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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

Starkes Oz Retelling mit kleinen Schwächen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. ...

„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. Gerade am Anfang war ich sofort in der Geschichte drin. Nikki St. Crowe schafft es, diese bekannte Welt deutlich dunkler, gefährlicher und auch sinnlicher wirken zu lassen. Besonders die Mischung aus Dark Fantasy, Romantasy und den bekannten Oz Elementen hat mir gefallen. Dorothy wirkte hier deutlich erwachsener und gebrochener als in den klassischen Versionen, was gut zur Stimmung des Buches passt. Auch die morally grey Charaktere und die geheimnisvolle Atmosphäre konnten mich neugierig machen.
Der Schreibstil liest sich angenehm locker und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven fand ich ebenfalls gelungen, weil man dadurch mehr Einblicke in die Charaktere und ihre Motive bekommt. Einige Szenen waren wirklich spannend und hatten genau diese düstere Magie, die ich mir von einer Oz Retelling wünsche. Besonders die Idee, bekannte Figuren wie den Scarecrow oder den Tin Man neu zu interpretieren, mochte ich sehr.
Trotzdem hatte das Buch für mich leider einige Schwächen. Vor allem in der Mitte hat die Geschichte deutlich an Spannung verloren. Es gab Passagen, die sich gezogen haben und eher wie Vorbereitung auf die Fortsetzung wirkten, statt wirklich die Handlung voranzubringen. Teilweise fehlte mir auch etwas Tiefe bei den Charakteren und bei der Welt. Gerade weil das Setting so viel Potenzial hat, hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen und emotionalen Aufbau gewünscht. Die Romance konnte mich ebenfalls nicht komplett abholen, weil manche Entwicklungen für mich etwas zu schnell kamen.
Insgesamt fand ich „West of Wicked“ unterhaltsam und atmosphärisch, aber nicht komplett rund. Wer Dark Romantasy, morally grey Charaktere und düstere Märchenretellings liebt, wird hier wahrscheinlich trotzdem Spaß haben. Für mich war es ein solider Auftakt mit starken Ideen, aber auch einigen Längen und verschenktem Potenzial.
3 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Hat mich gepackt, aber nicht komplett umgehauen

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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Ich bin ehrlich: Das Buch stand vor allem wegen der Optik auf meiner Wunschliste und als ich es dann in der Hand hatte, war ich direkt verliebt. Das Cover ist einfach unglaublich schön gestaltet, richtig ...

Ich bin ehrlich: Das Buch stand vor allem wegen der Optik auf meiner Wunschliste und als ich es dann in der Hand hatte, war ich direkt verliebt. Das Cover ist einfach unglaublich schön gestaltet, richtig düster und gleichzeitig elegant. Und dieser Farbschnitt? Wirklich ein kleines Highlight im Regal. Es gehört definitiv zu den Büchern, die man nicht nur liest, sondern auch einfach gern anschaut.
Zum Glück konnte der Inhalt da größtenteils mithalten.
Die Geschichte startet direkt mit einer intensiven, eher düsteren Stimmung, die sich konsequent durchzieht. Man wird ziemlich schnell in diese Welt aus Dämonen, Schuld und verbotenen Deals reingezogen. Ich mochte total, dass das Ganze nicht zu „glatt“ ist, sondern auch mal unangenehm wird. Genau das gibt der Story eine gewisse Tiefe.
Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen, vor allem weil sie nicht perfekt sind. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren ist von Anfang an spürbar und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter, ohne sich komplett vorhersehbar anzufühlen. Da ist viel Spannung, Emotion und auch ein bisschen toxisches Chaos dabei, was irgendwie genau zum Setting passt. Gerade diese morally grey Vibes machen einen großen Teil des Reizes aus.
Der Schreibstil war für mich ein großer Pluspunkt. Sehr flüssig, gut lesbar und an den richtigen Stellen auch richtig atmosphärisch. Es gibt Szenen, die sehr bildlich beschrieben sind, ohne überladen zu wirken. Ich hatte oft dieses typische „okay, nur noch ein Kapitel“-Gefühl und plötzlich war wieder viel mehr Zeit vergangen als geplant.
Trotzdem gab es auch ein paar Punkte, die für mich nicht ganz perfekt waren. Im Mittelteil hatte die Story für mein Empfinden ein paar kleinere Längen. Da hätte man hier und da etwas kürzen können, um das Tempo konstant hoch zu halten. Außerdem waren manche Entwicklungen nicht komplett überraschend. Ich konnte ein paar Dinge schon relativ früh erahnen, was ein bisschen Spannung rausgenommen hat.
Was ich aber positiv sagen muss: Auch wenn manches vorhersehbar war, hat es sich nie langweilig angefühlt. Die Atmosphäre, die Figuren und die emotionale Komponente haben das gut aufgefangen.
Insgesamt ist es für mich ein sehr gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. Wer düstere Romantasy mit intensiven Beziehungen, moralisch grauen Figuren und einer gewissen Schwere in der Story mag, sollte sich das Buch definitiv anschauen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Reihe weitergeht und werde ziemlich sicher dranbleiben.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Unterhaltsam, atmosphärisch und nicht ganz perfekt

