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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2020

sehr blutig

Blutgott
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Eine Studentin sitzt nachts im Zug von Dortmund nach Frankfurt als eine Gruppe Jugendlicher das Abteil betritt und Mia grausam ermordet aufgefunden wird.
Verdächtigt wird ein 13 jähriger Schüler.

Wenig ...

Eine Studentin sitzt nachts im Zug von Dortmund nach Frankfurt als eine Gruppe Jugendlicher das Abteil betritt und Mia grausam ermordet aufgefunden wird.
Verdächtigt wird ein 13 jähriger Schüler.

Wenig später passieren in ganz Deutschland grausame Morde offensichtlich verübt von einer Bande Minderjähriger die noch nicht strafmündig sind. Angetrieben von einem 'Blutgott' aus dem Dark Net der die Jugendlichen antreibt 'Slash mobs' zu verüben solange sie noch straffrei sind.

Die Beschreibungen sind brutal und blutig. Auch die Ermittler geraten an ihre Grenzen und sind doch machtlos gegen das Dark Net. In manchen Kapiteln die aus der Sicht des 'Blutgotts' geschrieben sind, wird auf wahre Serienmorde verwiesen.
Das Buch endet mit einem Cliffhänger, die Geschichte vom Blutgott also noch nicht zu Ende.

Die sehr blutigen Beschreibungen und die teilweise überforderten Ermittler waren zu viel für mich. Da konnte das spannende Grundgerüst auch nichts ändern.

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Schwarzes Gras

Bloom
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Anaya ist eine von zahlreichen Allergien geplagte Jugendliche. In der Schule wird sie gehänselt wegen ihrer Akne und der heftigen Allergie. Sie hat sich mit ihrer ehemals besten Freundin, Petra, die unter ...

Anaya ist eine von zahlreichen Allergien geplagte Jugendliche. In der Schule wird sie gehänselt wegen ihrer Akne und der heftigen Allergie. Sie hat sich mit ihrer ehemals besten Freundin, Petra, die unter einer sehr seltenen Wasserallergie leidet, hat sie sich gestritten. Als Außenseiterin fühlt sie sich zu dem merkwürdigen Jungen Seth hingezogen der einsam in einer Ecke hockt und zeichnet.

Eines Tages beginnt es heftig zu regnen und Petra ist draußen unterwegs. Merkwürdigerweise spürt sie trotz des Regens keine Beschwerden und sie genießt es einmal richtig nass zu werden. Wenig später beginnt überall schwarzes Gras zu wachsen das die ganze Ernte vernichtet. Weltweit kommt es zu diesem Phänomen. Die Pflanzen wachsen immer schneller und die Menschen beginnen unter heftigen Allergien zu leiden. Nur Anaya und die beiden anderen fühlen sich stärker als vorher. Gibt es da einen Zusammenhang?

Das Buch ist eine Mischung aus Horror und Dystopie. Die Geschichte wirkt sehr übertrieben und abstrus. Der Schreibstil ist lebendig und man ist gleich mittendrin. Das Cover ein richtiger Hingucker in jeder Buchhandlung. Manche Beschreibungen sind bestimmt nich für jede Altersgruppe geeignet. Das Buch endet mit einem fiesen Cliff-Hänger und ich bin gespannt was einem im nächsten Band erwartet.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Renato Bialetti

Zu wahr, um schön zu sein
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Caro steht ausgerechnet bei dem Fest zu ihrer Silberhochzeit vor den Scherben ihrer Ehe. Und auch sonst gerät einiges durcheinander. Ihr Mann hat sein Coming out und zieht zu seinem Geschäftspartner. Der ...

Caro steht ausgerechnet bei dem Fest zu ihrer Silberhochzeit vor den Scherben ihrer Ehe. Und auch sonst gerät einiges durcheinander. Ihr Mann hat sein Coming out und zieht zu seinem Geschäftspartner. Der pubertierende Sohn schwänzt den Sportunterricht. Ihre esoterische Hippie Mutter verliebt sich. Caros Halbtagsstelle in einer Bücherei wird weg rationalisiert. Zum Glück gibt es die Espressomaschine Renato, ihre Freundin Sylvia und die betagte Vermieterin Hedwig die so manches besser durchschaut als Caro.

