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Veröffentlicht am 23.07.2022

Ein Podcast als Lockmittel

Das Letzte, was du hörst
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Andreas Winkelmann hat in seinem neuesten Thriller einen Ansatz gewählt, den ich bisher noch nicht kannte. Durch seinen Podcast „Hörgefühlt“ zieht Marc Maria Hagen seine Hörerinnen in seinen Bann. Seine ...

Andreas Winkelmann hat in seinem neuesten Thriller einen Ansatz gewählt, den ich bisher noch nicht kannte. Durch seinen Podcast „Hörgefühlt“ zieht Marc Maria Hagen seine Hörerinnen in seinen Bann. Seine samtweiche und verständnisvolle Stimme verzaubert die Hörerinnen. Sie sind nahezu süchtig nach seinen Podcasts und können es kaum erwarten, bis es eine neue Folge gibt.
Aber dieser Podcast hat ganz dunkle Schattenseiten und zu spät merken seine Hörerinnen, dass dahinter der Tod lauert.
Winkelmann versteht es hervorragend, die Leserschar lange über Motiv und Täter im Unklaren zu lassen.

Mein Fazit:
Das Cover hat einen sehr guten Bezug zum Inhalt. Mit diesem neuen Thriller hat der Autor eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er einer der besten deutschen Thriller-Autoren ist, der auch keinen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz zu scheuen braucht. Der Spannungsbogen wird schnell aufgebaut und auf einem hohen Level gehalten. Die Handlung ist glaubwürdig und nachvollziehbar – ein echter Pageturner.

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Veröffentlicht am 18.07.2022

Der Fluch über Chapel Croft

Das Gotteshaus
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Reverend Jacqueline (Jack) Brooks will zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Florence (Flo) einen Neuanfang starten, der aber nicht ganz freiwillig geschieht.
Sie soll die verwaiste Stelle in Chapel Croft ...

Reverend Jacqueline (Jack) Brooks will zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Florence (Flo) einen Neuanfang starten, der aber nicht ganz freiwillig geschieht.
Sie soll die verwaiste Stelle in Chapel Croft übernehmen und zieht dafür von Nottingham auf das Land. Der Pfarrer, der hier zuletzt gepredigt hat, wurde tot erhängt in der Kapelle gefunden. Angeblich soll es Selbstmord gewesen sein, was Brooks zweifeln lässt.
Die Dorfgemeinschaft verhält sich sehr reserviert ihr gegenüber, allen voran Simon Harper. Dessen Vorfahren haben allesamt ein Geheimnis mit ins Grab genommen. Eine verborgene Gruft in der Kirche, die durch Zufall entdeckt wird, bringt schließlich Licht in die Vergangenheit.
Tudor versteht es geschickt, dem Leser ein nicht vorhersehbares Ende zu präsentieren.

Mein Fazit:
Wenn ich alle vier Romane von Tudor miteinander vergleiche, ist dies für meine Begriffe der Schwächste. Es liest sich über weite Strecken nicht einfach und man ist immer wieder geneigt dazu, dass Buch zur Seite zu legen. Das Buch ist mit seinen 560 Seiten unnötig aufgebläht. Mit Verlaub – Pageturner lesen sich anders. Erst in den letzten ca. 150 Seiten baut sich ein Spannungsbogen auf. Der beste von ihr veröffentlichte Thriller bleibt nach wie vor „Der Kreidemann“.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Der Fluch der Vergangenheit

Die Rache
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Die 68er, eine verrückte Zeit. Hippies, Blumenkinder und radikale Gruppen formieren sich, um die Welt zu verbessern. Eine solche Gruppe bildet sich um deren Anführerin, Olivia Barrow. Sie demonstrieren, ...

Die 68er, eine verrückte Zeit. Hippies, Blumenkinder und radikale Gruppen formieren sich, um die Welt zu verbessern. Eine solche Gruppe bildet sich um deren Anführerin, Olivia Barrow. Sie demonstrieren, um sich Gehör zu verschaffen. Als sie damit nicht ans Ziel kommen planen Sie einen Geldtransporter vor einer Bank zu überfallen. Aber der geniale Plan läuft aus dem Ruder. Die Wachmänner eröffnen sofort das Feuer. Es gibt Tote und Verletzte. Einzig Olivia Barrow wird verhaftet und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.
Mit zu der Gruppe gehören Megan und Duncan Richards, die sich während des Überfalls absetzen, weil sie kalte Füße bekommen.
18 Jahre später – 1986. Megan und Duncan haben es zu Wohlstand gebracht. Er ist Banker und sie Immobilienmaklerin. Sie haben eine Familie gegründet, zwei Töchter und einen Sohn mit autistischen Zügen. Ein eigenes Haus runden diese scheinbare Idylle ab.
Plötzlich gerät diese heile Welt ins Wanken. Olivia Barrow hat ihre Haftstrafe abgesessen und sinnt nach Rache. Sie entführt den Sohn Tommy und dessen Großvater. Sie verlangt Geld und Duncan soll seine eigene Bank überfallen. Ein Wettlauf mit der Zeit und ungewissem Ausgang beginnt.

