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Veröffentlicht am 12.03.2023

Soweit die Füße tragen

Puls der Arktis
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Am Polarkreis soll eine NATO-Übung erfolgen. Die norwegische Kampfpilotin Ylva Nordahl startet zusammen mit ihrem Mentor John Evans an Bord von dem Militärflugplatz in Bodø aus in einem Kampfjet. Die Übung ...

Am Polarkreis soll eine NATO-Übung erfolgen. Die norwegische Kampfpilotin Ylva Nordahl startet zusammen mit ihrem Mentor John Evans an Bord von dem Militärflugplatz in Bodø aus in einem Kampfjet. Die Übung ist umstritten, denn das Gebiet der Tundra ist in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze.
Ca. ein Drittel der bisher ungenutzten Öl- und Gasvorkommen werden durch die globale Erderwärmung und dem damit verbundenen Abschmelzen der Tundra sowie des Meereises freigesetzt. Und die Russen vermuten, dass die NATO in diesem Gebiet wertvolle Kompetenzen erlangen will.
Ein russischer Kampfjet bedrängt die NATO-Maschine in der Luft und tuschiert sie dabei. Die Elektronik an Bord des Flugzeuges wird dabei so sehr beschädigt, dass sie komplett ausfällt. Man ist orientierungslos und es bleibt den beiden Insassen nichts anderes übrig als abzuspringen, bevor die Maschine von dem russischen Flugzeug abgeschossen wird.
Da die Russen in den Wrackteilen des abgeschossenen NATO-Jets keine Spur von den Piloten finden, gehen sie davon aus, dass sie am Leben sind. Sofort machen sich vier Männer von Russlands Spezialeinheit SpezNas auf den Weg, um sie finden.
Ein gefährlicher und unüberschaubarer Fußmarsch über den zugefrorenen See Seidosero in der russischen Oblast Murmansk in Richtung norwegische Grenze beginnt für Nordahl und Evans.


Mein Fazit:
Mit diesem Buch ist der norwegischen Autorin Greta Bøe ein beachtenswertes Debüt gelungen. Die Originalausgabe im englischen erschien bereits 2021unter dem Titel Mayday. Der Prolog beginnt vielversprechend und spannend. Leider wird der Spannungsbogen durch eher nebensächliche Beschreibungen unterbrochen (bspsw. der Lebenslauf des russischen Präsidenten über mehrere Seiten) und der Plot damit in die Länge gezogen.

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Veröffentlicht am 05.03.2023

Todesengel oder Erlöserin?

Die Klinik
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Der zweite Fall für Hauptkommissarin Franka Erdmann und ihres jungen Assistenten Alpay Eloğlu von der Hamburger Mordkommission. Dieses Mal ermitteln sie in einer Hamburger Klinik, wo sich mysteriöse Todesfälle ...

Der zweite Fall für Hauptkommissarin Franka Erdmann und ihres jungen Assistenten Alpay Eloğlu von der Hamburger Mordkommission. Dieses Mal ermitteln sie in einer Hamburger Klinik, wo sich mysteriöse Todesfälle auf der Intensivstation ereignen.
Malte Ostersetzer wird nach einem Fahrradunfall mit schweren Kopfverletzungen behandelt und anschließend in ein künstliches Koma versetzt. Tage später wacht er auf, stirbt aber dann plötzlich und völlig unerwartet. Seine Frau Anna glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Die Obduktion in der Rechtsmedizin bestätigt ihren Verdacht. Ihm wurde ein Medikament verabreicht, dass nicht auf der Medikationsliste stand.
Daraufhin schaltet sich die Kriminalpolizei ein und entdeckt weitere Todesfälle, die ein ähnliches Muster aufweisen. Erdmann und Eloğlu müssen klären, ob es sich um Behandlungsfehler oder mit Absicht herbeigeführte Verbrechen handelt.
Obwohl die beiden Ermittler ungleicher nicht sein könnten, harmonieren sie gut und geben ein eingespieltes Team ab.

Mein Fazit:
Dieser Thriller kommt nicht an den Debütroman „Das Profil“ von H. Borck heran, weder vom Spannungsverlauf, aber auch der Tatsache geschuldet, dass zu viel in der Handlung vorhersehbar ist. Vielleicht war auch meine Erwartungshaltung zu hoch.
Im Großen und Ganzen kann man von einer guten Recherche für diesen Plot sprechen. Ungesühnt bzw. unaufgeklärt bleibt der Motorradunfall mit Todesfolge einer Krankenschwester.

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Veröffentlicht am 24.02.2023

Warum der Tag zur Nacht wird

Das Bernsteinkind
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Bereits der 10. Fall für Nils Trojan von der Berliner Mordkommission. Immer wieder hat er mit Panikattacken zu kämpfen, was die Ermittlungen erschwert. Seine Kollegin und Partnerin Stefanie Dachs hält ...

