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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2019

Sünder

Sündenkammer
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Obwohl die Thriller mit Handlungsort Zons eine Reihe bilden, sind Vorkenntnisse absolut nicht nötig. Den Kommissar Oliver Bergmann lernt man schnell kennen und mögen. Er ermittelt dieses Mal in einem Mord, ...

Obwohl die Thriller mit Handlungsort Zons eine Reihe bilden, sind Vorkenntnisse absolut nicht nötig. Den Kommissar Oliver Bergmann lernt man schnell kennen und mögen. Er ermittelt dieses Mal in einem Mord, der einer Hexenverbrennung gleicht: Eine gefesselte Frau wird im Wald verbrannt.
Wenig später erhält Oliver eine bizarre Nachricht des Mörders…
Ein weiterer Handlungsstrang führt uns ins Mittelalter und wir lernen den Stadtsoldaten Bastian Mühlenberg kennen, der ebenfalls in den anderen Büchern der Reihe mitspielt. Auch er ermittelt in einem Todesfall, der mystisch anfängt: Eine Frau ist sicher, einen lebenden Toten auf dem Friedhof gesehen zu haben. Tatsächlich wird eine Leiche gefunden und alle Spuren führen ins Kloster.

Ich habe schon ein paar Bücher von Catherine Shepherd gelesen und gehört. Die Ideen sind immer gut und die Handlung immer spannend, aber manchmal empfinde ich die Vorgehensweise des Täters doch als sehr künstlich. Nicht so hier, beide Handlungsstänge haben mich gefesselt und am Ende war alles sogar irgendwie logisch. Die Parallelen sind dabei fein und subtil, mir gefiel die Umsetzung sehr gut.

Gesprochen wird das Hörbuch von Erich Wittenberg. An manchen Stellen ändert sich seine Stimme, obwohl immer noch die selbe Person spricht, was mich etwas irritiert hat. Im großen und ganzen habe ich ihm aber gern zugehört und für die düstere Stimmung war er genau der richtige.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Wirre Geschichte um eine junge Frau und einen unsympathischen Mann

Die verlorenen Zeilen der Liebe
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Die Autorin Astrid Korten verarbeitet in ihren Büchern stets wahre Begebenheiten.
Dieses Buch sieht aus wie ein lockerer Liebesroman mit Pariser Flair. Ich hatte etwas in der Art erwartet und war deshalb ...

Die Autorin Astrid Korten verarbeitet in ihren Büchern stets wahre Begebenheiten.
Dieses Buch sieht aus wie ein lockerer Liebesroman mit Pariser Flair. Ich hatte etwas in der Art erwartet und war deshalb eher enttäuscht.
Es gibt eine Liebesgeschichte, denn die junge Lilly zieht ins große und romantische Paris. Dort lernt sie jemanden kennen, mit dem sie sofort eine Affäre beginnt. Er ist verheiratet, sie nicht die einzige, trotzdem scheint es die große Liebe zu sein.
Während ihrer Zeit in Paris schreibt Lilly ihrer Schwester Chloé Briefe. Die meisten sind harmlos, doch am Ende offenbart sich ein Familiengeheimnis.

Mich konnte das Buch nicht fesseln. Zum einen fand ich den Stil der Briefe einfach zu schwülstig und altbacken. Andererseits passt dies am Ende vielleicht sogar zum Gesamtkonzept, denn die Auflösung am Ende erinnert fast an einen Film von Night Shyamalan. Allerdings muss ich zugeben, dass mich dies eher verwirrt als positiv überrascht hat.

Ich habe nicht diese Auflage gelesen, sondern "Café de Flore", da inhaltsgleich ist. Leider ist die neue Aufmachung und Werbung mehr auf eine Liebesroman ausgelegt, was diesem Buch nicht gerecht wird.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Blut ist dicker...

Zara und Zoë: Rache in Marseille
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Zwillingsschwestern, die nicht viel gemeinsam haben: Zara und Zoë. Zara ist Ermittlerin bei Europol, führt privat ein bürgerliches Leben und löste im Job Probleme mit kühler Analytik. Zoë ist nicht weniger ...

