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Veröffentlicht am 27.06.2025

Callahan Castle

Royal Me - The Masquerade
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Willkommen in einer Welt, in der die Monarchie noch immer das Leben der Menschen bestimmt. In einer schicksalhaften Nacht werden die Thronerben verschiedener Königshäuser Hals über Kopf ins schottische ...

Willkommen in einer Welt, in der die Monarchie noch immer das Leben der Menschen bestimmt. In einer schicksalhaften Nacht werden die Thronerben verschiedener Königshäuser Hals über Kopf ins schottische Callahan Castle gebracht. Die Gründe bleiben zunächst im Verborgenen, doch eines ist sicher: Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war. Die jungen Prinzen und Prinzessinnen müssen ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und sich an einen neuen Alltag gewöhnen – abgeschirmt von der Außenwelt, gefangen hinter den dicken Mauern des uralten Schlosses.
Doch wo Titel, Herkunft und Pflichten eigentlich alles bestimmen, beginnen ihre Herzen, ihre eigenen Wege zu gehen. Freundschaft, Eifersucht, Sehnsucht und verbotene Gefühle erwachen – Gefühle, die sich nicht an Regeln halten wollen. Als ein glanzvoller Maskenball angekündigt wird, scheint für einen Moment alles möglich. Versteckt hinter Masken, mutiger als je zuvor, zeigen die jungen Royals, was sie wirklich fühlen, ohne an die Folgen zu denken. Doch jede Entscheidung, jeder Blick kann weitreichende Konsequenzen haben ...


Das Buch bietet viele verschiedene Perspektiven, was einerseits spannend ist, andererseits aber auch dazu führt, dass man anfangs Mühe hat, die Figuren auseinanderzuhalten. Erst nach und nach gelingt es, einen Überblick zu bekommen und die einzelnen Charaktere besser einzuordnen. In diesem Band steht vor allem das Kennenlernen der Figuren und ihrer Beziehungen im Mittelpunkt. Die Handlung nimmt erst gegen Ende richtig Fahrt auf und überrascht mit einer Wendung, die Lust auf Band 2 macht.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Beziehungen

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Lola ist erleichtert und voller Freude, als ihre Mitbewohnerin und Freundin Vivian endlich jemanden kennenlernt, der sie aufblühen lässt: den charmanten und wortgewandten Pascal. Vivian, die bisher eher ...

Lola ist erleichtert und voller Freude, als ihre Mitbewohnerin und Freundin Vivian endlich jemanden kennenlernt, der sie aufblühen lässt: den charmanten und wortgewandten Pascal. Vivian, die bisher eher als schüchtern und zurückgezogen galt, scheint sich an seiner Seite zu verändern. Endlich hat sie Anschluss gefunden, denkt Lola. Doch die anfängliche Begeisterung weicht schon bald wachsender Sorge. Nach einigen Wochen mit Pascal benimmt sich Vivian immer merkwürdiger. Sie wird unzuverlässig, sagt Verabredungen ab und verstrickt sich immer häufiger in widersprüchliche Aussagen und Lügen. Lola spürt, dass etwas nicht stimmt – doch sie kommt nicht an Vivian heran. Der Bruch folgt, als die beiden sich heftig streiten. Am nächsten Morgen ist Vivian verschwunden. Keine Nachricht, kein Hinweis, wohin sie gegangen ist. Es ist, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.
Lola ist verzweifelt. Sie sucht Rat bei Vivians Halbbruder Elias, der ihre Sorge teilt. Auch er glaubt, dass hinter Vivians Verschwinden mehr steckt. Da die Polizei zunächst keinen Hand-lungsbedarf sieht, beschließen Lola und Elias, selbst aktiv zu werden. Gemeinsam beginnen sie, Vivian zu suchen und Hinweise zu sammeln. Je tiefer sie graben, desto stärker wird ihr Verdacht, dass Pascal nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Während der nervenaufreibenden Suche kommen sich Lola und Elias langsam näher. Doch sie ahnen nicht, welche gefährlichen Entscheidungen Vivian längst getroffen hat und wie weit sie bereits gegangen ist – getrieben von dem Wunsch, geliebt zu werden.

