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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2020

Ein Roman der süßen Versuchungen;)

Kann Gelato Sünde sein?
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Im Kalabrischen Dorf Piccolo Leone darf nicht mehr gestorben werden! Laut Anweisungen des Bürgermeisters gilt für alle Einwohner nur ein Gebot: „Gymnastik, gesundes Essen und ja keinen ungesunden Zucker ...

Im Kalabrischen Dorf Piccolo Leone darf nicht mehr gestorben werden! Laut Anweisungen des Bürgermeisters gilt für alle Einwohner nur ein Gebot: „Gymnastik, gesundes Essen und ja keinen ungesunden Zucker für die in die Jahre gekommene Dorfgemeinschaft!" Wer sündigt, muss Strafe zahlen. Da ist es kein Wunder, das Emilia sich sogleich unbeliebt macht, denn ihr kommt beim Besuch ihrer Tochter Julia die in dieser Ecke Italiens gestrandet ist, die super Idee das alte romantische Dorfcafé auf dem Marktplatz wiederzubeleben......

Der amüsante Roman „Kann Gelato Sünde sein?“ von Autorin Tessa Hennig ist ganz nach meinem Geschmack, süß, lustig und bildgewaltig:) Er weckt Gelüste nach Italien, Dolce Vita, Eis und Amore inklusive;) Dazu kommt natürlich ein tolle Geschichte, wie man es bei den Romanen der Autorin gewohnt ist!
Ihr Schreibstil ist frisch und locker, tja er liest sich wie geschnitten Torte;) im wahrsten Sinne des Wortes. Die Handlung verführt dabei auch zum Schlemmen und Kuchen backen. Gut das wenigstens das in Corona Zeiten noch erlaubt ist! Der Lieblingsitaliener freut sich, wenn er Pizza to Go verkaufen kann und meine Kuchen sind sogar genießbar geworden, oh Wunder! 
An die köstlichen Kreationen von Emilia reichen sie aber sicherlich nicht heran, die Autorin beschreibt die süße Verführung so Detailreich, den Geschmack fühlt man direkt auf der Zunge.

Mein Fazit:
Wenn man im Moment auch nicht nach Italien reisen kann, so sollte man wenigstens das Buch von Tessa Hennig lesen, um seine Sehnsüchte zu befriedigen. Es ist einfach wieder eine tolle Story und das Buch hinterlässt ein unglaublich intensives Wohlgefühl, als wäre man ganz kurz mal in Kalabrien gewesen. Einfach himmlisch!

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Verzweifelte Suche nach Mr. Right

Thirty
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Die Londonerin Bella Edwards, hat einen großartigen Job der Werbebranche, doch sie ist dennoch unglücklich! Ihr scheint, um sie herum sind alle glücklicher als sie! Alle Kolleginnen/Freundinnen haben einen ...

Die Londonerin Bella Edwards, hat einen großartigen Job der Werbebranche, doch sie ist dennoch unglücklich! Ihr scheint, um sie herum sind alle glücklicher als sie! Alle Kolleginnen/Freundinnen haben einen Partner, Kinder oder sind im Begriff zu heiraten! Was ist eigentlich aus ihren Träumen geworden!? In 30 Tagen ist ihr dreißigster Geburtstag! Als ihr Boss ihr dann auch noch den Job ihrer scheidenden Kollegin anbietet, nur weil sie ihm als einzige Single-Frau in der Agentur sicher ist, gehen bei Bellas die Nerven durch! Sie schmeißt alles hin!
Bella ist so verzweifelt, das ihr nächster Weg sie glatt zu einer Hellseherin führt.....

„Thirty“ ist eine Art Dating-Marathon-Komödie, dieses Buch von Autorin Christina Bradley lässt absolut kein Auge trocken! Nicht nur das uns mit der chaotischen, schlagfertigen aber auch ziemlich verpeilten Londonerin Bella, ein emotionaler Dating-Roadmovie quer durch Amerika bevorsteht, der Roman ist ein einziges Attentat auf unsere Lachmuskeln!
Was sich Bella und ihre verrückte New-Yorker Freundin Hester da für eine Challenge ausdenken ist der absolute Knaller. Um für Bella endlich einen Mann an Land zu ziehen, soll sie 30 Dates als Countdown bis zu ihrem 30sten Geburtstag absolvieren!
Da kann man sich sofort denken, das es zu den aber witzigsten Situationen kommen wird.
Die Autorin beschreibt diese Dates in all ihren Facetten und nimmt dabei auch kein Blatt vor den Mund;)
Der Roman ist zum Teil schon ein bisschen Langstrecke, muss bella doch viele Frösche küssen! Man meint die Dates nehmen kein Ende;), doch einige sind wirklich aberwitzig, deshalb habe ich die Lektüre genossen!
Mein Fazit:
Gelungene Unterhaltung, dieses Buch bietet amüsanten Zeitvertreib, sorgt für gute Laune und das Lesen macht großes Vergnügen! Perfekte Mädels-Lektüre für ein verregnetes Wochenende.

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Veröffentlicht am 30.04.2020

Thrill vom Feinsten

Die Frequenz des Todes
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In einem Berliner Villenviertel verschwindet ein Baby spurlos aus seiner Wiege....zurückbleibt nur eine Blutspur. Kurz darauf geht auch ein Notruf bei der Feuerwehr ein, mit dem Hilferuf einer verzweifelten ...

In einem Berliner Villenviertel verschwindet ein Baby spurlos aus seiner Wiege....zurückbleibt nur eine Blutspur. Kurz darauf geht auch ein Notruf bei der Feuerwehr ein, mit dem Hilferuf einer verzweifelten Mutter!

Doch der Anruf bricht ab und ohne Adresse, keine Hilfe! Es besteht einzig die Möglichkeit einen Spezialisten für Phonetik hinzuzuziehen....



„Frequenz des Todes“ folgt dem Thrillers „Auris“ von Autor Vincent Kliesch, basierend auf einer Idee von Sebastian Fitzek und beschäftigt

der sich mit dem Gebiet der Phonetik, eine Methodik, mit der sich der berühmt-berüchtigte forensische Phonetiker Matthias Hegel aus Band eins beschäftigt und dessen Ohren besonders gut funktionieren. Dieser sitzt zwar wegen angeblichen Mordes im Gefängnis Moabit ein, wird aber von einem LKA-Ermittler um Hilfe gebeten und vorübergehend mit Fußfessel in sein Labor entlassen! Da aber Hegel der Polizei nicht traut, versucht er sein Glück wieder bei der Aufklärungs-Journalistin Jula Ansorge und bittet sie in diesem merkwürdigen Fall um Unterstützung.

Die Antipathie der beiden Hauptprotagonisten Hegel und Ansorge, ist in ihrem Umgang deutlich spürbar, die beiden haben noch eine Rechnung offen! Jula ist der undurchsichtige Hegel mehr Feind als Freund, doch ihre Neugierde ist stärker und sie hofft einfach klüger zu sein. Diese Hoch-Spannung zwischen den beiden Charakteren und die Spannung der Geschichte ergänzen sich perfekt, erinnert mich ferne ein wenig an die Hannibal/Sterling Beziehung!

Diese beiden interessanten Persönlichkeiten, der kontinuierliche Spannungsbogen, der verzwickte Perspektivenwechsel in der Handlung und der intensive Schreibstil machen das Buch zu einem Page Turner.

Mein Fazit: Ein wirklich spannungsvoller Thriller, den man auch gut ohne Vorkenntnisse seines Vorgängers lesen kann. Sehr fesselnd und unterhaltsam, bietet die Story genügend Nervenkitzel und war ganz nach meiner Facon:)
Und mit Hegel ist Jula definitiv noch nicht fertig.....!

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Veröffentlicht am 29.04.2020

Faszinierender Auftakt der neuen historischen Tribute-Reihe

Tribut der Sünde
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Stuttgart Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Herzog Ulrich zu Württemberg beherrscht das Land und lebt in Saus und Braus. Ungeliebt, beim Volk und auch von seiner Gattin Sabina, der Nichte Kaisers Maximilians, ...

Stuttgart Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Herzog Ulrich zu Württemberg beherrscht das Land und lebt in Saus und Braus. Ungeliebt, beim Volk und auch von seiner Gattin Sabina, der Nichte Kaisers Maximilians, hat er dennoch keine Hemmungen das Volk mit neuen Steuern und die Gattin mit einer Geliebten zu verprellen! In der Stadt gerät Franziska Hochperger, Tochter eines wohlhabenden Weinhändlers ohne Vorwarnung in einen für sie folgenreichen Komplott......



Die Autorin Silvia Stolzenberg, greift in ihrem Roman „Tribut der Sünde“ die historischen Überlieferungen des berüchtigten Herzog Ulrich zu Württemberg und seiner Frau Sabina auf, deren Beziehung damals auf einem spannungsreichen Fundament stand, um die man hervorragend eine gute Geschichte spinnen kann!

