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Veröffentlicht am 15.08.2021

Eine gemächliche, spannende und abenteuerreiche Suche

Eine Insel zwischen Himmel und Meer
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Osh und Crow leben Anfang des 20. Jahrhunderts auf einer der Elisabeth-Inseln vor der Küste Massachusetts. Als kleines Baby wurde Crow in einem Boot an den Strand von Oshs Insel gespült, woraufhin er sie ...

Osh und Crow leben Anfang des 20. Jahrhunderts auf einer der Elisabeth-Inseln vor der Küste Massachusetts. Als kleines Baby wurde Crow in einem Boot an den Strand von Oshs Insel gespült, woraufhin er sie bei sich aufnahm. Mittlerweile ist Crow 12 Jahre alt und möchte erfahren, woher sie kommt. Doch Osh hat Angst, was sie herausfinden könnten und wie sich dies auf Crows und sein Leben auswirken wird. Dabei spielt auch die Nachbarinsel Penikese und deren Vergangenheit eine wichtige Rolle. Im Nachwort erwähnt die Autorin noch viel mehr, wozu die Insel früher genutzt wurde.

Der Satzbau ist eher kurz und prägnant gehalten, was mich im Lesefluss etwas gestört hat, da ich solche abgehakten Schreibstile eher weniger mag. Für die 12-jährige Crow und ihre Gedanken ist diese Ausdrucksweise aber vollkommen passend. Man merkt ihr ihr junges Alter und das behütete Aufwachsen bei Osh an, sodass der Schreibstil sehr gut geeignet für die junge Zielgruppe des Buches ist.

„Du kannst von anderen Menschen lernen, oder du kannst lernen, indem du deine Augen offen hältst. Aber du kannst auch von dir selbst lernen. Von dem, was deine innere Stimme dir sagt. Wenn du nur darauf achtest.“, Osh, S. 90

Während Crow sich auf die Suche nach ihren Wurzeln begibt, bekommt man sehr viel von dem Alltag der beiden Inselbewohner mit. Sie fangen Hummer auf dem Meer und kümmern sich um ihren kleinen Gemüsegarten. Miss Maggie von der Nachbarinsel unterstützt Osh bei der Erziehung von Crow und kocht leckere Suppe, wenn einer der beiden krank ist. Dafür hilft Crow Miss Maggie ebenfalls, zum Beispiel beim Zusammentreiben ihrer Schafe oder sie bringen ihr frischen Hummer. Dabei kommen auch die Beschreibung des Meeres und die Beobachtungen auf den anderen Inseln nicht zu kurz.

Woher Crow stammt, wollte ich auch unbedingt erfahren, aber anfangs war dann einiges so offensichtlich, dass man nur langsam mitverfolgen konnte, wie Crow Schritt für Schritt einiges über ihre Herkunft herausfindet. Doch der anfängliche Schein trügt, denn damit verbunden kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Außerdem kommt auch von außen einiges auf die Inselgruppe, was dem Buch viel Spannung und Abenteuer verleiht. Insgesamt erzählt die Geschichte wie Crow langsam ihre Wurzeln findet und welche Gefühlsachterbahn sie dabei erlebt.


Fazit:
Auf „Einer Insel zwischen Himmel und Meer“ leben Osh und seine Tochter Crow, die herausfinden möchte, woher sie stammt. Der Schreibstil ist mir persönlich zu abgehakt, aber dessen Einfachheit ist gut für die eigentliche Zielgruppe des Buches zu lesen. Neben dem einfachen Leben der beiden und den Beschreibungen des Meeres wird die Geschichte zunehmend spannend und abenteuerlich.

Veröffentlicht am 14.08.2021

Humor, Liebe, Schmerz

New York Diaries – Claire
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Charaktere:
Claire ist 32 und nach einer gescheiterten Beziehung wieder in ihrem Kinderzimmer gelandet. Sie ist eine aus dem Leben gegriffene Protagonistin, die jammern, weinen, aber auch ihr Leben anpacken ...

Charaktere:
Claire ist 32 und nach einer gescheiterten Beziehung wieder in ihrem Kinderzimmer gelandet. Sie ist eine aus dem Leben gegriffene Protagonistin, die jammern, weinen, aber auch ihr Leben anpacken kann.
June ist seit Jahren Claires beste Freundin. Neben ihrem IT-Job ist sie jedoch sehr aufgeweckt, liebevoll verrückt und hat ein ausgeprägtes Sexleben.
Danny ist der beste Freund von Claire und June. Die drei haben schon zu Collegezeiten zusammengewohnt, wobei Danny sie über Claires Ex hinweggetröstet hat.
Jamie wohnt direkt über Claire und Danny. Er war Claires erste große Liebe, die sie nie vergessen konnte.


