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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2018

Ein Hauch von 1001 Nacht

Als die Tage nach Zimt schmeckten
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Wie jeden Tag, außer Freitag, wartet Zod vor seinem Café Leila in Teheran auf den Postboten und hofft auf einen Brief seiner Tochter Noor. Vor vielen Jahren hat er seine Kinder nach Amerika geschickt um ...

Wie jeden Tag, außer Freitag, wartet Zod vor seinem Café Leila in Teheran auf den Postboten und hofft auf einen Brief seiner Tochter Noor. Vor vielen Jahren hat er seine Kinder nach Amerika geschickt um sie vor dem totalitären Regime zu schützen und so hofft er jeden Tag auf einen Brief.

Als Noor in Amerika herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt kündigt sie ihrem Vater ihr Kommen an. Mit dabei die 15-jährige Lily die sich anfangs so gar nicht mit den Sitten im Iran anfreunden will bis sich mit einem Jungen im Café Leila anfreundet und mit ihm einen riskanten Fluchtversuch unternimmt.

In Rückblicken wird außerdem die Lebensgeschichte von Zod und seiner geliebten Frau beschrieben aus anfangs glücklichen Tagen im Iran bis zum Umbruch bei dem seine Frau ihr Leben verliert.

Der Schreibstil dieser Familiengeschichte ist sehr lebendig und poesievoll. Man meint fast selbst einzutauchen in die Gerüche und Atmosphäre des Orients. Das Cover mit den warmen Farben rundet diese ergreifende Lebensgeschichte ab.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Viele Feinde

Stille Feinde
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Der Privatermittler Isaiah Quintabe löst gewöhnlich ganz normale Fälle von ganz normalen Leuten. Eines Tages entdeckt er auf einem Schrottplatz das Auto mit dem sein Bruder vor einigen Jahren bei einem ...

Der Privatermittler Isaiah Quintabe löst gewöhnlich ganz normale Fälle von ganz normalen Leuten. Eines Tages entdeckt er auf einem Schrottplatz das Auto mit dem sein Bruder vor einigen Jahren bei einem Unfall mit Fahrerflucht überfahren wurde. War es am Ende gar kein Unfall sondern Mord?
IQ beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf eine ganz andere Seite seines geliebten Bruders.
Außerdem wird er von der Freundin seines Bruders um Hilfe gebeten deren Schwester die in Las Vegas mit asiatischen Triaden und einer mexikanischen Gang aneinander geraten ist.

Den ersten Teil kenne ich nicht und weiß auch noch nicht ob ich ihn lesen möchte. Der häufige Perspektivwechsel, die teils derbe Sprache haben mir das Lesen nicht einfach gemacht. Während manche Szenen sehr detailliert beschrieben werden kommen Abschnitte wo ich so schnell nicht mitkam wer die Person jetzt ist und mit wem sie zusammengehört.
Schade, nach der Leseprobe und den Lobpreisungen hätte ich etwas anderes erwartet.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Ohne jede Spur

Without You - Ohne jede Spur
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Nach einem Bootsunglück verschwindet die 17-jährige Eva spurlos. Ihre jüngere Schwester Faith ist überzeugt die Schwester wurde von einem Wilden entführt und lebt auf der nahegelegenen Insel die vom ...

Nach einem Bootsunglück verschwindet die 17-jährige Eva spurlos. Ihre jüngere Schwester Faith ist überzeugt die Schwester wurde von einem Wilden entführt und lebt auf der nahegelegenen Insel die vom Militär genutzt und gesperrt ist. Doch keiner glaubt ihr. Die Suche wird irgendwann eingestellt und ein Gedenkgottesdienst abgehalten.

Die Familie zerbricht an diesem Unglück. Die Mutter ist depressiv und verbringt die Tage im Bett, Faith ist auf sich alleine gestellt. Ein Au Pair Mädchen vergnügt sich auch lieber mit Männern, darunter dem Vater von Faith. Als es ihr endlich gelingt mit einem Boot auf die Insel zu fahren wird es dramatisch.

