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Veröffentlicht am 02.12.2025

Wollte nur zur Hochzeit

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester zurück in ihre Heimat gekommen. Das kleine englische Städtchen steht für alles, was die 26-Jährige hasst: Beständigkeit, Gemütlichkeit und endlose ...

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester zurück in ihre Heimat gekommen. Das kleine englische Städtchen steht für alles, was die 26-Jährige hasst: Beständigkeit, Gemütlichkeit und endlose Klatschgeschichten über jeden in der Nachbarschaft. Sie wollte nur kurz vorbei, die Feier überstehen und dann wieder in ihr rastloses Leben voller Reisen und wechselnder WGs zurückkehren.
Doch kaum in Lower Whilby angekommen, gerät alles aus den Fugen – und das liegt vor allem an James. Der grummelige Barista ist nicht nur der Sohn legendärer Brit-Pop-Stars und ziemlich attraktiv, sondern auch alles andere als begeistert, dass Jude ihn für ihren Musikpodcast ausfragen will. Als er sie widerwillig in seinem Café beschäftigt, merkt Jude schnell: Sie geht ihm nicht nur auf die Nerven, sie hat auch begonnen, ständig in seinen Gedanken zu erscheinen.
Für Jude, die ihr Leben lang vor Gefühlen geflohen ist, ist das alles komplizierter als gedacht. Kann sie in Lower Whilby, inmitten von vertrauten Orten und neuen Emotionen, endlich zur Ruhe kommen – und vielleicht sogar ihr Herz öffnen? Die Begegnung mit James bringt sie dazu, sich ihren eigenen Ängsten und der Sehnsucht nach Beständigkeit zu stellen, während sie zugleich versucht, nicht wieder davonzulaufen.

Dies war der erste Kyra-Groh-Roman, den ich nicht in jeder freien Minute verschlungen habe. Ich bin mir nicht sicher, ob es an meinem Interesse lag, zwischendurch lieber Serien zu schauen, oder ob Jude einfach weniger fesselnd war. Ihr extrem rastloser Lebensstil mit ständigem Reisen und wechselnden WGs wirkt befremdlich, ebenso wie der ihrer Schwester. Ich habe mich mehr für die Nebenfiguren interessiert als für Jude selbst.
Zudem bleibt unverständlich, warum Jude nie offen angesprochen hat, wie verletzt sie damals von ihrer Schwester war, obwohl diese einmal ehrlich mit ihr gesprochen hatte. James wirkt fast zu gutherzig – fast schon übertrieben nett – und die expliziten Szenen waren für mich zu übertrieben, hätten ruhig kürzer gefasst werden können. Eine Lösung für Verlage könnte sein, den Anfang und das Ende solcher Szenen klar zu markieren, damit Leser sie bei Bedarf überspringen können, ohne wichtige Handlungsstränge zu verpassen.

Veröffentlicht am 02.12.2025

Zeitungsjungen

Joshua Jackelby
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London, 1851. Joshua Jackelby, ein schlauer und ehrgeiziger Zeitungsjunge, träumt von einem eigenen Pferd und davon, eines Tages als königlicher Bote durch die Straßen der Stadt zu eilen. Sein Leben nimmt ...

London, 1851. Joshua Jackelby, ein schlauer und ehrgeiziger Zeitungsjunge, träumt von einem eigenen Pferd und davon, eines Tages als königlicher Bote durch die Straßen der Stadt zu eilen. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er einen verletzten Hundewelpen aus der Themse rettet. Ohne es zu ahnen, beginnt damit ein Abenteuer, das ihn und seine Freunde in die dunkelsten Ecken Londons führen wird. Gemeinsam mit seiner treuen Hündin Hazel und seiner Gruppe unerschrockener Freunde stellt sich Josh den Gefahren der Straßenbande, finsteren Schurken und geheimnisvollen Machenschaften, die hinter den glänzenden Fassaden der Stadt verborgen liegen.
Die eigentliche Herausforderung beginnt, als ein genialer Erfinder bestohlen wird: Die Pläne für seine bahnbrechende Flugmaschine wurden gestohlen. Josh und seine Freunde nehmen die Verfolgung auf, doch sie merken schnell, dass sie es nicht nur mit gewöhnlichen Dieben zu tun haben. Die Spur führt sie in eine Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht und sie selbst in Lebensgefahr bringt. Immer wieder müssen sie ihren Mut, ihre Cleverness und ihre Loyalität unter Beweis stellen, während sie zwischen den Schatten der Stadt und den strahlenden Fassaden der Weltausstellung navigieren.

