Cover-Bild Die Frau der Stunde
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.10.2025
  • ISBN: 9783426565148
Heike Specht

Die Frau der Stunde

Roman | Eine Frau greift nach der Macht, die Männerwelt steht Kopf. "Fundiert, unterhaltsam, mitreißend – absolute Leseempfehlung!" Miriam Hollstein/Stern
Es sind die 70er und Catharina denkt gar nicht daran, sich zu fügen 
Mit ihrer eingeschworenen Frauen-Clique, einigen Gin Tonics und noch mehr Zigaretten manövriert sich die Politikerin Catharina Cornelius im Bonn der späten 70er hinreissend klug durch den Sumpf der Altherren-Elite. Als die Liberale aber völlig überraschend zur Außenministerin und Vizekanzlerin wird, reiben sich überrumpelte Kollegen in höchsten Regierungskreisen fassungslos die Augen. Die konservative Opposition überschlägt sich mit hämischen Kommentaren. Die Herren Journalisten lächeln süffisant und spitzen die Feder. Frauen und Männer im ganzen Land blicken erstaunt auf die zierliche Frau mit den extravaganten Halstüchern, die langen Haare stets zu einem eleganten Chignon zusammengesteckt.

Schon bald fordern dramatische Umwälzungen neue Antworten. Von Bonn bis Teheran steht die Außenministerin im Sturm von Ereignissen, die so viel größer sind als sie selbst und sie muss erkennen, dass es immer einen Preis hat, sich die Freiheit zu nehmen. Ein Muss für Fans starker Frauenfiguren.
»Heike Specht ist Deutschlands lässigste Historikerin.« Micky Beisenherz

»Fundiert, unterhaltsam, mitreißend – absolute Leseempfehlung!"« Miriam Hollstein/Stern

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Geschichtlich

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Zugegeben, richtig geschichtlich im Sinne einer Chronik ist der Roman nicht. Aber das geschichtliche Umfeld der späten 70er Jahre ist doch sehr gut getroffen. Catharina Cornelius ist die Protagonistin ...

Zugegeben, richtig geschichtlich im Sinne einer Chronik ist der Roman nicht. Aber das geschichtliche Umfeld der späten 70er Jahre ist doch sehr gut getroffen. Catharina Cornelius ist die Protagonistin von Heike Specht. Catharina hat sich bei den Liberalen einen Platz erkämpfen müssen. Ihr Chef, der Außenminister, zurücktreten, weil er eine Affäre hat und seine Geliebte pro Forma als Hilfskraft beschäftigt hatte. Catharina wird Außenministerin und Vizekanzlerin. Das erzeugt einen regelrechten Aufruhr besonders bei den konservativen Herren im Bundestag. Bei ihrem ersten Auftritt im Bundestag ist sie deshalb einem ganzen Strauß von hämischen und beleidigenden Äußerungen, teilweise unter der Gürtellinie, ausgesetzt.

Auf dem politischen Parket im Ausland macht Catharina eine gute Figur. Der Umsturz im Iran und der Rücktritt des Schah fallen in Ihre Zeit als Außenministerin.

Catharina Cornelius als erste weibliche Außenministerin ist eine fiktive Person. Einige andere Personen sind aber durchaus nicht fiktiv sondern hatten damals irgendeinen politischen Posten inne. Einige treten mit Klarnamen auf. Andere haben erfundene Namen sind aber sehr gut charakterisiert, dass man leicht merkt, wer da gemeint ist.

Specht serviert uns einen tollen Einblick in das, was von der Öffentlichkeit meist unbemerkt hinter den Kulissen der politischen Bühne stattfindet und was die Stellung von Frauen in der männerdominierten Politik ausmacht. Das hat sich sicher bis bis heute nicht groß geändert.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Frau und Politik in den 70ern

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"Die Frau der Stunde" von Heike Specht erzählt auf realistische Weise den Weg einer Frau in der Politik der 70er Jahre in einem fiktiven Roman.

Die Liberale Charlotte Cornelius wird überraschend ...

"Die Frau der Stunde" von Heike Specht erzählt auf realistische Weise den Weg einer Frau in der Politik der 70er Jahre in einem fiktiven Roman.

Die Liberale Charlotte Cornelius wird überraschend Außenministerin und Vizekanzlerin, weil der Amtsinhaber in einen Skandal verwickelt ist und daher gezwungen ist, sein Amt niederzulegen. Sie stößt innerhalb der Koalition auf wenig Gegenliebe, sie ist ja schließlich eine Frau. Unterstützung findet sie kaum, zumindest nicht in der Männerwelt.

Der fiktive Roman spielt in einer Zeit, in der Helmut Schmidt Bundeskanzler und Hans-Dietrich Genscher Außenminister war. Er schildert sehr realistisch und glaubwürdig, was eine Frau an Widerständen überwinden muss, wenn sie sich in der Politik engagiert. Die Handlung ist historisch verknüpft mit den Ereignissen im Iran, dem Sturz des Schahs und der Übernahme der Macht durch Ayatollah Khomeini. Specht bettet diese Ereignisse gekonnt ein, indem sie die Lesenden an den Erlebnisse von Charlottes Freundin, einer Iranerin, teilhaben lässt. Sie beschreibt sehr gut den Alltag einer Politikerin, das Hetzen von Termin zu Termin, die Absprachen von Politikern untereinander und das Machtgehabe einiger von ihnen. Die Rückkehr in die verschlafene ehemalige Bundeshauptstadt Bonn hat mir Spaß gemacht, der Umgang mit Charlotte Cornelius hat mich Vergleiche ziehen lassen mit der Situation heute. Das Außenministerium scheint (bis auf eine einzige Ausnahme 2021 mit Annalena Baerbock ) immer noch eine reine Männerdomäne zu sein. Frauen in der Politik haben es heute ( rd. 50 Jahre später!) noch schwer. Ist es Zufall, dass Baerbock mit zweitem Vornamen Charlotte heißt, der Vorname der Protagonostin im vorliegenden Buch?

