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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2025

Der verschwundene Freund

Good Girl, Bad Blood
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Seit der Aufklärung des Mordfalls an Andie Bell ist Pip nicht mehr einfach nur ein neugieriges Mädchen aus der Nachbarschaft – sie ist zu einer echten Berühmtheit geworden. Die Welt kennt sie aus ihrem ...

Seit der Aufklärung des Mordfalls an Andie Bell ist Pip nicht mehr einfach nur ein neugieriges Mädchen aus der Nachbarschaft – sie ist zu einer echten Berühmtheit geworden. Die Welt kennt sie aus ihrem True-Crime-Podcast, in dem sie ihre Ermittlungen und die erschütternden Erkenntnisse aus Band 1 offenlegt. Vom aktiven Recherchieren will sie sich jedoch erst einmal zurückziehen – zu groß waren die Gefahren, zu tief die Abgründe, in die sie damals geblickt hat.

Doch der Frieden währt nicht lange: Jamie Reynolds, ein Bekannter aus der Nachbarschaft, verschwindet spurlos. Die Polizei bleibt erstaunlich untätig, was Pip zunehmend wütend macht. Also beginnt sie erneut Fragen zu stellen – zunächst widerwillig, dann mit zunehmender Entschlossenheit. Und damit beginnt ein neuer Albtraum.

Was wie ein gewöhnlicher Vermisstenfall aussieht, wird rasch zu einem komplexen Netz aus Lügen, alten Wunden und tief verborgenen Geheimnissen. Wieder steht Pip im Zentrum der Geschehnisse. Wieder bringt sie sich durch ihre Nachforschungen in große Gefahr. Und wieder sind es die dunklen Seiten von Little Kilton, die ans Licht gezerrt werden – live begleitet von ihren Podcast-Hörerinnen.




Anfangs hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte den ersten Band einfach nur wiederholt – dieselbe Hauptfigur, derselbe Ort, ähnliche Ausgangslage. Doch sobald der neue Fall Fahrt aufnimmt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung baut sich stetig auf, mit vielen Wendungen, falschen Fährten und überraschenden Enthüllungen. Besonders gut hat mir gefallen, dass man als Leser
in aktiv miträtseln kann. Immer wieder entstehen neue Theorien, nur um durch die nächsten Hinweise wieder verworfen zu werden.

Pip ist eine unglaublich starke Protagonistin – klug, mutig, aber auch verletzlich. Ihre Entwicklung, ihr innerer Konflikt und ihre Entschlossenheit machen diesen zweiten Band zu einem würdigen Nachfolger – wenn nicht sogar zu einem noch stärkeren Teil als der erste.


Ein fesselndes Jugendthriller-Highlight mit Tiefgang, Tempo und genau der richtigen Portion Gänsehaut.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Essen essen essen

More than a Star
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Madison ist K-Pop-Fan mit Leib und Seele – wortwörtlich. Sie lebt für die Musik ihrer Lieb-lingsband, kennt jeden Songtext auswendig und hat eine regelrechte Schwäche für den Lead-sänger Wooyeong. Als ...

Madison ist K-Pop-Fan mit Leib und Seele – wortwörtlich. Sie lebt für die Musik ihrer Lieb-lingsband, kennt jeden Songtext auswendig und hat eine regelrechte Schwäche für den Lead-sänger Wooyeong. Als sich für sie die Chance ergibt, nach Seoul zu ziehen und dort zu arbeiten, scheint ein lang gehegter Traum endlich wahr zu werden. Doch was als Fan-Märchen beginnt, entwickelt sich schnell zur Realität – als sie Wooyeong zufällig gegenübersteht. Im Restaurant. Beim Essen. Natürlich.
Wooyeong ist der typische K-Pop-Star: charmant, diszipliniert, makellos – und mit einer klaren Regel im Gepäck: Verlieb dich niemals in einen Fan. Kein Problem, bis er Madison trifft. Plötzlich beginnt er zu zweifeln, denn irgendetwas an ihr lässt ihn nicht mehr los. Und so treffen sich die beiden wieder. Und wieder. Und wieder. Meist zum Essen. Danach essen sie noch was. Dann reden sie über Essen. Und zwischendrin? Ein Hauch von Romantik. Vielleicht.