Das Buch ist fesselnd geschrieben und hat mich bis zum Schluss mitgerissen. Oft habe ich mich gefragt, wie bestimmte Dinge zusammenhängen, und die Auflösung am Ende war schlüssig. Einige meiner Vermutungen bestätigten sich, aber es blieb bis zuletzt spannend. Ohne zu spoilern: Besonders Lolas einseitige Sichtweise und ihre hilflose Art fand ich teil-weise anstrengend, da ihr Verhalten manchmal nicht ganz zur Situation passte. Interessant war für mich, dass ich durch die Geschichte zum ersten Mal von der sogenannten Loverboy-Methode erfahren habe.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein Zettel, ein Name – und vielleicht die große Liebe?

Als ich dich traf
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Daphne Bell lebt nach einem ganz besonderen Prinzip: Seit dem Ende ihrer Schulzeit erhält sie bei jeder neuen Bekanntschaft mit einem Mann einen mysteriösen Zettel – darauf stehen sein Name und eine Zahl. ...

Daphne Bell lebt nach einem ganz besonderen Prinzip: Seit dem Ende ihrer Schulzeit erhält sie bei jeder neuen Bekanntschaft mit einem Mann einen mysteriösen Zettel – darauf stehen sein Name und eine Zahl. Diese Zahl gibt an, wie lange ihre Beziehung dauern wird. Drei Tage mit Martin in Paris. Fünf Wochen mit Noah in San Francisco. Drei Monate mit Hugo, ihrem Ex-Freund, der mittlerweile ihr bester Freund ist. Diese Zettel bestimmen seit Jahren Daphnes Liebesleben – und zugleich wartet sie sehnsüchtig auf den einen Zettel, der kein Ablaufdatum trägt.
Dann, an einem Abend in ihrem Lieblingsrestaurant in Los Angeles, trifft sie bei einem Blind Date auf Jake. Auf dem Zettel steht nur sein Name – keine Zahl, kein Hinweis auf ein Ende. Ist er der Eine? Daphne lässt sich auf Jake ein und verliebt sich langsam in ihn. Doch während ihre Gefühle wachsen, wächst auch ihre Unsicherheit. Denn Daphne trägt ein Geheimnis mit sich, das – ihrer Meinung nach – alles zerstören könnte. Die Frage ist nur: Ist das Geheimnis wirklich so schlimm, wie sie denkt?



Die Grundidee fand ich sehr spannend – eine Art magischer Liebeskompass, der einem sagt, wie lange eine Beziehung hält. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Geschichte zieht sich über weite Strecken, und das große Geheimnis, um das so viel Aufhebens gemacht wird, ist letztlich enttäuschend und nicht besonders schockierend. Es wirkte eher, als ob die Hauptfigur das Problem selbst unnötig dramatisiert. Auch der Schreibstil war für mich verwirrend – ich habe oft den Faden verloren, da manche Gedanken oder Rückblicke nicht klar voneinander getrennt waren. Erst im letzten Viertel kam endlich Spannung auf, und ich war dann doch neugierig, wie es ausgeht. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugt – die Idee hatte Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wurde.

Veröffentlicht am 15.06.2025

Ein eisiges Dorf, ein dunkles Geheimnis – und eine Liebe, die nicht sein darf

Kodiak Echoes – Hide me
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Als Brynn Callahan im Rahmen ihrer Arbeit als Softwareentwicklerin ein schweres Verbre-chen aufdeckt, wird sie über Nacht zur Zielscheibe. Im Zeugenschutzprogramm verschlägt es sie in die abgelegene Kleinstadt ...

