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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

Besser miteinander statt übereinander reden!

Obacht!
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Gestaltung:
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Das Titelbild ist schon ein echter Eyecatcher. Vor allem die riesige schwarze Pranke, die unter einer Decke hervorlugt, macht neugierig. Drum herum stehen lauter lustige Gestalten, ...

Gestaltung:
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Das Titelbild ist schon ein echter Eyecatcher. Vor allem die riesige schwarze Pranke, die unter einer Decke hervorlugt, macht neugierig. Drum herum stehen lauter lustige Gestalten, die erstaunt nach oben gucken. Diese amüsanten Illustrationen findet man in der gesamten Erzählung wieder. Mir fiel auf, dass die verwendeten Farben Schwarz, Rot und Orange eher nach 70er-Jahre aussehen und das Buch auf diese Weise nostalgisch wirkt. Besonders deshalb gefiel es mir sehr gut, denn es ist – ebenso wie die Geschichte – zeitlos.

Inhalt:
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In einer Stadt ohne spezifischen Namen leben sehr unterschiedliche Wesen: der Wimpf, der Wompf, Timpe-Ma mit dem Timpe-Pa und das Mienchen. Eines Tages beobachtet der Wimpf von seinem Turm, dass vor der Stadt ein riesiges, unbekanntes Tier liegt und schläft. Ohne diese Tatsache näher zu hinterfragen, sind die Bewohner sich einig, dass sie etwas DAGEGEN machen müssen. Also lassen sie sich einiges einfallen, um von dem Tier nicht mehr gestört zu werden: Sie bedecken es, sie bauen eine Brücke darüber und vieles mehr. Aber nichts löst das "Problem" und dem Mienchen gefällt das gar nicht. Es möchte, dass man mit dem Tier redet. Doch keiner hört zunächst auf das Mienchen...

Mein Eindruck:
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Gleich vorweg: Dieses Kinderbuch ist liebevoll illustriert und die Geschichte ist zwar einfach, aber prägnant geschrieben, sodass nicht nur Kinder, sondern auch alle (vor)lesenden Erwachsenen ihre helle Freude daran haben werden.
Die Autorin hat hier auf sehr anschauliche und auch amüsante Weise geschildert, auf welche absurde Ideen Menschen oft kommen, um ein Problem "lösen" zu wollen. Dabei übersehen sie jedoch oft die Ursache und dass man manchmal auch Probleme sieht, wo gar keine sind. Wir lassen uns oft schnell blenden von unbekannten Wesen oder Situationen, dass wir gleich in den Angst- und Abwehrmodus gehen, anstatt genauer hinzuschauen. Wir reden lieber über andere als mit ihnen und übersehen dabei, dass man sonst viel besser zu einer Lösung käme. Hier kann sich jeder wiedererkennen, denke ich. Obwohl man beim Lesen aufgrund der lustigen Bilder und scheinbar irrsinnigen Ideen der Leute im Buch schmunzeln muss, so verfehlt besonders das Ende, in dem das Mienchen die Kommunikation mit dem Tier sucht, seine Wirkung nicht.
Die Botschaft, dass die Lösung oft einfach in direkter Kommunikation und Ursachenforschung liegt, ist angekommen und jeder sollte sie sich zu Herzen nehmen!

Fazit:
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Kinderbuch, das auf liebevolle Weise auch Erwachsenen die klare Botschaft vermittelt, wie wichtig Toleranz und direkte Kommunikation ist.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Das intensive Leben einer starken Frau

Schwebende Lasten
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Gestaltung:
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Das Titelbild ist sehr unscharf. Es sind mehrere Frauen und ein Kind zu erkennen. Für mich symbolisiert es mehrere Momente, die fotografisch übereinander in einer Collage dargestellt ...

Gestaltung:
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Das Titelbild ist sehr unscharf. Es sind mehrere Frauen und ein Kind zu erkennen. Für mich symbolisiert es mehrere Momente, die fotografisch übereinander in einer Collage dargestellt sind. So, als wäre der Fotograf schnell durch die Zeit gereist. Es macht neugierig und passt sehr gut zu diesem intensiven Roman.

