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Veröffentlicht am 24.09.2025

Viel Cosy - wenig Crime

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Gestaltung:
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Das Cover sieht nach einem Unterhaltungsroman aus und so gar nicht nach einem Kriminalroman. Im Nachgang betrachtet passt das Titelbild somit leider sehr gut zum Inhalt.

Inhalt: ...

Gestaltung:
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Das Cover sieht nach einem Unterhaltungsroman aus und so gar nicht nach einem Kriminalroman. Im Nachgang betrachtet passt das Titelbild somit leider sehr gut zum Inhalt.

Inhalt:
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Im Strickladen von Mette treffen sich regelmäßig ein paar strickbegeisterte Bewohner aus dem kleinen Küstenort Lüttjekoog. Eine von ihnen ist die Pfarrerin und Mettes beste Freundin Anne. Diese findet bei einer Wattwanderung einen Schatz und vermutet, eine legendäre, untergegangene Stadt entdeckt zu haben. Sie fühlt sich auf einmal bedroht. Dann wird sie in ihrer Kirche überfallen und wenig später wird im Ort ein unbekannter Toter gefunden. Hatte er etwas mit dem Schatz zu tun? Und wer hat ihn ermordet? Der Strickclub beginnt zu ermitteln.

Mein Eindruck:
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Ich bin ein großer Fan von Küstenkrimis und auch von Cosy-Crime. Allerdings überwog in diesem Fall das "Cosy" eindeutig und das Kriminalthema ging dabei fast ganz unter.
Die Autorin knüpft an das von ihr bekannte Thema eines Strickladens an und kreiert eine richtige Wohlfühlatmosphäre mit sympathischen Charakteren. Allen voran Mette, die ihr Studium abgebrochen hat, um ihren eigenen Weg zu gehen und einen Strickladen zu leiten. Pfarrerin Anne lebt in Scheidung und ist nun alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Und dann ist da noch die etwas ausgeflippte Brunhilde, Betreiberin des Friseursalons "Wilde Welle" und der stille, aber liebenswerte Gustavsen, dessen Mann vor ein paar Jahren verstorben ist. Sie alle habe ich beim Lesen in mein Herz geschlossen.
Allerdings dauert es sehr lange, bis zum Überfall und bis zum Mord. Auch danach kommt keine Spannung auf. Vor allem beschäftigt sich der Roman mit dem Alltagsleben der Charaktere, ihren Strickprojekten und ihren persönlichen Problemen. Richtige Ermittlungen kommen nicht wirklich zustande, vielmehr stolpern sie mehr oder weniger per Zufall am Schluss auf den Mörder. Die Erläuterung war zwar schlüssig, aber die Art und Weise, wie sie zu der Auflösung gelangen und am Ende damit umgehen, überzeugte mich nicht. Es war mir alles zu harmonisch und daher zu unrealistisch.
Die Autorin hätte beim Genre Unterhaltungsroman bleiben sollen, der Versuch, Krimielemente hinzuzufügen, ist in meinen Augen leider missglückt. Es ist eine nette Erzählung für einen schönen Nachmittag am Strand, aber es kommt fast keine Spannung auf. Ich gebe noch 2 Sterne, weil ich mich beim Lesen ganz gut unterhalten fühlte und mir die Tipps zum Thema Stricken am Ende des Buches gut gefielen.

Fazit:
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Liebenswerte Charaktere, aber mehr Unterhaltungsroman als Krimi und somit leider am Thema vorbei. Für Strickfans zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Leopold, Julia und Augustin ermitteln am Prater

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Gestaltung:
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Das Titelbild reiht sich wieder perfekt von der Farbgebung und vom Design in die Totengräber-Reihe ein. Der leichte Gruseleffekt durch die erhobene Hand und der grünliche ...

Gestaltung:
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Das Titelbild reiht sich wieder perfekt von der Farbgebung und vom Design in die Totengräber-Reihe ein. Der leichte Gruseleffekt durch die erhobene Hand und der grünliche Schimmer vor der Kulisse des historischen Wiens wecken die Neugier auf den Fall.

