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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Potenzial verschenkt - Jugendbuch

Soulmates and Other Ways to Die
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Das Buch findet sich in der Jugendabteilung, das sollte man sich zum Beginn auf jeden Fall noch einmal vergegenwärtigen. Optisch fällt es sehr leicht, das Buch in diesem Genre einzugliedern. Die Zeichnungen ...

Das Buch findet sich in der Jugendabteilung, das sollte man sich zum Beginn auf jeden Fall noch einmal vergegenwärtigen. Optisch fällt es sehr leicht, das Buch in diesem Genre einzugliedern. Die Zeichnungen sind für mich eher jugendlich und erinnern an Comics. Farblich wird hier der Gedanke einer Dystopie aufgegriffen.

Mein Interesse an diesem Buch wurde durch den Klappentext geweckt: eine dystopische Geschichte, es gibt Seelenverwandte und die Leben dieser beiden Personen sind aneinander geknüpft. Stirbt der/die ein/e, stirbt der/die andere auch. Dieses Grundkonzept finde ich spannend und interessant gedacht. Vergleichbare Ideen sind mir nicht bekannt, und so wollte ich Zoe und Milo. eine Chancen geben. Zu Beginn musste ich mit Zoes sehr sarkastischen Art noch etwas warm werden, konnte die „neue Welt“ durch ihre Augen aber bildlich verstehen und mir vorstellen.

Während des Lesens habe ich an vielen Stellen gemerkt, dass es ein Jugendbuch und kein komplexer Roman für junge Erwachsene ist. Das war enttäuschend, aber dem Buch kann man da keinem Vorwurf machen - es ist ja als Jugendbuch deklariert. Viel mehr habe ich höhere Erwartungen in das Buch gelegt, das es dann einfach nicht erfüllen konnte. Die Dialoge und Charaktere blieben für mich im Allgemeinen zu oberflächlich und „einfach“. Mir fehlte es an Konflikten, an denen die Charaktere und ihre Bindung augenscheinlich wachsen kann. Stattdessen hat der Roman hier eher an Spannung eingebüßt, dabei passiert viel - manchmal ein wenig zu schnell aufeinanderfolgend.

Die Grundidee hat aus meiner Sicht sehr viel Potenzial, das leider aber nicht ausgeschöpft wurde. Es fehlt mir an Spannung und Charaktertiefe.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Klasse Anfang - seltsames Ende

Garden Girls
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Angelockt von dem Cover habe ich nach dem Klappentext ein Blick in das Buch geworfen und war von den ersten Seiten direkt in den Bann gezogen. Die ersten Kapitel katapultieren einen direkt zu einer willensstarken ...

Angelockt von dem Cover habe ich nach dem Klappentext ein Blick in das Buch geworfen und war von den ersten Seiten direkt in den Bann gezogen. Die ersten Kapitel katapultieren einen direkt zu einer willensstarken Ich-Erzählerin, die sich in der Gewalt des Täters befindet. Auch der Sprung in das Ermittlerteam, das einen familiären Umgang miteinander pflegt, hat mir sehr gefallen. Das Eintauchen in das Buch hat somit sehr gut geklappt, ohne das ich die Autorin oder ihre Figuren bisher kannte. Entsprechend hoffnungsvoll war ich für das weitere Leseerlebnis.

Der Schreibstil springt zwischen Opfer-Perspektive (Ich-Erzählung) und einer allgemeinen Erzählung, die teils zwischen den Orten springt. Hier konnte ich als Leser gut folgen, habe aber gemerkt, dass ich den allgemeinen Erzähler im direkten Spannungsvergleich schwacher fand. Manchmal kam es mir so vor, als würde diese Erzählungsart den Thriller eher stören und ihm Spannung klauen, weil der Blickwinkel von zu weit oben kam und die Gefühlsebenen (Ängste, Zuneigung etc.) dadurch nicht so gut durchkamen.

Die Charakter blieben aus meiner Sicht zu oberflächlich. Hier hätten mehr Tiefe und auch deutlich mehr Dialoge untereinander oder mehr Gefühlseinblicke geholfen, um die Verbindung greifbar zu machen. Das Konstrukt mit der Family of Glory ist auf einer Seite interessant und Stück für Stück erfährt man mehr, allerdings wirkte es auf mich auch insgesamt irgendwie seltsam. Ich verstehe, dass es die Hintergrundgeschichte darstellen soll, um noch mehr Drama hereinzubringen, aber die Art und Weise hat dem Roman eher nicht so gut getan.

Da ich hier keine Spoiler geben will, halte ich mich mit den Entwicklungen und dem Ende eher bedenkt. Nur so viel: das Ende hat so schnell zugenommen, wie der Hurrikan in der Geschichte. Die letzten 100 Seiten ist man praktisch durchgeflogen, allerdings habe ich mich hier auch an vielen Stellen einfach nur gewundert und gefragt, ob das jetzt so sein soll. Der Showdown ist hitzig, etwas überdramatisiert und man fragt sich, ob so viele Zufälle bzw. aufeinander folgende Momente zuvor wirklich realistisch sind. Manches passte für mich im Nachgang nicht zusammen (z. B. Bex‘ Reaktion auf den Täter in ihrem Schlafzimmer sowie das Verhalten bzw. die Rollen einiger im Showdown und danach).

