Cover-Bild Die Mündung
(6)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 20.03.2025
  • ISBN: 9783987072314
Tim Pieper

Die Mündung

Thriller
Eine starke Heldin mit erschreckenden Flashbacks, die nicht ruht, bis der Täter gefasst ist.

Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter freigespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht irgendwelche: Es sind die Trophäen des Gezeitenmörders – jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Fesselnd bis zur letzten Seite

0

Nach einem Prolog, der neugierig macht, schwenken wir unsere Aufmerksamkeit auf Lena Funke, die auf einer kleinen unbewohnten Insel mit einer Vogelbeobachtungsstation eine Auszeit nimmt. Funke ist Kriminalkommissarin ...

Nach einem Prolog, der neugierig macht, schwenken wir unsere Aufmerksamkeit auf Lena Funke, die auf einer kleinen unbewohnten Insel mit einer Vogelbeobachtungsstation eine Auszeit nimmt. Funke ist Kriminalkommissarin und muss den Tod ihrer Schwester Jette, die einem Serienmörder, den man Gezeitenmörder nennt, zum Opfer gefallen ist, verarbeiten. Als nach einer stürmischen Nacht die Leiche eines brutal ermordeten Mannes angespült wird, ist sich Lena sicher, dass es sich hier um den Gezeitenmörder handelt. In der Jackentasche des Toten findet sie Schmuckstücke der ermordeten Frauen. Sie bricht ihre Auszeit ab und stürzt sich in die Arbeit.

Soweit so gut - ein üblicher Kriminalroman, oder?

Nun beginnt ein Thriller, bei dem weder Lena Funke noch der Leser weiß, wem er trauen kann. In der Dienststelle muss sie entdecken, dass es die Leiche, der sie die Schmuckstücke abgenommen haben will, gar nicht existiert. Sie selbst gerät unter Verdacht und es scheint, als hätte sich die ganze Welt gegen Lena und ihre Bemühungen Licht ins Dunkel der Verbrechen zu bringen, verschworen. Sie fühlt sich verfolgt und entwickelt eine Paranoia, die es ihr kaum möglich macht, auch sich selbst und ihrem Gedächtnis zu trauen. Zudem hat Lena kognitive Aussetzer, die sie in die forensische Psychiatrie bringen. Die behandelnde Ärztin dort scheint ebenfalls Teil eines möglichen Komplotts zu sein und wirkt sehr eigenartig. In zahlreichen Sitzungen hebt sich für wenige Momente der Schleier des traumatisierten Geistes, als sich Lena bewusst wird, für mehrere Wochen in der Gewalt des Gezeitenmörders gewesen zu sein.

Wird es Lena Funke gelingen, die Verbrechen aufzuklären?

Meine Meinung:

Dieser Thriller fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Autor Tim Pieper verwendet dafür extra kurze Kapitel, die gemeinsam mit dem hohen Erzähltempo uns kaum Zeit lassen, Atem zu holen.

Wir Leser werden mit zahlreichen unerwarteten Wendungen konfrontiert und Tim Pieper macht es uns nicht leicht, die Ereignisse einzuordnen. Dazu kommt eine Reihe von undurchsichtigen Figuren, wie der Vater von Lena und Jette, dem ich am liebsten den Hals umgedreht hätte. Jette ist nämlich ein hochbegabtes Kind mit Symptomen von Autismus, das der Familie so ziemlich alles abverlangt, weshalb man die ältere Schwester Lena, links liegen lässt und kaum beachtet. Zudem macht der Vater Lena für Jettes Verschwinden verantwortlich. Ein echtes Herzerl also. Auch die Kollegen bei der Polizei sowie ihr Vorgesetzter Bruns agieren stellenweise sehr eigenartig.

Eine höchst dubiose Figur ist die Ärztin, bei der man sich fragen muss, hat sie eine Approbation oder ist sie ein Mitglied eines Geheimdienstes. Ich hatte sofort Oberst Rosa Klebb aus dem James-Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ vor Augen.

Tim Pieper legt zahlreiche Spuren, die immer wieder in Sackgassen enden, bis der Thriller in einem fulminanten Showdown endet, den man so nicht erwartet hätte. Außer, man kennt den Autor aus früheren Büchern, dann kann man ahnen, was sich hinter der Geschichte möglicherweise verbirgt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Thriller 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 05.01.2026

Der Gezeitenmörder

0

Der Gezeitenmörder hat sich ihre Schwester Jette geschnappt und ein Holzkreuz für sie aufgestellt. Kriminalkommissarin Lena Funk hat sich danach für eine Auszeit auf die Insel Scharhörn zurückgezogen. ...

Der Gezeitenmörder hat sich ihre Schwester Jette geschnappt und ein Holzkreuz für sie aufgestellt. Kriminalkommissarin Lena Funk hat sich danach für eine Auszeit auf die Insel Scharhörn zurückgezogen. Als sie dort jedoch eine Leiche findet, die die Trophäen des Gezeitenmörders bei sich trägt, kommt alles wieder hoch. Lena Funk beschließt die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Der Tod ihrer Schwester soll nicht ungesühnt bleiben. Da sie wegen des Traumas und der Folgen derzeit nicht im Dienst ist, erweist sich das als nicht so einfach. Sie muss ihre Kollegen davon überzeugen, dass sie wieder fit ist.

Wie ist es, wenn ein Fall für eine Kommissarin persönlich kaum noch zu ertragen ist? Der Gezeitenmörder hat mehrere Opfer getötet. Nach einem Sommerfest hat er auch Kommissarin Lena Funks Schwester in seine Fänge bekommen. Fieberhaft wird ermittelt. Doch irgendwann muss sich Lena Funk der Erkenntnis stellen, dass ihre Schwester nicht mehr wiederkommt. Doch auch nach der Auszeit auf Scharhörn wird es nicht einfacher. Lena hatte wohl einen Zusammenbruch, durch den ihre Erinnerung an einige Ereignisse gestört ist. Und so ist die Zusammenarbeit auch heikel für ihre Kollegen, die manchmal Schwierigkeiten haben, Lenas Aktionen oder Reaktionen einzuschätzen.

Der Vorleser Tim Gössler lässt die Handlung im Kopf der Zuhörenden lebendig werden. Man kann die Stimmungen nachempfinden und sich die norddeutsche Landschaft gut vorstellen.

Wenn man einige der anderen Romane des Autors kennt, erlebt man hier bei der Lektüre schon eine Überraschung. Die Handlung setzt ein, nachdem schon eine Menge passiert ist. Durch die Traumatisierung von Lena hat diese mit den Folgen zu kämpfen. Die Hörerinnen und Hörer können hautnah miterleben, wie Lena versucht, ihre Gesundheit wieder zu erlangen. Nebenbei fängt sie an zu ermitteln, was den Kollegen schon Bauchschmerzen verursacht. Dass Dinge herausfindet, die vielleicht nicht ans Licht kommen sollten oder dass sie möglicherweise auch manipuliert wurde. Das ist sehr überraschend und auch spannend, weil man sich selbst auch lange fragt, was von der beschriebenen Handlung überhaupt so passiert ist. Auch insgesamt entwickelt sich der Thriller in eine ganz andere Richtung als zuerst gedacht. Obwohl ein paar Ansätze im Verlauf irgendwie verloren gehen und nicht alle Motive nachvollziehbar geklärt werden, freut man sich über ein fesselndes Hörerlebnis mit einer sympathischen Protagonistin.

Veröffentlicht am 05.10.2025

Spannendes Buch

0

In „Die Mündung“ bin ich Kommissarin Lena Funk begegnet. Sie hat sich scheinbar eine Auszeit auf einer Insel genommenen den Mord Ihrer Schwester Jette zu verarbeiten. In einer stürmischen Nacht wird in ...

In „Die Mündung“ bin ich Kommissarin Lena Funk begegnet. Sie hat sich scheinbar eine Auszeit auf einer Insel genommenen den Mord Ihrer Schwester Jette zu verarbeiten. In einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein toter freigespült , dieser offenbar brutal ermordet wurde . In seiner Jacke findet Lena Schmuckstücke von dem Gezeitenmörder dem auch ihre Schwester zum Opfer viel.

Ich finde die Story sehr spannend und packend , allerdings auch zeitweise verwirrend was so alles gesehen ist .

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2025

Die Vergangenheit ruht nie

0

Eine Kommissarin der anderen Art wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kommissarin Lena Funk kämpft gegen ein Trauma aus ihrer persönlichen Vergangenheit an. Ihre Schwester Jette wurde Opfer eines ...

Eine Kommissarin der anderen Art wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kommissarin Lena Funk kämpft gegen ein Trauma aus ihrer persönlichen Vergangenheit an. Ihre Schwester Jette wurde Opfer eines Serientäters, dem sogenannten Gezeitenmörder. Der Schmerz über den Verlust ihrer geliebten Schwester treibt Lena an den wahren Täter zu finden. Dabei begibt sie sich in größte Gefahr. Wer hat ihre Schwester auf dem Gewissen?

Als dann ein Toter angespült wird, weiß Lena das sie nun in größter Gefahr ist. Lena ist ein eigenwilliger, aber auch tragischer Charakter. Ich hatte Sympathie für sie, erschwerend kommt hinzu, dass sie gerade von Ihrem Vater sehr schlecht behandelt wird. Die Schatten der Vergangenheit lasten sehr auf ihr und sie versucht stetig für “Gerechtigkeit” zu sorgen. Ihr ewiger Freund Mickel ist ihr dabei auch emotional durchaus eine Stütze.

Die Charaktere sorgen für ein sehr stimmiges Leseerlebnis und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. Die Spannung der Erzählung ist stetig auf einem atemberaubenden Niveau. Einige Tempowechsel in der Erzählung sorgen dabei für zusätzliches Kribbeln. Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und abwechslungsreich. Das Einzige, was mir schwer viel waren die vielen Zeitsprünge innerhalb der Erzählung. Auch wenn diese für die Spannung vielleicht notwendig sind, habe ich mich manchmal beim Lesen etwas verloren. Aber dies ist der einzige Kritikpunkt, an der wirklich spannenden Geschichte um eine Kommissarin, die auf der Suche in der Vergangenheit nach ihrer Zukunft ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2025

Anfänglich sehr verwirrend

0

Zu Beginn dieses Thrillers hatte ich ein wenig Mühe, mich zurechtzufinden. Ein einsamer Mann auf einem Segelboot versucht mit waghalsigen Manövern, seinen Verfolgern um jeden Preis zu entkommen. Gleichzeitig ...

Zu Beginn dieses Thrillers hatte ich ein wenig Mühe, mich zurechtzufinden. Ein einsamer Mann auf einem Segelboot versucht mit waghalsigen Manövern, seinen Verfolgern um jeden Preis zu entkommen. Gleichzeitig lernen wir Lena kennen, die als Umweltpraktikantin auf der Vogelinsel Scharhörn tätig ist. Es wird schnell klar, dass diese Tätigkeiten eigentlich immer der Wunsch ihrer verstorbenen Schwester Jette war. Jette ist seit einem Jahr tot – umgebracht, wie viele andere Frauen vor und nach ihr, vom Gezeitenmörder.

Doch die Geschichte wird noch verwirrender. Lena entdeckt auf der Vogelinsel einen Toten und findet in seiner Tasche Trophäen des Gezeitenmörders. Sie ist überzeugt, dass nur sie den Mörder finden kann, denn Lena ist eigentlich Kommissarin bei der Kripo und war sich immer sicher, dass bei den Ermittlungen zum Gezeitenmörder geschlampt wurde. Die Leiche ihrer Schwester wurde nie gefunden.

Soweit, so gut. Doch dann kommen die Flashbacks und Albträume, und ich wusste nie, was wahr und was nicht wahr ist. Die Begegnung mit ihrem Jugendfreund Mickel hilft Lena, auf die richtige Spur zu kommen. Auch das Hinzuziehen einer Hypnoseärztin soll ihr helfen, in ihren Erinnerungen weiterzukommen und der Wahrheit näher zu kommen.

Als ich dann tief im Buch versunken war, entstand bei mir ein Sog. Auch ich wollte nun unbedingt wissen, wie es weitergeht. Während des Lesens stellten sich mir mehrmals die Nackenhaare auf, da die Bedrohung für Lena immer wieder deutlich spürbar war. In diesem Moment konnte ich auch besser mit den Flashbacks und Albträumen umgehen, da ich wusste, dass es Manipulationen gab.

Viel mehr möchte ich gar nicht verraten. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere