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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2025

Entsprach nicht meinen Erwartungen

Die Götter von Asgard
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Um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll.
Die Story ließ sich zwar leicht und recht schnell lesen, entsprach aber weder meinen Erwartungen an den Titel noch irgendeinem ...

Um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll.
Die Story ließ sich zwar leicht und recht schnell lesen, entsprach aber weder meinen Erwartungen an den Titel noch irgendeinem gehaltvollen Lesegenuss.
Es handelt sich um eine sehr seichte Mädchengeschichte über Ray, die ihren Weg im Leben bisher nicht gefunden hat.
Die Autorin betont recht regelmäßig die Rolle der Protagonisten als Heldin. Doch wie eine derartige kommt Ray mir nicht vor, eher wie ein noch immer nicht ganz flügge gewordener Vogel.

Vom Titel her hätte ich mir den Einfluss der nordischen Götterwelt auf das gesamte Leseerlebnis doch anders vorgestellt. Auch wenn die in der Geschichte vorkommenden Götter und Wesen ihren Stereotypen, die eigentlich jeder kennt gerecht werden, konnte mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen. Die ganze mythologische Welt bildet im Kern nur den Rahmen für Ray’s Selbstfindungstrip und die Beziehungsgeschichte zischen Ray und Tyr.

Mein Fazit – seichte Geschichte und eigentlich nichts für Liebhaber klassischer Fantasy. Ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Werke der Autorin lesen werde.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Konnte mich überzeugen

Andor Junior, Bücherhelden 1. Klasse, Die geheime Botschaft
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Andor versetzt Kinder in eine mittelalterliche Welt mit vielen netten abenteuerlichen Fantasy Elementen. Das die Geschichten spannend sind, hat der Autor bereits mit seinen drei Andor Junior Geschichten ...

Andor versetzt Kinder in eine mittelalterliche Welt mit vielen netten abenteuerlichen Fantasy Elementen. Das die Geschichten spannend sind, hat der Autor bereits mit seinen drei Andor Junior Geschichten für etwas ältere Grundschulkinder bewiesen.
Jetzt schafft es der Autor ein Abenteuer der vier bekannten Helden in sehr einfacher Wortwahl, kurzen Sätzen und kleinen Kapiteln zu erzählen.
Die großzügigen Illustrationen und kurze Rätsel sorgen dafür, das Kinder, die gerade alle grundlegenden Lesevoraussetzungen erworben haben, das Buch selber entdecken und erleben können.
Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte der ersten Jahrgangsstufe sollten junge Leser:innen dazu grundsätzlich in der Lage sein.
Hilfe benötigen sie dann vielleicht noch bei den Namen der Kinder. Vor allem Chada und Eara könnten von der Lesung unbekannt sein. Aber wozu haben Kinder denn Eltern oder vielleicht auch hilfreiche Geschwister? Also, alles in allem keine all zu große Hürde.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung. Mein Buch bekommt nunmehr mein Großneffe zur Einschulung.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Adieu Al

Kerze & Krähe
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Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der ...

Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der alles über seinen Doppelfluch erfährt und diesen von sich nehmen kann. Buck Foi, der unbedingt eine Legende unter den Hobgobs werden möchte und im Kern „nur“ sein Trauma zu seinen Vater verarbeitet. Nadia, meine heiß geliebte Kampfseherin mit ihren Gothic Vibes, die sich sehr ernsthaft dem Aufbau eines Kults um den von ihr geschaffenen Gott Lhurnag widmet. Wann kann man schon einmal dem Erwachen eines Gottes beiwohnen? Roxanne – die ja erst im letzten Band dazugestoßene Schlachtengöttin Morrigan – die sich neu erfinden will. Sie möchte mehr als nur die gefürchtete, männermordende Gottheit sein und ihren eigenen Weg finden. Da bleibt nur zu sagen: Aller Anfang ist schwer.
Und schlussendlich Gladis, die viel Schei** erlebt hat. Eindeutig eine Nebenfigur, die mir aber durch ihre Art und Weise so richtig ans Herz gewachsen ist.
Sie alle werden mir fehlen.