Anfangs wirkt es, als würde man nur kleine Abenteuer eines Zeitungsjungen verfolgen, doch nach und nach fügt sich ein Gesamtbild zusammen, das man zunächst nicht erwartet. Besonders gefallen hat mir, dass reale historische Elemente eingebunden wurden: Schlagzeilen, die wahrscheinlich so erschienen sind, die ersten Morde von Jack the Ripper, noch ohne seinen später bekannten Namen, oder die damalige Weltausstellung. Der Schreibstil und das Setting haben mir sehr zugesagt, das London der 1850er wirkt lebendig und authentisch.
Weniger gelungen waren die ausgedehnten Abenteuerteile, wie der Brand im Zirkus oder das abschließende Finale, die sich mit langen Dialogen und detaillierten Beschreibungen etwas gezogen haben. Für Kinder oder sehr junge Jugendliche ist das sicher spannend, für mich als Leser einer älteren Generation wirkte es stellenweise langatmig. Trotzdem bleibt die Mischung aus Spannung, historischen Fakten und cleveren Abenteuern unterhaltsam.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Hier wird gekocht

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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Dwight Faraday ist einer der besten Agenten des FBI. Doch er kann nicht nur ermitteln, sondern auch hervorragend kochen – eine Fähigkeit, die ihm einen ungewöhnlichen Spezialauftrag einbringt. Er soll ...

Dwight Faraday ist einer der besten Agenten des FBI. Doch er kann nicht nur ermitteln, sondern auch hervorragend kochen – eine Fähigkeit, die ihm einen ungewöhnlichen Spezialauftrag einbringt. Er soll das italienische Restaurant der Familie Villa infiltrieren, die unter Verdacht steht, enge Verbindungen zur New Yorker Unterwelt zu haben. Für Dwight erscheint der Auftrag zunächst problemlos lösbar. Doch er rechnet nicht mit Julia, der temperamentvollen Tochter des Besitzers, die sich nichts gefallen lässt und äußerst misstrauisch ist.
Um an die nötigen Informationen zu gelangen, muss Dwight ihr Vertrauen gewinnen – und dafür bleibt ihm nur ein Weg: Er muss ihr Herz berühren. Doch Julia scheint gegen jede Form von Romantik immun zu sein. Während Dwight beruflich professionell bleiben sollte, merkt er, dass er selbst immer empfänglicher für das Knistern zwischen ihnen wird …

(Hörbuchwertung)
Ich habe ungewöhnlich lange gebraucht, um dieses Hörbuch zu Ende zu hören. Oft habe ich es nur nebenbei laufen lassen, während ich eigentlich etwas anderes gemacht habe – ein Zeichen dafür, dass es mich nicht richtig packen konnte. Julia ging mir mit ihrem ständigen Gejammer zunehmend auf die Nerven. Sie beschwert sich unentwegt darüber, wie sehr sie unterdrückt wird und was sie im Leben verändern möchte, aber zu Hause bringt sie nie den Mut auf, offen zu sagen, was sie denkt.
Ob ich Dwight mag, weiß ich bis zum Schluss nicht wirklich. Ich hatte einen coolen, toughen Agenten erwartet, bekam aber eher das Gegenteil: eine Figur, die erstaunlich blass und unsicher wirkt. Die romantischen Szenen waren für mich extrem langweilig. Anders als im Buch kann man sie im Hörbuch nicht einfach überspringen – und ich habe mehrfach darüber nachgedacht vorzuspulen, nur um nicht einzuschlafen. Die dauernden Gedanken über Liebe und Gefühlskram wirkten überzogen und albern. Insgesamt hat genau das mir den Hörspaß stark verdorben.

Veröffentlicht am 30.11.2025

20er Jahre Mord

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Eigentlich möchte Izzy Morales nur eines: mit ihren Freunden unbeschwert den Schulabschluss feiern. Dafür hat ihre beste Freundin Kassidy eine besondere Überraschung organisiert. Sie lädt die ganze Gruppe ...

Eigentlich möchte Izzy Morales nur eines: mit ihren Freunden unbeschwert den Schulabschluss feiern. Dafür hat ihre beste Freundin Kassidy eine besondere Überraschung organisiert. Sie lädt die ganze Gruppe in ein abgelegenes Herrenhaus auf einer einsamen Insel ein, wo eine mehrtägige Party im Stil der 1920er Jahre stattfinden soll – mit glamourösen Vintage-Outfits, funkelnden Diamanten und dem Gefühl, für kurze Zeit in eine andere Epoche einzutauchen.

