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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Hier wird gekocht

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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Dwight Faraday ist einer der besten Agenten des FBI. Doch er kann nicht nur ermitteln, sondern auch hervorragend kochen – eine Fähigkeit, die ihm einen ungewöhnlichen Spezialauftrag einbringt. Er soll ...

Dwight Faraday ist einer der besten Agenten des FBI. Doch er kann nicht nur ermitteln, sondern auch hervorragend kochen – eine Fähigkeit, die ihm einen ungewöhnlichen Spezialauftrag einbringt. Er soll das italienische Restaurant der Familie Villa infiltrieren, die unter Verdacht steht, enge Verbindungen zur New Yorker Unterwelt zu haben. Für Dwight erscheint der Auftrag zunächst problemlos lösbar. Doch er rechnet nicht mit Julia, der temperamentvollen Tochter des Besitzers, die sich nichts gefallen lässt und äußerst misstrauisch ist.
Um an die nötigen Informationen zu gelangen, muss Dwight ihr Vertrauen gewinnen – und dafür bleibt ihm nur ein Weg: Er muss ihr Herz berühren. Doch Julia scheint gegen jede Form von Romantik immun zu sein. Während Dwight beruflich professionell bleiben sollte, merkt er, dass er selbst immer empfänglicher für das Knistern zwischen ihnen wird …

(Hörbuchwertung)
Ich habe ungewöhnlich lange gebraucht, um dieses Hörbuch zu Ende zu hören. Oft habe ich es nur nebenbei laufen lassen, während ich eigentlich etwas anderes gemacht habe – ein Zeichen dafür, dass es mich nicht richtig packen konnte. Julia ging mir mit ihrem ständigen Gejammer zunehmend auf die Nerven. Sie beschwert sich unentwegt darüber, wie sehr sie unterdrückt wird und was sie im Leben verändern möchte, aber zu Hause bringt sie nie den Mut auf, offen zu sagen, was sie denkt.
Ob ich Dwight mag, weiß ich bis zum Schluss nicht wirklich. Ich hatte einen coolen, toughen Agenten erwartet, bekam aber eher das Gegenteil: eine Figur, die erstaunlich blass und unsicher wirkt. Die romantischen Szenen waren für mich extrem langweilig. Anders als im Buch kann man sie im Hörbuch nicht einfach überspringen – und ich habe mehrfach darüber nachgedacht vorzuspulen, nur um nicht einzuschlafen. Die dauernden Gedanken über Liebe und Gefühlskram wirkten überzogen und albern. Insgesamt hat genau das mir den Hörspaß stark verdorben.

Veröffentlicht am 30.11.2025

20er Jahre Mord

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Eigentlich möchte Izzy Morales nur eines: mit ihren Freunden unbeschwert den Schulabschluss feiern. Dafür hat ihre beste Freundin Kassidy eine besondere Überraschung organisiert. Sie lädt die ganze Gruppe ...

Eigentlich möchte Izzy Morales nur eines: mit ihren Freunden unbeschwert den Schulabschluss feiern. Dafür hat ihre beste Freundin Kassidy eine besondere Überraschung organisiert. Sie lädt die ganze Gruppe in ein abgelegenes Herrenhaus auf einer einsamen Insel ein, wo eine mehrtägige Party im Stil der 1920er Jahre stattfinden soll – mit glamourösen Vintage-Outfits, funkelnden Diamanten und dem Gefühl, für kurze Zeit in eine andere Epoche einzutauchen.

Zunächst genießen sie die extravagante Atmosphäre und feiern ausgelassen. Doch der Traum zerbricht abrupt, als Kassidys Freund plötzlich tot aufgefunden wird. Die Polizei trifft zwar schnell ein, doch kurz darauf zieht ein gewaltiger Sturm über die Insel und schneidet Ashwood Manor vollständig von der Außenwelt ab. Niemand kann weg, niemand kann kommen.

Schon bald wird klar, dass jeder der Anwesenden ein mögliches Motiv gehabt hätte. Heimlichkeiten, alte Konflikte und unausgesprochene Wahrheiten treten zutage und machen jeden verdächtig. Doch eine Sache lässt Izzy besonders zittern: Das Messer, mit dem der Mord verübt wurde, stammt ausgerechnet aus ihrem Besitz – sie war es, die es auf die Insel mitgebracht hat.