Inhalt:
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"Das Geräusch der neuen Zeit, dachte sie.Noch vor ein paar Jahren waren nur der Wiener Volksgarten und einige ausgesuchte Plätze elektrisch beleuchtet gewesen, mittlerweile strahlte die ganze Innere Stadt. Auch der sie umgebende Ring mit Oper, Burgtheater, Rathaus und Parlament war elektrifiziert. Und selbst in den Vororten und Vorstädten war der Vormarsch einer neuen, helleren Zeit nicht mehr aufzuhalten. Für Julia, die aus dem düsteren Innviertel stammte und die ersten Jahre ihres Lebens noch im Schein von Glimmspänen und rußigen Petroleumlampen verbracht hatte, war das immer noch ein Wunder, eine Form von Magie. So wie auch die von den Kutschern verfluchten Automobile, die man jetzt vereinzelt in Wien sah, die Grammophone mit ihren laut krächzenden Trichtern in den Tanzlokalen oder die komischen Segelapparate, mit denen sich dieser verrückte Deutsche namens Lilienthal von den Hängen rund um Berlin stürzte." (S. 17)

Wien im Jahre 1896: Bei einem neuen Zaubertrick eines bekannten Magiers überlebt die Assistentin den Akt des Zersägens leider nicht. Ausgerechnet Julia, die sich vor einiger Zeit von Inspektor Leopold von Herzfeldt getrennt hat, erlebt den Todesfall hautnah mit. In ihrer neuen Rolle als Zeitungsreporterin beginnt sie zu ermitteln, um eine gute Story schreiben zu können. Dies gefällt Leo gar nicht, vor allem, da es nicht nur bei der einen Toten bleibt, sondern mehrere junge Frauen aus der Prater-Gegend zunächst spurlos verschwinden.
Der Totengräber Augustin Rothmayer schreibt indes sein nächstes Buch "Was uns die Toten erzählen" und macht sich Sorgen um seine Ziehtochter Anna, die sich immer häufiger mit dem jungen Emil rumtreibt und sich vor ihm zurückzieht.
Doch schließlich müssen Julia, Leo und Augustin erkennen, dass alles irgendwie zusammenhängt und nur eine gemeinsame Arbeit sie auf die Spur des Täters führt.

Mein Eindruck:
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Ich habe die ersten drei Fälle mit Begeisterung verschlungen und war über das Ende zwischen Leo und Julia im letzten Band etwas enttäuscht. Umso erfreuter war ich über die Fortsetzung und die weitere persönliche Entwicklung, die alle Protagonisten eingeschlossen Augustin und seine Ziehtochter diesmal durchlaufen haben.
Man lernt wieder viel über das historische Wien und die neuesten Techniken, die Einzug halten, wie die fortschreitende Elektrizität oder die ersten "laufenden Bilder". Und auch welche Schattenseiten damit einhergehen. Dank Augustins neuem Buch lernt man zudem einiges über Forensische Entomologie, also Insektenkunde zur Aufklärung von Todesursachen, was ich sehr spannend finde.
Der Fall entwickelt sich anfangs eher gemütlich, dafür treten die persönlichen Beziehungskonflikte der Hauptpersonen in den Vordergrund. Doch am Ende gelingt es Herrn Pötzsch wieder hervorragend, alle roten Fäden zusammenlaufen zu lassen und die Spannung bis zum absoluten Höhepunkt zu steigern. Der Täter war für mich lange nicht vorhersehbar und die Auflösung hat mich überzeugt. Das Ende dieses Bandes hat mich mit dem des Vorgängers wieder versöhnt und ich hoffe auf weitere Fortsetzungen!

Fazit:
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Wieder ein spannender Fall im historischen Wien mit überzeugender Auflösung und einer tollen Weiterentwicklung der Protagonisten

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2025

Einschlafbuch für kleine Kinder

Der kleine Bubu. Mittagsschlaf ganz schnell und fix? Der Bubu, der kennt alle Tricks!
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Gestaltung:
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Die Illustrationen der Bubus sind sehr liebevoll. Diese Figuren laden beim Betrachten zum Kuscheln ein. Optisch ist das Buch sehr ansprechend und es macht Spaß, es durchzublättern.

Mein ...

Gestaltung:
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Die Illustrationen der Bubus sind sehr liebevoll. Diese Figuren laden beim Betrachten zum Kuscheln ein. Optisch ist das Buch sehr ansprechend und es macht Spaß, es durchzublättern.

