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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2025

Fesselnd bis zur letzten Seite

Stumme Knochen
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Als Bauarbeiter eine kleine Kapelle, die an die Rettung einer Wintersportlerin erinnert, versetzen sollen, entdeckt der Baggerfahrer beim Ausheben des Betonfundamentes menschliche Knochen. Durch die Bodenbeschaffenheit ...

Als Bauarbeiter eine kleine Kapelle, die an die Rettung einer Wintersportlerin erinnert, versetzen sollen, entdeckt der Baggerfahrer beim Ausheben des Betonfundamentes menschliche Knochen. Durch die Bodenbeschaffenheit sind Teile der Leiche gut erhalten. Die Vermutung, dass es sich um die Überreste der seit 47 Jahren vermissten Annalise Jansen handelt, liegt nahe. Die damals 16-jährige ist nach einer Party ebenso verschwunden wie ihr nur wenig ältere Nachhilfelehrer. Bis in die Gegenwart ist unklar, ob die beiden gemeinsam durchgebrannt sind oder ob der junge Mann das Mädchen ermordet hat.

Detective Jane Munro erhält diesen Cold-Case-Fall übertragen. Sie scheint dafür geeignet, da ihr Verlobter vor einigen Monaten während einer Bergtour spurlos verschwunden ist und sie die Emotionen der zurückbleibenden Familienangehörigen nachvollziehen kann. Zudem ist sie im sechsten Monat schwanger.

Jane Munro beginnt mit dem Studium der alten Akten. Dabei stößt sie auf die „Shoreview Six“, jene eingeschworene Highschool-Gruppe, der auch Annalise angehört hat. Deren Aussagen von damals gleichen sich auffällig. Was haben die Mitglieder dieser Gruppe, die nun in den Sechzigern und respektable Geschäftsleute sind, zu verbergen?

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist geschickt aufgebaut. Erzählt wird er aus verschiedensten Persepektiven: Aus der Sicht von Ermittlerin Jane, der Forensikerin Dr. Ella Quinn, die eine weit reichende Entdeckung an der Leiche macht, und der TV-Journalistin Angela Sheldrick sowie den Mitgliedern der „Shoreview Six“. Mit zahlreichen Rückblenden zu den Ereignissen vor 47 Jahren wird die Spannung häppchenweise aufgebaut bis sie schlüssig, aber überraschend aufgelöst wird.

Bislang war mir die kanadische Autorin Loreth Anne White unbekannt. Nach diesem Krimi, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat, werde ich weitere Bücher von ihr lesen. Ob es eine Fortsetzung zu Detective Jane Munro geben wird? Immerhin ist das Schicksal ihres Verlobten unklar.

Ein winzigen Kritikpunkt habe ich bezüglich des Covers: Wenn ich nicht explizit einen Krimi, der in Kanada spielt, gesucht hätte, hätte ich dieses Buch links liegen gelassen. Das Cover beeindruckt überhaupt nicht. Auf mich wirkt es „selbstgestrickt“.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der mich bis zu seiner überraschenden, aber schlüssigen Auflösung gefesselt hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 04.01.2025

Libanon - Mon Amour

Barfuß in Tetas Garten
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Wann immer in den Nachrichten vom Libanon die Rede ist, denkt man an die verheerende Explosion im Hafen von Beirut im Jahr 2020, an Korruption und Vetternwirtschaft, an die Hisbollah sowie an instabile ...

Wann immer in den Nachrichten vom Libanon die Rede ist, denkt man an die verheerende Explosion im Hafen von Beirut im Jahr 2020, an Korruption und Vetternwirtschaft, an die Hisbollah sowie an instabile Machtverhältnisse. Dass es auch noch einen anderen Blickwinkel auf dieses Land, das am Mittelmeer liegt und an Syrien und Israel grenzt, gibt, zeigt uns Journalistin und Autorin Aline Abboud, deren Vater aus dem Libanon stammt und zum Studium in die DDR gereist ist. Dort hat er seine Frau kennengelernt. Als die Mauer fällt, ist Aline drei Jahre alt. Dennoch bleibt die Familie aus finanziellen Gründen im Ost-Berliner Stadtteil Pankow wohnen. Sie geht dort aufs Gymnasium, nicht gerne, wie sie schreibt.

„Dass ist ein Pfund, dass du arabisch sprichst. Bau das ruhig aus. Daraus solltest du etwas machen.“

Die Kenntnisse der arabischen Sprache öffnet ihr die Türe zu ihrem Beruf als Journalistin und Moderatorin.

Aline Abboud entführt uns in ein Land, in dem Familie über alles geht. In ein Land, das sie, obwohl sie es zunächst nur während der Sommerferien kennengelernt hat, geprägt hat. Abboud stellt uns den Libanon aus Sicht des Kindes, der Jugendlichen und als Erwachsene vor. Schmunzeln musste ich, als sie über den Besuch des berühmten Zedernwaldes als Pubertierende erzählt. Die Zeder - einst haben dichte Wälder das Gebiet bedeckt bevor Phönizier, Römer und ander Völker dieses Holz für den Schiffsbau entdeckt haben, ist zentraler Teil der libanesischen Flagge und Identität.

Aline Abboud berichtet aber auch über Ängste, die sie und ihre in ganzen Welt verstreute Familie, ausstehen, wenn sie die Schreckensnachrichten aus Radio und TV hören und, die im Libanon verbliebenen Angehörigen tagelang nicht erreichen.

Sie geht auch der Frage nach, warum so viele junge Menschen den Libanon verlassen. Gleichzeitig berichtet sie von opulenten Hochzeiten mit Stretchlimousinen und eleganten Kleidern. Und überhaupt, kleiden sich die viele Libanesinnen und Libanesen in teure Designerware. Ein Mittel des Trotzes gegen das Regime? Oder ein Statement für die Selbstachtung in schwierigen Zeiten? Das erinnert mich daran, dass sich die Pariserinnen, als ihre persönliche Art des Widerstandes, während der deutschen Besatzung chic gekleidet haben.

Aufgeben ist für viele Libanesen keine Option, obwohl zahlreiche junge Menschen das Land verlassen. So haben Dutzende Geschäftsleute nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut 2020 wenig später ihre Geschäfte an anderer Stelle wieder eröffnet.

Fazit:

Dieser sehr persönliche Einblick in den Libanon hat mich sehr beeindruckt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2024

Wow was für eine Geschichte!

Wintertöchter Trilogie
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„Wintertöchter“ ist eine spannende, emotionale und fesselnde Familiensaga über mehrere Generationen hinweg, die hier in einer Gesamtausgabe vorliegt.

Im ersten Buch erfahren wir das Schicksal von Marie, ...

„Wintertöchter“ ist eine spannende, emotionale und fesselnde Familiensaga über mehrere Generationen hinweg, die hier in einer Gesamtausgabe vorliegt.

Im ersten Buch erfahren wir das Schicksal von Marie, die zunächst glücklich mit ihrem Mann Anton auf dem Julianenhof in dem kleinen Bergdorf Forstau im Salzburgischen lebt. Es ist Anfang Jänner 1940 und ein strenger Winter mit meterhohem Schnee als bei Marie die Wehen einsetzen. Sie schickt Anton ins Dorf hinunter, um ihre Ziehschwester, die Hebamme Barbara, zu holen. Doch Anton wird das Dorf nie erreichen und Marie bringt ihre Tochter Anna alleine zur Welt. Recht bald bemerkt Marie, dass Anneli, wie sie ihre Tochter nennt, jene Gabe mitbekommen hat, über die Barbara verfügt wie die Urahnin Juliana. Eine Gabe, die nur über die weibliche Linie weitergegeben werden kann und sorgsam gehütet werden muss.

Mehrere Jahre leben Marie und Anneli im Rhythmus der Jahreszeiten im Sommer auf dem Berg, im Winter im Tal. Doch als der charmante, dunkelhaarige Roman auftaucht, ändert sich das Leben der beiden von Grund auf. Er ist zunächst fürsorglich, doch bald zeigt er sein wahres Gesicht: Als sich Marie weigert, ihm den Julianenhof, der ihr von ihrer Urahnin Juliana einst vererbt worden ist, zu überschreiben, wird er Mutter und Tochter gegenüber gewalttätig. Die Frauen können sich nicht wehren. Die Leidensgeschichte, in deren Verlauf die minderjährige Anneli Zwillinge bekommt, endet erst als Roman zu einer Bergtour aufbricht und nicht wiederkommt.

Wir erfahren wie es mit Anneli und Barbara weitergeht. Nach einem Brand im Dorf, bei dem drei Jugendliche und Elsbeth, ein behindertes Mädchen, ums Leben kommen. lüftet Barbara dem ermittelnden Polizisten ein kleines Zipfelchen ihres Geheimnisses

„Ich überlasse es dir, ob du mir glaubst und was du damit anfängst, Sepp. Wir nennen es die Gabe und nur die Frauen unserer Familie sind damit behaftet. Doch es wäre gut, wenn du uns daraus hältst. Niemand weiß davon und so soll, so muss es auch bleiben!“

Im dritten Band machen wir einen großen Sprung durch Zeit und Raum in das Jahr 2004 nach Heidelberg zu den Zwillingen Christina und Helena, die in Aussehen und Wesen unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine dunkelhaarig und unstet, die andere weißblond und, nun ja, super intelligent, aber anders.

Dann erhält Helena mehrere handgeschriebene Tagebücher anonym zugesendet. Nach deren Lektüre und einem Eklat bei der Geburtstagsfeier der Zwillinge, brechen die beiden auf, um sich auf die Spuren der geheimnisvollen Autorin zu begeben.

Meine Meinung:

Wow, was für eine Geschichte! Ich habe die 1.243 Seiten an einem Wochenende verschlungen!

Zunächst bleibt die Gabe ja ein wenig nebulös. Es gibt Andeutungen, dass sie neben Kräuter- und Heilkunde auch so etwas das „Zweite Gesicht“ bedeutet. Die Gabe ist auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Barbara hat die Einführung in das alte Wissen von Juliana gelernt bzw. erklärt bekommen, bei Marie ist sie kaum ausgebildet und bei Anneli ziemlich stark ausgeprägt. Im dörflichen Umfeld denken sich manche ihren Teil, sprechen aber öffentlich nicht darüber. Diese Gabe muss sorgfältig gehütet werden, da sie vielen Menschen Angst einflößt.

Das Buch ist fesselnd geschrieben. Es entwickelt eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Das Verhalten mancher Dorfbewohner, die sehr wohl mitbekommen haben, was sich auf dem Julianenhof abspielt und betreten geschwiegen haben, ist erschreckend, kommt aber leider heute auch noch vor. Ob aus Angst davor, Verantwortung zu übernehmen oder Bequemlichkeit, ist nicht leicht zu beurteilen.

Das Buch beschäftigt sich mit Ausgrenzen und ausgegrenzt werden sowie mit lange zurückliegenden Traumata aus der Kindheit. Die sollen nicht als Entschuldigung für Verbrechen dienen, können aber eine Erklärung sein.

Fazit:

Eine komplexe Familiengeschichte, die mich in den Banne gezogen hat, weshalb ich ihr 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

Veröffentlicht am 24.12.2024

Eine gelungene Fortsetzung

Dein ist die Macht
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Als in einer heißen Juni-Nacht, just während des alljährlichen Charity-Balls der Enthüllungsjournalist Richard Vogel tot aufgefunden wird, ist noch nicht klar, welche Folgen Vogels Tod haben wird, denn ...

Als in einer heißen Juni-Nacht, just während des alljährlichen Charity-Balls der Enthüllungsjournalist Richard Vogel tot aufgefunden wird, ist noch nicht klar, welche Folgen Vogels Tod haben wird, denn zunächst weiß man nicht einmal, ob Fremdverschulden vorliegt. Nur Richards Vater, Erich Vogel, ist überzeugt davon, dass sein Sohn ermordet worden ist. Er kontaktiert Inspektorin Dorothea Keusch von der Polizeiinspektion Kufstein, die er für die einzige unbestechliche und nicht in die Machenschaften des Polizeiapparates verwickelte Person hält.

Als sich dann herausstellt, dass Richard Vogel tatsächlich vergiftet worden ist, soll ausgerechnet Chefinspektor Konstantin Schmitt vom LKA, ermitteln; dessen Patenonkel der von Erich Vogel verdächtige Polizeipräsident Martin Grazer ist. Dazu muss man wissen, dass Patenonkel oder Patentante (Göd oder Godl) in Tirol eine besondere Bedeutung zukommt.

Allerdings ist Grazer nicht der einzige, dem eine unangenehme Enthüllung durch den Journalisten gedroht hätte, weshalb die Auswahl an potenziellen Tätern so groß wie nie ist.

Abermals beginnt Dorothea Keusch auf eigene Faust zu recherchieren und gefährdet damit nicht nur ihre Karriere bei der Polizei, sondern auch die Freundschaft mit ihrer Kollegin Veronika, die selbst jede Menge private Sorgen hat. Dabei stößt Dorothea auf Ereignisse in der Vergangenheit, deren Folgen sich bis in die Gegenwart fortsetzen. Wird es ihr gelingen den Job zu behalten, den Täter zu finden und gleichzeitig ihre Gefühle für Chefinspektor Konstantin Schmitt im Zaum zu behalten?

Meine Meinung:

Den Polizeipräsidenten des Mordes zu verdächtigen ist schon ein ziemlich starkes Stück. Kann man sich in einer Person so täuschen? Oder ist alles ganz anders? Die Idee hat mir recht gut gefallen. Dass der eine oder andere hochrangige Polizeibeamte Dreck am Stecken hat, ist durchaus möglich, aber Mord?

Nach ihrem ersten Fall („Dein ist die Schuld“) schlittert Dorothea Keusch, die eigentlich Archäologin ist und erst auf dem zweiten Bildungsweg Polizistin geworden ist, in diesen brisanten Fall. Nach wie vor beschäftigt sie der unklare Tod ihres Vaters, den sie unbedingt aufklären will.

Obwohl sie eigentlich für ihre Dienstprüfung lernen muss, die sie in wenigen Tagen stattfinden soll, lässt ihr der Fall Richard Vogel keine Ruhe. Sie ermittelt auf eigene Faust und entdeckt erschütternde Schicksale der Vergangenheit und in der Gegenwart. Dass sie sich bei ihrem Vorgesetzten gehörig in die Nesseln setzt, ist natürlich auch vorprogrammiert, denn der hat mit Frauen im Allgemeinen und mit intelligenten Quereinsteigerinnen im Speziellen ein persönliches Problem.

Maria Höfle schafft es, ihren Leserinnen und Lesern einen fesselnden Krimi zu präsentieren, der durch zahlreiche unerwartete Wendungen den Spannungsbogen hoch zu halten.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser gelungenen Fortsetzung 5 Stern. Der dritte Fall wartet schon auf mich.

Veröffentlicht am 23.12.2024

Fesselnd bis zur letzten Seite

Im Schatten des Sommers
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Als die deutsche Tierärztin Sophia Mildner einen Anruf der französischen Polizei erhält, die ihr mitteilt, dass ein bislang nicht identifizierter, bei einem Autounfall schwer verletzter Mann gefunden worden ...

Als die deutsche Tierärztin Sophia Mildner einen Anruf der französischen Polizei erhält, die ihr mitteilt, dass ein bislang nicht identifizierter, bei einem Autounfall schwer verletzter Mann gefunden worden ist, der ein altes Foto bei sich getragen hat, auf dem niemand anderes als Sophia im Kleinkindalter und ihre Mutter abgebildet ist, kommt ihr Kindheitstrauma wieder zum Vorschein. Sie setzt sich gemeinsam mit ihrem Hund Tim ins Auto und fährt nach Südfrankreich, wo vor mehr als zwanzig Jahren ihre Eltern und ihr kleiner Bruder auf unerklärliche Weise verschwunden sind.

Wird dieser Mann Licht ins Dunkel rund um das Drama ihrer Familie bringen können?

Gleich nach ihrer Ankunft gerät sie mit dem aktuell ermittelnden Polizisten Nicolas Rousseau aneinander, dessen Vater seinerzeit ermittelt hat und nun nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim lebt. Dabei verbindet die beiden mehr, als sie ahnen …

Neben den Ermittlungen liegt der Fokus dieses Krimis auf Antoine, einem jungen Mann, der zahlreiche Geheimnisse hat und sich eigenartig verhält. Welche Rolle spielt er in diesem Krimi?

Meine Meinung:

Silke Ziegler ist hier ein fesselnder Kriminalroman gelungen, der die Ereignisse der Vergangenheit mit den aktuellen sehr gut verknüpft.

Sophia Midler will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist als man von ihren Eltern und dem kleinen Bruder nur eine riesige Blutlacke gefunden hat. Die Körper blieben verschwunden. Sie hat nur überlebt, weil sie zuvor mit ihrer Mutter gestritten hat und ihm Auto auf dem Parkplatz des Supermarktes zurückgeblieben ist.

Commissaire Nicolas Rousseau ist gefangen zwischen der Faszination der Tierärztin und der Wut auf sie, gibt er doch dem Kriminalfall rund um ihre Eltern die Schuld daran, dass sein Vater nun ein Pflegefall ist. Hinter seiner rauen, oft ziemlich abweisenden Schale steckt ein tief verletzter Mann, denn er war noch ein Jugendlicher als die Katastrophe über seine Familie hereingebrochen ist. Außerdem hat er Probleme seiner Mutter einen neuen Partner zu gönnen und macht sich Sorgen um seine Schwester, die durch eine leichte Form von Trisomie 21 behindert ist. Dass sie nun in eine betreute Wohngruppe ausziehen möchte, passt ihm auch nicht. Es scheint, als fühlte er sich nicht mehr gebraucht.

Auf Grund Sophias Hartnäckigkeit nimmt er sie auf die Spurensuche nach der Vergangenheit mit. Zahlreiche Recherchen der Beiden verlaufen in Sackgassen und andere enthüllen kleine Puzzleteilchen eines gigantischen Verbrechens. Die Auflösung ist nach zahlreichen erwarteten und unerwarteten Wendungen gelungen.

Die Charaktere sind sehr gut angelegt. Am besten gefällt mir natürlich Nicolas Schwester XXX. Die Liebesgeschichte zwischen Nicolas und Sophia nimmt stellenweise für meinen Geschmack ein wenig zu viel Raum ein. Ich musste einige Male über Nicolas schmunzeln, denn Small Talk mit Frauen ist nicht seine Stärke. So manche Bemerkung kann auch missverstanden werden.

Fazit:
Ein spannender Krimi, der uns in menschliche Abgründe führt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.