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Veröffentlicht am 30.03.2026

Zwischen Badehäusern und Altersheimen

The Seoul Season
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Maya reist nach Seoul, um geeignete Drehorte für eine neue Serie zu finden, die dort spielen soll. Da sie jedoch kein Koreanisch spricht, gerät sie immer wieder in unangenehme und oft auch peinliche Situationen.

Jae-ho ...

Maya reist nach Seoul, um geeignete Drehorte für eine neue Serie zu finden, die dort spielen soll. Da sie jedoch kein Koreanisch spricht, gerät sie immer wieder in unangenehme und oft auch peinliche Situationen.

Jae-ho hat vor Kurzem eine Skulpturengalerie eröffnet und erhält überraschend die Chance, seine Werke in einem Museum auszustellen. Was jedoch niemand weiß: Ihm fehlt die Inspiration für neue Arbeiten – die kreative Muse hat ihn verlassen.

Als Maya seine Galerie betritt, ist für sie sofort klar: Genau das ist der Hauptschauplatz, nach dem sie gesucht hat. Doch Jae-ho, der eher grimmige und zurückhaltende Besitzer, lehnt es strikt ab, seine Galerie als Drehort zur Verfügung zu stellen. Entschlossen, ihn umzustimmen, bittet Maya ihn stattdessen, sie bei der weiteren Locationsuche zu begleiten.

So beginnt eine ungewöhnliche Zusammenarbeit, bei der die beiden verschiedene mögliche Drehorte erkunden – und dabei immer wieder Szenen und „Dates“ der Serienprotagonisten nachspielen. Was als rein berufliche Zweckgemeinschaft startet, entwickelt sich langsam zu etwas Tieferem. Ohne es zu merken, inspirieren und unterstützen sie sich gegenseitig – sowohl in ihrer Arbeit als auch in ihrer persönlichen Entwicklung.



Die Geschichte ist unglaublich herzerwärmend. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen: Die Beschreibungen sind lebendig und haben mich sofort in die Handlung hineingezogen. Das Buch schafft eine gelungene Balance zwischen Humor und ernsten Momenten, wodurch eine angenehme Mischung entsteht.

Auch die romantischen und sinnlichen Szenen („Spice“) haben mich diesmal positiv überrascht – statt mich zu stören, haben sie mich gefesselt und neugierig weiterlesen lassen.

Die Serie, die Maya plant, wäre zwar persönlich nicht mein Fall und auch das Konzept spricht mich nicht wirklich an. Trotzdem habe ich ihr von Herzen gewünscht, dass sie damit Erfolg hat. Insgesamt könnte ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen – die Geschichte bietet definitiv Potenzial für einen zweiten Teil.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Ja-Sager

Das Zauberwort heißt Nein!
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Kater Fiete ist ein besonders hilfsbereiter Kater. Er hat seine Freunde sehr gern und möchte ihnen immer helfen. Deshalb fällt es ihm unglaublich schwer, ihnen eine Bitte abzuschlagen. Ganz egal, wie gefährlich, ...

Kater Fiete ist ein besonders hilfsbereiter Kater. Er hat seine Freunde sehr gern und möchte ihnen immer helfen. Deshalb fällt es ihm unglaublich schwer, ihnen eine Bitte abzuschlagen. Ganz egal, wie gefährlich, anstrengend oder unangenehm diese auch sein mag – Fiete sagt einfach immer „Ja“.

Eines Tages klettert er auf einen hohen Baum, weil eine Freundin ihn gebeten hat, etwas für sie herunterzuholen. Der Baum ist hoch, der Aufstieg schwierig und Fiete hat eigentlich ein mulmiges Gefühl. Doch weil er seine Freunde nicht enttäuschen möchte, macht er sich trotzdem auf den Weg nach oben.

Während er dort hinaufklettert, beobachtet ihn eine kleine Maus. Sie wundert sich sehr über Fietes Verhalten und fragt ihn schließlich, warum er immer alles für seine Freunde erledigt. Für Fiete ist die Antwort ganz klar: Für ihn gehört das zur Freundschaft dazu. Freunde helfen einander schließlich immer.

Doch die Maus sieht das etwas anders. Sie erklärt Fiete, dass Freundschaft nicht bedeutet, immer alles mitzumachen. Manchmal darf man auch an sich selbst denken. Dafür hat sie ein ganz besonderes Zauberwort: „Nein“.

