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Veröffentlicht am 25.01.2026

Generationsübergreifendes Trauma

Der unsichtbare Elefant
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Wieviel Last der vorangegangen Generationen muss jeder tragen? Wieviel bekommen wir von unseren Eltern, Großeltern, Urgroßeltern auf den Weg? Gibt es Lasten und Emotionen die immer weitergegeben werden? ...

Wieviel Last der vorangegangen Generationen muss jeder tragen? Wieviel bekommen wir von unseren Eltern, Großeltern, Urgroßeltern auf den Weg? Gibt es Lasten und Emotionen die immer weitergegeben werden? Oder ist doch jeder seines Glückes Schmied, weil er reseted zur Welt gekommen ist und es an ihm liegt, was er daraus macht?

Fragen über Fragen, die sich auch die Protagonisten in diesem Roman jeder für sich und miteinander stellt, nachdem sich Anwalt Thomas in den Tod gestürzt hat. Nach seinem mehr oder minder freiwilligen Freitod fangen einige Menschen um ihn herum fragen zu stellen. Sie wollen bzw. sollen in dem Geschehenen ein Warum finden. Simon ein junger Anwalt, soll kanzleiintern zu den Hintergründen ermitteln. Viktor ein ehemaliger Schulkamerad wird dienstlich zum Fall als Seelsorger gerufen und kann seine Gedanken zum Geschehenen auch nicht abstellen. Maria eine Kollegin und Zeugin des Sturzes, reiht sich ebenfalls in die Riege der Antwortsuchenden ein.

Max A. Edelmann hat trotz der schwere des Themas einen Roman geschaffen, der auf Grund seines Schreibstils eine gewisse Leichtigkeit hat und einen durch die Seiten und Gedanken trägt. Er schreibt präzise, klar und unmissverständlich. Das Thema hätte ich tatsächlich nicht hinter dem Roman erwartet, ein Thema was jeder selbst herausfinden darf. Es lass sich angenehm und unkompliziert, doch hätte ich inhaltlich etwas mehr erwartet, ich habe immer auf Details gewartet, die dann doch im verborgenen geblieben sind, ja vielleicht auch deshalb, weil sie final nicht geklärt werden können.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Loyale Geschwisterliebe trifft narzisstische Ehe

Die Insel meiner Schwester
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Eine Insel, zwei Schwestern und viele zwischenmenschliche Beziehungen. So könnte man diesen Roman in kürze umschreiben und damit so weit von dem entfernt sein was die Autorin hier zu Papier gebracht hat. ...

Eine Insel, zwei Schwestern und viele zwischenmenschliche Beziehungen. So könnte man diesen Roman in kürze umschreiben und damit so weit von dem entfernt sein was die Autorin hier zu Papier gebracht hat. Mirjam und Nia sind Halbschwestern, die erst in ihrer Jugend voneinander erfahren. Sobald sie sich kennenlernen entsteht ein starkes Band zwischen den beiden Mädchen, was so hofft man als Leser anfangs, hoffentlich ein Leben lang halten wird. Doch nach der Jugend entfernen sich die beiden voneinander, bis zum 40. Geburtstag von Nia, den sie auf der Insel feiern will, welche eine besondere Rolle für beide Frauen spielt.

Ich möchte hier nicht zu viel erzählen und vorweggreifen, soll doch jeder selbst den Inhalt des Buches im Lesen erfahren. Für mich war es ein Buch gespickt mit schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen, der Erfahrung wie sich Verbindungen im Laufe des Lebens ändern können. Die Autorin erzählt in Rückblenden und der Gegenwart von gegenseitigen Abhängigkeiten, von Freundschaften die aufblühen, verblassen und wieder aufleben. Ja ich möchte sogar soweit gehen, von Traumata aus der Kindheit, die sich in Erwachsenen-Beziehungen widerspiegeln. Es ist ein sehr intensives und emotionales Buch, was definitiv zum Nachdenken anregt.

Ich persönlich habe mir von dem Buch mehr versprochen. Es ist gut geschrieben, man fliegt regelrecht durch die Seiten, jedoch fand ich es in seiner Emotionalität überwiegend eher negativ. Zum Schluß hat es mich dann doch überrascht und milde gestimmt. Ich würde es trotzdem nur bedingt weiterempfehlen, da es für labile Gemüter wahrscheinlich einfach zu viel ist.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Eine magische Surrealität

Mr. Saitos reisendes Kino
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Mr Saitos reisendes Kino ist, als hätte jemand die gesamte Farbpalette auf ein Buch mit leeren Seiten gegossen und die Farben haben ihre Intensität in bildreiche Wörter gemalt. Dieses Buch zu lesen war ...

Mr Saitos reisendes Kino ist, als hätte jemand die gesamte Farbpalette auf ein Buch mit leeren Seiten gegossen und die Farben haben ihre Intensität in bildreiche Wörter gemalt. Dieses Buch zu lesen war eintauchen in eine facettenreiche Welt, wie in einem Märchen für Erwachsene.