Inhalt:
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Hanna muss sich bereits in jungen Jahren bewähren. Ihre Mutter starb, als sie noch ein Kind war, ihr Vater war Pole und hat die Familie kurz nach Hannas Geburt verlassen. Aufgewachsen ist sie mit ihrer großen Schwester Liese und ihren Halbschwestern Rose und Margarete.
Vor allem Rose behandelt Hanna nicht besonders gut. Aber sie lernt bei ihr das Blumenbinden. Ihre Liebe zu Blumen wird bis zum Lebensende halten und eine stete Konstante sein. Sie heiratet, erlebt den Zweiten Weltkrieg, bekommt mehrere Kinder, von denen einige als Totgeburt zur Welt kommen und eins verliert sie im Krieg. Nach dem Krieg wird sie Teil der neu gegründeten DDR und Blumenbinden ist nicht mehr gefragt. So wird sie Kranfahrerin und zwar eine sehr gute. Von dort oben kann sie im Werk die Mitarbeiter beobachten und sich ihre Gedanken über die Welt machen.

Mein Eindruck:
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"Hanna existierte. Nicht mehr und nicht weniger. Sie hatte versucht, über das Menschsein nachzudenken, war aber zu keinem Ergebnis gekommen, außer dass Blumen ihr menschlicher
vorkamen als ihre eigene Gattung. Sie hatte schon lange keine mehr wahrgenommen, seit sie mehr Zeit auf dem Dorf verbrachte als in der Stadt."(S. 102)

Mir gefiel das Buch sehr gut. Der Schreibstil ist nüchtern und dennoch oder gerade deshalb übte der Roman einen starken Sog auf mich aus. Hannas Schicksal ist hart und es gibt viele sehr detailliert beschriebene Situationen, vor allem im Krieg. Ich dachte oft: Wie hält die Frau das aus und macht trotzdem immer weiter?
Von ihren Gefühlen bekommt man beim Lesen wenig mit. Hanna machte auf mich eher den Eindruck, dass sie versucht, sehr rational und funktional an alle Probleme heranzugehen. Sie stumpft innerlich ab und schafft es nur so, weiter zu funktionieren. Während ihr Mann früh Invalide wird durch einen Werksunfall und sich dem Alkohol widmet, entfacht in Hanna immer wieder die Kraft, weiterzumachen, um für ihre Familie zu sorgen.
Vor allem die Beschäftigung mit Blumen richtet sie auf und gibt ihr Kraft. So beginnt auch jedes Kapitel passend zum Inhalt mit dem Namen und der Kurzbeschreibung einer Pflanze. Mir hat dieses Stilmittel sehr gut gefallen und nebenbei habe ich viel über Botanik gelernt.
Als ich über den Titel "Schwebende Lasten" nachdachte, kam mir in den Sinn, dass er zweideutig gemeint sein könnte. Zum einen bezeichnet er die Lasten, die durch den Kran transportiert werden und ist somit Symbol für die Kranfahrertätigkeit von Hanna. Zum anderen bedrohen aber auch immer wieder viele Schicksalsschläge ihr Leben und schweben als Lasten darüber. Diese Anspielung und Mehrdeutigkeit gefiel mir sehr gut.
Ich habe diesen Roman verschlungen. Bei den schlimmeren Szenen verhielt es sich wie bei einem Unfall: Man will nicht hinsehen, aber man kann auch nicht wegsehen. Und so musste ich diese Erzählung immer weiterlesen, um zu erfahren, wie Hanna weitermacht und wie alles endet.
Das Buch hallt noch lange in mir nach und hat mir durch die Intensität sehr viel Nachdenkenswertes beschert.

Fazit:
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Intensiv und fesselnd erzählt - es hallt noch lange nach.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Zwei Frauenschicksale durch ein Gemälde verbunden

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Gestaltung:
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Das Titelbild zeigt ein buntes Leinwandbild, dem man ansieht, dass die Farben wild gemixt sind, ohne etwas Konkretes darstellen zu wollen. Es ist sehr auffallend und daher wird ...


