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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Berührende Zeitreise

Das Haus in Charlottenburg
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Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich neugierig. Ich kenne Berlin ganz gut, eine Freundin hat in Potsdam studiert und ich habe sie damals oft besucht. Ich mag Bücher, die mich in vergangene Zeiten ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich neugierig. Ich kenne Berlin ganz gut, eine Freundin hat in Potsdam studiert und ich habe sie damals oft besucht. Ich mag Bücher, die mich in vergangene Zeiten entführen - vor allem auch, wenn es um Deutschland geht, denn oft kennen wir ja unsere eigene Geschichte gar nicht so gut. Das Kaiserreich war eine spannende Zeit mit vielen Umbrüchen. In dieser Welt leben Elise und Johann, die sich durchbeißen müssen.
Mich hat fasziniert, wie nah die Autorin uns an die Figuren herangeführt hat, wie sehr man mitgefühlt hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, teilweise sind die Seiten richtig geflogen. Ich fand es toll, wie Elise ihre Ziele verfolgt, sich weiterentwickelt und immer mutiger für sich und die ihren kämpft. Man erfährt nicht nur, wie wenig die Menschen aus den unteren Schichten verdienen, sondern auch, was "trockenwohnen" bedeutet, warum so viele Menschen krank waren und nicht alt wurden, wie wenig sich diese Unterprivelegierten sich wehren konnten und was sich die Adeligen und diejenigen mit Geld alles erlauben konnten. Ein beeindruckendes Bild des Kaiserreichs um 1890, das mich tief in seinen Bann gezogen hat!
Gleichzeitig war es auch spannend, mehr über die sozialen Ungerechtigkeiten in dieser Zeit und die Wohnungsnot - die ja zum Teil wieder aktuell ist - zu lesen. Klar, die vielen Gebäude mit Hinterhöfen in Berlin kannte ich schon, aber nicht ihre Geschichte, die zum Teil so traurig und krass ist. Umso faszinierter habe ich das Buch gelesen, dessen Geschichte zwischen den prächtigen Villen und den Elendsvierteln Berlins angesiedelt ist.

Veröffentlicht am 14.04.2026

Spannend und sehr berührend

Tief
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Nachdem ich das erste Buch "Unten" um Kommissar Heinzle schon sehr gerne gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit ihm und wie er sich bei seinem nächsten Fall schlagen wird. ...

Nachdem ich das erste Buch "Unten" um Kommissar Heinzle schon sehr gerne gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit ihm und wie er sich bei seinem nächsten Fall schlagen wird. Schlagen kann man hier wortwörtlich nehmen, aber psst, zuviel will ich nicht verraten.
Wer bereits das erste Buch gelesen hat, weiß, dass die Autorin Rebekka Moser gerne die Finger direkt in die Wunde legt bzw. mit der Schreibfeder ganz tief bohrt und zeigt, wo die Probleme liegen. Schon in "Unten" hat mich das begeistert und fasziniert, hier noch mehr. Gleichzeitig berührt sie mit dem Schicksal der Figuren sehr. An so mancher Stelle musste ich das Buch mal zur Seite legen und tief durchatmen. Geschickt und ganz nah bringt sie ihre Leser in die Geschichte, sodass man gar nicht anders kann als mitfühlen. Und gleichzeitig zeigt sie, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse gibt, sondern viele, viele Grautöne, dass auch gute Menschen Böses tun können, und dass es eben nicht nur zwei Seiten gibt. Denn es geht irgendwann nicht mehr nur um Ben, das tote Kind - was an sich schon schrecklich genug ist - sondern um viele andere Menschen, denen das Schicksal und andere Menschen übel mitgespielt haben.
Dieses Buch ist viel mehr als nur ein Krimi. Es ist ein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft, in der wir wieder lernen müssen, aufeinander zu achten und aufzupassen, andere Meinungen gelten zu lassen und zu verstehen, dass es nur gemeinsam geht.
Kommissar Heinzle ist eine wunderbare Romanfigur, die ich zu gerne noch öfter begleiten würde. Auch seine Mitstreiter, allen voran Sense und Heinzles Tochter Christina. Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 14.04.2026

Unterhält, macht gute Laune und bietet viel Wissenswertes

DUMONTs Fantastische Rätselreise Japan
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Japan finde ich schon lange total spannend und würde gerne einmal dorthin reisen. Umso mehr, seit mein Mann mehrere Dienstreisen in das Land der aufgehenden Sonne gemacht hat und total begeistert und fasziniert ...

