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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2018

blutiger Schönheitswahn

Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
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Der inzwischen neunte Band von Chris Carter um Robert Hunter und seinem Partner Garcia beginnt wieder mit einem Blutbad zu dem die UV Einheit aus dem LAPD gerufen wird. Eine junge Frau liegt grausam ermordet ...

Der inzwischen neunte Band von Chris Carter um Robert Hunter und seinem Partner Garcia beginnt wieder mit einem Blutbad zu dem die UV Einheit aus dem LAPD gerufen wird. Eine junge Frau liegt grausam ermordet in ihrer Wohnung, in der Tiefkühltruhe liegt ihre Katze. Die Suche führt die beiden Detectives in die Datenbank des FBI. Schon kurze Zeit später taucht das FBI in Los Angeles auf, allen voran der Abteilungsleiter der schon lange versucht Robert abzuwerben.

Nach etlichem Kompetenzgerangel werden die Ermittlungen gemeinsam fortgeführt da der Fall offensichtlich kein Einzelfall ist und das FBI schon seit Monaten mit der Ergreifung des Täters beschäftigt ist. Das Buch endet mit einer überraschenden Wendung und am Ende kann der Täter festgenommen werden.

Das Ende ist wieder sehr knapp gehalten, Hunter und Garcia berichten ihrer Vorgesetzten welche Schlüsse sie letztendlich zum Täter geführt haben.
Der Schreibstil ist lebendig, der Spannungsbogen wird hoch gehalten trotz einiger Längen. Das Ende finde ich irgendwie abstrakt, während Hunter im vorherigen Kapitel noch selbst angegriffen wird, ist im nächsten Kapitel der Täter schon gefasst. Als Leser wird man nicht mitgenommen wie die beiden die richtigen Schlüsse ziehen.

Das Buch endet mit einem Cliffhänger auf einen neuen Roman der bestimmt ebenso gut wird wie alle Bände von Chris Carter.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Sicilia amore mio

Nie wieder Amore!
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Die pensionierte Apothekerin Moni fühlt sich eigentlich noch zu jung um in einer Seniorenresidenz zu leben, Zwischenstation vor Endstation. Rundum sterben Leute und die Habseligkeiten werden in Müllsäcken ...

Die pensionierte Apothekerin Moni fühlt sich eigentlich noch zu jung um in einer Seniorenresidenz zu leben, Zwischenstation vor Endstation. Rundum sterben Leute und die Habseligkeiten werden in Müllsäcken entsorgt. Die Tochter Tanja bemüht sich um Abwechslung durch eine Kreuzfahrt.

Eines Tages erhält sie Post von zwei Deutschen die auf Sizilien eine Sprachschule aufmachen wollen und beim aufräumen auf Liebesbriefe von Moni und ihrem sizilianischen Liebhaber Vincenzo der vermeintlich vor etlichen Jahren gestorben ist. Moni beschließt noch einmal nach Sizilien zu fliegen, Enkel Jan kommt praktischerweise mit. Gemeinsam mit den beiden Deutschen entdeckt sie Sizilien wieder neu und trifft dort auf die Mafia.

Ein heiterer, locker geschriebener Roman der Lust auf Urlaub macht. Gelungene Lektüre für die Urlaubstage

Veröffentlicht am 02.09.2018

Dschägga

Wie ich fälschte, log und Gutes tat
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Das Kleinstadtleben in Weiden erzählt in Tagebuchform des 16-jährigen Benedikt Jäger. Der erste Schultag nach den Ferien startet mit einer Ballonfahrt und anschließendem Fotoshooting nach der gewonnenen ...

Das Kleinstadtleben in Weiden erzählt in Tagebuchform des 16-jährigen Benedikt Jäger. Der erste Schultag nach den Ferien startet mit einer Ballonfahrt und anschließendem Fotoshooting nach der gewonnenen Landesmeisterschaft im Tennis. Wenig später sind die Meister auf einem Werbeplakat 'Geh ans Limit – ohne Speed' auf riesigen Plakaten überall zu sehen.
Zwischen normalen Schulalltag und Chillen im 'Butterhof' kommt auch ein Mädchen das sich Benedikt als Vorzeigefreund für ihre Mädels Clique aussucht.