Zwillingsschwestern, die nicht viel gemeinsam haben: Zara und Zoë. Zara ist Ermittlerin bei Europol, führt privat ein bürgerliches Leben und löste im Job Probleme mit kühler Analytik. Zoë ist nicht weniger ehrgeizig, arbeitet aber für die Mafia. Sie schmuggelt Drogen und geht dabei hohe Risiken ein. Die beiden Schwestern haben keinen Kontakt und eigentlich auch keine Berührungspunkte in ihrem Leben. Dann wird Zara zu einem Fall gerufen, der sie sehr bewegt: Ein junges Mädchen wurde brutal ermordet. Alles sieht so aus, als sei sie zwischen die Fronten von Gangs geraten. Sie selbst kann nur im engen Rahmen ihrer Vorgaben ermitteln, also braucht sie Zoë. Doch das ist nach all den Jahren nicht so einfach…

Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Die Charaktere sind interessant und die Spannung ist durchgehend hoch. Die Schauplätze in Frankreich, aber auch kurze Episoden in Deutschland, sind gut gewählt. Auch wenn das Buch im bekannten Marseille spielt, zeigt die Autorin uns Orte, die man als Reisender nicht zu sehen bekommt. Ganze Viertel, in denen die Arbeitslosigkeit hoch ist und Jugendliche kaum eine Perspektive sehen.
Schwächen sehe ich nur in der arg konstruiert wirkenden Geschichte der Schwestern. Es gibt Tötungsversuche und hochemotionale Geschwisterliebe, mir war es hier etwas zu dick aufgetragen.

Die Sprecherin Beate Rysopp macht ihren Job hier hervorragend, ich habe ihr gebannt zugehört und hatte keine Probleme die Figuren zu unterscheiden. Sie transportiert Emotionen und gibt den Personen ihren eigenen Charakter.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Die Tote, der Wolf und Mamma Carlotta

Die Tote am Watt
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Dieses Buch ist das erste in der „Mamma-Carlotta“-Reihe, ich kannte allerdings schon einige andere Bände. Da die Autorin in jedem Buch die Vorgeschichte erläutert, ist es eigentlich egal und auch ihn ihrem ...

Dieses Buch ist das erste in der „Mamma-Carlotta“-Reihe, ich kannte allerdings schon einige andere Bände. Da die Autorin in jedem Buch die Vorgeschichte erläutert, ist es eigentlich egal und auch ihn ihrem ersten Fall geht es gleich richtig los.

Mamma Carlotta ist die Mutter von Lucia, die einen Sylter Polizisten geheiratet hat. Doch Lucia ist verstorben und hat ihren Ehemann Erik und zwei Kinder im Teenager-Alter hinterlassen. Carlotta war noch nie auf Sylt, möchte jetzt aber wenigstens das Grab ihrer Tochter besuchen. Diese Vorgeschichte klingt traurig, kommt aber ohne rührselige Szenen aus, sondern ist nur Rahmenbedingung für die Besuche der „Nonna“ auf Sylt.

Kurz nach ihrer Ankunft erfährt Carlotta, dass eine reiche, alleinstehende Frau ermordet wurde. Sie hatte nicht viele Bekannte, aber von denen sind alle verdächtig. Sonderlich beliebt war die Frau nämlich bei niemandem.
Carlotta erkundet Sylt und ermittelt dabei im Umfeld der Toten.

Ricci Hohlt liest auf den ersten Blick gut und versucht den Personen Leben einzuhauchen. Das gelingt ihr gut, die Akzente und Dialekte sind allerdings eher eigenwillig und nicht unbedingt originalgetreu. Da es sich sowieso nicht um einen bierernsten Krimi handelt, ist auch dies passend und das Hören macht Spaß.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Auftakt einer Reihe ... die vermutlich nie fortgesetzt wird

Alexis Goldfire. Auserwählte der Macht
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Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich eine schöne Fantasygeschichte mit einer Prise Romantik erwartet habe. Nun bin ich etwas ratlos und ärgere mich vor allem über den Verlag, der dieses Buch so herausgegeben ...

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich eine schöne Fantasygeschichte mit einer Prise Romantik erwartet habe. Nun bin ich etwas ratlos und ärgere mich vor allem über den Verlag, der dieses Buch so herausgegeben hat.

Es geht um die 17jährige Alexis, die einer anderen Rasse oder einem Volk angehört. Sie ist eigentlich kein Mensch, aber leider hat die Autorin für uns hier auch keinen geeigneten Ausdruck. Jedenfalls lebt Alexis eigentlich versteckt in einer Kuppelstadt am Nordpol, wird aber auf eine Mission geschickt um fünfjährige Kinder zu entführen. Was es damit auf sich hat, wird leider nicht klar. Sie soll den gleichaltrigen Xander zum Nordpol bringen, weil seine Entführung im Kindesalter nicht geklappt hat.
Was sich jetzt ziemlich wirr anhört ist tatsächlich nicht wirklich näher erläutert. Warum Dinge gemacht werden oder was in der Vergangenheit passiert ist, wird haufenweise angerissen, aber nie erklärt.

Ich muss gestehen, die Ideen und die Welt haben mir gut gefallen. Nur habe ich nun zahlreiche Fragen, die sicher in den weiteren Bänden der Reihe beantwortet würden. Falls es weitere Bände gibt, denn dieses Buch wird als eigenständiger Roman beworben. Schade, es gibt wirklich Potential, dass so leider komplett verschenkt wurde.