Zwischen Badehäusern und Altersheimen
The Seoul SeasonMaya reist nach Seoul, um geeignete Drehorte für eine neue Serie zu finden, die dort spielen soll. Da sie jedoch kein Koreanisch spricht, gerät sie immer wieder in unangenehme und oft auch peinliche Situationen.
Jae-ho ...
Maya reist nach Seoul, um geeignete Drehorte für eine neue Serie zu finden, die dort spielen soll. Da sie jedoch kein Koreanisch spricht, gerät sie immer wieder in unangenehme und oft auch peinliche Situationen.
Jae-ho hat vor Kurzem eine Skulpturengalerie eröffnet und erhält überraschend die Chance, seine Werke in einem Museum auszustellen. Was jedoch niemand weiß: Ihm fehlt die Inspiration für neue Arbeiten – die kreative Muse hat ihn verlassen.
Als Maya seine Galerie betritt, ist für sie sofort klar: Genau das ist der Hauptschauplatz, nach dem sie gesucht hat. Doch Jae-ho, der eher grimmige und zurückhaltende Besitzer, lehnt es strikt ab, seine Galerie als Drehort zur Verfügung zu stellen. Entschlossen, ihn umzustimmen, bittet Maya ihn stattdessen, sie bei der weiteren Locationsuche zu begleiten.
So beginnt eine ungewöhnliche Zusammenarbeit, bei der die beiden verschiedene mögliche Drehorte erkunden – und dabei immer wieder Szenen und „Dates“ der Serienprotagonisten nachspielen. Was als rein berufliche Zweckgemeinschaft startet, entwickelt sich langsam zu etwas Tieferem. Ohne es zu merken, inspirieren und unterstützen sie sich gegenseitig – sowohl in ihrer Arbeit als auch in ihrer persönlichen Entwicklung.
Die Geschichte ist unglaublich herzerwärmend. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen: Die Beschreibungen sind lebendig und haben mich sofort in die Handlung hineingezogen. Das Buch schafft eine gelungene Balance zwischen Humor und ernsten Momenten, wodurch eine angenehme Mischung entsteht.
Auch die romantischen und sinnlichen Szenen („Spice“) haben mich diesmal positiv überrascht – statt mich zu stören, haben sie mich gefesselt und neugierig weiterlesen lassen.
Die Serie, die Maya plant, wäre zwar persönlich nicht mein Fall und auch das Konzept spricht mich nicht wirklich an. Trotzdem habe ich ihr von Herzen gewünscht, dass sie damit Erfolg hat. Insgesamt könnte ich mir sehr gut eine Fortsetzung vorstellen – die Geschichte bietet definitiv Potenzial für einen zweiten Teil.