Schöner queerer Jugendroman, aber mangelnde Tiefe
The Lesbiana's Guide to Catholic School"The Lesbiana´s Guide to catholic School" - der Titel beschreibt das Buch tatsächlich richtig gut. Es geht um die 16-jährigen Yamilet, die gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder auf eine neue Schule wechselt ...
"The Lesbiana´s Guide to catholic School" - der Titel beschreibt das Buch tatsächlich richtig gut. Es geht um die 16-jährigen Yamilet, die gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder auf eine neue Schule wechselt - als eines der einzigen mexikanischen Kinder an einer weißen, sehr reichen katholischen Schule. Dass sie queer ist möchte Yami daher noch etwas für sich behalten...
Das übergeordnete Thema hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die gewählte Perspektive. Das Buch behandelt Themen, wie Rassismus, Depression, Homophobie, Sich-Ausgegrenzt-Fühlen und Zu-Sich-Selbst-Finden. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir die dargestellten Auseinandersetzung mit den Themen nicht tief genug gehen, sondern lediglich an der Oberfläche kratzen. Ja, es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch. Aber statt diese wichtigen Themen eher oberflächlich zu behandeln, hätte ich mir gewünscht, dass diese stattdessen sehr gut aufbereitet rübergebracht werden.
Der Rest der Geschichte, die Handlung und die Schreibweise haben mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Ich habe das Buch gerne gelesen und war stets gespannt zu erfahren, wie es weitergeht.
Daher kann ich das Buch grundsätzlich empfehlen, aber nicht für Leute, die sich eine starke Auseinandersetzung mit den angekündigten Themen wünschen.