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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2020

das Leuchten der Liebe

Südlichter
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In dem Roman „Lavendelzimmer“ wird immer wieder das Buch Südlichter erwähnt und nach dem Autor gesucht. Nun gibt es endlich die Geschichte dazu, wunderbar erzählt von Nina George. In der Provence in einem ...

In dem Roman „Lavendelzimmer“ wird immer wieder das Buch Südlichter erwähnt und nach dem Autor gesucht. Nun gibt es endlich die Geschichte dazu, wunderbar erzählt von Nina George. In der Provence in einem kleinen verschlafenen Ort lebt Marie-Jeanne bei ihren Pflegeeltern, sie wächst heran, hat Freunde und genießt die Natur. Ihr Ziehvater nimmt sie häufig mit auf seinen Touren zu entlegenen Häuser, um denen Dinge des Lebens zu liefern. Bei einer dieser Touren entstand die Idee zu einem Bücherbus, denn auch Bücher sind lebensnotwendig. Im Teenageralter entdeckt Marie-Jeanne ein Leuchten an anderen Menschen, an ganz unterschiedlichen Stellen, sehr intensiv, wenn diese etwas schönes machen oder einen Menschen ansehen, den sie lieben. Außer ihr sieht keiner dieses Leuchten, diese Südlichter. Jeder ab 13 Jahren hat es, doch als sie selbst das Alter erreicht, hat sie kein Leuchten an sich. Warum nicht? Wird sie nicht lieben dürfen? Marie-Jeanne sucht nach ihrer eigenen Bestimmung im Leben.
Ganz unsentimental und doch herzbewegend werden verschiedene Liebesbeziehungen aus der Sicht der imaginären Figur der Liebe geschildert. Poetisch und mit vielen nachdenklich machenden Passagen versehen.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

teilen bringt mehr

GIER - Wie weit würdest du gehen?
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Auf einem Treffen mächtiger Wirtschaftsbosse, Bankiers und Politiker soll der Nobelpreisträger Herbert Thompson eine Rede halten. Bevor es dazu kommt hat er einen Autounfall bei dem auch seine Begleiter ...

Auf einem Treffen mächtiger Wirtschaftsbosse, Bankiers und Politiker soll der Nobelpreisträger Herbert Thompson eine Rede halten. Bevor es dazu kommt hat er einen Autounfall bei dem auch seine Begleiter ums Leben kommen. Dieses Unfall beobachtet der Krankenpflegerauszubildende Jan Wutte und eilt zu Hilfe. Es war kein Unfall und nun wird er von der Polizei und den Mördern gejagt. Er bekommt Hilfe und gemeinsam finden sie heraus, das die Rede Thompsons und bisheriges wirtschaftliches Denken und Handeln auf den Kopf stellen würde. Nicht das Streben nach mehr Reichtum für den Einzelnen, sondern das Teilen bringt jedem von uns mehr.
Eine rasante, teilweise übertrieben actiongeladen, Verfolgungsjagd durch Berlin wird mit mathematischen Berechnungen erzählt. Macht auf jeden Fall nachdenklich.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

wirklichkeitsfremd

Mrs. Calibans Geheimnis
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Dorothys Leben ist ein trauriges. Die Ehe mit Fred ist nur noch ein nebeneinander, man hat sich nicht mehr viel zu sagen nachdem ihr Kind gestorben ist. Fred ist den ganzen Tag bei der Arbeit während Dotty ...

Dorothys Leben ist ein trauriges. Die Ehe mit Fred ist nur noch ein nebeneinander, man hat sich nicht mehr viel zu sagen nachdem ihr Kind gestorben ist. Fred ist den ganzen Tag bei der Arbeit während Dotty ihre Zeit mit Grübeln und Hausarbeit verbringt. In der letzten Zeit hört sie immer wieder Stimmen aus dem Radio, die sie persönlich ansprechen. Während sie das Abendessen für ihren Mann und ihrem Gast zubereitet hört sie die Warnung des Radiosprechers, dass aus einem Labor ein gefährliches Wesen ausgebrochen sei. Es hätte bereits Menschen getötet. Dieses Wesen steht plötzlich in ihrer Küche und sieht verängstigt und hilflos aus. Sie nimmt das menschenähnliche Wesen in ihre Obhut, versteckt es und sorgt für Nahrung. Die Beziehung zu Larry wird immer intensiver.
Realität oder Fantasy, man kann sich selbst ein Urteil darüber bilden. Die Geschichte entwickelt sich im Laufe der Handlung immer wirklichkeitsfremder und skurril.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

facettenreich

Cox
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Nach dem Tod seiner kleinen Tochter Abigail und der darauf verstummenden Ehefrau Faye hält es Alister Cox nicht mehr länger aus. Etwas muss sich verändern. Da kommt der Auftrag des Kaisers von China, Qianlong, ...

Nach dem Tod seiner kleinen Tochter Abigail und der darauf verstummenden Ehefrau Faye hält es Alister Cox nicht mehr länger aus. Etwas muss sich verändern. Da kommt der Auftrag des Kaisers von China, Qianlong, gerade recht. Mit seinen Gehilfen und Partner fährt Cox in die verbotene Stadt um für Qianlong besondere Uhren zu bauen. Der kaiserliche Hof ist voller Misstrauen gegenüber den Fremden, die sich sogar in der verbotenen Stadt aufhalten dürfen. Nur der Dolmetscher Kiang steht ihnen zur Seite. Aber ist es wirklich eine Ehre und eine hervorragende Vergütung für den Kaiser zu arbeiten? Cox erlebt auch die Folterungen und grausame Tode für kleinste Vergehen.
Wunderbare und gleichzeitig verstörende Einblicke werden in das Kaiserreich Chinas gezeigt. Schönheit und immenser Reichtum auf der einen Seite, Brutalität, blinder Gehorsam und Armut auf der anderen. Der Schreibstil Christoph Ransmayrs ist facettenreich und gut lesbar.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

auf Glückssuche

Aufgetaut
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Felix hält sich für einen Loser, alles, was er angepackt hat, ist gescheitert, inklusive seiner Ehe. Maya, seine 11-jährige Tochter, hält ihm Vorträge über das Leben und den Naturschutz während sie auf ...

Felix hält sich für einen Loser, alles, was er angepackt hat, ist gescheitert, inklusive seiner Ehe. Maya, seine 11-jährige Tochter, hält ihm Vorträge über das Leben und den Naturschutz während sie auf einem Kreuzfahrtschiff in der Arktis einen kleinen Eisblock auf das Schiff zukommen sehen. Als der Block an Bord geholt wird, sehen sie darin ein kleines Minimammut und eine Steinzeitfrau. Dem immer mürrische Kapitän Lovskar wird die Kontrolle über das Schiff entzogen, als eine Gruppe Wissenschaftler um die Jugendliebe Felix, Amanda, die vor 33.000 Jahren Eingefrorenen auftauen möchten. Es gelingt, doch da Amanda diese zu Forschungszwecken missbrauchen möchte, fliehen Felix, Maya und der Kapitän.
Der Roman wird von alles Sichten beleuchtet. Mal hören wir von der Steinzeitfrau namens Urga über ihr Leben, ihre Liebe und ihre Hoffnung auf ein besseres Leben, mal von dem Minimammut, wie es seine Herde vermisst. Felix denkt an Amanda, an die schöne Zeit mit ihr im Internat und Maya möchte für alle eine bessere, gesündere Welt erschaffen, während Lovskar sich immer mehr zu Urga hingezogen fühlt. Allen eint, dass ihr Leben nicht glücklich verläuft und so machen sie sich auf die Suche nach dem Glück.
Wunderschön leicht, sehr humorvoll und gleichzeitig philosophisch geschrieben.

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