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Venatrix

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein neuer Blick auf Herbert von Karajan

Genie und Gewissen
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Michael Wolffsohn, Historiker und Nachfahre von aus NS-Deutschland geflüchtete Juden, begibt sich mit diesem Buch auf ein gefährliches Terrain. Denn er stellt die allgemeine Frage, ob Künstler und Künstlerinnen, ...

Michael Wolffsohn, Historiker und Nachfahre von aus NS-Deutschland geflüchtete Juden, begibt sich mit diesem Buch auf ein gefährliches Terrain. Denn er stellt die allgemeine Frage, ob Künstler und Künstlerinnen, die in der NS-Zeit Erfolge hatten, unbelastet sein können? Im konkreten Fall, geht es um Herbert von Karajan (1908-1989), den man viel Jahre hoch leben lässt, um ihn wenig später fast fallen zu lassen und ihn der Nähe zur NSDAP zeiht. Muss Person und Werk getrennt betrachtet werden? Geht das überhaupt? Was tun mit historischen Fehleinschätzungen?

Bei seinen Recherchen hat Wolffsohn bislang unbekannte (oder vielleicht nur übersehene) Fakten ausgegraben. Zudem hat er entdeckt, dass zahlreiche Journalisten, Autoren und auch Historiker die eine oder andere Information ohne weitere Nachfrage übernommen haben.

Das Ergebnis seiner Recherche und der Neubewertung Karajans liegt nun mit diesem Buch vor. Wolffsohn weiß, dass er sich damit nicht nur Freunde macht, wenn er der verbreiteten Annahme, Karajan sei durch seine Nähe zum Regime, ein Nutznießer desselben gewesen, widerspricht.

In drei großen Abschnitten erklärt er, wie er sich der Person Karajan und dem Künstler Karajan genähert hat. Er eröffnet der interessierten Leserschaft ein Bild des Künstlers, das ihn als politisch eher desinteressierten Menschen bezeichnet, der im Elfenbeinturm mit und für seine Musik lebt, und sich neben der Partitur sich für Engagements in berühmten Konzertsälen und Opernhäuser interessiert, aber die Ereignisse rundherum völlig ignoriert. Details der Politik? Interessieren Karajan nicht. Anders als so manch anderen Dirigenten ist es ihm auch völlig egal, ob die Musiker im Orchester Juden oder eben nicht Juden sind. Die Qualität der Musiker des Spiels ist für ihn entscheidend.

Die Aufgabe, die sich Michael Wolffsohn gestellt hat, nämlich ein differenziertes Bild von Herbert von Karajan zu zeichnen, halte ich für durchaus gelungen, wenn es auch immer Menschen geben wird, die von ihrer Meinung nicht abrücken werden.

Der Schreibstil ist trotz der vielen Zahlen, Daten und Fakten niemals trocken. Im Gegenteil an zahlreichen Stellen flicht der Autor ironische Bemerkungen ein, die sogar als solche gekennzeichnet sind. Manche Aussagen oder Bemerkungen werden wiederholt. Es scheint Wolffsohn sichtlich wichtig, diesem Input ordentlich Gehör zu schenken. Gleichzeitig mokiert er sich darüber, dass durch die oftmaligen Wiederholungen von Un- oder Halbwahrheiten durch Journalisten und Autoren diese nicht richtiger werden.

Zahlreiche Briefe und/oder Interviews mit Zeitgenossen und Karajans Töchtern ergänzen diese Biografie, die im Verlag Herder erschienen ist.

Letzten Ende ist es schwierig als jemand, der die Zeit des NS-Unrechtsregime nicht miterlebt hat, sich ein Urteil anzumaßen. Wie hätten Vertreter meiner Generation in dieser Situation gehandelt?