Mein Eindruck:
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Die Bubus sind zwei kuschelige Wesen, die den Menschen den Schlaf bringen. Wobei sich dieser nicht nur wie in der Beschreibung auf den Mittagsschlaf beschränkt, sondern auch den Abendschlaf beinhaltet.
Beide sind geschlechtsneutral und haben keine Namen, sie sind "das große Bubu" und "das kleine Bubu".
Die Geschichte ist in Reimen verfasst, die gut zu lesen sind und für Kinder einprägsamer als reiner Fließtext. Allerdings wirken einige Reime etwas zu konstruiert und holprig. Für Erwachsene nicht immer gut vorzulesen.

Die Situationen sind vielen Eltern sehr bekannt: Das Kind, das partout nicht Mittagsschlaf machen will, dann aber plötzlich doch in Schlaf versinkt oder das Kind, dem abends tausend unerledigte Sachen einfallen, bevor es zur Ruhe kommt. Diese Momente bringen besonders die Erwachsenen beim Vorlesen zum Schmunzeln.
Allerdings werden auch ein paar Erwachsene beschrieben, die vom Schlaf übermannt werden, wie eine ältere Dame, die sich mittags zur Ruhe legt. Ein Zeichen für Kinder, dass sie nicht die Einzigen sind, die Schlaf benötigen.

Die Idee mit den Bubus finde ich niedlich, aber die Handlung wirkt etwas willkürlich, hat keinen roten Faden und auch das Konzept mit den Bubus, wie sie leben und auf welche Weise sie den Schlaf bringen, ist wenig durchdacht. Natürlich ist das Buch für kleine Kinder ab 3 Jahren gedacht, die weniger hinterfragen. Dennoch konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen.

Fazit:
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Das Thema Schlaf mit niedlichen Illustrationen, aber etwas holprigen Reimen für kleine Kinder zum Vorlesen umgesetzt.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Wunderschönes Andachtsbuch!

Andachten für die ganze Familie
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Gestaltung:
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Optisch ist das Buch TOP! Es ist mit braunem Kunstleder eingebunden, die Seiten haben eine robuste Stärke, ein farbig passendes Lesebändchen ist vorhanden und die Illustrationen ...

Gestaltung:
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Optisch ist das Buch TOP! Es ist mit braunem Kunstleder eingebunden, die Seiten haben eine robuste Stärke, ein farbig passendes Lesebändchen ist vorhanden und die Illustrationen zu den Geschichten sind wunderschön! Die Texte sind ebenfalls mit braunen, fast goldfarben scheinenden Überschriften versehen. Das Buch wirkt wirklich sehr edel und ist seinen Preis definitiv wert. Das einzige, was ich etwas schade finde, ist, dass der Klappentext nur als Papierbanderole hinten befestigt ist, weil es sich anders wohl nicht in das Kunstleder integrieren lässt. Insgesamt gefällt es mir sehr gut und ist durch seine robuste Gestaltung auch für eine lange Nutzungsdauer geeignet.

Mein Eindruck:
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Ganz zu Beginn gibt es ein Inhaltsverzeichnis, in dem alle biblischen Geschichten strukturiert in 10 Oberthemen aufgelistet sind. So kann man sich gut orientieren und gezielt Themen wählen, die einen ansprechen.
Jede der Geschichten ist etwas 2 Seiten lang, sodass sie alle auch mit Kindern gut lesbar sind. Am Ende jeder Geschichte gibt es eine passende Bibelstelle zum Nachlesen, gefolgt von 2-3 Fragen, um das Gelesene zu rekapitulieren. Die entsprechenden kurzen Antwortvorschläge hierzu befinden sich gleich darunter. So kann man die Fragen nutzen, um sie mit Kindern in der Familie zu besprechen oder auch für religiöse Kindergruppen.
Zum Schluss jedes Kapitels gibt es einen passenden Liedvorschlag zum Lob Gottes.
Mir gefielen die kleinen Geschichten ganz gut. Sie stellen die Bibeltexte komprimiert dar bzw. sind etwas leichter verständlich formuliert, sodass sie mit Kindern besser gelesen werden können. Mit den Fragen habe ich mich stellenweise etwas schwergetan. Ich fand zum einen die Antwortvorschläge oft etwas kurz und konnte selber damit nicht immer etwas anfangen. Auch gefiel mir der subtil erhobene Zeigefinger nicht immer. Den "warmherzigen und seelsorgerischen Ton", der in der Beschreibung des Buches erwähnt wird, konnte ich leider nicht unbedingt ausmachen. Die Antworten sind m. E. ohne Erläuterung eines Erwachsenen für Kinder allein nicht verständlich. Aber deswegen ist es ja auch ein Familienandachtsbuch, die Bibel soll gemeinsam gelesen und besprochen werden. Einige der Fragen trugen aber auch Wissenserkenntnisse zum besseren Verständnis bei. Da habe auch ich etwas dazugelernt.
Von den Liedern kannte ich fast keines. Dafür ist es eine große Hilfe, dass am Ende ein Verweis auf das passende Liederbuch eingefügt ist und man die Lieder sogar kostenlos downloaden kann auf diversen Kanälen wie YouTube, Spotify etc. Der entsprechende QR-Code ist im Buch vorhanden. Dieser Aspekt hat mir gut gefallen.
Die Illustrationen zu jedem Kapitel sind mein persönliches Highlight.