Meine Meinung:
Claire landet nach eineinhalb Jahren London und einer gescheiterten Beziehung wieder in ihrem alten Kinderzimmer. Mit ihrer exzentrischen Mutter, all den Erinnerungen und der jugendlichen Claire, die ihre Spuren an den Zimmerwänden hinterlassen hat, ist es mehr als ungemütlich, weshalb sie zu ihrer Freundin June ins Knights Building zieht. Allein schon Claires Ankunft über das Dach und die Tatsache, dass sie in dem begehbaren Kleiderschrank ihrer Freundin wohnt, lässt den Leser schmunzeln. Mit einem Ex-Freund über Claire und ihrem besten Freund im Zimmer nebenan ist das Chaos schon vorprogrammiert – Gefühlschaos pur.
In der Geschichte geht es nicht nur um Claires (verpatztes) Liebesleben sondern auch der Suche nach ihrem Platz im Leben. Ernsthafte Gespräche der Protagonisten wechseln sich mit lustigen Begebenheiten ab, sodass das Buch stets gut unterhält. Durch die Ich-Perspektive und Claires Tagebucheinträgen erhält man einen guten Einblick in ihre turbulente Gefühlswelt.

Mit ihrem lockeren Schreibstil erzählt Ally Taylor (Anne Freytag) von Claires Ängsten, Gefühlen und oft witzigen Gedanken. Ihr Humor und ihre spritzigen, ungewöhnlichen Vergleiche peppen die gesamte Geschichte auf. Die Leserin kann gar nicht anders, als mit Claire mitzufiebern, zu heulen und mit den Männern zu flirten. Die Nebencharaktere sind auch alle sehr gut ausgearbeitet. Claires Bruder Josh erfährt eine Wende in seinem Liebesleben und June ist für den Moment zufrieden und hört deshalb noch lange nicht zu Träumen auf. Auch Sahra, deren Geschichte im zweiten Buch erzählt wird, lernt man hier schon kennen. Am liebsten möchte ich jetzt schon mehr (Lese-)Zeit mit ihr verbringen.

>> Ich spüre, wie viel Spaß alle anderen haben. Sie sind unterwegs mit Freunden. Sie haben ihren Platz. Nur ich nicht. So als bräuchte man fürs Leben eine verdammte Reservierung, und mir hat niemand etwas davon gesagt.<< S. 33

Ab und zu haben mir ein paar Kleinigkeiten gefehlt, was aber nicht sonderlich gestört hat, denn oftmals passierte genau das einige Seiten später.

Das I-Tüpfelchen an dem Buch ist der Soundtrack, der als Playliste mitgeliefert wird. Ich kann beim Lesen normalerweise keine Musik nebenbei hören, aber bei New York Diaries – Claire habe ich die gesammelten Lieder der Autorin hoch und runter gehört.



Fazit:
New York Diaries – Claire überzeugt durch den humorvollen und lockeren Schreibstil, der der sarkastischen und vom Liebesleben gezeichneten Protagonistin Claire ihren einzigartigen Charakter verleiht. Auch wenn man langsam wahrnimmt, in welche Richtung die Liebesgeschichte laufen wird, lassen die Wendungen und vielen kleinen Details die Leserin mitfiebern. Ich hatte viel Spaß mit den Bewohnern des Knights Building und freue mich im Januar Sarah näher kennenzulernen.

Veröffentlicht am 11.08.2021

Ein schöner Roman mit viel Natur

Wie Träume im Sommerwind
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Emilias Schwester Clara hatte einen schweren Autounfall, weshalb Emilia von Paris in ihre Heimat auf Usedom zurückkehrt. Aber es geht nicht ausschließlich um die Genesung ihre Schwester, sondern auch um ...

Emilias Schwester Clara hatte einen schweren Autounfall, weshalb Emilia von Paris in ihre Heimat auf Usedom zurückkehrt. Aber es geht nicht ausschließlich um die Genesung ihre Schwester, sondern auch um deren beiden Kinder Felix und Lizzy, Emilias Eltern, bei denen es zu kriseln scheint, die Rosengärtnerei, die schon bessere Tage gesehen hat, und nicht zuletzt um Josh, in den Emilia schon lange verliebt ist. Als Emilia in Claras Sachen ein Foto von einer besonders schönen Rose, die auch deren Namen trägt, findet, macht sie sich mit Lizzy auf nach Kent, um diese besondere Blume zu finden. Doch dort stoßen sie auch auf Claras Geheimnis, von dem ebenfalls ab und zu Kapitel rückblickend erzählen.

