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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2023

Berührende Familiengeschichte

Der Ruf des Eisvogels
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In diesem Roman erfahren wir die Familiengeschichte von Olga, ihrer Tochter und ihrer Enkelin. Olga ist Ärztin, ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen, wir ...

In diesem Roman erfahren wir die Familiengeschichte von Olga, ihrer Tochter und ihrer Enkelin. Olga ist Ärztin, ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen, wir erfahren rückblickend Einiges über das Leben Olgas, deren Tochter und Enkelin sie in der Gegenwart in ihre Heimat in den Osten Deutsschlands zurückbringen. Nach und nach kommen bisher nicht bekannte Geschehnisse aus der Vergangenheit ans Licht.

Der Roman hat mich sehr berührt, schnell werden einem die Charaktere nahegebracht, die Frauen stehen dabei sehr im Vordergrund. Ein leichter eingehender Schreibstil lassen mich leicht durch die Seiten fliegen und einen engen Bezug zu den Protagonisten aufbauen, welche sich über alle Generationen ziehen. Das Ende lässt mich nachdenklich aber auch zufrieden zurück. Eine Leseempfehlung für alle Liebhaber historischer Romane, verbunden mit einer eingehenden Familiengeschichte.

Das Motiv des namensgebenden Eisvogels begleitet einen durch die Geschichte, mag sich jeder seine eigenen Gefanken dazu machen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2023

Gelungener Start in eine neue Krimi-Reihe

Eddies Coup
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Der Ex-Polizist Adam und seine junge Nachbarin Lizzy finden einen weiteren Hausbewohner - Eddie - tot in dessen Wohnung auf, offenbar ermordet. Da die Polizei diesen Fall schnell als Tat eines Junkies ...

Der Ex-Polizist Adam und seine junge Nachbarin Lizzy finden einen weiteren Hausbewohner - Eddie - tot in dessen Wohnung auf, offenbar ermordet. Da die Polizei diesen Fall schnell als Tat eines Junkies abtut und sich offenbar auch nicht um eindeutige Hinweise auf einen Täter kümmert, begeben sich Adam und Lizzie selbst auf die nicht ungefährliche Suche. Ist Eddie überhaupt derjenige, als der er sich ausgegeben hat?

Das Buch umfasst 130 Seiten und ist bestens geeignet für eine Leseerlebnis zwischendurch. Durch die Kürze ist die Handlung durchgehend spannend gehalten, auch die Hauptdarsteller werden einem hinreichend nahe gebracht, in Folgebänden werden diese bestimmt noch weiter ausgefeilt werden. Eine interessante Geschichte, bei der es auch um die Auseinandersetzung zwischen Adam und seinen Ex-Kollegen geht, hat mich gut unterhalten, ein (kleiner) Cliffhanger weckt bei mir das Interesse auf den nachfolgenden Band.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Hamburg zwischen Arm und Reich

Blankenese - Zwei Familien
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Der Roman führt uns nach Hamburg-Blankenese in die Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg. Dort begegnen sich John Casparius - Reeder-Sohn aus gutsituiertem Haus - und die arme Leni Hansen, deren verwitwete ...

Der Roman führt uns nach Hamburg-Blankenese in die Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg. Dort begegnen sich John Casparius - Reeder-Sohn aus gutsituiertem Haus - und die arme Leni Hansen, deren verwitwete Mutter mit einer Kneipe sich und die Kinder mehr schlecht als recht durchschleppt. Gegen alle Vernunft heiraten John und Leni und müssen sich schon sofort nicht nur mit den Anfeindungen der Reederfamilie sondern auch, vermeintlich standesbedingt, mit Problemen unter sich auseinandersetzen. Wirtschaftlich schwierige Zeiten sowie aufkommende politische Unruhen bis hin zum beginnenden Nazi-Regime stellen die beiden und ihre Familien vor harte Prüfungen.
Dies ist mein erster Roman von Manuela Grünig. Das Cover mit der herrschaftlichen Villa und den beiden Personen hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Direkt zu Beginn fühlte ich mich eingebunden in die Geschichte, ein zügiger Schreibstil, der auch die verschiedenen Charaktere für mich bunt und differenziert zeichnet, lassen mich durch die Zeilen fliegen. Ein mir nur aus heutigen Zeiten bekanntes Hamburg vor mehr als hundert Jahren beflügelt durch die Beschreibungen gerade auch des Treppenviertels meine Phantasie und hält mir die Szenerie genau vor Augen. Sympathieträger wechseln sich ab mit Unsympathen, wobei hier auch im Laufe der Geschichte die Seiten schon mal wechseln. Insgesamt wurde mir hier der krasse Gegensatz zwischen Arm und Reich bildhaft aufgezeigt, aber auch die Chancen, die das Leben für einen bereithalten kann. Wahre Freundschaft kennt keine Standesunterschiede, aber auch das Band der Familie ist im Leben oft sehr stark und wichtig.
Das Buch endet kurz vor Beginn des zweiten Weltkriegs und lässt mich gespannt auf den Folgeband warten, in dem ich hoffentlich die weiteren Entwicklungen, insbesondere auch der Nachfolgegenerationen verfolgen kann.
Eine klare Leseempfehlung für Liebhaber historischer Romane in einem bekannten Umfeld, geschickt gemischt zwischen geschichtlichen Tatsachen und fiktiver Familiengeschichte.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Flucht vor den Häschern

Das Gelübde der vergessenen Tochter
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Dieser Roman führt uns ins 12. Jahrhundert in ein Kloster in den Bayrischen Bergen. Die junge Laya findet dort Unterschlupf, nachdem sie mit ihrem Geliebten Julian das Elternhaus verlassen hat und unterwegs ...

Dieser Roman führt uns ins 12. Jahrhundert in ein Kloster in den Bayrischen Bergen. Die junge Laya findet dort Unterschlupf, nachdem sie mit ihrem Geliebten Julian das Elternhaus verlassen hat und unterwegs überfallen wurde. Julian wurde dabei getötet, Laya hat nur knapp und durch eine List überlebt. Im Kloster lernt sie Ansgar kennen, der dort ebenfalls lebt, aber nicht zu den Mönchen gehört. Da in den umliegenden Dörfern immer wieder junge Mädchen verschwinden, begeben sich Laya und Ansgar daran, den Gründen hierfür sowie den Hintermännern auf die Schliche zu kommen.

Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende total begeistert. Es war mein erster historischer Roman, der zeitlich so weit zurückliegt. Einige altertümliche Begriffe werden in einer Übersicht erklärt, ansonsten ist der Schreibstil flüssig und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchlesen können. Neben den wirklich interessanten Beschreibungen des Klosterlebens und der Lebensgewohnheiten von Adel und Fußvolk stehen hier natürlich die Charaktere im Vordergrund, auch die "Nebendarsteller" sind sehr liebevoll ausgearbeitet, so dass ich sowohl zu "Gut" als auch zu "Böse" eine nahe Beziehung aufbauen konnte und die Personen förmlich vor mir sah. Bei machen musste ich sogar etwas schmunzeln. Dass es sich bei der Geschichte um einen Krimi im historischen Gewand handelt, hatte ich vorab nicht erwartet, war aber hierüber positiv überrascht. Der Spannungsfaden hielt sich bis zum Schluss, auch unterstützt durch die ausgefeilte Beschreibung der Location. Ständig hatte ich andere Verdächtige im Visier, ein (kleiner) Cliffhanger lässt den Leser mit Vorfreude auf den Folgeband zurück.

Von mir eine klare Leseempfehlung für Liebhaber historische Romane, die auch mal gerne Krimi-Elemente kennenlernen möchten.

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Veröffentlicht am 06.02.2023

Die Probleme einer farbigen Jugendlichen

Salomés Zorn
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In diesem Buch erfahren wir Einiges über das nicht einfache Leben der farbigen Jugendlichen Salomé, die in den Niederlanden aufwächst und eine Strafe im Jugendarrest absitzt.

Der Roman erzählt in der ...

In diesem Buch erfahren wir Einiges über das nicht einfache Leben der farbigen Jugendlichen Salomé, die in den Niederlanden aufwächst und eine Strafe im Jugendarrest absitzt.

Der Roman erzählt in der Ich-Form aus der Sicht Salomés, von ihrer Außenseiterrolle, nicht nur im Knast, sondern auch im täglichen Leben, bedingt durch ihre dunkle Hautfarbe. Die Geschichte ist in einem nüchternen und flotten Schreibstil gehalten und entspricht der Erzählweise einer Jugendlichen. Es hat mich teilweise erschüttert, welchen Anfeindungen sie begegnet und was diese in ihr auslösen. Von der Thematik und der Umsetzung her eine gelungene Geschichte, für mich (Ü50) allerdings nicht der Schreibstil, den ich gerne lese. Für eine jüngere Altersgruppe ist der Roman bestimmt bestens geeignet.

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