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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2025

Das zweite große Abenteuer beginnt

Operation Falkenstein und die Angst vor dem Unbekannten
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Ein neues, aufregendes Abenteuer erwartet Antonia, Jaron, Emma und Franky, deren Spürsinn auch diesmal wieder ordentlich gefordert wird. Es beginnt mit einem dramatischen Vorfall: Ein Taucher gerät in ...

Ein neues, aufregendes Abenteuer erwartet Antonia, Jaron, Emma und Franky, deren Spürsinn auch diesmal wieder ordentlich gefordert wird. Es beginnt mit einem dramatischen Vorfall: Ein Taucher gerät in große Gefahr, und nur durch das mutige Eingreifen der vier Freunde kann sein Leben gerettet werden. Doch was hat ihn überhaupt in solche Not gebracht? Wonach hat er am Seegrund gesucht – und warum?

Gleichzeitig zieht eine seltsame Familie in das traditionsreiche Schlosshotel am See. Ihr Verhalten wirkt rätselhaft, und bald schon fragen sich die Freunde, ob es hier vielleicht einen Zusammenhang gibt. Während sie versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, erschüttern zudem fremdenfeindliche Vorfälle das Idyll am Wasser. Flüchtlinge, die in der Nähe untergebracht sind, werden Ziel gemeiner Anschläge. Wer steckt dahinter – und kann das Quartett die Täter rechtzeitig entlarven?

Was das Buch so besonders macht, ist seine raffinierte Struktur: Zwei Zeitebenen, ein Ort. In der Gegenwart erleben wir das Abenteuer rund um den Taucher, das Hotel und die Angriffe auf Geflüchtete. Parallel dazu tauchen wir in das Jahr 1933 ein, in dem Kinder von sogenannten Vaterlandsverrätern in einem Heim am See untergebracht werden. Was niemand weiß: Die älteste Schwester unter ihnen ist eine Jüdin, die sich versteckt hält. Zusammen entdecken sie einen geheimen Gang im Keller – doch was sie dort finden, bleibt offen und verspricht im nächsten Band weitere Spannung.





Mir hat der Wechsel zwischen den beiden Zeiten sehr gut gefallen – er verleiht der Geschichte Tiefe und sorgt für eine ganz eigene Dynamik. Beide Erzählstränge sind fesselnd und emotional aufgeladen. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten, und man spürt, dass hier noch nicht alles erzählt ist. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt, was sich hinter dem geheimen Gang verbirgt.


Veröffentlicht am 13.06.2025

Werwölfe und Vampire

Die Schule der Mitternachtswelt 1
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Simeon hat nie richtig dazugehört. Als Halbvampir, der bislang ausschließlich in der Welt der Menschen gelebt hat, war sein Alltag geprägt von seiner extremen Sonnenempfindlichkeit und dem ständigen Versuch, ...

Simeon hat nie richtig dazugehört. Als Halbvampir, der bislang ausschließlich in der Welt der Menschen gelebt hat, war sein Alltag geprägt von seiner extremen Sonnenempfindlichkeit und dem ständigen Versuch, sich anzupassen. Doch nun beginnt für ihn ein neues Kapitel: Zum ersten Mal darf er die Schule der Mitternachtswelt besuchen – ein geheimnisvoller Ort, an dem verschiedenste magische Wesen gemeinsam unterrichtet werden. Hier soll er endlich er selbst sein dürfen.

Doch der ersehnte Neuanfang entwickelt sich schon am ersten Tag zu einer echten Herausforderung: In Simeons Klasse ist ausgerechnet Eir – die einzige Werwölfin der Schule. Die jahrhundertealte Feindschaft zwischen Vampiren und Werwölfen macht es ihm schwer, ihr zu vertrauen. Während Simeon versucht, sich an sein neues Leben zu gewöhnen, beginnt sich an der Schule ein düsteres Geheimnis zu entfalten. Schüler verschwinden spurlos, merkwürdige Vorfälle häufen sich, und niemand scheint etwas dagegen zu unternehmen – nicht einmal die Lehrkräfte. Als der Verdacht auf Eir fällt, gerät Simeon in einen Strudel aus Misstrauen, Vorurteilen und wachsender Verunsicherung. Doch steckt wirklich Eir hinter dem Ganzen? Oder steckt etwas viel Größeres, vielleicht sogar Unheimlicheres dahinter?




