Vortex-Der Tag an dem die Welt zerriss
Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerrissIrgendwie bin ich bei diesem Roman so richtig zwiegespalten. Einerseits hab ich die Fantasie und das gesamte Setting genossen und es war wundervoll, die damit verbundenen Geschehnisse zu lesen. Auf der ...
Irgendwie bin ich bei diesem Roman so richtig zwiegespalten. Einerseits hab ich die Fantasie und das gesamte Setting genossen und es war wundervoll, die damit verbundenen Geschehnisse zu lesen. Auf der anderen Seite hab ich mich aber leider doch etwas an den vielen Ähnlichkeiten gestört, an den Dingen, die mir nur allzu bekannt vorkamen. Da waren doch so einige direkte Vergleiche mit der „City of-Serie“ oder „The 100“ (um nur ein paar zu nennen) möglich. Und stellenweise war mir das ehrlich gesagt dann doch zu viel. Keine Frage, ich bin relativ gut unterhalten worden und hab die eine oder andere Passage auch sehr genossen. Und trotzdem war ich von den ganzen Gemeinsamkeiten zu anderen Serien nicht wirklich begeistert.
Ich muss aber auch sagen, dass ich trotz all der Kritikpunkte, den Roman durchgelesen habe. Ja, ich war an ein paar Stellen schwer versucht, den Titel abzubrechen, aber dann war da doch wieder etwas auf der Seite, das mich veranlasst hat weiterzulesen. Stellenweise konnte ich mir die Szenen und Schauplätze so wunderbar vorstellen, dass ich echt den Wunsch verspürte dort sein zu wollen. Und mit diesem Gefühl kann man ein Buch dann doch nicht einfach abbrechen. Und zu meiner Überraschung wurde es nach der ersten Hälfte ja dann auch so richtig gut und spannend.
Die Autorin verlangt ihren Figuren so einiges ab. Da gilt es Probleme, Herausforderungen und Schicksalsschläge zu meistern, die sich wohl keiner gerne freiwillig auf die Schulter laden würde. Das macht die beiden Hauptfiguren einerseits überraschend tiefgründig, auf der anderen Seite aber auch fast zu Stereotypen.
Elaine hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht. Sie weiß genau, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren, nur weil ein anderer seine Kräfte nicht kontrollieren kann oder es erst gar nicht will. Der erste Vortex hat Chaos kreiert und hat so manche Kreatur und Menschen hinterlassen, die gemischte Fähigkeiten haben. Etwas, wovor die Mächtigen in Elaines Gesellschaft Angst haben.
Ich bin zwiegespalten, was diese Geschichte angeht. Ja, die erste Hälfte verlangt viel vom Leser, vor allem Durchhaltevermögen. Und ich war einige Male in Versuchung, hier meinen ersten DNF zu haben. Aber ich hab weitergelesen weil es da im Stil als auch Roman selbst etwas gab durch das ich wissen wollte, was auf den nächsten Seiten geschieht. Und die zweite Hälfte erwies sich als überraschend unterhaltsam und abwechslungsreich. Es war kein reines Lesevergnügen von Beginn an aber alles in allem ein Buch, das ich irgendwie doch genossen hab.