Und doch ist es gerade die Auflösung aller mehr oder minder angedeuteten Handlungsstränge, die diesen Roman so rasant machen, dass es ein wirkliches Vergnügen ist ihn zu lesen. Vor allem die Entwicklungen um die Auflösung von Al’s Doppelfluch machen die Geschichte richtig, richtig gut. Denn hier geht es einmal weg von den irisch/keltischen Gottheiten und für die Leser:innen kommt die Tätigkeit als Siegelmagier, der sich mit den Pantheons verschiedener Welten auseinandersetzen muss deutlich mehr zum Tragen.

Al hat seinen Ruhestand mehr redlich verdient, aber ich bedaure es schon dass mir weitere Lesestunden und Geschichten mit ihm damit verwehrt bleiben. Die gesamte Trilogie hat für mich eine absolute Leseempfehlung verdient.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Eine harte Welt voller Blut

Nordnacht
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„Dies ist eine Welt aus Blut.“ So das Cover. Und es stimmt. Der Auftakt der Blutgeschworenen-Reihe führt den Leser in eine überwiegend düstere Welt der Wikinger.
Die Götter existieren nicht mehr, doch ...

„Dies ist eine Welt aus Blut.“ So das Cover. Und es stimmt. Der Auftakt der Blutgeschworenen-Reihe führt den Leser in eine überwiegend düstere Welt der Wikinger.
Die Götter existieren nicht mehr, doch ihre sterblichen Überreste und Hinterlassenschaften liegen am Fuß der Weltenesche. Und man munkelt, dass unter dieser die Drachengöttin Rif-Lika eingekerkert noch existieren soll. All das weckt Begehrlichkeiten, denn die Welt ist hart, grausam, machtorientiert …

Vor diesem Hintergrund entwickelt John Gwynn gekonnt die Geschicke um seine drei Protagonisten Orka, Varg und Elvar. Trotz unterschiedlicher Motivation führen die Wege der Drei am Ende zusammen und lassen die Leser:in voller Erwartungen an den zweiten Teil der Trilogie zurück.

Was möglicherweise den ein oder anderen vor dem 603 Seiten umfassenden Roman zurückschrecken lässt ist die doch sehr, sehr ausführliche Beschreibung der Welt und der Alltagsgebräuche. Man merkt sehr deutlich, dass der Autor eine Faszination für die Welt der Wikinger hat und davon recht viel in seinem Roman wiedergeben möchte. Für mich macht er das gekonnt, für andere möglicherweise jedoch ein wenig zu ausführlich.

Ich kann den Roman alle empfehlen, die Highfantasy, Wikinger und ein durchaus leicht düsteres und raues Setting bevorzugen. Schreibtechnisch einfach gut gemacht.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Zuviel von allem

Anarchie Déco
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Naja, der Slogan „Babylon Berlin mit Magie“ ist für mich viel zu hoch gegriffen.
Das Buch im allgemeinen ist schon interessant, war für mich jedoch zu langatmig, viel zu wenig Flair der 20er Jahre in Berlin ...

Naja, der Slogan „Babylon Berlin mit Magie“ ist für mich viel zu hoch gegriffen.
Das Buch im allgemeinen ist schon interessant, war für mich jedoch zu langatmig, viel zu wenig Flair der 20er Jahre in Berlin und zu sehr bemüht allen Leseansprüchen im Hinblick auf Herkunft, Geschlechtlichkeit und politischen Interessen gerecht zu werden.
Ich mag Berlin und ich mag die Goldenen Zwanziger. Aber die besondere Synthese der damaligen Zeit kam trotz der gefühlt unzähligen Verweise auf reale Orte und Personen nicht zustande. Wenn es durch diese nicht an Berlin gebunden wäre, hätte es auch überall anders spielen können.

Ich habe versucht das Buch in den letzte 3 Jahren wiederholt zu lesen, bin aber nie über die Hälfte hinausgekommen und lege es nunmehr endgültig zur Seite.

Meiner Meinung nach hätte dem Roman etwas weniger von Allem oder eine Fokussierung auf einzelne Aspekte besser getan.

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