Wycherleys - Die Debütantin
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Ich habe Wycherleys – Die Debütantin mit ziemlich hohen Erwartungen angefangen, weil mich die Mischung aus Regency-Gesellschaft und Hexenwelt total gereizt hat. Und ich kann sagen, vieles davon hat für ...

Ich habe Wycherleys – Die Debütantin mit ziemlich hohen Erwartungen angefangen, weil mich die Mischung aus Regency-Gesellschaft und Hexenwelt total gereizt hat. Und ich kann sagen, vieles davon hat für mich richtig gut funktioniert, auch wenn es ein paar Schwächen gab.
Was mich direkt abgeholt hat, war das Setting. Diese elegante, leicht steife High-Society-Atmosphäre mit Bällen, Erwartungen und gesellschaftlichem Druck trifft auf Magie, Flüche und Intrigen. Das ergibt eine spannende Kombination, die sich frisch anfühlt, auch wenn man ähnliche Ansätze vielleicht schon aus anderen Romantasy-Büchern kennt. Ich hatte oft dieses Gefühl von „Bridgerton, aber mit Hexen“, und genau das hat für mich den Reiz ausgemacht.
Die Hauptfigur Aurelia fand ich wirklich gelungen. Sie ist keine typische perfekte Heldin, sondern macht Fehler, zweifelt und trifft nicht immer die klügsten Entscheidungen. Gerade das hat sie für mich sehr greifbar gemacht. Man merkt, wie sehr sie zwischen den Erwartungen ihrer Familie und ihren eigenen Wünschen hin- und hergerissen ist. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.
Auch die Beziehung zwischen Aurelia und Jules hat mir Spaß gemacht. Dieses leichte Enemies-to-Lovers Knistern ist definitiv da, ohne zu übertrieben oder kitschig zu werden. Die Dialoge zwischen den beiden haben oft richtig Spaß gemacht, vor allem wenn sie sich gegenseitig herausfordern. Allerdings hätte ich mir hier stellenweise noch mehr emotionale Intensität gewünscht, da es manchmal ein bisschen zu schnell ging.
Der Schreibstil ist angenehm locker und sehr gut zu lesen. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen, weil es sich einfach flüssig anfühlt. Gerade am Anfang hat mich das Buch sofort gepackt. Die Atmosphäre wird schön transportiert, sodass man sich die Welt gut vorstellen kann.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Tempo in der Mitte des Buches. Da gab es einige Passagen, die sich etwas gezogen haben und wo die Handlung nicht so richtig vorangekommen ist. Außerdem waren manche Wendungen für mich nicht komplett überraschend, besonders wenn man im Genre schon etwas erfahrener ist.
Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt echt gut unterhalten. Es ist ein Buch, das sich perfekt eignet, wenn man Lust auf Magie, gesellschaftliche Intrigen und eine Prise Romance hat. Auch wenn es nicht in allen Punkten komplett überzeugt, hat es genug Charme, um dranzubleiben.
Am Ende bin ich mit einem guten Gefühl rausgegangen und bin auf jeden Fall neugierig, wie es in der Reihe weitergeht.
4 von 5 Sternen ⭐️

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Starke Themen, kleine Schwächen

Masked by Nightfall
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Masked by Nightfall von Kim Nina Ocker hat mich insgesamt wirklich positiv überrascht und gut unterhalten, auch wenn es ein paar Schwächen gibt.
Was für mich besonders herausgestochen ist, sind die wichtigen ...

Masked by Nightfall von Kim Nina Ocker hat mich insgesamt wirklich positiv überrascht und gut unterhalten, auch wenn es ein paar Schwächen gibt.
Was für mich besonders herausgestochen ist, sind die wichtigen Themen, die im Buch verarbeitet werden. Feminismus und die Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen sind nicht nur oberflächlich eingebaut, sondern ziehen sich spürbar durch die Geschichte. Das verleiht dem Ganzen eine gewisse Tiefe und macht das Buch relevanter, als man es vielleicht zunächst erwartet.
Auch die Charaktere mochte ich größtenteils sehr gern. Sie wirken lebendig, nahbar und bringen eine angenehme Dynamik in die Handlung. Die Protagonistin ist dabei definitiv ein Highlight, sie ist süß, mutig und hat eine starke Persönlichkeit. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass ihre Sturheit an manchen Stellen etwas anstrengend wurde. Teilweise wirkt sie dadurch unnötig kompliziert, was mich beim Lesen kurzzeitig rausgebracht hat.
Positiv hervorheben möchte ich außerdem die Atmosphäre. Die Geschichte hat etwas sehr Mitreißendes und lässt sich wirklich flüssig lesen. Der Schreibstil ist angenehm und zugänglich, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Gerade für Fans von emotionalen und gleichzeitig spannungsgeladenen Geschichten ist das Buch definitiv geeignet.
Die Buchoptik ist übrigens auch ein echter Pluspunkt. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zur Stimmung der Geschichte, es wirkt geheimnisvoll und zieht direkt die Aufmerksamkeit auf sich. Auch die Gestaltung im Inneren ist stimmig, wobei mir stilistische Feinheiten wie Gedankenstriche ein wenig gefehlt haben, da diese Szenen oft noch lebendiger machen könnten.
Kritisch sehe ich vor allem die Vorhersehbarkeit der Handlung. Viele Entwicklungen lassen sich recht früh erahnen, wodurch einige Spannungsmomente etwas an Wirkung verlieren. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Elemente, vor allem Geheimnisse und Konflikte, noch intensiver ausgearbeitet werden. Hier war definitiv Potenzial für mehr Tiefe und überraschende Wendungen vorhanden.
Fazit:
Ein sehr solides, unterhaltsames Buch mit wichtigen Themen, sympathischen Charakteren und einer tollen Atmosphäre. Trotz kleiner Schwächen wie Vorhersehbarkeit und gelegentlich nerviger Sturheit der Protagonistin absolut lesenswert, besonders, wenn man Wert auf emotionale Geschichten mit Bedeutung legt.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Spannende Idee, aber nicht ganz ausgeschöpft

Beth is dead
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Die Grundidee ist wirklich stark. Beth wird tot aufgefunden und ihre Schwestern versuchen herauszufinden, wer sie umgebracht hat. Dabei gerät einfach jeder unter Verdacht, sogar sie selbst. Diese Mischung ...

Die Grundidee ist wirklich stark. Beth wird tot aufgefunden und ihre Schwestern versuchen herauszufinden, wer sie umgebracht hat. Dabei gerät einfach jeder unter Verdacht, sogar sie selbst. Diese Mischung aus Familiendrama und Murder Mystery hat definitiv Potenzial und das merkt man auch beim Lesen. Die Story baut auf Geheimnissen, Motiven und Misstrauen auf, und das sorgt stellenweise echt für Spannung.
Was mir gut gefallen hat:
Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik rein und man bekommt nach und nach ein klareres Bild davon, was eigentlich passiert ist. Außerdem fand ich die moderne Umsetzung der bekannten Figuren überraschend gelungen. Auch ohne Vorkenntnisse kommt man gut rein, aber wer das Original kennt, erkennt viele kleine Anspielungen wieder.
Aber genau hier liegt auch ein Problem.
Manchmal wirkt das Ganze ein bisschen zu konstruiert. Jeder hat ein Motiv, jeder ist irgendwie verdächtig, und irgendwann fühlt es sich eher nach „okay, jetzt wird es ein bisschen viel“ an. Die Twists sind solide, aber nicht komplett mindblowing. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass die Geschichte mich unbedingt überraschen will, statt es einfach natürlich passieren zu lassen.
Die Figuren sind okay, aber ich bin emotional nicht richtig warm mit ihnen geworden. Gerade weil ständig Misstrauen zwischen den Schwestern herrscht, fehlt ein bisschen die echte Verbindung. Das passt zwar zur Story, macht es aber schwieriger, wirklich mitzufiebern.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, teilweise fast schon ein bisschen zu glatt. Es liest sich schnell weg, aber es bleibt auch nicht alles hängen.

Zum Cover:
Nichts, was einen komplett umhaut, aber definitiv hübsch. Es passt zum Genre und zur Stimmung, ohne besonders herauszustechen.

Fazit:
Ein spannender Ansatz mit einer richtig coolen Idee, aber nicht ganz konsequent umgesetzt. Unterhaltsam für zwischendurch, aber kein Thriller, der einen komplett aus den Socken haut. Wenn du Lust auf ein modernes, leicht dramatisches Mystery mit bekannten Figuren hast, kannst du hier ruhig reinschauen, aber erwarte kein absolutes Highlight.

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