Die Idee hinter der Geschichte fand ich vielversprechend – ein Halbvampir, der in eine Welt voller magischer Wesen eintaucht, Konflikte zwischen verfeindeten Arten und ein dunkles Mysterium an einer Internatsschule. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollends überzeugen. Der Einstieg fiel mir aufgrund des Schreibstils schwer, und obwohl sich das im Verlauf etwas besserte, zogen sich viele Szenen sehr in die Länge. Das hätte besonders jüngeren Leserinnen und Lesern, auf die die Geschichte wohl abzielt, den Zugang erschweren können. Trotz der spannenden Grundidee verlor die Geschichte für mich schnell an Fahrt – so sehr, dass ich mich am Ende dabei ertappt habe, die Seiten zu zählen, bis das Buch vorbei war.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Liebe am Rhein

Maiblüten im Herbst
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Jennifer liebt Blumen. Mit Hingabe führt sie ihren kleinen, aber überaus beliebten Blumenladen und ist vor allem für ihre traumhaften Brautsträuße bekannt, die jeder Hochzeit einen besonderen Glanz verleihen. ...

Jennifer liebt Blumen. Mit Hingabe führt sie ihren kleinen, aber überaus beliebten Blumenladen und ist vor allem für ihre traumhaften Brautsträuße bekannt, die jeder Hochzeit einen besonderen Glanz verleihen. Doch während sie für andere Paare die romantischsten Blütenträume erfüllt, fehlt ihr selbst genau das in ihrem Leben: eine eigene große Liebe. Noch nie hat sie ihren eigenen Brautstrauß binden dürfen – ein Wunsch, den sie tief in sich trägt. Doch zwischen Aufträgen, Beratungsgesprächen und unzähligen Stunden in ihrem Laden bleibt kaum Raum für private Träume. Die Arbeit ist ihr Leben – doch sie beginnt, sie auch auszulaugen.
Als plötzlich der charmante Hochzeitsplaner Adrian vor ihrer Tür steht und sie bittet, die florale Dekoration für eine bevorstehende Hochzeit zu übernehmen, sagt Jennifer sofort zu. Was zunächst nur ein weiterer Auftrag ist, bringt ihr Leben ziemlich ins Wanken. Denn Adrian ist nicht nur professionell, höflich und stets aufmerksam – er schenkt Jennifer auch die Aufmerksamkeit, nach der sie sich lange gesehnt hat. Als ob das nicht schon genug wäre, taucht auch noch ihr Ex-Freund wie aus dem Nichts wieder auf. Und mit ihm alte Gefühle, Erinnerungen – und Fragen.
Zwischen den beiden Männern beginnt für Jennifer ein inneres Ringen: Kann man vergangene Liebe wieder aufleben lassen? Oder ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen – mit jemandem, der sie so sieht, wie sie wirklich ist? Gleichzeitig wird ihr bewusst, wie sehr sie sich selbst in der Arbeit verloren hat. Doch kann sie wirklich alles loslassen, worauf sie so lange aufgebaut hat?


Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und mich dabei in die Blumen, die Menschen und die Kulisse verliebt. Die Atmosphäre war wunderbar lebendig, so sehr, dass ich beim Lesen Lust bekam, die beschriebenen Orte – obwohl mir vertraut – noch einmal mit neuen Augen zu sehen. Der Blumenladen, wie er beschrieben wird, ist ein wahrer Traum. Ich würde dort sofort einen Strauß kaufen! Die Charaktere sind mit viel Gefühl gezeichnet, jede Figur wirkt lebendig und nachvollziehbar. Besonders schön fand ich, dass die emotionale Entwicklung von Jennifer im Mittelpunkt steht – zwischen Sehnsucht, Neuanfang und der Frage, was man sich selbst eigentlich wert ist.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Märchenhafter Mord

Tee? Kaffee? Mord! Es war einmal ein Mord
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Kaum haben Nathalie Ames und ihre tatkräftige Freundin Louise ihren letzten Fall abgeschlossen, werden sie erneut mit einem mysteriösen Verbrechen konfrontiert – und dieses Mal ist es so makaber wie ungewöhnlich: ...

Kaum haben Nathalie Ames und ihre tatkräftige Freundin Louise ihren letzten Fall abgeschlossen, werden sie erneut mit einem mysteriösen Verbrechen konfrontiert – und dieses Mal ist es so makaber wie ungewöhnlich: Im beliebten Themenpark „Märchenwald“, einem Ort voller Nostalgie, verkleideter Mitarbeiter und familienfreundlicher Illusionen, wird die Besitzerin des märchenhaft gestalteten Restaurants Witch You Were Here tot aufgefunden. Und nicht irgendwo – sondern ausgerechnet in ihrem eigenen Backofen. Schnell ist klar: Das war kein Unfall, sondern ein grausamer Mord.

