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Veröffentlicht am 24.11.2025

Tödlicher Skiurlaub

Lügennebel
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Eine Gruppe Studenten fahren in den Semesterferien in den Skiurlaub. Im gefühlten Paradies einer luxeriösen Blockhütte angekommen, wird gefeiert, gespielt, getrunken und ein bißchen gekokst. Am nächsten ...

Eine Gruppe Studenten fahren in den Semesterferien in den Skiurlaub. Im gefühlten Paradies einer luxeriösen Blockhütte angekommen, wird gefeiert, gespielt, getrunken und ein bißchen gekokst. Am nächsten Morgen fehlt von einer Person jede Spur, jedoch nur kurz. Ein tödlicher Unfall scheint in der Nacht passiert zu sein oder war es doch Mord. Die Ermittlungen beginnen und in ihrem Verlauf wird jeder einzelne gedanklich zumindest hier und da zum Verdächtigen der Ermittler. Auch in der Gruppe wird die Stimmung und das gegenseitige Vertrauen schwächer.

Lügennebel ist ein guter kurzweiliger Krimi, der durch das säen immer neuer Erkenntnisse und Details an Spannung nicht verliert. Für mich war das Buch gut, nicht sehr gut oder überragend. Der Schreibstil war einfach, flüssig und es lass sich unter der Hand weg. Mir fehlte tatsächlich das atmosphärische bzw. hat sich dies beim Lesen nicht dauerhaft eingestellt. An einigen Stellen war diese zu spüren, ebbte dann leider wieder ab. Auch die privaten Zustände der Ermittler und ihre daraus resultierenden Launen, waren mir zu ausgeprägt beschrieben.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Ungeschönte Familienbiografie im neuen Israel

Adama
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Lavie Tidhar ist mit Adame eine lebendige Verknüpfung einer Familiengeschichte mit den Geschehnissen des neuen Staates Israel gelungen. Alles in diesem Buch ist miteinander verwoben und so spinnt der Autor ...

Lavie Tidhar ist mit Adame eine lebendige Verknüpfung einer Familiengeschichte mit den Geschehnissen des neuen Staates Israel gelungen. Alles in diesem Buch ist miteinander verwoben und so spinnt der Autor das Netz seiner Geschichte Seite für Seite, bis sich zum Schluß alle Fäden in der Mitte zusammenfinden und am Ende doch voneinander entfernen.

Den Inhalt, die Geschichte von Ruth, ihrer Familie und dem Kibbuz Trashim von 1946 bis 2009, erzählt der Autor in einzelnen Zeitabschnitten wo immer eines der Familienmitglieder die Hauptperson ist. Im Hintergrund, wie ein Schatten, immer Ruth, immer das gemeinsame Leben im Kibbuz, das Leben für Adame, die heilige Erde. Und wie in dem Buch an einer Stelle gesagt wird, Adama gibt es nicht ohne Dam, das hebräische Wort für Blut. Und eben auch das zieht sich wie ein buchstäblich roter Faden durch, die Geschichte von Israel, die Leiden, Entbehrungen und Taten der Bevölkerung.

Die Geschehnisse werden sehr trocken wiedergegeben, geschehen fast beiläufig, wie ein tägliches Geschäft. Man könnte sagen, dass der Handlung hier zu wenig emotionaler Raum entgegengebracht wird. Ich finde jedoch, es ist genau das richtige Maß, Dinge zu beschreiben, die wir uns so nicht

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Wissen ist nicht gleich Wahrheit

Himmelerdenblau
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Ich habe den Roman angefangen zu lesen und als Hörbuch weitergehört und egal für welche Form man sich entscheidet, es ist ein herausragendes Werk.

Theo, dessen fortschreitende Demenz ihn immer weiter ...

Ich habe den Roman angefangen zu lesen und als Hörbuch weitergehört und egal für welche Form man sich entscheidet, es ist ein herausragendes Werk.

Theo, dessen fortschreitende Demenz ihn immer weiter am erinnern hindert, will nach 20 Jahren das Verschwinden seiner Tochter aufklären, ehe er dazu gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist. Liv eine True-Crime-Podcasterin und ihr Partner greifen den Fall wieder auf und wollen sogar eine Reportage darüber machen. Sophia die jüngere Schwester der Verschwundenen, die zwischen Trauer, vergessen wollen und letzter Hoffnung sich den beiden vorangegangen nicht ganz unfreiwillig anschließt. Daniel, der Ex-Freunde der Vermissten, damals beschuldigt und zu Recht freigesprochen oder vielleicht auch nicht …