Dem Klappentext nach 'Ein düsterer psychologischer Thriller' hat mich das Buch neugierig gemacht. Den Schreibstil in Ich-Form finde ich eigentlich ganz gut nur wechselten in diesem Buch die Abschnitte zwischen Faith und Eva. Das macht das Lesen nicht immer sehr einfach.

In Rückblicken erfährt man einiges über die Eltern von Faith und Eva, was mich anfangs sehr irritierte und eigentlich mit der Situation im Moment nichts zu tun hat. Das Buch hat sehr viele Längen. Zum Ende hin wird es noch mal etwas spannend, aber insgesamt für mich etwas langatmig und ohne besonderen Thrill.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Handlung
Veröffentlicht am 01.07.2018

Eine fliegende Sau

Bülent Rambichler und die fliegende Sau
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im beschaulichen fränkischen Strunzheim wird eine Tote gefunden, Die Fleischerei Verkäuferin Kerstin Rummsler, alias Gelbwurst-Pflunzn wird am frühen Morgen von 2 alten Frauen beinahe noch überfahren obwohl ...

im beschaulichen fränkischen Strunzheim wird eine Tote gefunden, Die Fleischerei Verkäuferin Kerstin Rummsler, alias Gelbwurst-Pflunzn wird am frühen Morgen von 2 alten Frauen beinahe noch überfahren obwohl sie schon tot und nackt wie Gott sie schuf mit 2 Engelsflügeln auf der Straße liegt.

Im Dorf herrscht Volksfeststimmung als die ersten Polizisten auftauchen. Der Deutsch-Türke erster Generation, Vorzeige-Franke mit Ambitionen auf einem Platz im Gemeinderat, Erkan Rammbichler nutzt die Chance und ruft sofort seinen Sohn an. Dieser ist Kriminalpolizist und sitzt lieber im Büro als aktiv Fälle aufzuklären. Daneben betreibt er ausgiebige Schönheitspflege in seinem eigenen Hammam. Doch es hilft nichts, Bülent Rammbichler und seine vegane Assistentin werden zur Aufklärung des Falles in Bülents Heimatdorf geschickt.

Schnell steht fest, so beschaulich ist das Landleben nicht. Sehr viele scheinen Dreck am Stecken zu haben und die Zahl der Verdächtigen steigt. Auch die Gelbwurst-Pflunzn scheint nicht so unschuldig zu sein.

Der Schreibstil ist sehr lebendig, gemischt mit fränkischen Dialekt wird die Geschichte erzählt und erinnert ein wenig an die Eberhofer Reihe von Rita Falk. Ein spannender Kriminalroman ist das nicht, aber ein netter Sommerroman mit amüsanten Begebenheiten. Ich bin gespannt wann wir mehr von Bülent Rammbichler und seiner Assistentin hören werden.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Eine Reise ans Meer

Ans Meer
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Der Busfahrer Anton fährt täglich die gleiche Strecke und transportiert fast immer die gleichen Leute und bringt den Schulkindern schon einmal Höflichkeit bei oder befördert sie bei Prügeleien auch eigenhändig ...

Der Busfahrer Anton fährt täglich die gleiche Strecke und transportiert fast immer die gleichen Leute und bringt den Schulkindern schon einmal Höflichkeit bei oder befördert sie bei Prügeleien auch eigenhändig aus dem Bus. Es ist nicht sein Traumjob, aber er macht ihn gerne.
Zu seinen Fahrgästen gehört auch Carla, eine junge Frau die unheilbar krank ist und einen letzten Wunsch hat, sie möchte ans Meer in ihre Bucht wo sie aufgewachsen ist.

Recht spontan beginnt die Reise mit einigen der Kinder die er täglich fährt. Mit dabei ist auch eine alte demente Frau die auf den hinteren Sitzen eingeschlafen ist. Auch sie fährt jetzt freiwillig mit. Obwohl sie befürchten jederzeit von der Polizei entdeckt zu werden schaffen sie es bis nach Italien in die Bucht wo Carla aufgewachsen ist.

Der Schreibstil ist ruhig, etwas melancholisch aber auch mit heiteren Momenten. Einfach so wie das Leben nun einmal ist. Ein nettes kleines Buch und schnell zu lesen.