Als Brynn Callahan im Rahmen ihrer Arbeit als Softwareentwicklerin ein schweres Verbre-chen aufdeckt, wird sie über Nacht zur Zielscheibe. Im Zeugenschutzprogramm verschlägt es sie in die abgelegene Kleinstadt Echo Cove auf Kodiak Island, Alaska – ein Ort, so kalt und einsam wie die Geheimnisse, die ihn umgeben. Dort soll Brynn unter neuer Identität ein neues Leben beginnen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht: Schlaflose Nächte, misstrauische Bewohner und wilde Tiere machen ihr das Einleben schwer. Und dann ist da noch Archer Flint – wortkarg, abweisend, düster. Der Wildhüter wohnt nebenan und scheint selbst ein Gefangener seiner Vergangenheit zu sein.
Bald erfährt Brynn, dass Archer im Dorf gemieden wird. Der Grund: Vor zehn Jahren wurde eine junge Frau ermordet, und der Hauptverdächtige war Archers Bruder – der jedoch spurlos verschwand. Obwohl alle Brynn davor warnen, Archer näherzukommen, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Doch je näher sie ihm kommt, desto mehr spürt sie, dass in Echo Cove etwas ganz und gar nicht stimmt. Drohungen, Verfolgungen und dunkle Schatten aus der Vergangenheit lassen ihr keine Ruhe. Als sie beginnt, den alten Mordfall zu hinterfragen, gerät sie selbst in Gefahr – und muss sich fragen: Wem kann sie überhaupt noch trauen?

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen! Die Spannung war von Anfang an da – ich wollte unbedingt wissen, warum Brynn ins Zeugenschutzprogramm musste und warum Archer sich so sehr von anderen Menschen distanziert. Als der alte Mordfall ins Spiel kam, dachte ich, Brynn beginnt, wie in „A Good Girl’s Guide to Murder“, selbst zu ermitteln. Doch stattdessen wird sie selbst zur Zielscheibe. Die Bedrohung ist greifbar: Drohungen, Verfolgungen, Angst. Das Finale ist voller Wendungen, viele Puzzleteile fügen sich am Ende logisch zusammen – und machen Lust auf den nächsten Band. Ich freue mich schon darauf, die offenen Fragen bald beantwortet zu bekommen!

Veröffentlicht am 15.06.2025

Wie war das Mittelalter wirklich?

Ich, Merlin, und die furchtlosen Ritter – Live aus dem sagenhaften Mittelalter
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War es so abenteuerlich, geheimnisvoll und bunt, wie wir es uns vorstellen – mit Rittern in glänzender Rüstung, edlen Burgfräulein, Zaubertränken und Drachenblut? Dieses Buch geht genau solchen Fragen ...

War es so abenteuerlich, geheimnisvoll und bunt, wie wir es uns vorstellen – mit Rittern in glänzender Rüstung, edlen Burgfräulein, Zaubertränken und Drachenblut? Dieses Buch geht genau solchen Fragen nach und lässt dabei niemand Geringeren als den legendären Zauberer Merlin zu Wort kommen. Mit seiner Weisheit nimmt er uns mit auf eine spannende Reise durch Mythen, Sagen und historische Hintergründe.
Wie konnte ausgerechnet der junge Artus das sagenumwobene Schwert Excalibur aus dem Stein ziehen? Warum badete Siegfried im Blut eines Drachen? Was passierte bei Ritterturnieren wirklich – und war es wirklich so ehrenhaft, wie man glaubt? Und wie kam es dazu, dass Prinzessin Isolde ausgerechnet den Liebestrank trank, der ihr Leben für immer verändern sollte?
All diese Geschichten werden auf unterhaltsame Weise erzählt, wobei sich historische Fakten und bekannte Legenden miteinander vermischen. Der Leser bekommt so einen Einblick in das Denken und Fühlen der Menschen im Mittelalter – zwischen Aberglaube, Machtkämpfen und ritterlicher Ehre.

Das Buch war informativ und unterhaltsam. Besonders spannend fand ich die Einblicke in Merlins Rolle, die weit über die bekannte König-Arthur-Legende hinausgeht. Ich wusste nicht, dass er in vielen Sagen Europas eine Rolle spielt – das war neu für mich. Allerdings bestanden viele Kapitel aus langen Erlebnisberichten, was mit der Zeit ermüdend wurde. Man hatte das Gefühl, dass sich vieles wiederholt. Die letzte Geschichte wirkte auf mich eher albern und hätte nicht unbedingt sein müssen. Stattdessen hätte ich mir mehr Informationen zu Artus selbst und den Rittern der Tafelrunde gewünscht, da diese Themen für mich besonders interessant sind. Alles in allem ein solides Buch, aber mit Luft nach oben.