Japan finde ich schon lange total spannend und würde gerne einmal dorthin reisen. Umso mehr, seit mein Mann mehrere Dienstreisen in das Land der aufgehenden Sonne gemacht hat und total begeistert und fasziniert war. Seitdem lesen wir alles über Japan, was wir in die Finger kriegen, und reisen zumindest in Gedanken immer wieder auf diese Insel.
Die fantastische Rätselreise Japan von Dumont hat mich gleich auf den ersten Blick angesprochen. Denn ich liebe auch Rätsel und Ratespiele. Ich liebe das farbige Cover mit der Winkekatze, den Gebäuden und Fahnen und den kleinen Hinweisen darauf, dass es sich um ein Rätselbuch handelt. Bücher, die aus dem Rahmen fallen, habe ich immer schon besonders geliebt. Mit der Rätselreise kann man nicht nur das Land besser kennenlernen, sondern nebenbei auch ganz wunderbar knobeln, rätseln und raten. Mehr als 200 Rätsel warten auf alle Japanbegeisterten. Zur Auswahl gibt es Quizfragen, Rätselgeschichten, Sudokus, Labyrinthe, Fehlersuche, Bildervergleiche und vieles mehr. Da findet jeder den passenden Zeitvertreib. Ein richtig cooles Buch, das so ganz nebenbei viel Wissen und Wissenswertes vermittelt und bestens auf eine Japanreise vorbereitet oder unterwegs gegen Langeweile hilft!

Veröffentlicht am 01.04.2026

Ein spannender Auftakt

Minnesota
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Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Bücher von Jo Nesbo. Überhaupt mag ich die nordischen Autoren sehr, ihn ganz besonders. Seine Reihe um Harry Hole habe ich regelrecht gefressen, nun also gibt ...

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Bücher von Jo Nesbo. Überhaupt mag ich die nordischen Autoren sehr, ihn ganz besonders. Seine Reihe um Harry Hole habe ich regelrecht gefressen, nun also gibt es was Neues. Klar, da musste ich wieder an den Start! Und ich muss sagen, dass mir das Buch echt gut gefallen hat.
Ich brauchte ein bisschen, um reinzukommen. Die Figuren machen es einem nicht so richtig leicht, aber gerade das macht ja auch mal Spaß. Da kann man dann froh sein, dass es Romanpersonal ist und nicht die Nachbar ...
Jedenfalls gefällt mir der Auftakt dieser neuen Reihe sehr gut und ich freue mich auf viele weitere Bände, die hoffentlich noch folgen werden. Zuviel mag ich nicht verraten und finde das bei Krimis sowieso immer schwer, um nicht aus Versehen zu viel auszuplaudern. Nur soviel: Es war spannend, interessant und wirklich lesenswert!

Veröffentlicht am 20.03.2026

Gute Fortsetzung

Der Kuckucksjunge
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Da ich das Vorgängerbuch "Der Kastanienmann" mit großer Begeisterung gelesen habe und nordische Krimis und Thriller sowieso insgesamt sehr gerne mag, war ich natürlich sehr neugierig auf das neue Werk ...

Da ich das Vorgängerbuch "Der Kastanienmann" mit großer Begeisterung gelesen habe und nordische Krimis und Thriller sowieso insgesamt sehr gerne mag, war ich natürlich sehr neugierig auf das neue Werk des Autors Soren Sveistrup. Ich mag es, Fortsetzungen zu lesen, wenn man die Figuren schon kennt und mag.
Auch hier präsentiert sich wieder eine interessante Geschichte, die die Leser mitnimmt nach Dänemark. Leider war das Buch nicht ganz so spannend wie sein Vorgänger und hatte einige Längen. Da habe ich mich gefragt, ob man nicht ein paar Seiten kürzen hätte können, wenn ein Buch sowieso schon fast 700 Seiten hat. Aber abgesehen davon habe ich auch diese Fortsetzung gerne gelesen.
Neben dem schrecklichen Fall kämpfen die beiden Ermittler auch mit jeder Menge privater Probleme. Das mag ich an sich schon, weil es die Protagonisten menschlicher macht, hier hätte es an der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen weniger sein können.
Insgesamt eine gute Fortsetzung.