Das Highlight des Buches sind definitiv die vielen Beschreibungen der Natur. Alleine schon der Rosenhof von Emilias und Claras Eltern muss wunderschön sein. Eine ganze Gärtnerei und Garten mit Rosen bestückt, lässt mein Herz definitiv höher schlagen. Die Blüten und deren Duft wurden von Katharina Herzog sehr bildlich beschrieben. Da Emilia eine besonders feine Nase hat, werden auch sehr oft Düfte von Personen oder Orten beschrieben, was der Geschichte etwas besonders verleiht. Viele Rosensorten wurden sogar beim Namen genannt und ich werde mir alle nochmal genauer anschauen. Mindestens eine davon wird bestimmt irgendwann in meinem Rosengarten, von dem ich träume, einen Platz finden. Auch die Landschaft in Kent, als Emilia, Josh und Lizzy dort unterwegs sind und an den Klippen entlang spazieren, ist wunderschön. Besonders die Beschreibungen des weißen Bereichs in den Sissinghurst Garden haben es mir angetan. Dass die Autorin für das Buch eine Recherchereise gemacht hat und auf den Spuren der Protagonisten war, kann man in der Liebe zu den detailreichen Beschreibungen sehr gut erkennen.

„Damals, in ihrer Kindheit und Jugend, […] als es noch so viel Zukunft zu geben schien, und so wenig Vergangenheit. Unbesiegbar hatte sie sich in dieser Zeit gefühlt, und sie war felsenfest davon überzeugt gewesen, alles erreichen zu können, was sie sich wünschte.“, 23 %

Zum Ende hin entwickelt sich in der Liebesgeschichte so ein typisches Missverständnis, bei dem der/die Leser/in nur den Kopf schütteln kann. Ich frag mich, warum in Büchern nicht mal eine gesunde Eifersucht oder ein echtes Problem behandelt wird? Nachdem das dann aber glücklicherweise aufgrund des Drängens von Josh bald aus der Welt geschafft wurde, schließt das Buch zu einem schönen Ende ab. Als ich auf die Seite des Epilogs blätterte, war ich überrascht und etwas enttäuscht, dass nur noch wenige Seiten vor mir liegen. Bezüglich eines Themas hätte ich aber noch mehr erfahren wollen. Es war mir zu schnell abgehandelt und in mir bleibt die Frage zurück, wie es diesbezüglich weitergeht.


Fazit:
„Wie Träume im Sommerwind“ besticht durch die Vielzahl an Rosen, deren detaillierten Beschreibungen und Schilderungen von Düften. Auch ein Familiengeheimnis und der Glaube spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Am Ende hat mir etwas gefehlt, aber insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Wer Rosen oder schöne Gärten liebt, dem wird das Buch definitiv gefallen.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Emotionale, mitreißende Geschichte mit kleinen Schönheitsfehlern

Das Leuchten unserer Träume
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In Sophies Wohnung bricht Feuer aus und sie steht verzweifelt am Schlafzimmerfenster, während der Rauch immer weiter zunimmt. Ein Passant auf der Straße kommt ihr zu Hilfe und sie entkommt knapp den Flammen. ...

In Sophies Wohnung bricht Feuer aus und sie steht verzweifelt am Schlafzimmerfenster, während der Rauch immer weiter zunimmt. Ein Passant auf der Straße kommt ihr zu Hilfe und sie entkommt knapp den Flammen. Der Mann, Ben, ist sehr hilfsbereit und zuvorkommend, sodass sich die beiden wieder begegnen. Sophie findet ihn charmant, doch sie hält ihr Herz verschlossen, um sich vor weiteren Verlusten zu schützen. Denn vor vielen Jahren ist ihr Bruder bei einem Unfall ums Leben gekommen, weshalb sie sich abschottet. Es ist sehr gut geschildert, wie Sophie jeglicher menschlichen Beziehung aus dem Weg geht und nur ihre beste Freundin an sich heranlässt.

Überaus gefühlvoll vermittelt die Autorin die Erlebnisse ihrer Protagonisten. Obwohl sie schlimme Schicksalsschläge erleben, fühlt man sich während dem Lesen so wohl. Dani Atkins schafft es, eine besondere Atmosphäre zu erzeugen, in der der Leser die Gefühle von Sophie und Ben selbst verspüren, ohne sich jedoch unangenehm zu fühlen. Ich liebe ihren emotionalen und feinfühligen Schreibstil. Deshalb ist die Geschichte wunderschön, bricht dem Leser aber auch an ein paar Stellen das Herz, sodass ich am Ende einige Tränen in den Augen hatte.

》 Egal wie verzweifelt man sich etwas wünscht, es bedeutet nicht, dass sich der Wunsch auch erfüllt.《 - Ben, S. 348

Obwohl die Geschichte so schön, und manchmal traurig ist, haben mich die gelegentlichen Logikfehler (zB BH) gestört. Sie verwirren mich kurzzeitig in der Situation, sind glücklicherweise aber nicht bedeutend für den Verlauf der Geschichte.

