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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Unterhaltsam, aber auch ein wenig vorhersehbar

Die Schanze
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Die junge Ärztin Ellen Roth bricht ihre Zelte in Hamburg ab und kehrt zurück in ihre alte bayrische Heimat. Dort übernimmt sie die vakante Arztpraxis im Ort. Trotz einer verhängnisvollen und traumatischen ...

Die junge Ärztin Ellen Roth bricht ihre Zelte in Hamburg ab und kehrt zurück in ihre alte bayrische Heimat. Dort übernimmt sie die vakante Arztpraxis im Ort. Trotz einer verhängnisvollen und traumatischen Vergangenheit zieht es sie zurück zu Vater und Schwester.
Doch gleich am ersten Abend wird ein Toter an der Schanze gefunden, dessen Identität Ellen sogleich wieder zurück in ihre alptraumhafte Vergangenheit katapultiert. Der ersehnte Schritt in eine neue Zukunft scheint weit entfernt, doch Ellen beschließt zu kämpfen.

Der Debüt-Thriller „Die Schanze“ von Autor Lars Menz, fällt sofort durch sein cooles und auffallendes Cover ins Auge. Ein schockierender Blick in die bodenlose Tiefe einer Skisprungschanze lässt den Puls steigen und auch der Plot machte mich neugierig auf den Inhalt.
Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung kurzweilig zu lesen, allerdings war für mich recht vorhersehbar, wohin sich die Geschichte im nächsten Moment entwickeln wird. Meine Ahnung wurde dann zumeist bestätigt, daher hätte ich mir manche Szenen etwas subtiler gewünscht, mit mehr Überraschungsmomenten. Die Stimmung im Ort wirkt auf mich äußerst düster und deprimierend, ein Schaudern ist auf alle Fälle geboten. Die Charaktere sind clever ausgewählt, wirken allesamt recht suspekt und verdächtig. Auch Hauptprotagonistin Ellen, ist nicht recht greifbar und schwer einzuschätzen, das machte sie mir nicht gerade sympathisch, aber ich schätze mal, das soll die Intension dahinter sein.

Mein Fazit:
Insgesamt ein wirklich unterhaltsamer Kriminalfall für zwischendurch. Es fehlten mir zwar noch ein klein wenig Zündstoff und ein paar Spannungsmomente zum Thriller, doch für ein Debüt finde ich die Geschichte recht gut gelungen.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Motivierende und aufschlussreiche Challenge für ein gesundes Essverhalten

30 Pflanzen pro Woche
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„30 Pflanzen pro Woche”, der Titel spricht das Anliegen von Herausgeberin Katharina Seiser und ihre Mitstreitenden an, für das ihre Leser begeistern wollen. Im Untertitel wird es konkreter angegeben. Als ...

„30 Pflanzen pro Woche”, der Titel spricht das Anliegen von Herausgeberin Katharina Seiser und ihre Mitstreitenden an, für das ihre Leser begeistern wollen. Im Untertitel wird es konkreter angegeben. Als „Das Kochbuch für ein langes gesundes Leben: Rezepte, die das Darm-Mikrobiom stärken“ sollen.
In drei erklärenden und motivierenden Kapiteln beschreiben die Fachfrauen Katharina Seiser, Theres Rathmanner und Gabriele Berg dann auch sehr anschaulich ihre Intensionen für dieses Buch. Im Focus stehen Stärkung und Gesunderhaltung unseres Mikrobioms, das wird wissenschaftlich fundiert und verständlich erklärt.
Um seine Pflanzenvielfalt zu kontrollieren, bekommt der Leser dafür eine clever angelegte Checkliste, die als Übersicht von unterschiedlichen Pflanzen und Arten zum Ankreuzen dient, um eine wöchentliche Vielfalt zu erreichen, die bei über 30 liegen sollte.
Um diese Challenge zu erleichtern, folgen im Anschluss leckere und vielfältige Rezepte, die zu einer abwechslungsreichen Ernährung führen.
Neben dem Titel stehen in Großbuchstaben die Pflanzenpunkte, ebenso neben den Zutaten. Bei den Rezepten werden auch Zutatenalternativen benannt, so bleibt man flexibel, das finde ich großartig! Mit ein wenig Kocherfahrung gelingen die Gerichte mit Sicherheit, die Anleitungen sind dafür übersichtlich abgefasst und mit einem schönen Bild versehen.
Die Rezepte sind allesamt vegetarisch, viele mit Getreide und Hülsenfrüchten (habe ich bislang echt vernachlässigt;), sehr gut abgeschmeckt und großartig präsentiert. Auch wenn ich kein Vegetarier bin, gefällt mir das Kochbuch sehr gut, besonders schön sind, wie gesagt die angegebenen Varianten und Beilagen.
Das Buch ist ganz wunderbar gestaltet und mit seinem bunten Cover ein totaler Hingucker. Auch Fotos, Gestaltung, Papier und Druck sind sehr hochwertig gewählt und ein Hingucker.