Während die Spannung im Herrenhaus immer weiter steigt und die Atmosphäre der goldenen Zwanziger in scharfem Kontrast zu den dunklen Ereignissen steht, erkennt Izzy, dass die Wahrheit viel tiefer reicht, als sie zunächst ahnte. Und dass niemand hier wirklich unschuldig ist.



Die Spannung war definitiv vorhanden, doch die Motive wirkten oft wenig überzeugend und viele der Verdächtigen nicht besonders bedrohlich. Anfangs glaubt man durch den Schreibstil zu wissen, wer der Täter sein muss, doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verschieben sich die Verdächte – was positiv überrascht. Das Setting mit dem 20er-Jahre-Motto und der isolierten Insel war hervorragend gewählt und hat viel Atmosphäre geschaffen. Allerdings wurde meiner Meinung nach etwas zu häufig über alte Filme gesprochen, fast schon in einer Art Besessenheit, was schließlich auch im Ende eine große Rolle spielt. Insgesamt trotzdem ein spannendes Buch mit starkem Setting.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Titel ist Programm

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mit ihren 76 Jahren hatte Rosemary MacLaine geplant, ihr Leben ruhig angehen zu lassen: gemütlich Kreuzworträtsel lösen, keine Hektik, keine Umarmungen und schon gar keine Partys. Doch dann erreicht sie ...

Mit ihren 76 Jahren hatte Rosemary MacLaine geplant, ihr Leben ruhig angehen zu lassen: gemütlich Kreuzworträtsel lösen, keine Hektik, keine Umarmungen und schon gar keine Partys. Doch dann erreicht sie eine Einladung ihrer wohlhabenden Nachbarin Jane – verbunden mit einer unmissverständlichen Drohung. Wenn Rosemary nicht erscheint, wird ihr dunkelstes Geheimnis ans Licht kommen. Für sie steht fest: Absagen ist unmöglich. Also bittet sie die einzige Person um Begleitung, auf die sie sich verlassen kann – ihre Enkelin Addie, krisenerprobt, praktisch veranlagt und nervenstark.

Neben Rosemary haben sieben weitere Menschen eine Einladung erhalten. Jeder von ihnen trägt ein brisantes Geheimnis mit sich herum, das auf keinen Fall bekannt werden darf. Während draußen ein schwerer Schneesturm aufzieht, treffen Rosemary und Addie in Janes abgeschiedenem Herrenhaus auf diesen ungewöhnlichen Kreis handverlesener Gäste. Doch bevor die Stimmung überhaupt festlich werden kann, durchdringt ein Schrei das Gebäude. Kurz darauf findet man Jane – ermordet.

Für Rosemary und Addie ergeben sich sofort drei Gewissheiten. Erstens: Jane war nicht die Drahtzieherin dieser unheimlichen Zusammenkunft. Zweitens: Der Mörder befindet sich unter den Gästen. Und drittens: Um ihn zu entlarven, müssen sie herausfinden, weshalb genau diese Menschen eingeladen wurden – und welches Geheimnis sie verbindet. Denn eines ist klar: Wenn sie die Antworten nicht schnell genug finden, wird es nicht bei einem Mord bleiben …



Die Grundidee ist spannend, aber leider sehr langweilig umgesetzt. Addie spricht ununterbrochen in Gamingsprache, was nicht nur unpassend wirkt, sondern auch extrem nervig ist. Fast jede Situation vergleicht sie mit Computerspielen, wodurch viele Momente unfreiwillig albern werden. Die Handlung springt zudem schnell von Szene zu Szene, oft so abrupt, dass man kaum weiß, wo man sich gerade befindet. Insgesamt empfand ich die Story so zäh erzählt, dass ich mehrfach überprüft habe, wie viele Seiten noch vor mir liegen.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Party mit Leiche

Post, Mord und Provinzgeflüster - Tod an einem stillen Ort
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Beim 500-jährigen Jubiläum des Flammang-Anwesens begegnet Sully Morland seiner Jugendliebe Jou wieder, die extra aus Norwegen angereist ist. Die Stimmung ist festlich, alte Erinnerungen werden wach, und ...

Beim 500-jährigen Jubiläum des Flammang-Anwesens begegnet Sully Morland seiner Jugendliebe Jou wieder, die extra aus Norwegen angereist ist. Die Stimmung ist festlich, alte Erinnerungen werden wach, und für einen Moment scheint alles perfekt. Doch die Feier nimmt eine dramatische Wendung, als ein langjähriger Freund der Familie tot aufgefunden wird. War es ein tragischer Unfall – oder wurde er ermordet?