Insgesamt wirkt das Buch etwas chaotisch und Caro tappt mitunter von einem Fettnäpfchen ins nächste. Am Ende passt aber alles zusammen und es gibt Hoffnung auf einen guten Neustart.

Der Schreibstil ist einfach, die kurzen Kapitel lassen sich schnell lesen, einfach ein Wohlfühlroman für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 21.05.2020

Hyänen

Das wirkliche Leben
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Ein wirklich starker Debutroman einer jungen Autorin. Erzählt aus Sicht eines anfangs 10-jährigen Mädchens in einer ganz normalen Reihenhaussiedlung. Sie liebt ihren jüngeren Bruder Gilles und beschützt ...

Ein wirklich starker Debutroman einer jungen Autorin. Erzählt aus Sicht eines anfangs 10-jährigen Mädchens in einer ganz normalen Reihenhaussiedlung. Sie liebt ihren jüngeren Bruder Gilles und beschützt ihn vor dem gewalttätigen Vater.

Die Mutter hat Angst vor ihrem Mann der außer der Jagd nur seinen Whiskey und Fernsehen mag. Ein tragisches Ereignis im Sommer verändert alles. Das Mädchen sucht nach jemanden der sie in den Arm nimmt und die Welt wieder geraderückt. Der Bruder verändert sich zusehends. Er spricht nicht mehr und verbringt viel Zeit in dem Zimmer in dem der Vater seine Jagdtrophäen aufbewahrt.

Das Mädchen hat den sehnlichsten Wunsch eine Zeitmaschine zu bauen und die Zeit zurück zu drehen. Sie entwickelt einen starken Ehrgeiz für alles Naturwissenschaftliche. Etwas Normalität findet sie bei einem älteren Professor. Um die vor dem Vater geheimgehaltenen Stunden zu bezahlen, geht sie Babysitten bei einer jungen Familie in der Siedlung.

Als sie bemerkt das sie älter wird, fürchtet sie sich vor den Ausbrüchen des Vaters und fühlt sich zu dem Familienvater hingezogen.

Der Schreibstil ist schnörkellos und doch gewaltig. Man kann sich gut in die Gemütslage des Mädchens hineinversetzen und ist geschockt von dem Familienleben.

Das Cover ist verwirrend und erinnert mit dem springenden Hasen eher an ein anderes bekanntes Buch. Auf jeden Fall ist es ein Hingucker und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 21.05.2020

Starke Frauen

Das Haus der Frauen
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Solene ist eine erfolgreiche Anwältin. Aufopferungsvoll hat sie jede freie Minute ihrer Freizeit genutzt um für ihre Mandanten das beste herauszuholen. Als sich ein Mandant nach einem verlorenen Fall vor ...

Solene ist eine erfolgreiche Anwältin. Aufopferungsvoll hat sie jede freie Minute ihrer Freizeit genutzt um für ihre Mandanten das beste herauszuholen. Als sich ein Mandant nach einem verlorenen Fall vor ihren Augen das Leben nimmt, bricht sie zusammen. Diagnose Burn out. Nur mühsam kommt sie wieder auf die Beine kann aber nicht mehr in der Kanzlei arbeiten.

Ihr Therapeut schlägt eine ehrenamtliche Tätigkeit vor. Anfangs kann sie sich damit auch nicht recht anfreunden findet dann aber eine Stelle als Schreiberin in einem Haus für Frauen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten engagiert sie sich immer mehr und lernt die dort lebenden Frauen und ihre persönlichen Schicksale kennen.

In einem anderen Erzählstrang wird der Aufbau des Hauses vor fast 100 Jahren erzählt. Von einer starken Frau die ihr Leben ganz der Heilsarmee gewidmet hat und gemeinsam mit ihrem Mann das Haus aufgebaut hat.

Diese Erzählung hat mich voll in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist anfangs etwas befremdlich, er kommt ohne wörtliche Rede aus und wirk merkwürdig distanziert. Trotzdem fiebert man mit. Einmal in der Gegenwart wie es Solene gelingt das Vertrauen der Frauen zu gewinnen und in der Vergangenheit ob es Blance Peyron gelingt in einer von Männern dominierten Zeit ihr Vorhaben durchzusetzen.

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