Romy Hausmann zeigt in Himmelerdenblau das Wissen nicht gleichbedeutend ist mit der Realität, mit Wahrheit. Sie zeigt wie unterschiedlich man Indizien und Tatsachen miteinander verknüpfen kann und doch zu dem gänzlich falschen Schluss kommen kann oder auch zu dem richtigen, der trotzdem nicht zur Wahrheit führt. Und auch wenn zum Schluss alle Fäden zusammenlaufen, bleibt man als Leser mit dem Gefühl zurück das ein kleiner verirrter Faden nicht zum ziel gelangt ist und genau dieser birgt noch das ein oder andere Detail. Das eine Stück was ein Puzzle vollendet. Mit letzten Fragen im Kopf, ist zwar alles aufgeklärt aber man merkt das Wissen und Wahrheit auch immer ein wenig Interpretationssache ist.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Im Sog der Tradewifes

Heimat
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Hannah Lühmann hat mit Heimat ein Werk geschaffen, welches subtil darstellt wie schnell man in eine fatale Faszination verfallen kann.

Ich habe es als Hörbuch gehört, im Nachhinein hätte ich es lieber ...

Hannah Lühmann hat mit Heimat ein Werk geschaffen, welches subtil darstellt wie schnell man in eine fatale Faszination verfallen kann.

Ich habe es als Hörbuch gehört, im Nachhinein hätte ich es lieber als physisches Buch gelesen, gedanklich mit meiner eigenen Stimme im Kopf, weil ich die Stimmlage der Sprecherin anhaltend doch etwas anstrengend fand. Ich denke es wäre für mich mehr zur Geltung gekommen, wenn ich es gelesen hätte.

Trotzdem hat mich der Inhalt dazu angehalten weiterzuhören. Jana eine Frau, ihr drittes Kind erwartend, frisch in eine ländliche Umgebung gezogen, geplagt von Gedanken um Existenz, Arbeit, Erschöpfung, lernt Caro kennen. Schnell stellt sich heraus, dass diese so ganz anders ist als Jana und das fasziniert sie. Diese Faszination zieht sie in ihren Bann. Man muss bei manchen Gedanken zugeben, dass man sie selbst gar nicht negativ findet, gar nicht anzweifelt, dass das vielleicht auch eine Möglichkeit wäre und erschreckt ein bißchen, dass eben dies zu dem führt was im Buch ganz fein, ganz leise in seinen Anfängen beschrieben wird … Gruppenzwang, Verantwortungsabgabe, Identitätsverlust. Es wird einem eindrücklich vor Augen geführt, wie es ist, wenn man aufhört zu hinterfragen, wenn man sich dem Leichten hingibt, weil es so schön scheint und vergisst hinter die Fassade zu blicken. Wie einfach es scheinbar ist sich einer Ideologie hinzugeben, welche man in ihren Grundzügen ablehnt.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Als wäre man selbst Rechtsmedizinerin

Mit kalter Hand
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Tsokos ist es wieder einmal mehr gelungen einen Als ginge man in die Rechtsmedizin-Lehre

Mit kalter Hand war nicht mein erster Tsokos, aber der erste aus der Reihe mit Dr. Sabine Yao. Ich habe eine typischen ...

Tsokos ist es wieder einmal mehr gelungen einen Als ginge man in die Rechtsmedizin-Lehre

Mit kalter Hand war nicht mein erster Tsokos, aber der erste aus der Reihe mit Dr. Sabine Yao. Ich habe eine typischen Tsokos erwartet, wie ich ihn kenne und wurde nicht enttäuscht. Trotzdem ist die Yao-Reihe anders. Das Buch ist gespickt mit rechtsmedizinischen, pathologischen und kriminalistischen Fachbegriffen, man fühlt sich regelrecht als wäre man Teil des Sektions- bzw. Ermittlungsteams, welches aus dem Gesehenen und Geschehenen seine Schlüsse zieht.

Inhaltlich wurden hier drei Fälle aufgegriffen, wobei der Hauptfall, in diesem Buch der Fund einer zerstückelten Leiche, den Fokus auf sich hat. Die anderen Fälle sind aber nicht minder spannend und tragen dazu bei, dass man sich eben in den Alltag der Protagonistin vollends mitgenommen fühlt. Trotz das man frühzeitig darüber im bilde ist, wer der Täter ist, tut dies der Spannung in dem Buch keinen Abbruch, weil es eher darum geht, wie die Kollegen ihn an Hand ihrer fundierten Arbeit aufspüren.

Das einzig negative was ich an dem Buch fand, das es häufige Wiederholungen gab. Wiederholungen in dem Sinne, dass es erst festgestellt wurde und bei der Auswertung bzw. weiteren Ermittlung, dann nochmal ein Kund getan wurde, um entsprechende Schlüsse zu ziehen.

Ich würde dieses Buch trotzdem uneingeschränkt weiterempfehlen, wer Romane schätzt, die sachlich und fachlich gut recherchiert sind.

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