Das Buch eignet sich sehr gut, um Kinderbibelkreise oder Familiengottesdienste vorzubereiten oder eben, wie der Name sagt, die Bibel in der eigenen Familie zu thematisieren und ins Gespräch zu kommen.

Fazit:
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Bibelgeschichten für jeden Tag mit Unterstützung von Frageimpulsen, Liedempfehlungen und wunderschönen Illustrationen

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Motivierende Botschaften für den Alltag

Lebe, lache, liebe
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Cover:
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Das Titelbild mit der Aufforderung "Lebe, lache, liebe..." springt sofort ins Auge. Durch die Gestaltung in den Farben Himmelblau und Sonnengelb bekommt man schon beim Betrachten gute ...

Cover:
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Das Titelbild mit der Aufforderung "Lebe, lache, liebe..." springt sofort ins Auge. Durch die Gestaltung in den Farben Himmelblau und Sonnengelb bekommt man schon beim Betrachten gute Laune. Außerdem gefällt mir der sonnengelbe Leineneinband sehr. Wunderschön und als dünnes, kleines Hardcover optimal zum Verschenken oder für die Handtasche zum Mitnehmen.

Mein Eindruck:
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Ordensschwester Teresa Zukic ist Influencerin und hat bereits einige Bücher zum Thema christlicher Glaube geschrieben. Bisher kannte ich die Autorin und ihre Bücher nicht, aber das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen.
Pro Doppelseite ist ein Spruch, ein Gedicht oder vereinzelt auch ein Psalm abgedruckt gemeinsam mit einer schönen Landschaftsaufnahme oder einem lustigen Foto, um das Geschriebene zu unterstreichen. Die Anordnung ist genau richtig, nicht zu überladen, sondern so, dass jedes Werk für sich wirken kann.
Es geht dabei um Glaube, Liebe, Hoffnung und Mutmachen allgemein, wobei die Zielgruppe zwar in erster Linie christlich gläubige Menschen sind, da Gott häufig erwähnt wird, denn die Autorin ist entsprechend geprägt. Aber manche Sprüche sind auch unabhängig davon zu lesen und können generell als Aufmunterung verstanden werden.
Mir persönlich hat vor allem "Lach dich gesund" sehr angesprochen, ich glaube, lachen sollten wir alle viel mehr. Und mein zweiter Favorit ist "Gut für Dich sorgen", was auch auf dem Klappentext erwähnt wird.
Ich bin begeistert von diesem kleinen Büchlein und werde es wohl immer mal wieder durchblättern, da je nach Lebenssituation immer ein anderer Gedankenimpuls relevant sein kann.
Laut Beschreibung enthält dieses Buch kurze Gedankenimpulse und Gebete aus ihren beiden Büchern "Lebe, lache, liebe" und "Jetzt erst recht", die neu zusammengestellt worden sind.
Da ich beide Werke noch nicht kenne, bin ich nun definitiv neugierig auf Schwester Zukic und ihre Bücher geworden und werde sie mir wohl im Nachgang besorgen.

Fazit:
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Tolles Geschenkbüchlein mit mutmachenden Sprüchen, untermalt von wunderschönen, inspirierenden Fotomotiven

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