Der Vater, Chirurg am örtlichen Krankenhaus, der ohnehin nie zu Hause ist, die Mutter die in Weiden wieder richtig aufblüht und mit den Lady-Lions Charity Barbeques gibt und sich ihr schwer beschäftigtes Leben durch Gefälligkeiten von ihrem Sohn erkauft, sind zufrieden solange ihr Sohn so gute Noten mit nach Hause bringt. Das dahinter ein geschicktes Täuschungsmanöver steckt, ahnen sie nicht.

Benedikt täuscht fleißig weiter, Noten unter Schularbeiten und seine Zeugnisse. Auch die Elternplattform der Schule läuft auf seine Fake-EMail.

Der Schreibstil in Jugendsprache manchmal ein wenig sehr heftig aber durchaus zum schmunzeln.
Ein nettes Buch für zwischendurch, mehr für mich allerdings nicht.

Veröffentlicht am 02.09.2018

gefährliche Serienmörderin

Ed ist tot
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Bevor Jen Carter zur meistgesuchten Frau Schottlands wird ist sie eine unbescholtene Buchhändlerin die gerne einen Prosecco trinkt. Dann trennt sie sich von ihrem chaotischen Freund Ed und bald pflastern ...

Bevor Jen Carter zur meistgesuchten Frau Schottlands wird ist sie eine unbescholtene Buchhändlerin die gerne einen Prosecco trinkt. Dann trennt sie sich von ihrem chaotischen Freund Ed und bald pflastern Leichen ihren Weg.
Bei Ed war es ein Unfall, er ist ihr einfach ins Messer gelaufen, kann sie denn wissen das er in ihrem Wandschrank ein geheimes Versteck hatte. Jetzt muss die Leiche verschwinden. Dabei hilft ihr ein Freund. Doch bald macht sie Bekanntschaft mit dem König der Unterwelt Schottlands bei dem Ed Schulden hatte.

Die anderen Toten um sie herum waren, mit ein paar Ausnahmen, Unfälle. Sie wird von der Polizei gejagt doch ihr gelingt es immer rechtzeitig zu fliehen.

Das ist wirklich ein bitterböser Noir-Krimi. Der Schreibstil eher trocken, typisch britischer Humor. Die Personen werden gut beschrieben und trotz der vielen Leichen bleibt das Buch eine eher heitere Lektüre. Bin gespannt ob es noch mehr Bände gibt.

Veröffentlicht am 02.09.2018

gefährliche Schönheit

In Schönheit sterben
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Nachdem der erste Teil um Rechtsanwalt Robert Lichtenwald sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung in der schönen Region der Maremma.

Nachdem Lichtenwald sich noch immer nicht ...

Nachdem der erste Teil um Rechtsanwalt Robert Lichtenwald sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung in der schönen Region der Maremma.

Nachdem Lichtenwald sich noch immer nicht von seiner Frau lösen kann die ihn in München verlassen hat, steht seine Freundschaft mit Giada auf der Kippe. Diese arbeitet inzwischen als freie Journalistin in Rom. Gerade erhält sie einen Anruf das ein reicher Kunstmäzen offensichtlich ermordet wurde. Dort angekommen trifft sie auf die Kommissarin Lagana die sie im letzten Fall schon getroffen hat. Giada versucht auf eigene Faust in diesem Fall zu ermitteln. Zur Unterstützung bittet sie Lichtenwald um Hilfe. In einem packenden Show Down wird dieser mysteriöse Fall aufgelöst.

Der Schreibstil ist gut, sehr detailliert wird die Landschaft der Toskana und Roms beschrieben und das Seelenleben der Personen. Leider zieht sich die Spannung wie die Schwüle der heißen Augusttage in Italien. Erst zum Ende hin wird es wirklich spannend, wenn auch etwas abstrus. Mit einem solchen Ende hätte ich nicht gerechnet.

Ich hoffe auf eine spannendendere Fortsetzung der Reihe die ich gerne wieder lesen möchte. Dieses Buch war leider nicht so ganz meins.