Mein Fazit:
Man muss etwas Geduld beim Lesen aufbringen, denn der Plot ist nicht gerade dass, was man unter einem Pageturner versteht. Die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet, so dass man sich ein Bild von den Personen machen kann. In dem Psychothriller wird sehr deutlich beschrieben, wie einfach es in Amerika ist, sich als Privatperson ein ganzes Waffenarsenal zuzulegen.
Zum Schluss bleibt es dem Leser überlassen, ob die Handlung ein gutes oder schlechtes Ende für die Überlebenden findet.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Die große Dürre

42 Grad
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In diesem Buch von Wolf Harlander steht eine Umweltkatastrophe im Vordergrund, wobei es um eine große Dürre verbunden mit einer Wasserknappheit in ganz Europa geht. Überall trocknen die Flüsse aus und ...

In diesem Buch von Wolf Harlander steht eine Umweltkatastrophe im Vordergrund, wobei es um eine große Dürre verbunden mit einer Wasserknappheit in ganz Europa geht. Überall trocknen die Flüsse aus und die Quellen versiegen.
Was macht eine solche Katastrophe mit den Menschen, wenn Ihnen eines ihrer Grundnahrungsmittel auszugehen droht? Das wird hier vom Autor sehr drastisch geschildert.
Allerdings erkennen die Protagonisten der Handlung, der Hydrologiestudent Julius Denner und die schwedische IT-Spezialistin Elsa Forsberg, dass nicht nur die große Hitze allein schuld an der Wasserknappheit ist.

Mein Fazit:
Der Thriller ist nah an der Realität, wenn auch zu viele Themen miteinander verwoben werden, die den Lesefluss m.E. beeinträchtigen. Wasserknappheit, Cyberkriminelle (ein Ableger von dem Computerwurm Stuxnet aus dem Jahr 2010 legt Steuerungssysteme lahm) und politisch motivierte Ziele spielen eine Rolle. Das macht es schwierig, der Handlung zu folgen.

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Veröffentlicht am 16.06.2022

Zoom-Meetings mit einem Killer

Der Zoom-Killer (Tom-Bachmann-Serie 2)
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Wie schon im Debütroman von Chris Meyer (Der Blutkünstler) jagt der Profiler Tom Bachmann mit seinem Team vom BKA in Bonn einen abartigen Serienmörder. Die Opfer sollen qualvoll sterben, aber dabei möglichst ...

Wie schon im Debütroman von Chris Meyer (Der Blutkünstler) jagt der Profiler Tom Bachmann mit seinem Team vom BKA in Bonn einen abartigen Serienmörder. Die Opfer sollen qualvoll sterben, aber dabei möglichst lange am Leben bleiben. Und wenn das nicht schon genug wäre, möchte er Zuschauer bei seinen Prozeduren haben.
Er hackt sich in Zoom-Konferenzen ein und alle Teilnehmer müssen mit ansehen, was er mit seinen Opfern anstellt. Deren Computer und Smartphones hat er zuvor gehackt, so dass sie keine Hilfe holen können.
Immer wieder tauchen bei den Ermittlungen Erinnerungen an Bachmanns eigenes Trauma auf.

Mein Fazit:
Das Cover finde ich sehr gelungen. Es zeigt ein Auge, das mit Schrecken die Taten mit anschauen muss.
Die Handlung ist klar strukturiert und man kann sich in die Lage der Opfer und deren Zuschauer hineinversetzen. Trotzdem ist dies, was mit den Opfern geschieht realitätsfern.
Zum Ende hin geht alles schnell. Woher hatte der Zoom-Killer seine IT-Kenntnisse und wieso kann Bachmanns Freund aus Heim- und Kindertagen unversehrt verschwinden.

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