Gestaltung:
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Das Titelbild zeigt ein buntes Leinwandbild, dem man ansieht, dass die Farben wild gemixt sind, ohne etwas Konkretes darstellen zu wollen. Es ist sehr auffallend und daher wird man schnell auf dieses Buch aufmerksam. Es passt auch gut zur Handlung.

Inhalt:
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Zwei Frauen, zwei Zeitebenen:
Im Jahr 1945 sitzt die junge Marlen auf der Flucht vor den Russen in einer Kommodenschublade in einem verlassenen Güstrower Forsthaus. Darin befindet sich ein Gemälde, das sie versehentlich beschädigt. Es wird ihr ganzes Leben verändern, ebenso wie die ältere Wilma, der sie dort begegnet.

Im Jahr 2023 lebt die 34-jährige Hannah in Berlin. Sie ist ledig und Tochter einer alleinerziehenden Mutter, die jedoch bereits verstorben ist. Sie war gerade mit ihrem Leben zufrieden, als ihre beste Freundin und WG-Mitbewohnerin mit ihrem Partner wegzieht und Hannah damit in eine Sinnkrise stürzt. Kurz darauf meldet sich ihr Vater plötzlich bei ihr, mit dem sie zuvor lange keinen Kontakt hatte. Während sie versucht, herauszufinden, weshalb er sie ausgerechnet jetzt kontaktiert, findet sie gleichzeitig auch wieder zu sich selbst.

Mein Eindruck:
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"Noch als alte Frau sollte sich Marlen daran erinnern, wie ihr zum ersten Mal dieser Geruch in die Nase gestiegen war. Der Geruch nach Ölfarbe, Leim und Terpentinöl. Chemisch und satt, verheißungsvoll" (S. 40)

Dies ist der dritte Teil der Reihe über die Borowski-Frauen. Ich kannte bisher den zweiten Band "Bei euch ist es immer so unheimlich still", der Hannahs Mutter Silvia und ihre Großmutter Evelyn behandelt. Nachdem ich diesen verschlungen hatte, war ich gespannt auf den neuen Roman.

Vorweg: Man kann dieses Buch sehr gut ohne Kenntnisse der anderen Erzählungen lesen, aber manche Beziehungen werden mithilfe der ersten beiden Bände nachvollziehbarer.

Frau Schröder bleibt ihrem Erzählstil treu: Sie verwendet die beiden Zeitebenen abwechselnd und hält die Kapitel stets relativ kurz. Dadurch entfaltet sich ein Sog, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Man möchte wissen, wie es jeweils weiter geht und vor allem, welche Rolle das Gemälde dabei spielt.

Die Handlung wird dabei vorwiegend aus den Perspektiven von Marlen und Hannah erzählt, stellenweise rücken kurzzeitig auch andere Frauen in den Mittelpunkt. Besonders anhand von Marlens Schicksal kann man sehr deutlich spüren, wie schwer es Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg hatten. Auch die Kunstwelt war noch sehr von Männern dominiert. Marlen lässt sich von Wilma aus Dankbarkeit für die Aufnahme in deren Haus leider sehr lange ausnutzen.

Hannah hingegen verkörpert eine typische moderne Frau, die zwar eigenständig ist, aber ständig auf Sinnsuche und die aufgrund ihrer gefühlt unvollständigen Familie häufig mit sich selbst hadert.
Die beiden Frauen eint, dass sie ihre Wurzeln kennen, aber letztendlich über sich selbst hinaus wachsen müssen, um über eine selbst gewählte Familie glücklich zu werden.

Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen. Durch den ruhigen Erzählstil und die detaillierten Beschreibungen der Figuren mit ihren Emotionen konnte ich mich in alle Charaktere einfühlen. Enttäuscht war ich allerdings vom Ende. Die Verbindung, die laut Titel durch das Gemälde geschaffen werden sollte, konnte mich leider nicht überzeugen. Sie spielte nur am Rande eine Rolle.

Fazit:
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Der dritte Teil der Reihe war leider etwas schwächer als der Vorgänger, vor allem die Verbindung beider Schicksale hat mich nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Alexa und Krammer ermitteln in ihrem sechsten Fall

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Gestaltung:
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Das Cover ist wieder ähnlich zu den Vorgängerbänden gestaltet mit der Grenzlinie in der Mitte, die das bildlich dargestellte Thema durchtrennt. Der Wiedererkennungswert ist hier ...