Lita gezeugt auf einer Tanzfläche muss mit ihrer Mutter fliehen und landet auf einer kleinen wundervollen Insel. Die Insel ist so einzigartig wie ihre Bewohner, man fragt sich, macht die Insel die Bewohner so besonders oder machen die Bewohner die Insel besonders oder ist es eine Symbiose aus beidem. Jeder Winkel und Mensch in diesem Buch ist so einzigartig beschrieben, man liest und fühlt sich, als wäre man mitten im Geschehen, als würde man Teil des ganzen sein. Es liest sich wie ein Märchen so real surreal ist alles und man wünscht sich das am Ende der Satz kommt und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute alle gemeinsam auf Upper Puffin.

Kurzum dieses Buch war eines meiner Jahreshighlights, jeder der in einem Buch versinken möchte, sollte dieses Buch lesen, auf sich wirken lassen und genießen.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Die andere Liz Moore

Der andere Arthur
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Inhalt: Zwei Außenseiter wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein schwerst überwichtiger gut situierter Professor a.D. und ein armer sportlicher High School Schüler. Beide sind sie auf ihre eigene ...

Inhalt: Zwei Außenseiter wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein schwerst überwichtiger gut situierter Professor a.D. und ein armer sportlicher High School Schüler. Beide sind sie auf ihre eigene Weise der Einsamkeit des Lebens ausgesetzt, Arthur, der sich seit 10 Jahren nicht aus dem Haus bewegt hat und somit das Alleine sein Tag für Tag umarmt und sich davon umhüllen lässt. Kel, der täglich zur Schule geht, trainiert und doch tief in sich alleine ist mit seinem Leben, von dem er niemanden erzählt mit dem er sich umgibt und die Menschen die davon wissen, mit denen umgibt er sich nicht mehr. Beide verbindet nicht nur die Einsamkeit …

Eindruck: Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige Person, die diesen Roman auf Grund des erfolgreichen Vorgängers gelesen hat oder noch lesen will. Hier präsentiert sich Liz Moore als andere Autorin. Dieses Werk hat in Art, Aufbau und Inhalt nichts mit ihrem Bestseller gemein. Trotzdem versinkt man Stück für Stück in den Protagonisten und ihrem Leben als Underdogs. Hierfür hat Liz Moore definitiv ein schriftstellerisches Händchen, den Außenseitern der Gesellschaft eine Stimme, ein Inneres, einen Charakter zu verleihen, mit denen man mitfühlt, mit denen man sich immer weiter auseinandersetzen will. Deshalb ließt man weiter und weiter und weiter. Bis man mit einem Ende konfrontiert ist, welches gefühlt alles offen läßt, man sich fragt ob es das jetzt wirklich gewesen sein soll, bis man merkt, wie man mit einem positiven hoffnungsvollen Gefühl zurückbleibt, das jetzt alles gut ist, alles gut wird. Und genau das, hat sie bereits bei dem vorherigen Roman geleistet.

Resümee: Es dauerte eine Weile ehe ich in dem Buch wirklich gedanklich eingetaucht war. Es war wie eine Fahrt auf einer langsam immer stärker abfallenden Straße, bis sie so steil war, dass man als Leser auf den Moment wartet, das sich alles überschlägt und plötzlich ist das Buch vorbei. Hätte ich diesen Roamn vor „Der Gott des Waldes“ gelesen, wüsste ich nicht, ob ich so schnell wieder ein Buch von Liz Moore lesen würde. Da dies definitiv keines meiner Jahreshighlights wird. Jetzt nach dem zweiten Titel, werde ich definitiv trotzdem ein weiteres Werk von ihr lesen. Man wird bei ihr überrascht, man weiß nicht was einen erwartet und das macht es spannend.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Die Welt im Umbruch des Feminismus

Die Frau der Stunde
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Eine Frau in den Siebzigern die sich nicht an die gesellschaftlichen Regeln hält und halten will, eine Frau die anstatt verheiratet zu sein und Kinder zu haben, in die Politik gegangen ist und dann kommt ...

Eine Frau in den Siebzigern die sich nicht an die gesellschaftlichen Regeln hält und halten will, eine Frau die anstatt verheiratet zu sein und Kinder zu haben, in die Politik gegangen ist und dann kommt ihr Moment als sie zur ersten deutschen Außenministerin und Vizekanzlerin wird.

Ich muss gestehen, das ich am Anfang noch etwas skeptisch war, wo der Inhalt dieses Buches hinführen soll, bis ich ahnte, das da noch etwas Großes kommen wird. Hinter politischen Verstrickungen und Machtspielchen geht unsere Frau der Stunde ihren Weg. Man kann nicht sagen das sie dies unbeirrt tut, natürlich hegt sie hier und da Zweifel, aber durch den Kreis ihrer Vertrauten kämpft nicht nur sie sich durch die Geschichte des Buches, sondern auch ihre Freundinnen. Eine Geschichte im Übrigen bei der man geneigt ist zu zweifeln, ob man politisch etwas verpasst hat, bei dieser fiktiven Story, die doch so real wirkt, als wäre sie aus dem Leben gegriffen wurden. Eine Geschichte über Frauen die sich ihren Wert in der Welt erkämpfen müssen, nicht wollen. Eine Geschichte wie Männer denken, es leicht mit dem vermeintlich schwachen Geschlecht zu haben.

Ich fand das Buch inhaltlich gut, teilweise etwas holprig geschrieben für meinen Geschmack. Der politische Rahmen war interessant konstruiert, leider ist es nicht ganz meine Thematik gewesen. Deshalb würde ich es nur bedingt weiterempfehlen.

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