Dieses Buch hat mich leider auf ganzer Linie enttäuscht. Schon 2022 habe ich es begonnen – und seither immer wieder abgebrochen. Erst jetzt habe ich es mit viel Überfliegen endlich beendet. Die Szenen wirken unglaublich langatmig und unnötig in die Länge gezogen. Statt emotionaler Tiefe oder glaubwürdiger Entwicklung wird seitenlang beschrieben, wie Madison isst, an Essen denkt oder sich beim Essen verliebt. Und Wooyeong? Denkt ebenfalls fast ausschließlich ans Essen – oder an Madison, wie sie isst.
Die eigentlich interessante Ausgangsidee – ein K-Pop-Star verliebt sich in einen Fan – verliert sich völlig in der Belanglosigkeit von Restaurantbesuchen und oberflächlichem Schwärmen. Es fehlt an Spannung, es fehlt an Entwicklung – und es fehlt an echten Momenten, die berühren. Die Liebesgeschichte bleibt flach, vorhersehbar und leider ziemlich fad.

Leider verschenktes Potenzial für eine Story, die so viel mehr hätte sein können als nur ein überlanger Snack.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Das zweite große Abenteuer beginnt

Operation Falkenstein und die Angst vor dem Unbekannten
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Ein neues, aufregendes Abenteuer erwartet Antonia, Jaron, Emma und Franky, deren Spürsinn auch diesmal wieder ordentlich gefordert wird. Es beginnt mit einem dramatischen Vorfall: Ein Taucher gerät in ...

Ein neues, aufregendes Abenteuer erwartet Antonia, Jaron, Emma und Franky, deren Spürsinn auch diesmal wieder ordentlich gefordert wird. Es beginnt mit einem dramatischen Vorfall: Ein Taucher gerät in große Gefahr, und nur durch das mutige Eingreifen der vier Freunde kann sein Leben gerettet werden. Doch was hat ihn überhaupt in solche Not gebracht? Wonach hat er am Seegrund gesucht – und warum?

Gleichzeitig zieht eine seltsame Familie in das traditionsreiche Schlosshotel am See. Ihr Verhalten wirkt rätselhaft, und bald schon fragen sich die Freunde, ob es hier vielleicht einen Zusammenhang gibt. Während sie versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, erschüttern zudem fremdenfeindliche Vorfälle das Idyll am Wasser. Flüchtlinge, die in der Nähe untergebracht sind, werden Ziel gemeiner Anschläge. Wer steckt dahinter – und kann das Quartett die Täter rechtzeitig entlarven?

Was das Buch so besonders macht, ist seine raffinierte Struktur: Zwei Zeitebenen, ein Ort. In der Gegenwart erleben wir das Abenteuer rund um den Taucher, das Hotel und die Angriffe auf Geflüchtete. Parallel dazu tauchen wir in das Jahr 1933 ein, in dem Kinder von sogenannten Vaterlandsverrätern in einem Heim am See untergebracht werden. Was niemand weiß: Die älteste Schwester unter ihnen ist eine Jüdin, die sich versteckt hält. Zusammen entdecken sie einen geheimen Gang im Keller – doch was sie dort finden, bleibt offen und verspricht im nächsten Band weitere Spannung.





Mir hat der Wechsel zwischen den beiden Zeiten sehr gut gefallen – er verleiht der Geschichte Tiefe und sorgt für eine ganz eigene Dynamik. Beide Erzählstränge sind fesselnd und emotional aufgeladen. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten, und man spürt, dass hier noch nicht alles erzählt ist. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt, was sich hinter dem geheimen Gang verbirgt.


Veröffentlicht am 13.06.2025

Werwölfe und Vampire

Die Schule der Mitternachtswelt 1
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Simeon hat nie richtig dazugehört. Als Halbvampir, der bislang ausschließlich in der Welt der Menschen gelebt hat, war sein Alltag geprägt von seiner extremen Sonnenempfindlichkeit und dem ständigen Versuch, ...

Simeon hat nie richtig dazugehört. Als Halbvampir, der bislang ausschließlich in der Welt der Menschen gelebt hat, war sein Alltag geprägt von seiner extremen Sonnenempfindlichkeit und dem ständigen Versuch, sich anzupassen. Doch nun beginnt für ihn ein neues Kapitel: Zum ersten Mal darf er die Schule der Mitternachtswelt besuchen – ein geheimnisvoller Ort, an dem verschiedenste magische Wesen gemeinsam unterrichtet werden. Hier soll er endlich er selbst sein dürfen.

Doch der ersehnte Neuanfang entwickelt sich schon am ersten Tag zu einer echten Herausforderung: In Simeons Klasse ist ausgerechnet Eir – die einzige Werwölfin der Schule. Die jahrhundertealte Feindschaft zwischen Vampiren und Werwölfen macht es ihm schwer, ihr zu vertrauen. Während Simeon versucht, sich an sein neues Leben zu gewöhnen, beginnt sich an der Schule ein düsteres Geheimnis zu entfalten. Schüler verschwinden spurlos, merkwürdige Vorfälle häufen sich, und niemand scheint etwas dagegen zu unternehmen – nicht einmal die Lehrkräfte. Als der Verdacht auf Eir fällt, gerät Simeon in einen Strudel aus Misstrauen, Vorurteilen und wachsender Verunsicherung. Doch steckt wirklich Eir hinter dem Ganzen? Oder steckt etwas viel Größeres, vielleicht sogar Unheimlicheres dahinter?




Die Idee hinter der Geschichte fand ich vielversprechend – ein Halbvampir, der in eine Welt voller magischer Wesen eintaucht, Konflikte zwischen verfeindeten Arten und ein dunkles Mysterium an einer Internatsschule. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollends überzeugen. Der Einstieg fiel mir aufgrund des Schreibstils schwer, und obwohl sich das im Verlauf etwas besserte, zogen sich viele Szenen sehr in die Länge. Das hätte besonders jüngeren Leserinnen und Lesern, auf die die Geschichte wohl abzielt, den Zugang erschweren können. Trotz der spannenden Grundidee verlor die Geschichte für mich schnell an Fahrt – so sehr, dass ich mich am Ende dabei ertappt habe, die Seiten zu zählen, bis das Buch vorbei war.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Liebe am Rhein

Maiblüten im Herbst
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Jennifer liebt Blumen. Mit Hingabe führt sie ihren kleinen, aber überaus beliebten Blumenladen und ist vor allem für ihre traumhaften Brautsträuße bekannt, die jeder Hochzeit einen besonderen Glanz verleihen. ...

Jennifer liebt Blumen. Mit Hingabe führt sie ihren kleinen, aber überaus beliebten Blumenladen und ist vor allem für ihre traumhaften Brautsträuße bekannt, die jeder Hochzeit einen besonderen Glanz verleihen. Doch während sie für andere Paare die romantischsten Blütenträume erfüllt, fehlt ihr selbst genau das in ihrem Leben: eine eigene große Liebe. Noch nie hat sie ihren eigenen Brautstrauß binden dürfen – ein Wunsch, den sie tief in sich trägt. Doch zwischen Aufträgen, Beratungsgesprächen und unzähligen Stunden in ihrem Laden bleibt kaum Raum für private Träume. Die Arbeit ist ihr Leben – doch sie beginnt, sie auch auszulaugen.
Als plötzlich der charmante Hochzeitsplaner Adrian vor ihrer Tür steht und sie bittet, die florale Dekoration für eine bevorstehende Hochzeit zu übernehmen, sagt Jennifer sofort zu. Was zunächst nur ein weiterer Auftrag ist, bringt ihr Leben ziemlich ins Wanken. Denn Adrian ist nicht nur professionell, höflich und stets aufmerksam – er schenkt Jennifer auch die Aufmerksamkeit, nach der sie sich lange gesehnt hat. Als ob das nicht schon genug wäre, taucht auch noch ihr Ex-Freund wie aus dem Nichts wieder auf. Und mit ihm alte Gefühle, Erinnerungen – und Fragen.
Zwischen den beiden Männern beginnt für Jennifer ein inneres Ringen: Kann man vergangene Liebe wieder aufleben lassen? Oder ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen – mit jemandem, der sie so sieht, wie sie wirklich ist? Gleichzeitig wird ihr bewusst, wie sehr sie sich selbst in der Arbeit verloren hat. Doch kann sie wirklich alles loslassen, worauf sie so lange aufgebaut hat?


Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und mich dabei in die Blumen, die Menschen und die Kulisse verliebt. Die Atmosphäre war wunderbar lebendig, so sehr, dass ich beim Lesen Lust bekam, die beschriebenen Orte – obwohl mir vertraut – noch einmal mit neuen Augen zu sehen. Der Blumenladen, wie er beschrieben wird, ist ein wahrer Traum. Ich würde dort sofort einen Strauß kaufen! Die Charaktere sind mit viel Gefühl gezeichnet, jede Figur wirkt lebendig und nachvollziehbar. Besonders schön fand ich, dass die emotionale Entwicklung von Jennifer im Mittelpunkt steht – zwischen Sehnsucht, Neuanfang und der Frage, was man sich selbst eigentlich wert ist.