Vom Jammern zum Schmunzeln
Achtsam jammernSchon während des Lesens hat mich „Achtsam jammern“ immer wieder zum Schmunzeln, aber auch zum ehrlichen Nachdenken über mein eigenes Verhalten gebracht. Ich habe mich an vielen Stellen selbst ertappt, ...
Schon während des Lesens hat mich „Achtsam jammern“ immer wieder zum Schmunzeln, aber auch zum ehrlichen Nachdenken über mein eigenes Verhalten gebracht. Ich habe mich an vielen Stellen selbst ertappt, sei es beim Jammern über Kleinigkeiten oder bei Situationen, in denen man sich gegenseitig mit anderen Menschen regelrecht in eine Jammerstimmung hineinsteigert.
Besonders spannend fand ich die Gedanken darüber, wo unser Jammern eigentlich herkommt. Ob durch Erziehung, Gewohnheit oder einfach durch den Fokus, den wir im Alltag setzen. Einige Passagen haben mich wirklich zum Reflektieren gebracht, zum Beispiel wenn es um Gruppendynamiken, Kommunikation oder auch ernstere Themen wie Depressionen ging.
Richtig hilfreich waren für mich die vielen praktischen Impulse und Fragen, mit denen man sein eigenes Verhalten hinterfragen kann. Gerade im letzten Teil habe ich viele Ideen gefunden, wie man aus der Jammerschleife herauskommt. Die sogenannten „Anti-Lamento-Tipps“ haben mich besonders angesprochen – so sehr, dass ich mir direkt ein Notizbuch bestellt habe, um Gedanken und Jammermomente künftig bewusst festzuhalten.
Was mir beim Lesen außerdem sehr gefallen hat, war der Wechsel zwischen den beiden Autorinnen Heike und Daniela. Dadurch wirkt das Buch sehr lebendig, fast so, als würde man zwei Menschen bei einem offenen Gespräch zuhören. Dazu kommt der großartige Humor, der das Thema wunderbar auflockert und motiviert, ohne den Ernst der Inhalte zu schmälern. Genau diese Mischung macht das Buch so angenehm zu lesen.
Am Ende bleibt für mich vor allem der Gedanke hängen: Unser Fokus bestimmt tatsächlich, wie wir die Welt wahrnehmen. Wenn wir bewusst darauf achten, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, kann sich vieles im Alltag verändern.
Ich bin sehr dankbar für dieses Buch und werde es definitiv noch einmal lesen – diesmal mit Notizbuch, um noch mehr Gedanken mitzunehmen. Für mich steht fest: Dieses Buch sollten noch viel mehr Menschen lesen.