024

Super wichtig & informativ

Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen
0

"Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen" sprach mich persönlich an, da ich beruflich mit Kindern arbeite und auf diesem Gebiet bei mir noch Unsicherheiten vorherrschen. Dieses Buch hat meine Erwartung ...

"Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen" sprach mich persönlich an, da ich beruflich mit Kindern arbeite und auf diesem Gebiet bei mir noch Unsicherheiten vorherrschen. Dieses Buch hat meine Erwartung in positiver Art getroffen und mir vieles mit an die Hand gegeben, auch wenn durchaus noch einiges zu lernen gilt.

Inhaltlich eröffnen die Autorinnen verschiedene Gebiete der Diskriminierung, inwiefern in unserer Gesellschaft Unterschiede gemacht werden und bestehen und wie wir auf diese im besten Fall reagieren können - Sprichwort sensibler Umgang, sensible Sprache. Es ist ein Sammelsurium verschiedenster Bezeugungen von Diskriminierungen: Statistiken, eigene Erfahrungen, Erfahrungen durch Experten-Interviews, Zitate, Studien, geschichtliche Fakten und Definitionen von besonderen Betitelungen, die man in diesem Zusammenhang kennen sollte.

Dabei ist der Schreibstil der beiden Autorinnen voller Herzblut, aber auch prägnant und informativ. Oftmals schildern sie eigene Erfahrungen und setzten diese in Relation zu genannten, vorherrschenden Diskriminierungsformen. Dass sie hier die eigene Sicht auch kritisch betrachten, macht das Leseerlebnis nochmals nahbarer und sympathischer. Zwischen den Texten gab es einige Berichte und auch Zitate, die mich schockiert haben und die mir noch eine Weile im Gedächtnis bleiben werden. Das Buch zeigt auf, dass bei mir noch einige Lücken vorherrschen.

Generell ist es auf jeden Fall ein kurzer, aber auf den Punkt gebrachter Umriss. Die ausführlichen Literaturangaben helfen weiter, möchte man in die Thematik noch tiefer einsteigen, was bei solch komplexe Themen notwendig ist, um wirklich kompetent handeln zu können. Besonders toll empfand ich die Kinderbuchempfehlungen, hier habe ich mir bereits einige besorgt. Es erscheint mir ein erstes, unterschwelliger Schritt in die richtige Richtung, der vor allem schnell umsetzbar ist - diverse Literatur in das Umfeld der Kinder bringen. Ebenso spannend war die Auflistung der wichtigsten Daten und Feiertage.

Vielen Dank für dieses wichtige Buch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2024

Gefangen

DARK gleam CASTLE
1

Für mich war das mein erster Ausflug in das Dark-Romance-Genre und ich bin gespaltener Meinung. in "Dark Gleam" Castle" wollen Maddie und ihr Bruder Cassio Schulden begleichen, wobei Maddie schließlich ...

Für mich war das mein erster Ausflug in das Dark-Romance-Genre und ich bin gespaltener Meinung. in "Dark Gleam" Castle" wollen Maddie und ihr Bruder Cassio Schulden begleichen, wobei Maddie schließlich in die Fänge der Schuldeneintreiber gerät. Diese benehmen sich wie Alpha-Tiere, Frauen haben wenig zu sagen. Maddie muss bleiben und ihre Schulden als Sklavin der Männer begleichen. Zeitgleich betreibt ein Mörder auf dem Anwesen seinen Rachezug. Da das Schloss auf einer Insel liegt, sind die Beteiligten von der Außenwelt abgeschottet. Maddies Leben steht daher auf mehr als eine Art auf Messers Schneide.

Der Schreibstil des Buches war leicht und angenehm, wodurch ich gut durch die Geschichte kam. Inhaltstechnisch wird das wiedergegeben, was auch versprochen wird, auch wenn das Genre wahrscheinlich nicht meins Lieblings-Genre wird. Es gibt viel Sex, aber auch einiges an Handlung, was für mich Positiv war. Durch verschiedene Perspektiven lernt man zudem die einzelnen Charaktere kennen, auch wenn die Männer doch mit ihrem besitzergreifendem Gehabe recht ähnlich gestrickt sind.

Maddie ist grundlegend mit ihrer Kämpfernatur sympathisch, auch wenn ich manche ihrer Sichtweisen nicht sonderlich mochte. Vor allem war Maddies Verhalten auf Grund ihrer Stellung schwierig für mich. Viele Taten wurde verherrlicht und stellen für Maddie schlussendlich kein allzu großes Problem dar. Auch ihre Sicht auf die anderen Frauen im Schloss war für mich scheinheilig - quasi alle anderen Frauen sind "Huren" und werden von ihr als solche beschrieben, wobei sie selbst sich in manchen Situationen doch gar nicht so anders verhält? Wahrscheinlich darf man über all das nicht allzu sehr nachdenken, ich kam aber einfach nicht drum herum. Manche Szenen ergaben in der Einbettung von ihr als Gefangener für mich einfach wenig Sinn.

Fazit: Gut geschrieben, aber inhaltlich nichts für mich

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2024

Von schrägen Vögeln und Foto-Zeitreisen

Cato und die Dinge, die niemand sieht
0

Dieses Buch ist ein kleines Goldstück. Schon ab der ersten Seite ist klar, dass Cato eine besondere Protagonistin ist. Sie passt nicht ins Schema und ist dadurch eine Außenseiterin - ein schräger Vogel, ...

Dieses Buch ist ein kleines Goldstück. Schon ab der ersten Seite ist klar, dass Cato eine besondere Protagonistin ist. Sie passt nicht ins Schema und ist dadurch eine Außenseiterin - ein schräger Vogel, der weiß, dass sie eben das ist und die das (meistens) nicht einmal kümmert. Cato ist selbstbewusst, neugierig, nicht auf den Mund gefallen, aber hat auch mit ihren Emotionen zu kämpfen, denn sie hat ihre Mutter nie kennengelernt, da diese bei ihrer Geburt verstorben ist. Sie ist explosiv, weiß manchmal nicht, wohin mit ihren Gefühlen und wie als Leser begleiten sie und auch ihre Liebsten dabei, sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.

Eines Tages begegnet sie Kano, die ein besonderes Kino führt. Hier kann man sich "Filme, die nirgends laufen, die du aber schon immer sehen wolltest" anschauen. Ich will nicht zu viel verraten, denn es war toll, die verschiedenen Stufen der Geschichte aufzudecken. Nach und nach offenbaren sich Verbindungen, bei denen man mit rätseln kann und die helfen, das große Ganze der Geschichte besser zu verstehen und auch Cato bei ihrer Reise zu sich selbst und innerhalb der Beziehung zu ihrem Vater (aber auch ihren Mitmenschen) helfen.

Der Schreibstil ist leicht, sarkastisch und lässt einen durch das Buch nur so fliegen. Die eigentlich schwere, tiefgründige Thematik wird durch den Schreibstil leicht verpackt, sodass ich mich beim Lesen nie schwermütig gefühlt habe, im Gegenteil. Ich bin mit einem fröhlichen Gefühl aus diesem Buch rausgegangen und dachte mir "Was für eine schöne Geschichte!".

Hierbei tragen auch die Charaktere dazu bei. Sie sind vielschichtig und auch ihre Hintergründe werden beleuchtet, um zu verstehen, warum sie so sind wie sie sind. Beispielsweise erscheint Cornelia zunächst als giftige Hexe, doch auch ihr Wendepunkt verdeutlicht, warum sie sich so verhält, wie sie es tut und dass auch ihre Umgebung dazu beigetragen hat. Es gibt ebenfalls viele schräge, aber wunderbar liebenswürdige Charaktere, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe und die mich schmunzeln ließen. Auch das Erwachsenwerden als solches wird näher beleuchtet.

Alles in allem ist dieses Buch eine wunderschöne, herzerwärmende Reise, die trotz ernster Themen eine unglaublich friedvolle Leichtigkeit mit sich bringt. Riesige Leseempfehlung für Groß und Klein!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2024

Ein kleines Mädchen namens Hope

Hope
0

In "Hope oder wie die Welt wieder bunt wurde" begleitet man das kleine Mädchen Hope, die in jungen Jahren ihre Eltern verlor und nun mit dem Wandermagier Sandy und dessen sprechendem Hund Oliver die farblose ...

In "Hope oder wie die Welt wieder bunt wurde" begleitet man das kleine Mädchen Hope, die in jungen Jahren ihre Eltern verlor und nun mit dem Wandermagier Sandy und dessen sprechendem Hund Oliver die farblose Welt bereits, um Menschen in Not zu helfen. Hope selber ist ein kleines Wunder, denn sie kann wieder Farben in die Welt bringen, was kein andere zu schaffen vermag. Denn vor vielen Jahren wurde ein Fluch über das Reich gesprochen, nachdem der König selbst ohne Farbe geboren wurde. Nun wurden jegliche Farben verbannt - nur Hope vermag sie, zurückzubringen ...

Die Geschichte hatte für mich viele märchenhafte Elemente, angefangen bei stark guten und stark bösen Charaktereigenschaften, bis hin zu vielen magischen Wesen, wie der Hexe Baba, der Hope im Verlaufe der Geschichte mehrfach begegnete. Es war ein eindrucksvoll geschriebenes Buch. Der Autor schafft es hier durch seinen unglaublich bildhaften Schreibstil, dass man sich die Welt und die Kreaturen sehr gut vorstellen kann. Dabei kann es auch recht düster und trostlos werden, denn die Welt, in der Hope lebt, steckt voller Gefahren.