Gemeinsam mit alten Freunden und neuen Bekanntschaften nehmen Nathalie und Louise die Ermittlungen auf. Doch der Märchenwald entpuppt sich bald als düstere Bühne voller ungelöster Konflikte, heimlicher Abneigungen und lang schwelender Feindschaften. Zwischen Prinzessinnenkleidern, Hexenhüten und Zuckerhäuschen stoßen die Ermittlerinnen auf Intrigen, Eifersucht und einen Konkurrenzkampf, der alles andere als märchenhaft ist.

Als ein weiterer Mitarbeiter des Parks Opfer eines gewaltsamen Angriffs wird, weitet sich der Fall aus. War das erste Verbrechen doch kein persönlicher Racheakt, sondern Teil eines größeren Plans? Versucht jemand gezielt, den gesamten Märchenwald zu sabotieren – vielleicht sogar zu vernichten? Je tiefer Nathalie und Louise graben, desto mehr geraten sie selbst ins Visier jener, die ihre friedliche Fassade um jeden Preis wahren wollen.


Der Fall ist atmosphärisch, spannend und mit dem typischen Augenzwinkern der Reihe erzählt. Besonders gelungen finde ich die Kulisse des Märchenwalds – ein scheinbar idyllischer Ort, hinter dem sich jedoch menschliche Abgründe auftun. Die Mischung aus skurrilem Humor, düsteren Momenten und cleverer Ermittlungsarbeit sorgt für gute Unterhaltung. Die Charaktere sind vertraut, liebenswert und entwickeln sich weiter. Zwar ist der Krimi nicht übermäßig komplex, aber genau das macht ihn zu einer charmanten, leichten Lektüre für zwischendurch. So einen modernen Märchenwald könnte man wirklich gebrauchen, die Märchen werden heute immer mehr vergessen durch die ganzen Neuinterpretationen.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Mini Regenschirm

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Es ist kurz nach Mitternacht in London, als sich Emilys Leben plötzlich für immer verändert. Ein geheimnisvoller Brief flattert ins Haus, kaum geöffnet – da sind ihre Eltern spurlos ver-schwunden. Doch ...

Es ist kurz nach Mitternacht in London, als sich Emilys Leben plötzlich für immer verändert. Ein geheimnisvoller Brief flattert ins Haus, kaum geöffnet – da sind ihre Eltern spurlos ver-schwunden. Doch Emily, schlagfertig, neugierig und alles andere als auf den Mund gefallen, lässt sich nicht lange bitten. Entschlossen begibt sie sich auf die Suche. Unterstützung be-kommt sie dabei ausgerechnet von einem Igel – aber nicht irgendeinem! Der stachelige Be-gleiter scheint mehr zu wissen, als er zeigt, und schon bald führt ihre Spur in eine völlig andere Welt: eine Zwischenwelt, gefangen in der Mitternachtsstunde.
Diese düstere, magische Parallelwelt ist voller seltsamer Gestalten, Fabelwesen, blühender Wächter und finsterer Schatten. Dort regiert eine fremdartige Magie – und eine dunkle Macht, die es offenbar ganz gezielt auf Emilys Familie abgesehen hat. Die Zeit steht still, doch die Gefahr wächst. Glücklicherweise bleibt Emily nicht allein: Der angehende Nachtwächter Tarquin – blumig duftend, etwas chaotisch, aber herzensgut – wird zu ihrem treuen Begleiter im Kampf gegen das drohende Unheil.
Die Geschichte steckt voller Kreativität, Überraschungen und fantastischer Ideen – eine Reise durch eine Welt, in der Magie an jeder Ecke wartet und Mut alles verändern kann. Doch kann Emily wirklich gegen die dunklen Mächte bestehen und ihre Familie retten?


Mit Fantasy-Geschichten habe ich es ehrlich gesagt nicht so leicht – sie müssen mich wirklich packen, damit ich dranbleibe. In diesem Fall ist mir das leider nur teilweise gelungen. Die Idee mit der eingefrorenen Mitternachtswelt war zwar originell, aber viele der Figuren waren für mich schwer greifbar oder wirkten zu fremdartig. Dadurch fiel es mir stellenweise schwer, der Handlung zu folgen oder emotional wirklich mitzufiebern. Die Geschichte fühlte sich für mich an einigen Stellen eher verwirrend als fesselnd an. Fans von Magie, geheimnisvollen Wesen und Parallelwelten könnten hier jedoch voll auf ihre Kosten kommen – mir persönlich war es einfach ein bisschen zu viel des Fantastischen.