Das Ende ist, wie von der Autorin gewohnt, sehr emotional. Ein Detail habe ich schon lange geahnt, trotzdem hat mich das Ende sehr beeindruckt und getroffen, denn Dani Atkins setzt mit einem kleinen Trick nochmals Emotionen drauf. Ich habe einige Tränen verdrückt und das Buch mit einem Lächeln geschlossen.

Fazit:
"Das Leuchten unserer Träume" erzählt, wie von Dani Atkins gewohnt, eine sehr emotionale Geschichte über Sophie und Ben. Ihre Schicksale haben mich tief berührt, nicht zuletzt wegen dem absolut feinfühligen und gefühlsbetonten Schreibstil der Autorin. Der Schluss nimmt emotional nochmal an Fahrt auf, sodass auch auf Seiten der Leser Tränen fließen. Obwohl ich den Roman wieder sehr schön finde, haben mich ein paar kleine Fehler im Lesefluss gestört.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Ein Roman über das, was uns Menschen ausmacht

Ich und die Menschen
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Der brillante Mathematiker Andrew Martin hat einen Beweis gefunden, der die Menschheit enorm voranbringen würde. Doch eine außerirdische Lebensform ist der Überzeugung, die Menschen auf der Erde wären ...

Der brillante Mathematiker Andrew Martin hat einen Beweis gefunden, der die Menschheit enorm voranbringen würde. Doch eine außerirdische Lebensform ist der Überzeugung, die Menschen auf der Erde wären mental für diesen Fortschritt nicht bereit. Deshalb wurde einer von ihnen auf die Erde geschickt, in den Körper von Andrew Martin, um die Veröffentlichung des mathematischen Beweises zu verhindern.

Das Buch ist ein Bericht, eine Erzählung des Außerirdischen darüber, wie er seine Zeit auf der Erde erlebte. Deshalb gibt es zu Beginn zwei Vorworte, einmal für uns Menschen und nochmals für die Vonnadorianer, seine eigene Lebensform. Schon hier erhält man einen Eindruck, was diese Außerirdische charakterisiert. Zum einen sind sie viel intelligenter als die Menschen und nehmen z. B. Bücher durch einen Chip auf, den sie schlucken und so in Sekundenschnelle das Buch „gelesen“ haben.

》Die Liebe ist beängstigend, weil sie eine extrem starke Sogkraft hat, wie ein ultramassives Schwarzes Loch, das von außen ganz harmlos wirkt, aber von innen jede noch so vernünftige Tatsache in Frage stellt, die man kennt. Man verliert sich, wie ich mich verlor, in der wärmsten aller Annihilationen. 《 S. 235

Da der Vonnedorianer das Leben von Andrew übernimmt, geht es auch um Mathematik, was die Geschichte mit faszinierenden Details für Mathematikliebhaber aufwertet. Für solche Leser, die Zahlen nichts abgewinnen können, macht es das Buch jedoch nicht weniger schön. Die teilweise schon philosophische Betrachtung über das Leben von uns Menschen und essentiellen Themen, die oft angesprochen werden, ließ mich das Buch langsamer lesen. Es gibt so viele Dinge, die man einfach aufnehmen und darüber nachdenken möchte.

„In diesem Buch geht es darum, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.“, schreibt der Vonnadorianer zu Beginn des Buches und das fasst es perfekt zusammen. Der Außerirdische irrt am Anfang nackt auf einer Straße umher, da er nicht weiß, welche Regeln auf der Erde herrschen. Er sieht zunächst das komische Aussehen der Menschen, da uns die Nase aus dem Gesicht ragt, die lästige Nahrungsaufnahme um den Körper funktionsfähig zu halten und dass wir uns an Dinge und Menschen binden, die uns wichtig sind. Dies hat Matt Haig sehr gut dargestellt, da die Personen des Buches anfangs tatsächlich sachlich und auf das nötigste reduziert betrachtet wurden. Nach und nach lernt der Vonnadorianer aber unsere Lebensform kennen. Er erfährt, was den Menschen ausmacht. Er versteht, warum es uns ausmacht.

》Das also passiert, dachte ich bei mir [...], wenn man auf der Erde lebt. Man zerbricht. Man hält die Wirklichkeit in Händen, bis man sich verbrennt, und dann lässt man den Teller fallen. [...] Ja, jetzt war mir alles klar. Ein Mensch zu sein treib einen in den Wahnsinn. 《 S. 61

Fazit:
In "Ich und die Menschen" übernimmt ein Außerirdischer den Körper und das Leben des Mathematikers Andrew. Das macht es aber nicht unbedingt zu einem SciFi-Roman, sondern eher zu einer Geschichte über die Menschheit – über die Dinge, die uns ausmachen, die uns zu etwas besonderen machen; über viele Facetten unseres Lebens, die fragwürdig oder auch einfach nur wunderbar sind.