Bereits der 10. Fall für Nils Trojan von der Berliner Mordkommission. Immer wieder hat er mit Panikattacken zu kämpfen, was die Ermittlungen erschwert. Seine Kollegin und Partnerin Stefanie Dachs hält ihm oft den Rücken frei, wenn der auch nicht klar ist, was Trojan bedrückt.
Lange jagt die Polizei ein Phantom und die Opfer liefern keinen Hinweis darauf, dass es zwischen Ihnen eine Verbindung gibt. Ein Buch mit dem Titel Nachtland taucht auf und die Augen der Opfer leuchten wie Bernstein. Sind das die Verbindungen, nach denen man sucht? Ist die Polizei hinter einem Psychopathen her oder einem zutiefst traumatisierten Menschen?
Bentow legt während des Verlaufs geschickt falsche Fährten aus, indem er immer andere Namen und Handlungen ins Spiel bringt.

Mein Fazit:
Ein echter Pageturner ist dieser Psychothriller, wenn es auch der Autor m.E. damit übertreibt, zu jedem vermeintlichen Tatort die genaue Fahrtroute mit Angabe der einzelnen Straßennamen zu nennen. Trotzdem tut dies der Spannung keinen Abbruch. Schon das Bild auf dem Cover lässt einem grübeln. Was assoziiert der Autor mit der Raubkatze? Der Buchtitel erklärt sich von selbst, wenn man zu Ende gelesen hat.

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Veröffentlicht am 18.02.2023

Flucht in die Einsamkeit

Im Versteck
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Ein neuer Fall für den Carabinieri Donato Neri aus Ambra in der Toskana. Paul Böger ist ein erfolgreicher Fotograf und arbeitet freiberuflich für eine Werbeagentur. Privat lebt er zusammen mit seinem Freund ...

Ein neuer Fall für den Carabinieri Donato Neri aus Ambra in der Toskana. Paul Böger ist ein erfolgreicher Fotograf und arbeitet freiberuflich für eine Werbeagentur. Privat lebt er zusammen mit seinem Freund Detlef Giesler, genannt Donnie, in einem Loft in Hamburg.
Unverständnis erntet er sowohl beruflich als auch privat, wie er ein heruntergekommenes Haus in der Toskana kauft. Die verwahrloste Hütte liegt völlig abseits von der Zivilisation. Sie ist nur mit Mühe über einen kaum befahrbaren Weg zu erreichen.
Seine Arbeit gibt er auf und die gemeinsame Wohnung verlässt er. Keiner kann sich erklären, warum er diesen Schritt gewählt hat und alle Brücken in Hamburg abbricht. Böger trägt ein grausames Geheimnis mit sich herum. Hier in Ambra scheint er zunächst sein Glück zu finden, bis alles zusammenbricht.

Mein Fazit:

Sabine Thiesler präsentiert einen Thriller mit viel Spannung, wobei sie ab und an Momente einbaut, wo es auch „menschelt“. Sie versteht es, leicht und verständlich ohne verschachtelte Sätze zu schreiben. Man kann sich in Ihre Personen und Charaktere gut hineinversetzen.
Ihre Affinität zur Toskana kommt daher, da sie dort gemeinsam mit ihrem Mann lebt.

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Veröffentlicht am 07.02.2023

Ein Gemälde verbirgt ein düsteres Geheimnis

Herzgrab
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Das Wiener BKA ermittelt in der Toskana. Der Entführungsspezialist Peter Gerink sucht zusammen mit seinem Partner Dino Scatozza nach einer verschwundenen Österreicherin. Gleichzeitig sucht die Privatdetektivin ...

Das Wiener BKA ermittelt in der Toskana. Der Entführungsspezialist Peter Gerink sucht zusammen mit seinem Partner Dino Scatozza nach einer verschwundenen Österreicherin. Gleichzeitig sucht die Privatdetektivin Elena Gerink im Auftrag einer Klientin nach dem seit einem Jahr vermissten Maler und deren Vater Salvatore Del Vecchio ebenfalls in Italien. Peter und Elena Gerink sind verheiratet, haben aber im Moment familiäre Probleme und haben sich getrennt.
Doch im Laufe der Ermittlungen wird immer mehr klar, dass beide Fälle irgendetwas miteinander zu tun haben. So führen Sie die Ereignisse wieder näher zusammen. Das letzte Gemälde von dem berühmten Maler Salvatore Del Vecchio erzielt auf einer Kunstauktion einen Erlös von 18 Mill. EUR und birgt auf perfide Art ein blutiges Geheimnis in sich. So bahnt sich beim Familienclan der Del Vecchios eine Tragödie an.

Mein Fazit:
Viele Personen verlangen viel Aufmerksamkeit beim Lesen, um die Zuordnung und den Ablauf der Geschehnisse zu verstehen. Hinzu kommt der ständige Kapitelwechsel zwischen zwei Erzählsträngen.
Der Inhalt beginnt träge, aber steigert sich zunehmend. Trotzdem würde ich bei diesem Buch nicht von einem Pageturner sprechen. Alles in allem aber ein spannender Thriller, wie man es von Andres Gruber gewohnt ist.
Das Cover ist mit Bedacht gewählt und stilistisch hervorragend. Sowohl Pinsel, Skalpell und Farbe (oder ist es Blut?) stehen in einem Zusammenhang. Wer den Thriller gelesen hat, weiß warum.

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