Zunächst glaubt Fiete nicht daran, dass dieses Wort wirklich helfen kann. Er hat Angst, seine Freunde könnten dann traurig oder sogar böse auf ihn sein. Doch nach und nach traut er sich, das Zauberwort auszuprobieren. Und tatsächlich merkt er, dass sich viele Probleme auch lösen lassen, ohne dass er sich selbst in unangenehme oder gefährliche Situationen bringt.

Seine Freunde sind darüber allerdings nicht besonders begeistert. Schließlich waren sie es gewohnt, dass Fiete immer sofort „Ja“ sagt. Schnell sind sie sich einig: Die Maus muss verschwinden!



Eine sehr kurze Geschichte, die jedoch genau zur Zielgruppe passt. Kinder lernen auf einfache und verständliche Weise, dass sie nicht alles mitmachen müssen, nur um anderen zu gefallen. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und auch einmal „Nein“ sagen zu dürfen.

Die Illustrationen sind bunt, freundlich und angenehm gestaltet. Sie unterstützen die Geschichte sehr gut und machen das Buch besonders für jüngere Kinder ansprechend.

Ich bin überzeugt, dass dieses Buch in jeden Kindergarten gehört. Auch viele Familien sollten es im Bücherregal haben, denn gerade Kinder müssen erst lernen, dass es völlig in Ordnung ist, nicht immer ein „Ja-Sager“ zu sein.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Was will das Spiel diesmal?

Erebos 3
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Nick traut seinen Augen kaum: Erebos ist zurück. Sofort stellt sich die Frage, was das Spiel diesmal plant. Zunächst ist er erleichtert, denn anders als zuvor darf er entscheiden, ob er teilnehmen möchte. ...

Nick traut seinen Augen kaum: Erebos ist zurück. Sofort stellt sich die Frage, was das Spiel diesmal plant. Zunächst ist er erleichtert, denn anders als zuvor darf er entscheiden, ob er teilnehmen möchte. Doch diese scheinbare Wahlfreiheit entpuppt sich als Illusion – das Spiel übt einen Sog aus, dem er sich kaum entziehen kann.
In der dritten Runde von Erebos soll er ein Team bilden. Ohne zu zögern holt er Viktor dazu, der begeistert einsteigt und voller Energie mitzieht. Während sie sich online durch die Welt des Spiels kämpfen, versuchen Nick und Viktor auch außerhalb des Bildschirms herauszufinden, welches Ziel Erebos wirklich verfolgt. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem erschreckenden Verdacht: Ein Mädchen ist verschwunden – und möglicherweise hängt ihr Schicksal direkt mit dem Spiel zusammen. Für Nick wird klar, dass sie vielleicht nur durch Erebos eine Chance haben, ihr Leben zu retten.


Ich habe gemeinsam mit Nick gerätselt und mitgefiebert. Dennoch bin ich unschlüssig, wie ich die zahlreichen Szenen innerhalb des Computerspiels bewerten soll. Fantasy-Elemente in Games, Filmen oder Büchern sprechen mich persönlich weniger an – das war schon in den ersten beiden Bänden so.
Was mich jedoch immer wieder überzeugt, ist der fesselnde Schreibstil und das stimmige Gesamtbild der Geschichte. Besonders das Finale ist erneut stark inszeniert. Die Auflösung überrascht, obwohl alle Hinweise eigentlich offen vor einem liegen. Insgesamt ein gelungenes Buch. Die Spielsequenzen habe ich bei meiner Bewertung bewusst etwas ausgeklammert, da sie für viele Leserinnen und Leser vermutlich genau den besonderen Reiz der Reihe ausmachen.

Veröffentlicht am 24.02.2026

Serins suche nach einem neuen Leben

Der Regenzaubermarkt: Der Feel-Good-Bestseller aus Korea – tauche ein in eine magische Welt, in der alles möglich ist!
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Serin führt ein trostloses Leben und sehnt sich nach einem Neuanfang. Deshalb schreibt sie an den Regenzaubermarkt – einen geheimnisvollen Ort, der unglückliche Seelen während der Regenzeit einlädt, um ...