Mein Fazit:
Ein herrliches vegetarisches Kochbuch, gut durchdacht und gleichzeitig auch motivierend mehr auf seine pflanzliche Ernährung zu achten. Habe viele neue Rezepte entdeckt, die nicht so alltäglich sind, somit auch eine tolle Inspirationsquelle für noch mehr Abwechslung im Alltag. Meine 30 Pflanzen schaffe ich nun Dank der Idee mit der Liste ganz locker!

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Wohlfühlkrimi

Tod im Piemont - Trüffel, Nougat und Barolo
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In einem kleinen Ort im Piemont, nicht weit vom Lago Maggiore gelegen, betreibt Sofia ihre kleine Ćafe-Bar, die sie von ihrer Großmutter übernommen hat. Ihr besonders Erbe aber, ist das Lesen aus dem Kaffeesatz, ...

In einem kleinen Ort im Piemont, nicht weit vom Lago Maggiore gelegen, betreibt Sofia ihre kleine Ćafe-Bar, die sie von ihrer Großmutter übernommen hat. Ihr besonders Erbe aber, ist das Lesen aus dem Kaffeesatz, das die Einheimischen gerne für zukünftige Entscheidungen nutzen. Als ein junger Fremder nach dem speziellen Mocca fragt, überkommt Sofia ein ungutes Gefühl, der Kaffee zeigt dann auch seinen Tod. Kurz darauf, wird der Mann ermordet aufgefunden! Sofia kann kaum glauben, das ein Mörder im Ort unterwegs ist und beginnt den Geheimnissen der Leute nachzugehen.


Der Krimi „Tod im Piemont“ von Autorin Ana Merati lebt von seinen Figuren und seiner eindrucksvollen Location. Diese sind ganz wunderbar bildhaft und beeindruckend dargestellt. Besonders sympathisch kommen dabei Hauptprotagonistin Sofia, ihre Freundin die Postbotin Laura und der charmante Commissario aus Verbania, Alessandro Ranieri daher. Im Zuge der Geschichte lernt man so gut wie alle Einwohner des netten Örtchen kennen und mag sie allesamt. Schwierig hier einen Mordverdacht unterzubringen, doch das hat auch seinen Reiz!
Nebenbei wünscht man sich sogar vor Ort zu weilen, um das italienische Ambiente zu genießen und Sofias Leckereien zu kosten, mit denen sie ihre Gäste verwöhnt. Das wird so intensiv beschrieben, man hat förmlich den Duft von Café, Nusskuchen und frischer Pasta in der Nase.
Der Kriminalfall ist nicht gerade spektakulär, doch die Handlung finde ich interessant gestaltet und den Fall gut aufgeklärt.
Cover und Krimi ergänzen sich hervorragend und bieten Italienfeeling.
Mein Fazit:
Ein prima Wohlfühlkrimi für zwischendurch, der gerade in der kalten Jahreszeit ein bisschen Fernweh weckt und Lust aufs Reisen macht.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Eintauchen in die Brutalität des Makler-Geschäfts

To Die For
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Als ihre Immobilien-Agentur in Los Angeles den Auftrag bekommt eine Luxusvilla für 50 Millionen in Malibu zu verkaufen, beginnt zwischen den fünf Maklern ein brutaler Kampf um die Provision von einer Million ...

Als ihre Immobilien-Agentur in Los Angeles den Auftrag bekommt eine Luxusvilla für 50 Millionen in Malibu zu verkaufen, beginnt zwischen den fünf Maklern ein brutaler Kampf um die Provision von einer Million zu ergattern. Jeder hat einen guten Grund und braucht dringend das Geld! Dafür ist jedes Mittel recht, am Ende schwimmt sogar eine Leiche im Pool.

Der packende und rasante Thriller „To die for“, von Autorin Lisa Gray entführt den Leser in die schillernde Welt der Reichen und Schönen von LA. Auch ihre Hauptprotagonistin, die Top-Maklerin Andi Hart will ein Stück vom Kuchen und sich selbstständig machen. Allerdings nimmt der Konkurrenzkampf ihrer Kollegen dabei ausufernde Maßstäbe an.

Die ganze Handlung ist äußerst abwechslungsreich, mit vielen kleinen überraschenden Wendungen. Durch kluge Zeitsprünge, verteilt in ein Vorher und nachher, schafft es die Autorin die Aufmerksamkeit konzentriert auf ihre agierenden Charaktere zu richten, die allesamt recht interessant angelegt sind. Das ganze Ausmaß der Tragödie wird dadurch Stück für Stück aufgedeckt und die Spannung steigt. Wenn man meint, es kann nicht schlimmer kommen, wird man doch immer wieder aufs Neueste überrascht!
Die Gegend, in der das Szenario spielt, ist durch die gegenwärtigen Brände dort gerade in aller Munde und Immobilien werden sicherlich dort hart umkämpft sein, mehr denn je.
Mein Fazit:

Ein schnell zu lesender, temporeicher und absolut kurzweiliger Thriller in einem ungewöhnlichen Umfeld. Dessen Lektüre hat mir einige Überraschungen geboten und mich hervorragend unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Aufregendes Thriller-Szenario um den mysteriösen Tod Ludwig II.

Königsherz
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Im Juni 1886 waren die letzten Tage von König Ludwig II. angezählt. Ein Komplott, bestehend aus einer Zahl von ausgewählten Personen macht sich auf den Weg zum König, um ihn des Amtes zu entheben. Doch ...

Im Juni 1886 waren die letzten Tage von König Ludwig II. angezählt. Ein Komplott, bestehend aus einer Zahl von ausgewählten Personen macht sich auf den Weg zum König, um ihn des Amtes zu entheben. Doch auch die getreuen Anhänger Ludwig II. sind vor Ort um das Ungeheuerliche abzuwehren.
Zu Beginn des Geschehens findet ein grausamer Mord in der St. Anna-Kapelle in Füssen statt. Für Bernhard Sonntag, den Bezirksamtmann von Füssen und Ferdinand Boppeler seinen Polizeichef beginnt ein Alptraum von Ereignissen. Denn in dieser verhängnisvollen Nacht wird nicht nur dieser Mord, sondern auch die Ereignisse im neuen Schloss, in dem der König weilt, den ganzen Ort in Atem halten!

Autor Markus Richter setzt mit dem Teil „Königsherz“ den Schlusspunkt für seine Thriller-Trilogie um König Ludwig II. mit einem fulminanten Finale.
Neben vielen weiteren Charakteren spielen natürlich auch Lorenz Baumgartner und seine Frau die Kammerzofe Klara Baumgartner geb. Grünspan wieder eine tragende Rolle. Die Beiden sind mir noch aus dem ersten Band „Ins Herz“ in guter Erinnerung. Den zweiten Teil „Ohne Herz“, kenne ich leider noch nicht, doch die Serie ist ohne weiteres völlig unabhängig voneinander zu lesen.
In diesem finalen Band überschlagen sich jedenfalls die Ereignisse, die Handlung zieht sich ja nur über ein paar Tage und es geschieht alles Schlag auf Schlag. Das Ende des Königs wird bei Richter in einen großartigen atmosphärischen Thriller verpackt, der absolut fesselnd und aufregend ist.
Wer schon einmal in Füssen war und die Umgebung kennt, wird sicherlich noch eine Ecke mehr mitfiebern und kann auf den Spuren der Figuren wandeln. Als ehemaliger Kastellan von Neuschwanstein, kennt sich der Autor vorzüglich vor Ort aus und hat dazu glänzend recherchiert.
Auch das Cover ist ein absoluter Hingucker, es wirkt mysteriös und offenbart dennoch sofort worum es sich im Buch dreht.

Mein Fazit:
Auch wenn ich beim Lesen bedauert habe Band zwei nicht zu kennen und es ja eigentlich offensichtlich ist, wohin die Reise im Thriller geht, habe ich bis zum Ende mitgefiebert. Unheimlich packender und interessanter Thriller für bayrische Geschichtsfreunde, also eine absolute Empfehlung meinerseits.

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