Gestaltung:
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Das Cover ist wieder ähnlich zu den Vorgängerbänden gestaltet mit der Grenzlinie in der Mitte, die das bildlich dargestellte Thema durchtrennt. Der Wiedererkennungswert ist hier gegeben und durch die düsteren Farben wird man direkt passend eingestimmt.

Inhalt:
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Es gibt Dauerregen im Karwendelgebirge und damit eine drohende Überflutung! Alexa und ihr Team werden als Katastrophenhelfer gebraucht, das Telefon steht nicht mehr still. Als eine der Evakuierten ihr von einer seltsamen Beobachtung erzählt und sie dieser auf den Grund gehen will, finden sie im Gebirge einen Toten. Und schnell wird klar, dass dieser nicht eines natürlichen Todes starb, sondern ermordet wurde. Obwohl Alexa dringend an anderer Stelle gebraucht wird, beginnt sie zu ermitteln und kommt dabei einem tragischen Familiengeheimnis auf die Spur.

Mein Eindruck:
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"So viele Jahre war alles gutgegangen. Doch nun würde mein Geheimnis auffliegen, dessen war ich sicher. Die Flut würde ans Licht spülen, was zuvor verborgen geblieben war. Alles würde rauskommen, jedes unfassbare Detail. Auch über mich. Was ich getan hatte. Aber das war nicht das Schlimmste.
Das Monster, das ich in Schach gehalten hatte, würde wieder zuschlagen. Und ich wusste, auf wen es dieses Mal losgehen würde. Ohne Mitleid. Weil es diese Empfindung nie gekannt hatte. Ohne Rücksicht. Weil es nur sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen nachgab. Ohne Gnade. Weil nur der Tod die einzige Zeugin zum Schweigen bringen würde." (S. 29)

Ich verfolge die Reihe bereits von Anfang an und mag sowohl Alexa als auch ihren Vater, Chefinspektor Bernhard Krammer, der auf der österreichischen Seite ermittelt. In der Vergangenheit war es so, dass die Fälle der beiden letztendlich irgendwie zusammengeführt wurden. Allerdings standen der Stolz und die Sturheit der beiden Ermittler oft einer guten Zusammenarbeit im Wege. Auch Alexas gefährliche Alleingänge empfand ich beim Lesen häufig als unnötig und nervend.
Daher begrüße ich, dass sich die beiden in diesem Band weiterentwickelt haben und letztendlich besser miteinander kommunizieren und somit erfolgreicher ermitteln. Auch der Umgang zwischen Alexa und ihrem Kollegen Florian Huber ist harmonischer geworden.
Daher konnte diesmal der Fall etwas mehr Raum einnehmen anstelle der persönlichen Konflikte, weswegen ich diesen Band bisher als besten empfinde. Die Charaktere haben alle eine deutliche positive Entwicklung erfahren.
Der Krimifall ist abwechselnd aus den Handlungssträngen auf Alexas und Krammers Seite sowie den Gedanken einer unbekannten Person geschildert. Erst am Ende erfährt man, wer es ist. Dies sowie die Kürze der Kapitel sorgten dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Dass die Flutkatastrophe als Hintergrundhandlung gewählt wurde, trägt zusätzlich zur Spannung bei. Obwohl die Flut im Karwendel erfunden ist, so sind (gewollte) Parallelen zur Ahrtalflut immer wieder erkennbar.
Das Familiengeheimnis, das am Schluss gelöst wird, beginnt man ab der Hälfte zu erahnen. Dennoch trägt die Tragik und Brutalität hinter der Geschichte dazu bei, dass man sie erst vollständig am Ende erfassen kann.
Ich habe mich bei diesem Grenzfall wieder gut unterhalten gefühlt und empfand die Weiterentwicklung der Charaktere sehr positiv. Am Ende wird wie bei jedem Roman durch eine Leseprobe der nächste Band geteasert, den ich entsprechend kaum erwarten kann!