Für mich hat der Thriller so gut und spannend gestartet. Ich habe das Buch gern gelesen, war allerdings nicht gänzlich gefesselt. Bis zur Mitte hatte ich absolut keine Ahnung, wer der Täter ist und habe daher viel gerätselt. Die Auflösung hat eher Ernüchterung gebracht. Zum Ende verliert der Roman für mich und baut eine Geschichte für die Erklärung der Ereignisse auf, die für mich zu sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Das Buch ist für mich kein Thriller-Highlight, weil es mir an Nervenkitzel fehlt.
Freunden, die Thriller wirklich lieben, werde ich das Buch eher nicht empfehlen, weil ich finde, dass hier zu viel Potenzial verschenkt wurde. Wirklich schade…

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Fantasy meets South-Asia - ungewöhnliche Kombi mit großem Potenzial

Heart of Night and Fire
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Das Buch hat mich optisch mit seinem farbenfrohen Cover angelockt. Der Klappentext klang spannend - jedoch nicht total neu. Ich hatte daher schon eine gewisse Vorstellung, was mich wohl im Inneren erwarten ...


Das Buch hat mich optisch mit seinem farbenfrohen Cover angelockt. Der Klappentext klang spannend - jedoch nicht total neu. Ich hatte daher schon eine gewisse Vorstellung, was mich wohl im Inneren erwarten würde.

Nach dem Lesen des Vorworts, in dem die Autorin selbst den Verweis auf Elementen zu Südasien gibt, ist bei mir vor dem innere Auge eine orientalisch anmutende Landschaft entstanden. Die Farben des Covers machten jetzt noch mehr Sinn und ich war sehr gespannt, wie es nun im Buch weitergeht.

Kurz und knapp: Die Umsetzung ist SEHR GUT gelungen!! Ich bin teilweise durch das Buch nur so geflogen. Es war spannend, abwechslungsreich und hatte auch einige Herzmomente.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr. Ich mochte schon die vorherige Reihe von ihr. In der neuen Reihe begleiten wir Zarya auf ihrem Weg, der durchaus mit etwas Magie versehen ist. Obwohl ich nach dem Klappentext eine Vorstellung hatte und ehrlichweise glaubte, dass es vielleicht ein bisschen zu viel ist, Magie und Vampire zu mischen, habe ich schnell gemerkt, dass die Unsterblichen hier nicht Vampire im klassischen Sinne sind, wofür ich sehr dankbar war.

Es braucht seine Zeit, um die ganzen Begriffe (magische Wesen, Städte, Mythen etc.) allein einordnen zu können. Für mich waren die asiatischen Speisen oder auch Bezeichnungen für Kleidung manchmal nicht so ganz selbsterklärend, dennoch fand ich es spannend in eine andere Kultur einzutauchen und mir die Dinge in der Fantasie auszumalen.

Die Geschichte enthält spannende Wendungen, weshalb ich mich sehr auf Band 2 freue und schon fast etwas wehmütig bin, dass es jetzt mehrere Monate und fast ein ganzen Jahr dauert, bis alle Teile erschienen sind. Dennoch eine klare Leseempfehlung! Für mich steckte in der Geschichte so viel mehr, als was ich ihr am Anfang zugetraut habe. Ein toller Auftakt!

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Schöner Ratgeber

Du bist viel mehr als deine Gefühle
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„Gefühlen fühlen, Gefühle heilen“.

Dass der Körper ganzheitlich zu verstehen ist, kommt immer mehr in der Medizin und im Kopf des Einzelnen an, genau hier setzt dieses Buch an und trifft daher ...

„Gefühlen fühlen, Gefühle heilen“.

Dass der Körper ganzheitlich zu verstehen ist, kommt immer mehr in der Medizin und im Kopf des Einzelnen an, genau hier setzt dieses Buch an und trifft daher aus meiner Sicht den Geist der aktuellen Zeit.

Mir hat dieser Ratgeber sehr gefallen. Das Lesen hat Spaß gemacht und zugleich für mich viele neue Denkanstöße geliefert. Ich habe mich zuvor schon mit Themen wie Resilienz beschäftigt und fand den Ansatz für die Regulierung des eigenen Nervenssystems spannend und wollte das Buch daher ganz unvoreingenommen mal auf mich wirken lassen. Die Autorin kannte ich zuvor nicht, sie hat mich mit dem Buch aber gut abgeholt und von sich überzeugen können.

Das Buch ist sehr anschaulich aufgebaut und ich konnte den Beschreibungen und Erzählungen der Autorin gut folgen. Die Auflockerungen durch die „aktiven Übungen“ fand ich wichtig, um Gelesenes anzuwenden bzw. um in eine Art Selbsttest zu kommen. Lesen ist das Eine, aber das langfristige Verinnerlichen und Anwenden natürlich das Andere. Mit Buch liefert die Autorin einigen Input und Möglichkeiten, was man daraus macht, liegt final bei jedem selbst.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

4,5 Sterne!

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss
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Einmal bitte Schleudertrauma für die eigenen Gefühle - und das meine ich wirklich im positivsten Sinne!

Es folgen keine Spoiler, daher nur eine „allgemeinere“ Bewertung zum Buch. :)

Ich ...

Einmal bitte Schleudertrauma für die eigenen Gefühle - und das meine ich wirklich im positivsten Sinne!

Es folgen keine Spoiler, daher nur eine „allgemeinere“ Bewertung zum Buch. :)

Ich liebe den Schreibstil von Julia Dippel und bin Fan ihrer Reihen. Auch dieses Mal passieren so viele Dinge, die einen unerwartet in Hochs und Tiefs führen. Und wieder einmal kann ich dafür nur DANKE sagen.
Es war zeitweise wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe mein Herz wieder einmal an die Hauptcharaktere verloren. Die Dynamik zwischen den Sintha und Arez gefällt mir sehr, ihre Liebesgeschichte ist sehr bewegend und so schön. Die Autorin hat ein wirklich tolles Talent, Tiefe und Vielschichtigkeit in die Charakter zu bringen… und noch mehr: Enden zu schreiben, die einen fassungslos zurücklassen. Ich bin wirklich mehr als gespannt, wie es nun in Band 3 weitergeht.

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