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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2023

Einfach zauberhaft

Tinka Knitterflügel – Pleiten, Pech und Feenstaub
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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, denn schon beim ersten Blick auf das zauberhafte Cover habe ich mich ein bisschen verliebt. Ich kannte das Vorgängerbuch leider nicht, aber das war kein Problem. ...

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, denn schon beim ersten Blick auf das zauberhafte Cover habe ich mich ein bisschen verliebt. Ich kannte das Vorgängerbuch leider nicht, aber das war kein Problem. Ich bin auch so gut in die Erzählung reingekommen und war ganz schnell drin in Tinkas besonderer Welt. Ich fand ihre Geschichte einfach zauberhaft und süß. Gleichzeitig kindgerecht und auch für Erwachsene lesenswert. Sowas mag ich sehr.

Gut gefallen haben mir auch die Illustrationen, die das Geschriebene hervorragend zeigen, aber auch noch Platz für die eigene Fantasie lassen.

Ich mochte die Einblicke in die Feenwelt, die Ideen und Möglichkeiten, die der Nachwuchs dort hat – hach, was wäre ich auch gerne in so eine Schule gegangen! Das Durchschweben von Dingen könnte ich auch zu gerne!

Am besten hat mir aber die Botschaft des Buchs gefallen, die zugleich unterschwellig, aber auch deutlich vermittelt wird. Es geht nur zusammen und in der Gemeinschaft. Wer zusammenhilft, kommt besser ans Ziel und oft reicht schon ein Lächeln, dass es besser läuft. Andere mit einzubinden, statt sie auszugrenzen. Wichtige Themen, gut verpackt und ohne erhobenen Zeigefinger.

Ich glaube, Teil 1 möchte auch noch von mir gelesen werden!

Veröffentlicht am 20.03.2023

Gutes Buch mit abruptem Ende

Canaria Mortal
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Da ich ein großer Fan der kanarischen Inseln bin und auch immer wieder gerne die Regionalkrimis aus dem Gmeiner-Verlag lese, war ich natürlich umso gespannter auf dieses Buch. Es hat mir auch ziemlich ...

Da ich ein großer Fan der kanarischen Inseln bin und auch immer wieder gerne die Regionalkrimis aus dem Gmeiner-Verlag lese, war ich natürlich umso gespannter auf dieses Buch. Es hat mir auch ziemlich gut gefallen, allerdings bin ich über den Schluss eher enttäuscht. Nicht, weil das Ende doof oder unlogisch, sondern weil die Geschichte für mich gefühlt mittendrin aufgehört hat. Alles hat angefangen, verschiedene Stränge wurden entwickelt, aber nicht abgeschlossen. Ich lese sehr gerne Serien, aber ich mag es auch, wenn Bücher in sich geschlossen sind bzw. die einzelnen Fälle abgeschlossen sind. Hier sind so viele Fragen offen, dass man den zweiten Teil eigentlich lesen muss, um zufrieden zu sein. Das wiederum hinterlässt ein schales Gefühl bei mir – obwohl ich ein zweites Buch eigentlich sowieso und gerne gelesen hätte. Schade. Sowas erlebe ich in letzter Zeit öfter und ich mag diese Entwicklung gar nicht. Meine Meinung: Wer seine Leser in Band 1 nicht abholt, der wird sie auch nicht für Teil 2 begeistern können, egal wie viele Faden lose bleiben. Und ein gutes Buch hat so viele Cliffhanger gar nicht nötig.

Die Geschichte als solche hat mir gut gefallen und ich denke, sie ist recht nah an der Realität, was sie auch so berührend macht. Das war meiner Meinung nach eine große Stärke des Buchs. Ich fand auch die Figuren interessant und gut beschrieben. Die Hauptfigur finde ich ein bisschen wankelmütig und zu sehr abhängig von anderen, aber wenn man irgendwo gerade neu ist, ist das nicht so ungewöhnlich, nehme ich an. Die Realität abseits der Touristenhochburgen war authentisch und anschaulich geschildert. Spannend, auch diese Schattenseiten zu entdecken.

Gerne lese ich Band 2 und eventuelle Nachfolger, auch wenn ich mir hier am Ende deutlich mehr Aufklärung oder Ausblicke in die Zukunft gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 20.03.2023

Erschütternd

Lockruf der Nordsee
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Wieder einmal legt der Autor H. C. Scherf den Finger in die Wunde und lässt seine Leser erschaudern. Wie böse und gewalttätig manche Menschen sein können, wie tief die Abgründe in der menschlichen Seele ...

Wieder einmal legt der Autor H. C. Scherf den Finger in die Wunde und lässt seine Leser erschaudern. Wie böse und gewalttätig manche Menschen sein können, wie tief die Abgründe in der menschlichen Seele sein können, das zeigt er hier wieder ganz deutlich. Wer ein zartes oder empfindsameres Gemüt hat, ist hier falsch. Auch weil das Ende eher tragisch ist.

Faszinierend finde ich, wie der Autor immer wieder das menschliche Sein einfängt und in seinen Romanen so authentisch abbildet. Als Leser habe ich hier oft Gänsehaut und es läuft mir kalt über den Rücken. Und ich bin mir sicher, dass es in der realen Welt oft noch viel schlimmer ist.

Ein tiefgehendes Buch, das zum Nachdenken und vielleicht auch zum Handeln anregt!

Veröffentlicht am 20.03.2023

Viel Flair und Zeitgeschichte

Frisch ermittelt: Der Fall Kaltwasser
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Zeit, in der es spielt, leider kaum kenne. Unsere jüngere deutsche Vergangenheit kommt viel zu oft zu kurz, finde ich. Dabei ist gerade die direkt Nachkriegszeit ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Zeit, in der es spielt, leider kaum kenne. Unsere jüngere deutsche Vergangenheit kommt viel zu oft zu kurz, finde ich. Dabei ist gerade die direkt Nachkriegszeit so spannend, weil die Menschen so viele körperliche und seelische Wunden hatten, ihr Leben neu aufbauen mussten, teilweise hart ums Überleben kämpften und das Land immer noch nicht wieder komplett hergestellt war. Eine Aufbruchszeit und das wird hier auch sehr gut deutlich. Überhaupt ist der Zeitgeist gut eingefangen, finde ich. Das Buch hat richtig viel Flair, einerseits von Norddeutschland, andererseits aus dieser Zeit, und das finde ich richtig gut.

Gut gefallen hat mir auch die Oberthemen Schuld und Sühne, Rache und Vergebung. Richtig gut eingebaut in den Roman und sehr gut nachvollziehbar und authentisch.

Leider kenne ich Teil 1 nicht, den Anspielungen nach zu urteilen, habe ich hier richtig was verpasst und werde die Lektüre daher auf jeden Fall noch nachholen. Trotz dieser Lücke kam ich aber wirklich gut und schnell in die Geschichte rein und war sofort mittendrin in Marthas Leben. Sie war mir sofort sympathisch. Sie jammert nicht, sie macht einfach – auch wenn sie ihren geliebten Mann nach dem Krieg bei einem schrecklichen Unfall verloren hat und sich ihren Lebensunterhalt hart erarbeiten muss. Zugleich hat sie weder Lebenslust, noch Neugier und Einsatz verloren. Einfach eine tolle Frau, von der ich gerne noch viel mehr lesen würde.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Nicht leicht verständlich, aber lesenswert

Was ist die Natur?
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil die Themen Natur und wie man mit ihr umgehen sollte, wie man sie bewahren kann und was sie besonders macht und für uns so unverzichtbar jetzt wieder in aller ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil die Themen Natur und wie man mit ihr umgehen sollte, wie man sie bewahren kann und was sie besonders macht und für uns so unverzichtbar jetzt wieder in aller Munde sind, gleichzeitig aber auch uralte Themen sind. Die Wechselbeziehungen zwischen Natur, Mensch und Kultur hat Wilhelm Bölsche schon 1906 beschrieben und versucht, sie zu verstehen. Das ist wirklich spannend und sehr lesenswert. 

Allerdings muss man sich auch echt auf das Buch einlassen können, denn die Sprache ist nicht immer einfach und zugleich werden Anmerkungen gemacht und Bezüge hergestellt, die man heute nicht immer kennt. Hier wären kleinere Fußnoten mit Hinweisen für moderne Leser sicherlich hilfreich gewesen. 

Gut gefallen hat mir die Gestaltung des Buchs mit dem ansprechenden Coverbild und dem Leineneinband samt Lesezeichen. Ein schönes Buch für alle, die sich darauf einlassen.