Fazit:
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Spannender Fall um ein düsteres Familiengeheimnis vor dem Hintergrund einer Flutkatastrophe mit Alexa und Krammer als besser harmonisiertes Ermittlerteam

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wer ist die mysteriöse Bewohnerin von Suite 11?

The Woman in Suite 11
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Inhalt:
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Nach traumatischen Erlebnissen auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora ist die Reisejournalistin Laura „Lo“ Blacklock endlich zur Ruhe gekommen, hat eine Familie gegründet und versucht, ...

Inhalt:
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Nach traumatischen Erlebnissen auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora ist die Reisejournalistin Laura „Lo“ Blacklock endlich zur Ruhe gekommen, hat eine Familie gegründet und versucht, wieder in ihrem alten Beruf zu arbeiten. Mitten in ihren mäßig erfolgreichen Bewerbungsversuchen erhält sie eine Einladung in ein Schweizer Luxushotel. Lo erkennt darin ihre Chance und reist dorthin. Kaum angekommen, begegnet sie Personen, die damals ebenfalls Passagiere auf der Aurora waren. Besonders die Begegnung mit einer geheimnisvollen Frau in Suite 11 irritiert sie sehr. Bald darauf gerät sie in ein Netz aus Intrigen und weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.

Mein Eindruck:
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"»Oh nein, nein.« Alexander schwenkte den Zeigefinger. »Die Reichen sind niemals wirklich tot; gerade Sie sollten das wissen.«
»Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie genau wie alle anderen sterben«, entgegnete ich. Alexander hörte sich gern reden, aber was sollte das jetzt bitte?
Er schüttelte den Kopf und beugte sich zu mir, als wollte er mir ein Geheimnis anvertrauen. Sein Atem roch nach Wein und Ziegenkäseparfait.
»Natürlich sterben sie. Sans doute. Aber ihr Reichtum, ihr Vermögen leben weiter und damit auch ihr Einfluss. Geld stirbt nicht, Laura. Und Geheimnisse ebenso wenig. Es gibt viele Leute, denen es lieber wäre, das Buch wäre nicht erschienen.«
Es entstand eine lange Pause. Ich starrte Alexander Belhomme an und fragte mich, was er mir damit sagen wollte. Sollte es eine Drohung sein? Oder eine Warnung?" (S. 55)

Für mich war es das erste Werk der Autorin und ich habe erst beim Lesen realisiert, dass es sich um eine Fortsetzung von "The woman in Cabin 10" handelt. Zwar kann man theoretisch das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber da viele Figuren aus Band 1 wieder auftauchen, wäre es wohl besser gewesen. Dann hätte man die teilweise komplexen Beziehungsebenen besser verstehen können.

Die Handlung ist sehr kurzweilig, was an den recht kurzen Kapiteln liegt, sodass man geneigt ist, immer weiter zu lesen. Auch die Frage, wer vertrauenswürdig ist und welche Beweggründe die einzelnen Personen für ihre Handlungen haben, trägt zur Spannung bei.

Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin sehr bemüht Charaktere aus dem ersten Teil unterbringen will, ohne dass diese für die weitere Handlung irgendeine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen.
Man erlebt die Geschichte aus den Gedanken von Lo heraus und gerade diese Perspektive empfand ich zunehmend als anstrengend, vor allem ihre stetig wiederholenden Monologe und ihre Ängste, die sie jedoch nicht daran hindern, sie immer wieder in eine Falle tappen zu lassen und den falschen Leuten zu misstrauen. Insgesamt verhält sie sich nach meinem Empfinden oft sehr naiv, vor allem nach den Erfahrungen aus Band 1. Die Fallkonstruktion birgt zwar ihre Rätsel, wirkt aber auch sehr konstruiert, sodass mich das Ende nicht überzeugen konnte.
Trotz vieler Anspielungen auf den ersten Teil habe ich nach diesem Buch keine Motivation, weitere Werke der Autorin zu lesen.

Fazit:
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Kurzweiliger Thriller mit einer etwas anstrengenden Hauptperson und teilweise nicht überzeugender Handlungslogik

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