Ich habe diesen Roman auf einen Rutsch durchgelesen, sowohl Inhalt als auch die gute, lockere und leicht verständliche Sprache der Autorin haben mich begeistert. Bereits bei Kapitel 1 findet sich der Lesende mitten in der Story. Das ist lebendige und realistische Politik, für jeden greifbar. Ein Roman für den es an der Zeit war!

Ich empfehle den Roman gerne weiter, nicht nur an politisch interessierte Leser*innen. Wer einmal in der Politik war, wird den einen oder anderen Vergleich ziehen können.


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Veröffentlicht am 27.09.2025

Beeindruckender Roman

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Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass unsere erste (!!) Außenministerin Anna-Lena Baerbock war… im Jahr 2021! Das zeigt uns doch auch wieder, wie wichtig solche Romane sind, wie aufrüttelnd ...

Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass unsere erste (!!) Außenministerin Anna-Lena Baerbock war… im Jahr 2021! Das zeigt uns doch auch wieder, wie wichtig solche Romane sind, wie aufrüttelnd sie sein können.

Die Hauptcharacktere im Roman, Catharina, Suzanne und Azadeh haben mich sehr beeindruckt. Jede ist auf ihre Weise eine wahnsinnig starke Frau. Wobei Azadeh sich meiner Meinung nach zu sehr in den Mittelpunkt stellt, die hat ihrer Freundin Catharina kaum einmal gratuliert. Und feiern beste Freundinnen solche Erfolge nicht auch zusammen? Aber dennoch, sie ist eine starke Persönlichkeit und bestimmt dennoch eine gute Freundin.

Die Politik gehört in die Hände von alle. Geschlechter, alle sollten gleich abgehört werden. Man merkt heutzutage umso mehr, dass diese Gleichberechtigung leider immer noch nicht stattfindet.

Zum Roman kann ich nur sagen… Weltklasse! Ich wünschte, wir würden noch mehr über Catharinas weiteren Weg erfahren. Ich würde mich sehr freuen.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

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Das Buch hat mich sehr interessiert und ich wurde nicht entäuscht. Endlich mal ein Buch über eine starke Frau, die in der Politik nach oben kommt. Doch der Lesende lernt nicht nur die Protagonistin näher ...

Das Buch hat mich sehr interessiert und ich wurde nicht entäuscht. Endlich mal ein Buch über eine starke Frau, die in der Politik nach oben kommt. Doch der Lesende lernt nicht nur die Protagonistin näher kennen, sondern auch deren Netzwerk. Erst als ein etablierter Politiker über seine Affäre strauchelt, nimmt Frau Dr. Cornelius das ihr angebotene Amt an. Doch nicht sie alleine nimmt die Herausforderung an. An ihrer Seite interessante Frauen, die gut vernetzt, mit der Protagonistin das neue Amt stemmen. Ich habe mich sehr gefreut, dass es keine trockene Biografie ist, sondern eine lebendige Geschichte, mit allen Sorgen und Hoffnungen, die ein Amt in der Politik bietet. Und das auch immer im Blick auf die Presse, die mal ganz gelegen, aber auch so manches Mal eher das Gegenheit ist.

Die Geschichte ist in einer Sprache geschrieben, die nicht so einfach zu lesen ist. Zudem gibt es sehr viele Informationen zu den Menschen, die dieses Buch bevölkern, von denen ich bei einigen mehr gewusst hätte. Aber letztlich hat mich das Buch so in den Bann gezogen, dass es 5 Sterne geworden sind.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Frauen, Politik und ein Hauch 70er-Jahre-Flair

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Das Cover von Die Frau der Stunde gefällt mir sehr gut – elegant, etwas retro und genau passend zur politischen Atmosphäre der späten 70er Jahre. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten drin: Musik, ...

Das Cover von Die Frau der Stunde gefällt mir sehr gut – elegant, etwas retro und genau passend zur politischen Atmosphäre der späten 70er Jahre. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten drin: Musik, Bars in Brüssel, starke Dialoge – die Stimmung ist sofort greifbar.

Besonders spannend finde ich, wie Heike Specht Politik, Macht und das Private verwebt. Man merkt, dass sie sich mit historischen Hintergründen auskennt, trotzdem liest sich das Buch wie ein packender Roman, nicht wie ein Geschichtsbuch. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und mit genau dem richtigen Tempo – ich habe die Szenen klar vor Augen gehabt.

Die drei Hauptfiguren, Catharina, Suzanne und Azadeh, wirken sehr lebendig. Sie sind unterschiedlich, haben Ecken und Kanten, und gerade dadurch habe ich mich sofort für sie interessiert. Man spürt ihre Stärke, aber auch ihre Verletzlichkeit, was sie authentisch macht.

Ein atmosphärischer Roman mit starken Frauenfiguren, spannender Handlung und einem tollen Zeit Kolorit. Ich empfehle das Buch allen, die historische Geschichten mögen, aber Wert auf glaubwürdige Charaktere und gute Unterhaltung legen.

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