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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2023

Berlin in den 70ern, die Familiengeschichte wird weitergeschrieben

Club Paradies - Im Licht der Freiheit
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Es handelt sich um den zweiten und letzten Band der Geschichte rund um die Berliner Familie Borchardt. wegen des besseren Verständnisses und auch wegen des absolut großen Unterhaltungswerts empfehle ich, ...

Es handelt sich um den zweiten und letzten Band der Geschichte rund um die Berliner Familie Borchardt. wegen des besseren Verständnisses und auch wegen des absolut großen Unterhaltungswerts empfehle ich, den ersten Band vorab zu lesen, die Geschichte wird einen nicht mehr loslassen.

Der Roman knüpft nahtlos an den Vorgängerband an, diesmal steht die Ehefrau Maria im Mittelpunkt, auch die Entwicklung ihrer jungen erwachsenen Kinder wird weiterbeleuchtet. Diese Familiengeschichte hat mich absolut gefesselt, eine Story mit Höhen und Tiefen eines Lebens, in der auch politische Entwicklungen der 70er Jahre eine wichtige Rolle spielen. Starke Frauencharaktere haben mich hier sehr fasziniert, nach jedem Kapitel war ich absolut gespannt, welchen Verlauf die Geschichte nun weiter nimmt. Der Blick sowohl in menschliche Abgründe als auch in tiefe Gefühle und Verletzlichkeiten machen das Buch für mich zu jeder Zeit so eindringlich, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.

Wer gerne eine rasante Familien-Story mit Höhen und Tiefen liest, die auch noch mit einem interessanten Stück deutscher Zeitgeschichte verknüpft ist, dem kann ich das Buch absolut empfehlen. Die Hintergründe sind sehr gut recherchiert, das Nachwort lege ich dem Leser besonders ans Herz.

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Veröffentlicht am 19.09.2023

Wenn Enkel erwachsen und Großeltern alt werden

Sylter Welle
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Max hat als Kind regelmäßig seine Ferien mit den Großeltern auf einem Sylter Campingplatz verbracht. Als junger erwachsener Mann soll es nun noch einmal ein letzter gemeinsamer Urlaub auf Sylt sein, diesmal ...

Max hat als Kind regelmäßig seine Ferien mit den Großeltern auf einem Sylter Campingplatz verbracht. Als junger erwachsener Mann soll es nun noch einmal ein letzter gemeinsamer Urlaub auf Sylt sein, diesmal in einer Ferienwohnung, Camping ist den Großeltern mittlerweile zu beschwerlich...

Was zunächst einen leichten Sommerroman mit familiären Verwicklungen erwarten lässt, stellt sich schnell als Rückblick in die Familiengeschichte dar, bei denen natürlich Oma Lore und Opa Helmut über allem thronen.

Der Autor stellt uns hier wohl einen autobiographischen Roman vor, der insgesamt für mich eine Hommage an die Großeltern darstellt, Menschen, die es in ihrer Generation nicht immer leicht gehabt haben, ihr Leben aber doch gemeistert haben. In verschiedenen kleinen Episoden erfahren wir so Einiges rund um die Familie des Autoren, teils ungeschönt, teils lustig oder ironisch vorgebracht. In der Gegenwartsebene wird deutlich, dass auch die Großeltern irgendwann so sehr altern, dass ihnen das Leben nicht mehr leicht fällt. Die ganz besondere Beziehung zwischen Max und Oma und Opa schwingt aber immer zwischen den Zeilen mit. Ein Abschied von der geliebten Insel deutet wohl auch einen baldigen Abschied von den Großeltern an.

Für mich war das Buch leicht zu lesen, es hat dennoch Anspruch und macht nachdenklich. Über allem schwebte für mich aber auch eine gewisse Zärtlichkeit zwischen den Generationen, die man wohl nur ganz genau fühlen kann, wenn man Mitglied der Familie ist. Einige wenige Längen bei den Erzählungen aus der Vergangenheit sind mein einziger Kritikpunkt, ansonsten kann ich diesen ganz besonderen Roman sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Liebesglück an der Ostsee

Warnemünder Herbst
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Nachdem wir im "Sommer" die Geschichte von Rieke lesen durften, steht nun im "Warnemünder Herbst" ihre Freundin Sanne, die wir aus dem Vorband kurz kennengelernt haben, im Mittelpunkt. Der "Herbst" ist ...

Nachdem wir im "Sommer" die Geschichte von Rieke lesen durften, steht nun im "Warnemünder Herbst" ihre Freundin Sanne, die wir aus dem Vorband kurz kennengelernt haben, im Mittelpunkt. Der "Herbst" ist eigenständig lesbar, für eine noch größere Lesefreude und zum noch engeren Verständnis der Personen empfehle ich jedoch auch den ersten Band, auch er hat großen Spaß gemacht!