Spontan fällt mir die Schlussszene in István Szabós Film „Mephisto“ ein, in der der fiktive Schauspieler Henrik Höfgen (der aber eine reale Entsprechung hat) mitten im Berliner Olympiastadion von Scheinwerfer verfolgt wird und ausruft: „Was wollen die von mir? Ich bin doch nur ein Schauspieler.“ Ähnliches kann ich mir von Karajan auch vorstellen. „Ich bin ja nur ein Dirigent.“ Wahrscheinlich mit dem Zusatz „aber der Beste“, denn wenn sich Karajan auch unpolitisch verstanden hat, bescheiden, war er nie.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser differenzierte Biografie, die zahlreiche zentrale Irrtümer richtigstellt und einen neuen Blick auf Maestro Herbert von Karajan ermöglicht, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine klare Leseempfehlung!

Tanzen im Kopf
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Mara Balcovà hat bis zu ihrer Pensionierung in einem slowakischen Krankenhaus als Krankenschwester gearbeitet. Ihre Kinder sind erwachsen, der Ehemann ein Alkoholiker und die Pension gering. Sie macht ...

Mara Balcovà hat bis zu ihrer Pensionierung in einem slowakischen Krankenhaus als Krankenschwester gearbeitet. Ihre Kinder sind erwachsen, der Ehemann ein Alkoholiker und die Pension gering. Sie macht nun das, was viele Frauen ihres Alters machen: Sie nimmt eine Stelle als 24-Stunden-Pflegekraft in Österreich an. Ihre neue Klientin ist Elvira, einst eine gefeierte Tänzerin und Choreografin, die vor drei Jahren die niederschmetternde Diagnos der tödlichen Nervenkrankheit ALS erhalten hat. Inzwischen ist ihr Körper vollständig gelähmt, dennoch nimmt sie rege an ihrer Umgebung teil. Sie kann nur mehr mit einen durch ihre Augenbewegungen gesteuerten Computer mit ihrer Umwelt kommunizieren, aber im Kopf tanzt sie noch immer.

„Ich habe einen Vogel im Kopf. Er flattert in meinem Schädel herum und bringt alles durcheinander. Und er frisst, was er findet. Er frisst mein Gehirn. Die Hände und Füße sind dann machtlos. Sie tun nicht das, was der Verstand will.“

Die Pflege von Elvira ist trotz aller technischer Hilfsmittel anspruchsvoll. Doch die beiden Frauen kommen einander näher, obwohl sie unter unterschiedlichen Vorraussetzungen aufgewachsen sind. Anders als ihre Kollegin Jolanka, mit der sich Mara alle zwei abwechselt, erzählt Mara Märchen, die sie aus ihrer Kindheit kennt. Für Jolanka ist der „Aufwand, den Mara mit Elvira treibt, völlig unnötig“. Vor allem, dass Elvira ihr Aussehen wichtig ist und es genießt, geschminkt zu werden, findet Jolanka unpassend. Daher freut sie sich immer, wenn Mara für die nächsten zwei Wochen die Pflege übernimmt.

Mara und Fred, Elviras Vater, schenken Elvira, die Vivi genannt, wird schöne Stunden. So wird mit dem Twin City Liner auf der Donau nach Bratislava gefahren oder ein Ausflug in die Wachau organisiert. Vivi hat eine Bucket-List, die sie gerne erledigen möchte, bevor sie sich dem Unvermeidlichen stellt. Ein Punkt ist der Besuch einer Freundin, die nach einem Bühnenunfall auf den Rollstuhl angewiesen ist und in London lebt. Doch Fliegen lässt Vivs Gesundheitszustand, der noch dazu durch die aktuelle Covid-Pandemie bedroht ist, nicht zu.

Allerdings machen wir auch regelmäßig Abstecher in Maras Leben in ihrem Heimatort Modrany. Während sie zusätzlich Geld verdient, ergibt sich ihr Ehemann dem Alkohol. Als sie zu Weihnachten wegen des Dienstes nicht nach Hause kann, eskaliert die ohnehin angespannte Atmosphäre. Als dann wegen der Covid-Pandemie der mehrwöchige Lockdown verhängt wird, und Mara nicht nach Modrany fahren kann, fasst sie einen Entschluss ...


Meine Meinung:

Zdenka Becker spricht in diesem Roman gleich mehrere Themen an: Da ist z.B. die tägliche Arbeit der slowakischen Pflegekräfte bei ihren Klienten und Klientinnen, bei der sie häufig auch ausgenützt werden und zu Arbeiten herangezogen werden, die nicht im Vertrag stehen, oder die Entfremdung ihrer Ehemänner und Kinder in der Heimat. Gleichzeitig zeigt die Autorin, wie liebevoller und empathischer Umgang den Klienten und Klientinnen auch in aussichtlosen Fällen, ein wenig Lebensfreude schenken kann. Die rapide Verschlechterung Elviras Gesundheitszustandes betrübt auch Mara. Nicht nur, weil sie ihre Arbeit verlieren wird, sondern weil sie eine zutiefst empathische Person ist.

Man kann sich nur wünschen, eine Mara als Pflegekraft zu bekommen, wenn es einmal notwendig sein sollte.

Fazit:

Diesem berührenden Roman, der für mindestens eine Person ein neuer Anfang bedeutet, gebe ich gerne 5 Sterne und ein Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine Leseempfehlung!

Seelenverwandte
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Christine Dobretsberger hat 18 prominente Paare, die eine Seelenverwandtschaft zu einander verspüren, interviewt. In entspannter Atmosphäre, meistens in einem Kaffeehaus, haben sie zu dritt über diese ...

Christine Dobretsberger hat 18 prominente Paare, die eine Seelenverwandtschaft zu einander verspüren, interviewt. In entspannter Atmosphäre, meistens in einem Kaffeehaus, haben sie zu dritt über diese tiefe Freundschaft gesprochen.

Die meisten Paare haben sich über ihren Beruf gefunden. Interessanterweise sind nur zwei Paare auch privat ein Paar. Manche Seelenverwandtschaft ist z.B. wegen des großen Altersunterschieds durchaus ungewöhnlich, andere wiederum höchst einleuchtend.

Zu jedem Paar gibt es ca. 12 Seiten Text, die mit zahlreichen Fotos ergänzt werden.

Ich möchte den Beiträgen nicht vorgreifen. Einfach selbst lesen, ist meine Empfehlung. Es lohnt sich! Das Buch ist in gediegener Aufmacheung im Amalthea-Verlag erschienen, einzig ein Lesebändchen hätte ich mir noch gewünscht. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das sich bestens als Geschenk eignet, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine unbedingte Leseempfehlung!

Chinas entführte Töchter
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Barbara Demick, eine bekannte amerikanische Journalistin und Fernost-Korrespondentin der Los Angeles Times, erzählt die Geschichte der chinesischen Zwillinge Fangfang und Shuangjie, die 2000 geboren worden ...

Barbara Demick, eine bekannte amerikanische Journalistin und Fernost-Korrespondentin der Los Angeles Times, erzählt die Geschichte der chinesischen Zwillinge Fangfang und Shuangjie, die 2000 geboren worden sind. Da sie nicht die ersten Kinder ihrer Eltern sind, sind sie den Behörden, die die strengen Regeln zur Geburtenkontrolle überwachen, ein Dorn im Auge. Die Familie verbirgt die Zwillinge vor dem Staat, doch der Versuch scheitert. Fangfang wird im Alter von 18 Monaten ihrer Familie entrissen und zur Adoption freigegeben. Von einer christlichen Familie aufgenommen, wächst sie unter dem Namen Esther in Texas auf, ohne zu wissen, dass sie ein Opfer einer staatlichen Entführung ist.

Als sie vom Schicksal der getrennten Zwillinge erfährt, beginnen eine jahrelange Bemühungen das entführte Mädchen ausfindig zumachen und die Schwestern wieder zusammenzubringen. Dabei tauchen zahlreiche Fragen auf: Wie wird die Adoptivfamilie reagiern? Wie Fangfang/Esther? Welche Auswirkungen hat diese grausame Politik auf die Herkunfts- und Adoptivfamilien?

Meine Meinung:

Wie viele von uns im Westen, bin auch ich mit der Propaganda der Ein-Kind-Politik Chinas, um das ausufernde Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen, aufgewachsen. Immer wieder wurde angeprangert, dass weibliche Föten abgetrieben und Mädchen ausgesetzt worden sind, weil in der chinesischen Gesellschaft nur Söhne zählen. Inzwischen erlaubt der Staat wieder die Mehrkind-Familie, weil man feststellen musste, dass Millionen von jungen Männern ohne Frauen bleiben werden ...

Die amerikanische Journalistin und Auslandskorrespondentin in Asien schreibt in diesem Buch, dass es Familien gibt, die sich über die Ein-Kind-Politik, trotz Verbote und Repressalien, hinweg gesetzt haben und, dass auch Töchter geliebt worden sind. Hier könnte man sagen, ja Revoluzzer und Abweichler gab und gibt es immer wieder, auch vereinzelt in China.

Was die Autorin aber aufdeckt ist der wahre Skandal. Über Jahre hinweg werden Familien, die mehr als das eine genehmigte Kind haben, ihre vor allem weiblichen Babys weggenommen, schwangere Frauen zu (oft sehr späten) Abtreibungen sowie und Frauen und Männer zu Tubenligatur bzw. Vasektomie gezwungen. Behördenvertreter, die häufig durch neidische Nachbarn unterstützt werden, durchkämmen Dörfer nach Babys.

Zunächst werden die Babys innerhalb Chinas (gegen eine Gebühr versteht sich) an kinderlose Ehepaare vergeben. Wenig später entwickelt sich ein einträgliches Geschäft mit Auslandsadoptionen, bei dem hunderte Kinder gekidnappt, mit falschen Papieren als Waisen ausgegeben und an zahlungskräftige Familien vorrangig in den USA, aber auch in Europa verkauft werden.

Diese Reportage wirft mehr als einen Schatten auf die Weltmacht China, deren Menschen verachtende Politik ohnehin bekannt ist. Interessant sind die gesellschaftlichen Hintergründe, die Barbara Demick recherchiert hat. In einem Staat, in dem es kein Sozialversicherungssystem wie wir es kennen gibt, sind viele Söhne die einzige Altersvorsorge. Zudem gibt es zahlreiche Vorschriften wie ein gewisses Einkommen und ein Mindestalter um heiraten zu können. Theoretisch ist vorehelicher Geschlechtsverkehr verboten, was natürlich nicht wirklich eingehalten wird, weshalb es zu vielen un- oder vorehelichen Geburten kommt. Ein willkommener Anlass, diese Kinder den Frauen abzunehmen.

Nun, nach vielen Jahren der Einkind-Politik und der Feststellung, dass Millionen von jungen Männern unverheiratet bleiben werden, weil Frauen fehlen, hat eine staatliche Umkehr stattgefunden. Man versucht Frauen dazu zu „bewegen“ wieder mehr Kinder zu bekommen. Dass das mit „Zuckerbrot und Peitsche“ ebenso rabiat durchgesetzt wird, wie die Einkind-Familie, wird wohl niemanden überraschen ...

Fazit:

Das Buch ist eine gute Mischung aus penibel recherchierten Hintergründen, politischen Fakten sowie der Geschichten sowohl der Herkunfts- als auch der Adoptivfamilie der Zwillingsschwestern. Dieser Reportage, die ich beinahe atemlos und stellenweise mit Wut im Bauch gelesen habe, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Beste Krimiunterhaltung!

Einer flog über das Möwennest
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Wer sich bei diesem Titel an einen Film mit Jack Nicholson und eine psychiatrische Klinik erinnert fühlt, liegt grundsätzlich richtig. Nur dass wir es hier mit einer kleinen dermatologischen Privatklinik ...

Wer sich bei diesem Titel an einen Film mit Jack Nicholson und eine psychiatrische Klinik erinnert fühlt, liegt grundsätzlich richtig. Nur dass wir es hier mit einer kleinen dermatologischen Privatklinik zu tun bekommen, in der Thies Detlefsons Tochter Telje ein Praktikum macht. Auch andere Ähnlichkeiten und Abweichungen sind bewusst gewollt.

Doch der Reihe nach: Bounty und seine Entourage genießen die Idylle am Strand als Annabelle Sunshine (seine vermutliche kleine Tochter) in einem Möwennest eine Urne findet. Die ist dem fliegendem Seebestatter aus dem Flugzeug gefallen und leider nicht in der See gelandet.

Blöderweise kann aus der Asche kein Rückschluss auf die Person geschlossen werden, weil die Identifizierungsmarke fehlt, allerdings findet der neu Gerichtsmediziner Hung Nguyen einen Brillanten in der Asche.

Wenig später sieht man sich in der Klinik ermitteln, denn Maxime, einer der Pfleger mit einem Hang zum Medizinschrank, ist tot. Zuvor hat er Telje gegenüber angedeutet, ihr etwas über die Forschungen und Vorkommnisse zu erzählen. Und überhaupt ist in der Klinik nicht wie in anderen Krankenhäuser. Nur wenige Patientinnen, einige davon in der Station Sieben regelrecht kaserniert, die niemals Besuch bekommen, distanziertes Personal und der ungarische Klinikchef, bei dem Telje ihre Diss schreiben will, ist auffällig oft abwesend.

Nur Brad-Pitt-Verschnitt Tom, der ein Alfa Rosso- Cabrio fährt, verhält sich wie ein Oberarzt in jedem Krankenhaus: Er lässt sich von Fenja, der (zugegeben einzigen) Krankenschwester neben Mildred anschwärmen und brät seinerseits Telje an.

Oberschwester Mildred führt ein strenges Regiment, das sie mit dem Spruch „Wir legen hier Wert auf Ruhe. Das ist ein Krankenhaus und kein Nachtclub“ (S. 20 ff) mehrmals untermauert.

Was in diesem Krankenhaus vor sich geht, müsst ihr schon selbst lesen.

Meine Meinung:

Wie wir es von Krischan Koch gewöhnt sind, adaptiert er Titel und Stoff von Kino-Klassikern für seine Krimis, die allerdings in das beschauliche Leben von Fredenbüll eingebettet werden.

Neben dem Titel nimmt Krischan Koch auch bei den Figuren von Milós Formans Film Anleihen: Neben der Hauptfigur McMurphy finden auch Oberschwester Mildred und der baumlange Chief Bromden oder Dr. Spivy ihre Entsprechung.

Dieser 14. Fall beschert uns ein Wiedersehen mit vielen Bekannten aus den Vorgängern. Neu in der Runde ist der Gerichtsmediziner Hung Nguyen, der die Speisekarte der Hidde Kist mit vietnamesischen Spezialitäten bereichert. Zudem wird er auf Teljes Dating-List aufgenommen, obwohl ihre Mutter Heike eher Jugendfreund Tjark als Schwiegersohn favorisiert. Doch die Entscheidung muss vertagt werden, gilt es doch eine Diss zu schreiben.

Schmunzeln musste ich über Oma Ahlbeck und ihrem Kurt, deren neueste Lieblingssendung „True Traffic“ ist, in der man Staus aus ganz Deutschland und über die Grenze hinaus bis zum Brenner in Echtzeit sehen kann. Dabei entdecken sie nicht nur Ole Mathiesen (ihr wisst schon, der der im Dixi-Klo eingesperrt war) sondern auch ein rotes Cabrio.

Das Cover passt perfekt zu den 13 anderen Krimis.

Fazit:

Ein herrlich skurriler Cosy-Krimi, der mich bestens unterhalten hat, weshalb er 5 Sterne und eine Leseempfehlung erhält. Die gilt übrigens für die ganze Reihe, die am besten von Band 1 gelesen werden sollte.