Serin führt ein trostloses Leben und sehnt sich nach einem Neuanfang. Deshalb schreibt sie an den Regenzaubermarkt – einen geheimnisvollen Ort, der unglückliche Seelen während der Regenzeit einlädt, um sich ein neues Leben zu kaufen. Tatsächlich erhält sie ein Ticket und macht sich zu Beginn der Regenzeit auf den Weg.
Dort erfährt sie, dass sie ihr bisheriges, „schlechtes“ Leben verkaufen kann. Für die Münzen, die sie dafür bekommt, darf sie sich neue, „bessere“ Leben in Form von Murmeln erwerben. Jede Murmel steht für eine andere Existenz. Als Einzige erhält Serin die besondere Möglichkeit, vorab in die jeweiligen Leben hineinzublicken und sich gegebenenfalls gegen sie zu entscheiden. Gemeinsam mit der Katze Issha begibt sie sich auf die Suche nach dem perfekten Leben. Doch die Zeit drängt: Mit dem Ende der Regenzeit muss sie den Markt verlassen haben – und sich endgültig entschieden haben.


Der Regenzaubermarkt ist eine wunderbare Feel-Good-Fantasy im Bereich des magischen Realismus. Nach dem Klappentext hatte ich deutlich weniger Abenteuer erwartet, wurde jedoch schnell positiv überrascht und in den Bann der Geschichte gezogen. Die Handlung ist fantasievoll, berührend und zugleich nachdenklich.
Besonders spannend fand ich die Dobekis – ein faszinierendes Wesen aus der koreanischen Mythologie. Schade ist lediglich, dass man online kaum genauere Informationen über ihr Aussehen oder ihre Gestalt findet. Dadurch ist die eigene Vorstellungskraft stärker gefordert, vor allem, wenn man mit koreanischer Mythologie nicht vertraut ist. Doch selbst wenn man sich die Figuren anders vorstellt, als der Autor sie vielleicht gedacht hat, schmälert das weder den Inhalt noch die Botschaft des Buches.
Die Übersetzung ist sehr gelungen. Der Schreibstil liest sich flüssig, atmosphärisch und angenehm, sodass man mühelos durch die Seiten gleitet. Für mich ein rundum stimmiges und berührendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Götterpott

Loki − Her Twisted Heart
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Harlow ist als Kriegerin aufgewachsen – ein Leben, das sie nie wollte und bis heute verabscheut. Als ihre einzige Freundin von einer rätselhaften Krankheit befallen wird, trifft Harlow eine folgenschwere ...

Harlow ist als Kriegerin aufgewachsen – ein Leben, das sie nie wollte und bis heute verabscheut. Als ihre einzige Freundin von einer rätselhaften Krankheit befallen wird, trifft Harlow eine folgenschwere Entscheidung: Entgegen aller Regeln geht sie einen Pakt mit einem Gott ein. Mit niemand Geringerem als Loki, dem Gott der Täuschung.
Gemeinsam versuchen sie, den Pfeil Amors zu stehlen, doch der Plan scheitert. Zur Strafe werden ihre Seelen miteinander verbunden, sodass sie sich körperlich nicht mehr weit voneinander entfernen können. Widerwillig ist Harlow nun gezwungen, an Lokis Seite zu reisen und ihn bei seiner geheimnisvollen Suche zu begleiten – nach etwas, dessen Ziel er hartnäckig verschweigt. Ihr einziger Antrieb bleibt die Hoffnung, dass Loki im Gegenzug ein Heilmittel für ihre Freundin beschaffen kann.


Grundsätzlich war eine gewisse Spannung vorhanden, doch die Handlung wurde so sehr in die Länge gezogen, dass sie ihre Wirkung verlor. Statt mitzufiebern, fühlte ich mich zunehmend gelangweilt und unsicher, ob ich überhaupt weiterlesen möchte. Die Geschichte plätscherte vor sich hin, ohne wirklich an Dynamik zu gewinnen. Eine straffere Erzählweise hätte dem Ganzen meiner Meinung nach gutgetan, ohne der Story zu schaden.
Ein Lichtblick war der kleine Wassergeist – eine erfrischende Figur, die sofort Sympathie weckte und der Handlung etwas Leichtigkeit verlieh. Mit Harlow hingegen wurde ich von Anfang an nicht richtig warm. Ich hoffte lange, dass sich das im Verlauf ändern würde, doch dieser Moment blieb leider aus.
Der Schreibstil war angenehm und flüssig, was letztlich der Grund war, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe. Erst im Finale gewann Loki für mich an Profil und wurde endlich sympathischer. Zuvor entsprach er jedoch kaum dem Bild, das ich von ihm aus den Legenden kenne. Generell wirkten die Götter so, als seien sie in einen Topf geworfen und neu interpretiert worden, wodurch sie sich stark von ihren mythologischen Vorbildern unterschieden.

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