Sanne reist mit Sack und Pack von Berlin an die Ostsee, um endlich mit ihrem Freund Matthias zusammenzuziehen. Ob dieser genauso begeistert ist und welche liebesmäßigen Verwicklungen das Leben für beide noch parat hält, davon erzählt uns dieser tolle Roman. Einige liebgewonnene Charaktere aus dem Vorband trifft man hier in kleineren Rollen auch wieder.

Ich habe die Seiten des Buches wieder verschlungen, so eine schöne, leichte und unterhaltsame Wohlfühlgeschichte war bei den letzten Sonnenstrahlen des Sommers für mich genau das Richtige! Neben der wirklich spannenden Story, bei der man bis zum Schluss nicht weiß, wer mit wem, habe ich die tollen Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen in und um Warnemünde sehr genossen, das Urlaubsfeeling war direkt wieder da und mit ihm der Wunsch, in dieser tollen Gegend doch mal einige Tage Urlaub zu machen.

Im Folgeband will ich nun unbedingt erfahren, wie es mit der kleinen Pension am Meer weitergeht, bis dahin hier erst mal eine absolute Leseempfehlung, nicht nur, aber auch für alle Urlaubssüchtigen.

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Veröffentlicht am 12.09.2023

Sparen für Nichts

Eigentum
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Marianne Haas hat ihr Leben lang gearbeitet, gespart und gehofft. Für die eigenen vier Wände. Nun liegt sie hochbetagt im Sterben, ihr Sohn blickt zurück auf Mutters langes, entbehrungsreiches, oft trostloses ...

Marianne Haas hat ihr Leben lang gearbeitet, gespart und gehofft. Für die eigenen vier Wände. Nun liegt sie hochbetagt im Sterben, ihr Sohn blickt zurück auf Mutters langes, entbehrungsreiches, oft trostloses Leben und auch seine eigene Kindheit und Jugend, die mit von den Zwängen der Mutter bestimmt waren.



Der Autor Wolf Haas legt uns hier einen ungewöhnlichen und wohl überwiegend autobiographischen Roman vor, ein einseitiges "Zwiegespräch" mit der Mutter, teilweise nicht ohne Vorwürfe, aber auch humorvoll und ironisch geschrieben. Ein raffinierter, klarer, manchmal eindringlicher Sprachstil zeugen von einem Leben, dass für viele dieser Müttergeneration stehen kann: immer nur arbeiten, arbeiten, arbeiten, um am Ende mit (fast) nichts dazustehen. Das Buchcover, wie in einfachem Packpapier eingepackt, verdeutlicht die Situation zusätzlich.

Trotz allem habe ich das Buch nicht als trostlos empfunden. Irgendwie war für mich auch eine gewisse Zuneigung zwischen Autor und Mutter erkennbar, wenn man zwischen den Zeilen liest.



Obwohl das Buch nicht einmal 200 Seiten umfasst, sollte man es nicht schnell herunterlesen, sondern sich immer wieder Pausen zum Nachdenken nehmen, dann wird man mit einer ganz besonderen Geschichte belohnt.

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Veröffentlicht am 09.09.2023

Wiedersehen auf Mallorca

Zeiten der Versöhnung
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Der vierte und leider schon letzte Band dieser Saga führt uns wieder zurück auf die Insel Mallorca, wo Antonia nach einem Schicksalsschlag zu ihren Wurzeln zurückkehrt und ihre Lieben wieder in die Arme ...

Der vierte und leider schon letzte Band dieser Saga führt uns wieder zurück auf die Insel Mallorca, wo Antonia nach einem Schicksalsschlag zu ihren Wurzeln zurückkehrt und ihre Lieben wieder in die Arme schließen kann. Welche tollen aber auch dramatischen Erlebnisse das Schicksal nicht nur für Antonia sondern alle Mitglieder der Familie Delgado noch parat hält, davon erfahren wir in diesem ebenfalls wieder absolut mitreissenden, spannenden und unterhaltsamen Roman.

Alle vier Bände, die man unbedingt zusammen gelesen haben sollte, haben mich absolut begeistert. In einer tollen Familie mit all ihren Höhen und Tiefen, mit Intrigen und Zusammenhalt und der allen innewohnenden Liebe zum Wein und der Heimat habe ich mich manches Mal nicht nur als stille Beobachterin, sondern schon als Freundin der Familie gefühlt. Hieran haben der wirklich mitreißende Schreibstil der Autorinnen und die wunderbaren Beschreibungen zu Landschaft und Weinbau einen grossen Anteil. Gerade, wenn man Mallorca schon selbst aus dem Urlaub kennt, taucht man gerne wieder in die schöne Umgebung ein und gewinnt hierbei vielleicht auch den ein oder anderen neuen Eindruck. 

Bleibt mir am Ende sowohl den Autorinnen als auch der Familie Delgado alles Liebe für eine glückliche Zukunft zu wünschen, ich habe Euch sehr gerne über die Jahre begleitet!

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