Während Sully beginnt, die Puzzleteile zusammenzufügen, zeigt sich schnell, dass der Tote keineswegs nur Freunde hatte. Hinter der glamourösen Fassade des Jubiläums verbergen sich alte Konflikte, Eifersüchteleien und unausgesprochene Feindschaften. Und plötzlich rückt ausgerechnet Jou ins Zentrum der Ermittlungen: Auch sie hätte ein Motiv.

Für Sully ist die Jagd nach einem Mörder nichts Neues, doch diesmal ist alles anders. Der Fall trifft ihn persönlich. Die Grenzen zwischen Pflicht und Gefühl verschwimmen, und je näher er der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr – für ihn selbst und für die Menschen, die ihm etwas bedeuten.



Beim Lesen habe ich leider immer wieder den Faden verloren. Es tauchten erneut viele neue Figuren auf, deren Namen sich unglaublich ähnlich anhörten, sodass ich irgendwann nicht mehr wusste, wer wer ist. Dadurch habe ich aufgehört aktiv mitzudenken und mich nur noch berieseln lassen. Ich hoffe wirklich, dass es in den nächsten Bänden weniger Charaktere und klarer unterscheidbare Namen gibt, sonst leidet der Lesespaß für mich zunehmend.

Der Fall selbst wirkte dadurch auf mich nicht ganz durchschaubar. Ich habe mehrere Personen miteinander verwechselt und wusste stellenweise nicht mehr, welche Rolle sie im Plot spielen oder was genau passiert war. Das machte die Spannung zwar nicht kaputt, aber es hinderte mich daran, richtig in die Geschichte einzutauchen.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Das Monster neben ihr

House of the Beast
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Als uneheliches Kind und von ihrer Umgebung gemieden, hat Alma früh gelernt, mit der Einsamkeit zu leben – solange ihre Mutter an ihrer Seite war. Doch als diese schwer erkrankt, stößt Alma auf einen Hinweis ...

Als uneheliches Kind und von ihrer Umgebung gemieden, hat Alma früh gelernt, mit der Einsamkeit zu leben – solange ihre Mutter an ihrer Seite war. Doch als diese schwer erkrankt, stößt Alma auf einen Hinweis zu ihrem entfremdeten Vater. In ihrer Verzweiflung schreibt sie ihm eine Nachricht und bittet um Hilfe, ohne zu ahnen, wer er wirklich ist. Alma ist ein Bastard des Hauses Avera, einer der vier adligen Familien, die den Göttern dienen und von deren Macht durchdrungen sind. Ihr Vater ist das menschliche Gefäß der Schreckensbestie, dem furchterregendsten aller Götter, einem uralten Wesen, das als Vorbote des Todes gilt.

Im Austausch für die Medizin, die ihre Mutter retten soll, erklärt Alma sich bereit, der Bestie ihren linken Arm zu opfern. Die Zeremonie bindet sie unwiderruflich an das Haus und die Gottheit. Doch trotz ihres Opfers stirbt ihre Mutter wenig später, und Alma bleibt auf dem Anwesen der Averas zurück: gefangen, verachtet und kaum mehr als ein Werkzeug in den Plänen ihres Vaters.

Jetzt hält sie einzig ihr Wunsch nach Vergeltung aufrecht – und die seltsame Verbindung, die sie zu ihrem Gott besitzt. Die Schreckensbestie ist ständig an ihrer Seite, ein uraltes Monster, das nur für sie die Gestalt eines schönen Prinzen mit sternenklarem Haar annimmt. Er behauptet, Alma sei auserwählt, die Welt zu verändern, und mit seiner Hilfe schmiedet sie einen gefährlichen Plan: Sie will das Haus zerstören, das ihr alles genommen hat.




Beim Lesen fühlte ich mich zwar zeitweise in eine andere Welt versetzt, aber es fiel mir schwer, wieder hineinzufinden. Die vielen, sehr ausschweifend beschriebenen Kämpfe haben mich oft aus der Handlung herausgerissen; ich hoffte jedes Mal, dass sie bald enden. Die Welt wirkte unklar – ich wusste nie, ob es eine Fantasiewelt, ein anderer Planet oder eine Art Parallelversion unserer Realität sein sollte, was vieles seltsam und wenig glaubhaft machte. Kämpfe mit robotischen Wesen aus Leichenteilen empfand ich schlicht als absurd. Auch mit Alma wurde ich nicht warm; ihr Charakter erschien mir extrem merkwürdig und schwer greifbar.