Ihr Hauptcharakter Franziska ist eine liebenswerte aber auch hochdramatische Figur, die sich ihrem Schicksal nicht ergibt, sondern dagegen ankämpft. In ergreifenden Episoden wird der Leser Zeuge von Ungerechtigkeiten, Willkür und Intrigen. Diese unruhige und gefährliche Zeit schildert die Autorin auf einfühlsame Weise und lässt gekonnt die historischen Details mit hineinfließen.

Dieser erste Band schildert zunächst den Beginn der Handlungen und Franziskas Geschichte. Wird sie am Ende die rätselhaften Ereignisse lösen können? Man darf gespannt sein! Die Auflösung aller Ereignisse werden sicherlich erst die nächsten Bände zeigen.

Mein Fazit:

Es ist eine wirklich spannende Reise in die Vergangenheit und das Eindringen in ein mir unbekanntes Terrain mit interessanten historischen Personen, aus dem sich diese großartige Geschichte spinnt, als Liebhaberin von historischen Romanen gibt es nichts Besseres, einfach großartig! Da freut man sich schon auf Fortsetzung…..

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Veröffentlicht am 24.04.2020

Ein Krimi der aus dem Rahmen fällt

Kreizkruzefix
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Handlungsort: Oberammergau-ein Ort mit jahrhundertealter Tradition.

Kurz von den legendären Passionsspielen, entdeckt die resolute Metzgerin Theres Hack, die zwei schlimm zugerichteten Leichen ihrer Freunde ...

Handlungsort: Oberammergau-ein Ort mit jahrhundertealter Tradition.

Kurz von den legendären Passionsspielen, entdeckt die resolute Metzgerin Theres Hack, die zwei schlimm zugerichteten Leichen ihrer Freunde Sonja und Franzl Thaller auf ihrem Hof. Selbst der Hofhund liegt tot in seinem Blut! Wer hat hier so viel Hass freigesetzt, das fragen sich dann auch Hauptkommissar Sollinger und sein Team.....



„Kreizkruzefix“ wird dieser Krimi von Monika Pfundmeier geschimpft, ein ungewöhnlicher Titel, der natürlich gleich auf seinen bayrischen Charakter hinweist.

Einen großen Vorteil und sehr hilfreich ist gleich zu Beginn das Personenverzeichnis des Krimis, das sorgt schon mal für bessere Erkenntnis, macht neugierig und regt den Kombinationsgeist des Lesers an.

Dann fällt sofort auf, der ungewöhnliche etwas abgehackte Schreibstil, der Leser steht sofort inmitten des Geschehens und sieht die Welt mit den Augen der Charaktere. Zudem zeigt sich das Geschehen aus den unterschiedlichsten Perspektiven, das ist schon ein wenig tricky. Der Leser ist gezwungen sich ständig an diese neuen Gegebenheiten anzupassen. Dafür hat dieses Konzept eine Menge Power und Monika Pfundmeier überrascht dabei zusätzlich auch mit enormer Ausdruckskraft.

Die Autorin bringt die Handlung halt auf den Punkt, ähnlich wie ihre Hauptdarstellerin Theres. Theres ist herrlich speziell, sie hat nach ihrer Wien-Episode als Event-Managerin beschlossen die altehrwürdige Metzgerei im Heimatort aufzupeppen und daraus kurzerhand eine Bio Metzgerei ohne Schwein und Tages-Bar gemacht zum großen Ärger ihres traditionsbewussten Vaters.

Überhaupt dreht sich im Buch vieles um Tradition und um das neumodische Zeugs;)…die Meinungen darüber sind geteilt! Dieses Thema sorgt natürlich auch für amüsante Situationen, besonders als die ortsfremde Hamburger Influencerin Alessia auftaucht.

Wenn man sich dann nach ein paar Kapiteln an die moderne Schreibweise gewöhnt hat, macht der Krimi auch richtig Spaß!



Es gibt so herrliche Textstellen wie:

„Sogar das Gebirgsmassiv gegenüber der Metzgerei beugte sich interessiert zum Fenster herein.“

oder

„Sobald die Outdoor-Jacken ihre Aufmerksamkeit von der bemalten Fassade lösen konnte, gafften sie zu ihr.“



Mir hat’s gefallen:) es ist eine spannungsvolle kriminelle Geschichte die da im schönen Oberammergau spielt. Schön bayrisch und ein bisserl derb kommt sie zwar daher, hat aber etliche amüsante Szenen, mit einem ganz speziellen Humor. Muss man sicherlich mögen;) Habe mich jedenfalls hervorragend unterhalten gefühlt und bis zum Ende mit gerätselt, wer dann letztendlich der Mörder war;)

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