Zunächst genießen sie die extravagante Atmosphäre und feiern ausgelassen. Doch der Traum zerbricht abrupt, als Kassidys Freund plötzlich tot aufgefunden wird. Die Polizei trifft zwar schnell ein, doch kurz darauf zieht ein gewaltiger Sturm über die Insel und schneidet Ashwood Manor vollständig von der Außenwelt ab. Niemand kann weg, niemand kann kommen.

Schon bald wird klar, dass jeder der Anwesenden ein mögliches Motiv gehabt hätte. Heimlichkeiten, alte Konflikte und unausgesprochene Wahrheiten treten zutage und machen jeden verdächtig. Doch eine Sache lässt Izzy besonders zittern: Das Messer, mit dem der Mord verübt wurde, stammt ausgerechnet aus ihrem Besitz – sie war es, die es auf die Insel mitgebracht hat.

Während die Spannung im Herrenhaus immer weiter steigt und die Atmosphäre der goldenen Zwanziger in scharfem Kontrast zu den dunklen Ereignissen steht, erkennt Izzy, dass die Wahrheit viel tiefer reicht, als sie zunächst ahnte. Und dass niemand hier wirklich unschuldig ist.



Die Spannung war definitiv vorhanden, doch die Motive wirkten oft wenig überzeugend und viele der Verdächtigen nicht besonders bedrohlich. Anfangs glaubt man durch den Schreibstil zu wissen, wer der Täter sein muss, doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verschieben sich die Verdächte – was positiv überrascht. Das Setting mit dem 20er-Jahre-Motto und der isolierten Insel war hervorragend gewählt und hat viel Atmosphäre geschaffen. Allerdings wurde meiner Meinung nach etwas zu häufig über alte Filme gesprochen, fast schon in einer Art Besessenheit, was schließlich auch im Ende eine große Rolle spielt. Insgesamt trotzdem ein spannendes Buch mit starkem Setting.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Titel ist Programm

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mit ihren 76 Jahren hatte Rosemary MacLaine geplant, ihr Leben ruhig angehen zu lassen: gemütlich Kreuzworträtsel lösen, keine Hektik, keine Umarmungen und schon gar keine Partys. Doch dann erreicht sie ...

Mit ihren 76 Jahren hatte Rosemary MacLaine geplant, ihr Leben ruhig angehen zu lassen: gemütlich Kreuzworträtsel lösen, keine Hektik, keine Umarmungen und schon gar keine Partys. Doch dann erreicht sie eine Einladung ihrer wohlhabenden Nachbarin Jane – verbunden mit einer unmissverständlichen Drohung. Wenn Rosemary nicht erscheint, wird ihr dunkelstes Geheimnis ans Licht kommen. Für sie steht fest: Absagen ist unmöglich. Also bittet sie die einzige Person um Begleitung, auf die sie sich verlassen kann – ihre Enkelin Addie, krisenerprobt, praktisch veranlagt und nervenstark.

Neben Rosemary haben sieben weitere Menschen eine Einladung erhalten. Jeder von ihnen trägt ein brisantes Geheimnis mit sich herum, das auf keinen Fall bekannt werden darf. Während draußen ein schwerer Schneesturm aufzieht, treffen Rosemary und Addie in Janes abgeschiedenem Herrenhaus auf diesen ungewöhnlichen Kreis handverlesener Gäste. Doch bevor die Stimmung überhaupt festlich werden kann, durchdringt ein Schrei das Gebäude. Kurz darauf findet man Jane – ermordet.

Für Rosemary und Addie ergeben sich sofort drei Gewissheiten. Erstens: Jane war nicht die Drahtzieherin dieser unheimlichen Zusammenkunft. Zweitens: Der Mörder befindet sich unter den Gästen. Und drittens: Um ihn zu entlarven, müssen sie herausfinden, weshalb genau diese Menschen eingeladen wurden – und welches Geheimnis sie verbindet. Denn eines ist klar: Wenn sie die Antworten nicht schnell genug finden, wird es nicht bei einem Mord bleiben …



Die Grundidee ist spannend, aber leider sehr langweilig umgesetzt. Addie spricht ununterbrochen in Gamingsprache, was nicht nur unpassend wirkt, sondern auch extrem nervig ist. Fast jede Situation vergleicht sie mit Computerspielen, wodurch viele Momente unfreiwillig albern werden. Die Handlung springt zudem schnell von Szene zu Szene, oft so abrupt, dass man kaum weiß, wo man sich gerade befindet. Insgesamt empfand ich die Story so zäh erzählt, dass ich mehrfach überprüft habe, wie viele Seiten noch vor mir liegen.