Handlungstechnisch erlebt die junge Hope und auch ihre Freunde so einige Abenteuer. Im Hintergrund spinnen der graue König und die Nekromantin ihre Pläne aus, um die Farben weiter zu verbannen. Nachdem Hope mit der Zeit immer mehr Aufmerksamkeit auf sich lenkt, geraten sie und ihre Freunde schließlich ins Fadenkreuz der Nekromantin und ihrer dunklen Armee. Manches, wie zum Beispiel die Entwicklung von Hopes Kräften, hätte meiner Meinung nach noch mehr Raum einnehmen können und wurde mir ein wenig zu schnell abgehandelt. Andere Aspekte, wie beispielsweise Baba und ihre Sammlung kurioser Wesen war eine Freude, zu lesen und wurde auch ausführlicher beleuchtet - auch hinsichtlich etwaiger Absichten, Gefühle und Auswirkungen.

Die Charaktere sind das Herzstück dieses Buches! Da gibt es den herzlichen Wandermagier Sandy, der eine tiefe Schuld zu begleichen hat, den sprechenden Hund Oliver (ich liebe sprechende Hunde!), Darroch, der fest an eine bessere Zukunft glauben will oder Flick, ein ganz besonderer Junge, der noch seinen Platz in dieser Welt finden muss. Auch weitere Nebencharaktere sind herzlich und voller Mut. Und dann ist da natürlich noch Hope selbst, die absolut unerschrocken sich alles und jedem entgegenstellt, wenn es um ihre Freunde geht.

Überrascht hat mich schließlich die Düsternis und Traurigkeit der Geschichte, auch wenn die Hoffnung immer wieder durchstrahlt. Hier gibt es auch Auseinandersetzungen mit dem Tod persönlich und auch liebgewonnene Charaktere sind vor ihm nicht sicher. Das Buch ist daher ernster, als ich zunächst annahm, zeigt aber ein hoffnungsvolles, magisches Ende auf, dass mich das Buch emotional, aber auch friedvoll beenden ließ.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2024

Der Tod, die Zeit, die Krankheit

i fell in love with hope
0

Auf "i fell in love with hope" hatte ich mich sehr gefreut und war bereit, mir das Herz brechen zu lassen. Wenn man sich den Klappentext und auch die englischen Rezensionen durchliest, dann ahnt man, was ...

Auf "i fell in love with hope" hatte ich mich sehr gefreut und war bereit, mir das Herz brechen zu lassen. Wenn man sich den Klappentext und auch die englischen Rezensionen durchliest, dann ahnt man, was einen erwartet.

Selten hatte ich mit einem Buch so zu kämpfen, wie mit diesem. Es war anders, als ich es erwartet hatte. In der Geschichte begleitet man eine Gruppe Jugendlicher, die sich ihren Krankheiten und ihren Ängsten stellen müssen. Man lernt Ausschnitte ihrer Hintergründe kennen, wird aber auch immer wieder in das Hier und Jetzt zurück im Krankenhaus geführt, wo Sam, Sony, Neo, C unnd Hikari ihre eigenen kleinen Abenteuer erleben. Sam hat bereits eine große Liebe an die Krankheit verloren und versucht, sich vor neuen Freundschaften und auch Gefühlen zu schützen. Handlungstechnisch gibt es ansonsten keinen größeren Anteil.

Der Schreibstil hat es mir hier sehr schwer gemacht. Er ist sehr poetisch, teilweise abgehoben, wodurch ich nie in das Geschehen eintauchen konnte und leider auch nicht mitgefühlt habe. Ebenso fiel es mir dadurch schwer, mich in Sam als Hauptprotagonisten hineinzufühlen. Bei ihrer Figur gibt es so einige Eigenarten, was mich zu Beginn noch fesseln konnte, im Verlauf ist aber auch die Lust, dahinter zu kommen, immer mehr verschwunden.

Auch die Dialoge fühlten sich dadurch sehr unnatürlich an. Viele der Gespräche würden so im realen Leben einfach nicht geführt werden. Ich kann nachvollziehen, wenn einige Charaktere durch überschwängliche Redearten auffallen, aber hier waren die meisten Dialoge ebenso von Vergleichen, Metaphern, Wortspielen durchzogen, sodass ich keine Freude mehr an den Gesprächen hatte.

Die großen Gefühle blieben dadurch bei mir aus. Einzig Neo als Figur und seine Beziehung zu C waren ein kleiner Teil dieses Buches, die mir Freude bereitet haben. Ansonsten blieb für mich vieles anderes aufgrund des Schreibstils auf der Strecke.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere