Platzhalter für Profilbild

Venice

Lesejury Star
offline

Venice ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Venice über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2024

Trauerbewältigung

Dieses schöne Leben
0

Clover wurde als 6-jährige von ihrem Großvater adoptiert nachdem ihre Eltern plötzlich ums Leben gekommen sind. Bei dem emeretierten Wissenschaftler umgeben mit vielen Büchern hatte sie eine schöne Zeit ...

Clover wurde als 6-jährige von ihrem Großvater adoptiert nachdem ihre Eltern plötzlich ums Leben gekommen sind. Bei dem emeretierten Wissenschaftler umgeben mit vielen Büchern hatte sie eine schöne Zeit in New York. Sie kann es sich nicht verzeihen, nicht vor Ort gewesen zu sein als er starb und beschließt Sterbe-Doula zu werden. Sie widmet sich ganz der Pflege von todkranken Patienten in ihren letzten Stunden und Tagen.

Nach jedem Einsatz kehrt sie in die Wohnung des Großvaters zurück die sie übernehmen konnte und führ ein einsames Leben. Ab und zu trifft sie sich zum spielen mit einem älteren Nachbarn oder sie geht zu einem Death-Cafe wo andere Leute über ihre Ängste und Sorgen mit dem Tot reden. Dort trifft sie auch Sebastian der sie überredet sich um seine todkranke Großmutter zu kümmern.

Ein berührendes Buch um ein trauriges Thema das jedoch keinesfalls traurig daher kommt. Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, die Personen werden gut dargestellt. Man erwartet bei einem solchen Thema kein Happy-End, doch es gibt zeitweise auch komische Begegnungen. Ein Buch das noch lange nachhallt und zum Nachdenken einlädt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2024

Das Haus auf der Klippe

Hope's End
0

Um das Haus Hope's End auf der Steilküste vor Maine rankt sich ein düsteres Familiengeheimnis. Die damals 17-jährige Leonora Hope wird 1929 verdächtigt ihre Eltern und ihre Schwester ermordet zu haben. ...

Um das Haus Hope's End auf der Steilküste vor Maine rankt sich ein düsteres Familiengeheimnis. Die damals 17-jährige Leonora Hope wird 1929 verdächtigt ihre Eltern und ihre Schwester ermordet zu haben. Jetzt ist Leonora nach mehreren Schlaganfällen bewegungsunfähig und kann nicht mehr sprechen. Die junge Krankenhelferin Kit soll ihre neue Pflegerin werden nachdem sie etliche Zeit vom Dienst suspendiert war. Leonora Hope, die sich nur noch mit Hilfe von Klopfzeichen und einer Schreibmaschine kommunizieren kann, ist entschlossen Kit die ganze Geschichte zu erzählen.

Die Steilküste, die Menschen die auf Hope's End wohnen tragen zum düsteren Stimmungsbild bei. Der Schreibstil ist lebendig, die Spannung von Anfang an hoch, man kommt kaum dazu das Buch zur Seite zu legen. Doch was anfangs noch sehr abwechslungsreich und überaus spannend daherkommt endet dann für mich sehr überzogen und unglaubwürdig. Dann geht alles Schlag auf Schlag mit immer neuen Verwicklungen die das ganze sehr konstruiert wirken lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2023

Familiengeheimnisse

Die vermisste Tochter
0

London in der Gegenwart. Claudia erhält bei einem Notartermin als Erbin ihrer Großmutter ein Kästchen überreicht mit einem handgemalten Wappen und einer Visitenkarte. Was hat es damit auf sich? Die Recherche ...

London in der Gegenwart. Claudia erhält bei einem Notartermin als Erbin ihrer Großmutter ein Kästchen überreicht mit einem handgemalten Wappen und einer Visitenkarte. Was hat es damit auf sich? Die Recherche beginnt in London und führt Claudia schließlich nach Kuba und Miami.

Kuba, 1950 hier lebt die junge Esmeralda als Tochter eines reichen Zuckerbarons mit ihren Schwestern. Bei einem Besuch mit ihrem Vater in Havanna lernt sie den jungen Briten Chritsopher Dutton in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Als der Vater dahinter kommt schließt er sie in ihren Räumen ein. Das führt zu einer Flucht der inzwischen schwangeren Esmeralda nach London.

Claudia fühlt sich auf Anhieb wohl auf der Insel auf der die Zeit still zu stehen scheint und sie verliebt sich in den Koch Mateo der einen beliebten Foodtruck betreibt. Gemeinsam mit seiner Mutter findet sie Nachkommen der Familie Diaz die die Insel nach der Revolution verlassen musste.

Dies ist mein erstes Buch von Soraya Lane und allein die Tatsache, dass das Buch auf Kuba spielt hat mich dieses Buch wählen lassen. Der Schreibstil, leicht und lebendig, teilweise mit ernsten Themen hat es mir leicht gemacht in dieses Buch einzutauchen. Ich freue mich auf weitere Bände dieser Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2023

Für Freundschaft ist man nie zu alt

Der Schacherzähler
0

Das Cover zeigt es schon, für Freundschaft ist man nie zu alt. Oldman ist einsam seit seine Frau gestorben ist. Er geht jeden Tag mit einer Thermoskanne Tee und einem Schachbrett in den Park. Wenn er nicht ...

Das Cover zeigt es schon, für Freundschaft ist man nie zu alt. Oldman ist einsam seit seine Frau gestorben ist. Er geht jeden Tag mit einer Thermoskanne Tee und einem Schachbrett in den Park. Wenn er nicht seinen Lieblingsplatz unter den Kastanienbäumen bekommt, wird es ein schlechter Tag.

Janne ist ein wilder 9-jähriger der in der Schule auffällt und seine Nachmittage am liebsten mit seiner Mutter und seinem Roller im Skaterpark verbringt. Malu, die Mutter ist alleinerziehend und arbeitet in einem Cafe in der Kleinstadt.

Janne ist neugierig und nähert sich dem alten Mann der ihn auf der Rampe bewundert und schafft es das Herz des alten Mannes zu erreichen. Aus 'das lernt er ohnehin nicht, er kann ja noch nicht einmal stillsitzen' wird ein begeisterter Schachspieler der mühelos die Figuren und die Spielzüge lernt.

Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, die Personen und Orte sind liebevoll beschrieben. Gerade das Cafe Blue Hours ist so wundervoll beschrieben, dort würde ich auch gerne meine freie Zeit verbringen. Eine sehr schöne berührende Geschichte die Judith Pinnow hier geschrieben hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2023

Selbstjustiz

Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
0

Als die 16-jährige Larissa Böhlefeld erdrosselt im tiefen Schnee bei einer Marienstatue gefunden wird bricht für die Familie die Welt zusammen. Pia und von Bodenstein beginnen mit den Ermittlungen. Ein ...

Als die 16-jährige Larissa Böhlefeld erdrosselt im tiefen Schnee bei einer Marienstatue gefunden wird bricht für die Familie die Welt zusammen. Pia und von Bodenstein beginnen mit den Ermittlungen. Ein Glücksfall, ein Fingerabdruck an der Kleidung der Toten kann einem vorbestraften afghanischen Flüchtling zugeordnet werden. Die Öffentlichkeit sieht sofort einen Schuldigen, der Ausländerhass nimmt zu. Dabei möchte die Polizei ihn nur als Zeugen vernehmen doch er ist verschwunden.

In einem Waldstück läuft bei eisigen Wintertemperaturen ein Mann barfuss vor ein Auto und stirbt. Dabei war er vorher schon schwer verletzt. Auch er war polizeilich erfasst nachdem er eine schwangere Frau mit dem Auto angefahren hat.

Die breit angelegten Ermittlungen um den Tot von Larissa, dem verschwundenen Flüchtling und dem toten Mann sind in einer Sackgasse gelandet. Dabei bleibt es nicht nur bei diesen Toten. Im Laufe des Buches verliert die Suche nach Larissas Mörder immer mehr in den Hintergrund, es geht um ein ganzes Netzwerk von Leuten die trauernden Angehörigen die Möglichkeit zur Selbstjustiz geben. Auch aus den eigenen Reihen der Polizei und des K11 von Bodenstein und Pia.

Ein gewohnt superspanndender Roman von Nele Neuhaus mit einem brandaktuellen Thema. Allerdings wirkten manche Szenen sehr stark überzogen. Das ganz am Ende der Mörder von Larissa gefunden wird, geht unter der Fülle der Taten des Netzwerkes fast unter und wird nur kurz abgehandelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere