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Veröffentlicht am 04.03.2026

Ein märchenhafter Roman, der mit einem starken Plot überzeugt!

Deadly Ever After – Blut und Schnee
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… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Oder auch nicht, denn in der Märchenwelt ist Schneewittchen als Kaiserin Katharina aufgestiegen und stiehlt den anderen Figuren ihre Magie. ...

… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Oder auch nicht, denn in der Märchenwelt ist Schneewittchen als Kaiserin Katharina aufgestiegen und stiehlt den anderen Figuren ihre Magie. Nur Fürst Streich setzt sich zur Wehr, doch als er untergeht, lebt die Idee mit seinem Neffen Tristan weiter, der nun auf Rache aus ist.

“Die meisten haben nicht vor, böse zu werden, denke ich. Sie werden es einfach. Meistens ganz, ohne es selbst zu bemerken. In ihrer eigenen Geschichte sind sie wahrscheinlich sogar die Guten. Sie glauben, die Welt besser machen zu können oder etwas in der Art. Das klingt doch zunächst erst mal gar nicht so schlecht. Nur dass die Welt gar nicht besser werden will oder dass sie mit einer guten Tat an irgendeiner anderen Stelle etwas Böses bewirken. Die Welt ist kompliziert.” -Linde

Wer eine Neuinterpretation und Mischung aller erdenklicher Märchen sucht und sich noch einmal in die märchenhafte Kindheit vertiefen möchte, ist hier genau richtig. Denn in diesem 600 Seiten starken Epos vereinen die Autoren die verschiedensten Märchenfiguren, beispielsweise Schneewittchen, den bösen Wolf, Rotkäppchen oder Frau Holle, miteinander und flößen ihnen ihre eigene Magie ein ohne dass sie den eigentlichen Charakter der Figuren verlieren. Ich habe die Aha-Momente, in denen man ein Märchen und deren Protagonisten wiedererkennt, geliebt und hier werden der Kreativität sowie der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Cover passt zum Buch und das Verzeichnis am Ende und die Karte am Anfang vereinfachen das Lesen. Außerdem ist der Schreibstil schön bildhaft und flüssig zu lesen, sodass wir aus mehreren Perspektiven die Geschehnisse im Buch erzählt bekommen. Man merkt kaum, dass zwei verschiedene Personen hieran gearbeitet haben und das war auch gut so.

Das Buch fängt schon rasant mit einer Kriegsszene an und fast genauso fesselnd geht es weiter. Die originelle Idee des Buches, wie oben beschrieben, unterhält den Leser und auch wenn der Humor nicht immer meinen Geschmack trifft, ist es eine schöne Abwechslung und lockert das Buch auf. Tristan geht nach dem Tod seines Onkels auf eine Reise und findet in jeder Etappe Verbündete, die sich gegen die Kaiserin stellen. Dabei ist die Welt gut ausgearbeitet und die drückende Atmosphäre kam zusammen mit dem Leichtsinn des Protagonisten bei mir an. Zwischendurch zieht es sich ein wenig, weil lange Zeit nur gewandert wird und nichts Actionreiches geschieht, aber wenn man das Buch als Gesamtstück ansieht, hat es sich gelohnt. Wir haben Soldaten, magische Wesen, die seltsamsten Kreaturen und ein Ziel und alles zusammen ergibt ein spannendes Leseerlebnis. Der Roman ist in sich auch abgeschlossen, nur das letzte Kapitel öffnet Türen zu einem neuen Abenteuer. Des Weiteren wurde davor ein würdiges Finale geschrieben, welches das Buch perfekt abschließt. Die paar Plottwists davor und währenddessen haben dazu geführt, dass die Geschichte unvorhersehbar bleibt und man immer aufmerksam mitlesen muss.

Tatsächlich ist das Interessante an der ganzen Sache, dass die “Helden-Truppe” so gar nicht heldenhaft ist, sondern normale Bürger des Landes mit unterschiedlichen Vergangenheiten und teils skurrilen Fähigkeiten. Besonders Tristan sticht nicht hervor, da er ein tollpatschiger und naiver Mensch ist, der sich nur durch Ausdauer und halbem Willen vorantreibt und flexibel mit gefährlichen Situationen umgeht. Das hat mir am Anfang noch zu Bedenken gegeben, weil die krassen Kämpfe ausbleiben, doch man findet sich gut damit an und weil es mal anders ist, als in sonstigen Fantasy-Romane, hat es seinen eigenen Charme. Außerdem entwickelt er sich weiter und man fiebert mit ihm mit, selbst wenn er mal dumme Sachen anstellt.

Was mir am besten gefallen hat, sind die Nebencharaktere. Mit jedem Kapitel kommen neue Charaktere hinzu, aus deren Sicht wir lesen können, und auch über die Feinde von Tristan werden wir aus erster Reihe mit Informationen versorgt. Die wichtigsten wären wohl Linde, die seit dem Anfang dabei ist und immer stark mitkämpft, Maari und ihr Volk, der Froschkönig Ran und Hans, welche uns für längere Zeit begleiten. Sie bringen Stimmung und Magie sowie Kampfkraft in die Story und haben sie mit Inhalt gefüllt. Es hat Spaß gemacht, mit ihnen das Abenteuer ihres Lebens zu erleben und jedes Mal knapp dem Tod zu entkommen. Außerdem hat jeder seine Ticks, die zur entsprechenden Märchenfigur passen. Und auch andere Randfiguren, die einen kurzen Auftritt haben, vervollständigen das Buch, sodass wir hier durchaus von einem märchenhaften Fantasy-Epos sprechen. Ein kleiner Zusatz zum Schluss: Wir haben keine Liebesgeschichte, wer also nach so viel Romantasy wieder mal ein reines High-Fantasy-Buch lesen möchte, bei dem man sich auf den Plot fokussiert hat, sollte diesen Roman zur Hand nehmen.

Insgesamt ist der Roman definitiv für die empfehlenswert, die auch nur einen Hauch von Fantasy mögen!

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Eine emotionale Romantasy mit hervorragendem Setting!

Empire of Whispers and Shadows
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Saya und Teno wurden jahrelang als Assassine ausgebildet und müssen nun sieben Prüfungen bestehen, um der Schattenarmee beitreten zu dürfen. Doch dafür müssen sie zusammenarbeiten und das ist bei diesen ...

Saya und Teno wurden jahrelang als Assassine ausgebildet und müssen nun sieben Prüfungen bestehen, um der Schattenarmee beitreten zu dürfen. Doch dafür müssen sie zusammenarbeiten und das ist bei diesen Einzelgängern und einem ewigen Hass zwischen ihnen fast unmöglich.

“Eines Tages wird es das alles wert gewesen sein, Saya. Eines Tages wirst du herausfinden, wer er wirklich ist. Dann wirst du diese Nation aus der gnadenlosen Regentschaft des Gottkaisers befreien. Weil du in ihm das Monster sehen wirst, das er ist. Die Feuerstürme, giftigen Nebel und Sturmfluten werden aufhören. Und alles wird so sein, wie es sein soll.” -Ryko

Irgendwie haben es mir Romantasy-Bücher mit japanischem Setting und starken Frauen, beispielsweise in Form von Assassinen, angetan. Allein das Buch ist mit der rosanen Farbe und dem passenden Farbschnitt schön geworden und auch wenn mir eine Karte der Welt oder gar der Hauptstadt gefehlt hat, haben es die Bilder auf den Klappenrückseiten wieder wett gemacht. Auch eine Triggerwarnung ist hinten mit dabei und ich empfehle jedem, sie zu lesen, denn das Buch kann gewalttätig und explizit werden, sodass wir nicht selten die Köpfe von Leichen rollen sehen. Der Schreibstil passt zu den Protagonisten und lässt sich einfach lesen und die zwei Sichtweisen waren einfach perfekt. Hinzu kommt das gelungene Worldbuilding, bei dem nicht an Details in den Assassinen-Schulen, den Wohnungen der Bürger oder an dem Palast gespart wurde. So entsteht Stück für Stück eine alte japanische Welt, bei der es sich die Autorin zwar leicht gemacht hat, die aber trotzdem gelungen ist.

Nun begleiten wir Saya und Teno durch die verschiedenen Prüfungen, die sich so mancher bestimmt anders vorgestellt hat. Denn das Team bekommt in der Hauptstadt Zettel mit Aufgaben, während andere Teams vielleicht ganz andere Prüfungen ablegen müssen, sodass kein direkter Kampf gegeneinander stattfindet und man nicht weiß, was gerade das Zwischenergebnis ist. Damit resultiert das Buch in einem Wettkampf mit der Zeit und verborgene Intrigen und Geheimnisse der Hauptstadt und des Adels. Meiner Meinung nach war das ganz angenehm, weil einige Plottwists vorkommen und die Kämpfe und Fluchten durchaus spannend waren. Es war im guten Maß actionreich und blutig, wodurch auch der Assassinen-Aspekt, der mir besonders gut in den ersten Kapiteln gefiel, in den Vordergrund rückt. Spionage und am Ende Magie kamen auch hinzu, was den nötigen Kick verschafft hat und das Finale hatte es ziemlich in sich, auch wenn mehr gegangen wäre. Der halbe Cliffhanger am Ende ist fies und bereitet den Folgeband perfekt vor. Durch all diese Aspekte fiebert man als Leser die ganze Zeit mit, falls sich die Charaktere mal nicht nur versteckt haben.

Und hier ging der eine Stern flöten: Die Liebesgeschichte. Dass eine vorkam, war durch den Klappentext klar und störte mich auch gar nicht, denn gut umgesetzt, kann es einer Story zu noch mehr Spannung verhelfen. Doch zwischen Teno und Saya gab es ein ewiges Hin und Her und wenn man mal dachte, dass die Beziehung vorankommt, stellt sich ein kindischer Grund durch fehlende Kommunikation dazwischen und sie gehen wieder drei Stücke zurück. Die Spannung zwischen ihnen war fantastisch und als richtiges Team sind sie auch stärker. Beispielsweise waren die gemeinsamen Prüfungen sehr interessant und das Prinzip des Tropes Enemies-to-Lovers kam gut rüber. Nur das dazwischen nervte. Außerdem kommt ein Romantasy-Buch nicht ohne spicy Szenen zurecht, sodass jeder potentielle Leser mit einigen davon rechnen muss. Gut geschrieben waren sie, das muss ich der Autorin zugestehen.

Die Protagonisten für sich gefielen mir richtig gut. Saya ist eine starke Kämpferin, die alles für Rache tun würde, meist logisch denkt und trotzdem verletzliche Seiten zeigt. Ihre inneren Gedanken waren faszinierend und in diese Welt passt sie perfekt rein, was dazu führte, dass ich sie die ganze Zeit angefeuert habe. Das Gleiche gilt für Teno, der eine fantastische Charakterentwicklung hinter sich hat und uns sowie Saya sein wahres Gesicht zeigt. Wir haben mal nicht einen knurrenden und düsteren Love-Interest, sondern einen jungen Mann, der verlegen ist, sich seine Gefühle irgendwann richtig eingesteht und damit seine exzellenten Kampffähigkeiten mit einem Ziel verbindet, was ich insgesamt klasse finde. Man liest sehr gerne aus seiner Sicht, da es nachvollziehbar und seinem Alter angemessen ist. Natürlich haben beide mit einer Vergangenheit zu kämpfen und auch dieser Kampf kommt voll bei mir an.

Was wäre ein Fantasy-Roman ohne eine Art Magiesystem? Natürlich nichts und selbst wenn die Art der Magie nicht originell ist, war die Verbindung mit den alten Göttern und ihre Anwendung großartig, besonders zum Ende hin. Aber auch mitten im Buch gab es diese eine besondere Szene, bei der Saya herausfindet, was das Mal an ihrem Fuß wirklich bedeutet, und sie war magisch und einfach perfekt. Mit solchen Abschnitten rechne ich nicht und genau deswegen waren sie so gut.

Insgesamt kann ich diesen Roman jedem ans Herz legen, der gerne japanisch angehauchte Fantasy in Verbindung mit einer stark im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte liest!

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Ein lebensechter Jugendroman mit einer wichtigen Message!

Amokalarm
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H.C. ist ein normaler 16-jähriger Schüler, der sich nach einem Tiefschlag zurückgekämpft hat. Mit Keira findet er auch eine Freundin, doch das Gleichgewicht kippt immer weiter in Richtung Zusammenbruch, ...

H.C. ist ein normaler 16-jähriger Schüler, der sich nach einem Tiefschlag zurückgekämpft hat. Mit Keira findet er auch eine Freundin, doch das Gleichgewicht kippt immer weiter in Richtung Zusammenbruch, bis auch der letzte Strohhalm reißt.

“Und das Schlimmste? Ich weiß nicht mal, ob ich wütend bin - oder einfach nur … lost.” - H.C.

Dieser Jugendroman ist aus dem Nichts vor meiner Nase aufgetaucht und ich muss gestehen, dass er mich positiv überrascht hat. Mit etwas weniger als 300 Seiten ist es gut verdaubar und auch die sehr kurzen Kapitel tragen ihren Teil dazu bei. Das Cover ist jetzt nicht das Schönste, aber es fasst die Geschichte gut zusammen. Darüber hinaus nutzt der Autor einen extrem jugendgerechten Schreibstil, der praktisch Gedanken und Aussagen von Jugendlichen, die im ganz normalen Gespräch vorkommen können, in einem Buchformat verfasst. Es ist sehr umgangssprachlich, sodass auch Slangwörter und Anglizismen vorkommen. Mir persönlich hat es ganz gut gefallen, weil es auch zum Protagonist passt, der seine ehrliche Meinung ohne Filter kundtut, und das Buch mal nicht wie jedes andere Jugendbuch ist.

In dem Buch erzählt H.C. aus der Gegenwart ähnlich einem Interview, was sich in der Vergangenheit vorgetragen hat. Auch andere wichtige Personen, wie zum Beispiel Keira, die Lehrer, die Schulleiterin, seine Freunde oder seine Mutter werden über die Geschehnisse der Vergangenheit befragt und sie erzählen ihre Version davon und was sich sonst noch so abgespielt hat. Das war ziemlich interessant und aufregend, da viele Perspektiven eine große und wichtige Geschichte erzählen und man fiebert richtig mit, weil man wissen will, was zum Amokalarm geführt hat. Es wird zu keiner Sekunde langweilig und der kleine Spannungsbogen trägt dazu bei. So berichtet uns H.C. über seinen früheren Alltag und die Key-Ereignisse, die seine Psyche dazu gebracht haben, alles aufzugeben und die Schule zu stürmen.

Es ist psychisch sehr gut erzählt worden und so unfassbar realistisch, dass ich mir vorstellen kann, dass genau solche Gedanken die meisten Jugendlichen mit sich herumtragen. Ihre Stimmung wird aufgefangen und Reaktionen zu verschiedenen Situationen erfasst, sodass klar ist, dass nicht eine Sache zu einem Überlaufen des Fasses führt, sondern eine ganze Kette an kleinen Sachen. Damit schafft es der Autor, ein wichtiges Thema über Machtmissbrauch und jugendliche Psychologie so zu beschreiben, dass es uns Leser mitten ins Herz trifft. Uns werden die Augen geöffnet und etwas, was vermutlich tagtäglich vielen Kindern bzw. Jugendlichen passiert, gerät an die Öffentlichkeit, sodass der Autor seinem Job mehr als gerecht wurde.

Beispielsweise haben wir eine Szene, in der H.C. an seinem Geburtstag mit Keira wegläuft und seine Eltern, mit denen er eigentlich immer den Tag zusammen verbringt, ohne eine Nachricht im Stich lässt. Er sagt selbst, dass es keine logische Erklärung dafür gibt, sondern dass es sich einfach richtiger gefühlt hat, mit ihr wegzulaufen. Schuldgefühle, Druck und Angst sind alles da und trotzdem entscheidet sich der Junge für die “dümmere” Tat und genau das ist der Punkt. Wir können die Entscheidungen nicht immer nachvollziehen, aber es ist normal, dass Emotionen im Spiel sind und insbesondere, wenn von Lehrern oder Kameraden Druck kommt, wird das Leben kompliziert.

Demnach hat mich H.C. komplett abgeholt und ich könnte theoretisch jedes Kapitel kaputt analysieren, aber das mache ich nicht. Es war schonungslos ehrlich und sein innerer Kampf wurde deutlich. Er musste so viel Unglück erfahren, das ist wirklich schlimm, was aber genau geschehen ist, werde ich nicht spoilern. Dabei wird wunderbar dargestellt, wie ein Jugendlicher sich von dem Wichtigsten aus seiner Welt, hier dem Basketball-Spielen, entfremdet und erst nach einiger Zeit wieder neu kennenlernt. Mit seinen Mathe-Kenntnissen und seiner sonstigen Attitude wird er dem Leser näher gebracht, sodass es wirklich spannend war zu verfolgen, wie sich der Protagonist von einem normalen Jugendlichen mit einem früheren Trauma zu einem Kriminellen entwickelt, nachdem ihm seine Bezugspersonen nicht weiterhelfen konnten.

Zum Schluss gehe ich noch auf den Love-Interest Keira ein, die H.C.'s erste große Liebe ist, während es von ihrer Seite aus nicht ganz so weit ist. Wir lesen an vorderster Front, was für Gefühle die erste Liebe hervorrufen kann und was für ein neues Territorium ein Jugendlicher anpeilt. Es gehört zu einem Jugendroman dazu, denn es geht ganz schnell, dass man die Freundeswelt irgendwie mit der Liebeswelt in Einklang bringen muss. Hier fängt auch die Entwicklung des Protagonisten an und die ist echt gut dargestellt worden. Hinzu kommen kleine Plottwists, die man nur erahnen konnte und es schaffen, dass der Roman bis zum Ende interessant bleibt.

Insgesamt haben wir hier einen Jugendroman mit einer wichtigen Message, den man weiterempfehlen muss!

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Eine durchschnittliche Romantasy, die trotzdem mit allem überzeugt!

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn ist das Prügelmädchen der Königsfamilie und als eine arrangierte Ehe mit dem Krieger Fell ansteht, springt sie an die Stelle der Prinzessinnen. Doch sie hat ein gefährliches Geheimnis und muss es ...

Tamsyn ist das Prügelmädchen der Königsfamilie und als eine arrangierte Ehe mit dem Krieger Fell ansteht, springt sie an die Stelle der Prinzessinnen. Doch sie hat ein gefährliches Geheimnis und muss es um jeden Preis bewahren.

“Ich weiß nicht, was heimtückischer ist. Die Menschen oder die Liebe. Letzten Endes wird dich beides enttäuschen.” -Thora, Hexe von Beruf

Das war eine solide fünf-Sterne Romantasy, die mit ihren Ecken und Kanten überzeugt und perfekt für zwischendurch ist. Schon die Gestaltung des Romans ist wunderschön geworden und sowohl der Farbschnitt, als auch die Klappen und die kleinen Zeichnungen über den Kapiteln und über jedem größeren Abschnitt überzeugen in ihrer Ästhetik. Man hat direkt den Drachen-Vibe, der besonders zum Schluss auch inhaltlich zum Vorschein tritt. Außerdem ist das Worldbuilding ganz gut gelungen und die Atmosphäre des Schlosses am Anfang ist genauso interessant wie die des Waldes und den magisch gefährlichen Orten. Wir reisen gemeinsam mit den Protagonisten durch die Fantasy-Welt und erleben an verschiedenen Settings die Geschichte über Tamsyn und Fell.

Der Anfang zieht sich ein wenig, da die Personen ausführlich vorgestellt werden und man das Leben beider Protagonisten vor der Zwangsheirat kennenlernt. An sich ist das gut, aber man braucht durchaus Geduld, was dazu führt, dass die Geschichte nur langsam vorankommt und zu Beginn nicht allzu viel geschieht. So vergeht die Hälfte des Buches, wenn nicht sogar mehr, bis Tamsyn und Fell verheiratet sind und den gemeinsamen Lebensabschnitt beginnen. Doch sobald sie mit den Pferden unterwegs sind, überzeugt das Buch auf jeder einzelnen Seite, denn ein Plottwist folgt dem nächsten, wir haben spannende Kämpfe und viel Emotionen, sodass der Roman, ehe man sich versieht, mit einem miesen Cliffhanger endet. Dadurch will ich unbedingt den zweiten Band der Reihe lesen, aber das eine Jahr, das zwischen der Geschichte der Bücher liegt, schreckt mich ein wenig ab. Wer sich also durch die eine Hälfte kämpft, wird reichlich belohnt, auch wenn ich nicht abstreiten würde, dass auch der Anfang interessant und gefühlvoll sein kann.

Zudem haben die Charaktere einen großen Teil zur Story beigetragen. Tamsyn und Fell haben uns alle Emotionen, die ein Mensch aufbringen kann, durchleben lassen und man fühlt mit beiden mit. Verrat, Freude, Kampf ums Überleben, Wut und Trauer sowie das Einstellen einer neuen Lebenssituation. All das müssen die zwei durchstehen und sie bleiben stark und menschennah. Tamsyn ist das zwarte Prügelmädchen, das erst später ihre wirkliche Stellung erkennt und irgendwie mit jeder Situation zurecht kommt und eine beeindruckende Entwicklung durchläuft. Man liest gerne aus ihrer Sicht, schließlich fühlt man ziemlich stark mit ihr mit. Des Weiteren ist das gesamte Thema rund um Prügelmädchen einzigartig und faszinierend und setzt diesen Roman, der von Drachen handelt, über die es mittlerweile genug Bücher gibt, von anderen ab.

Außerdem ist da Fell, der mir durch seine starke eigene Meinung und seinen kratzigen Charakter, der für die richtigen Leute weich wird, gut gefallen hat. Er ergänzt die Story perfekt und seine aufrührerische Emotionswelt zu sehen ist fantastisch. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist das Fundament des Romans und wir haben Enemies-to-Lovers-to-somewhat-Enemies und eben den fiesen Cliffhanger. Als Leser fiebert man die ganze Zeit mit und da wir eine arrangierte Ehe vorgeführt bekommen, hat die Liebe einen gewissen Kick und es wird nie langweilig. Jeder hat die Gründe für seine Meinung und die Entwicklung ist ganz natürlich. Ohne Spice kann Romantasy heutzutage nicht mehr überleben, wen das stört, sollte das Buch zurück ins Regal stellen, aber für mich war das ganz okay und die Spannung zwischen Tamsyn und Fell war mitunter das Beste.

Alles andere ergänzt die im Vordergrund stehende Liebe und Personen, wie beispielsweise Stig, Tamsyns Kindheitsfreund, aus dessen Perspektive wir auch lesen können, die Königsfamilie oder Stigs Kameraden, machen Plottwists erst möglich. Mir persönlich kam das Thema Magie, Hexen und Drachen zu selten vor, aber ich habe Hoffnungen auf den zweiten Band. Immerhin sind mindestens zwei Drittel des Buches gespickt mit Intrigen, Manipulation und dem Wissen, dass die Sieger die Geschichte schreiben können, wie sie wollen. Potenzielle Kriege und Auseinandersetzungen bieten eine gute Grundlage für die weitere Geschichte, weshalb ich trotzdem gespannt darauf bin.

Insgesamt ist dieser Romantasy-Roman empfehlenswert und das langsame Tempo eignet sich besonders gut für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Interessante Ausgangssituation, aber es scheitert grandios an der Umsetzung!

Stürmische Gefahr
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Nachdem Scarlett von ihrem Mann geflohen ist, arbeitet sie in einem Krankenhaus in New Orleans. Dort wird eines Tages ein Mann mit Amnesie eingeliefert und eine unvorhergesehene Verbindung entsteht. Zeitgleich ...

Nachdem Scarlett von ihrem Mann geflohen ist, arbeitet sie in einem Krankenhaus in New Orleans. Dort wird eines Tages ein Mann mit Amnesie eingeliefert und eine unvorhergesehene Verbindung entsteht. Zeitgleich wird eine Sturmwarnung ausgesprochen, denn Hurrikan Katrina ist auf dem Weg.

“Das da draußen war der wahre Feind. Gegen die Natur waren sie alle machtlos. Sie war die wahre Macht dieser Erde. Eine Macht, die niemand aufhalten konnte. Katrina würde kommen. Unaufhaltsam. Ohne Rücksicht, ohne Skrupel.” -Scarlett

Dieses Buch hatte das Potenzial und so viele Möglichkeiten, um gut zu werden, aber es wurde nicht genutzt und selbst wenn ich dem Buch zwei Sterne verleihe, kann ich keine Empfehlung aussprechen. Trotzdem kann es anderen gefallen haben und das freut mich dann auch für sie. Das Cover hat mich angesprochen und auch der Klappentext lädt zu einem spannungsgeladenen Buch aus dem Genre Romantic Thrill ein. Mir persönlich gefallen zwar die schattenartigen Umrisse der Personen auf dem Cover, nicht aber die vielen Menschen am unteren Rand, denn das hat bei mir für das Buch schon falsche Erwartungen geweckt. Die Kapitel sind kurz und durch die vielen Perspektiven bekommen wir einen Rundum-Blick über das ganze Geschehen.

Aber es war weder spannend, noch wirklich gefühlvoll, weswegen man das Buch halt liest und sich freut, dass es nur knapp 270 Seiten waren, die für ein komplexes Buch viel zu wenig sind. Ich kann verstehen, dass die Autorin eine Reihe schreiben wollte, die aus vielen kürzeren Geschichten besteht, in denen es um verschiedene Special Agents of Justice geht, doch um wirklich mitzufühlen und die ganze Dramatik und Spannung am eigenen Leib zu erleben, fehlen mindestens 100 Seiten und das ist schade. Was meiner Meinung nach gut gewählt wurde, ist das Thema rund um Hurrikan Katrina, dessen Zerstörungskraft durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient. Die gefahrvolle Stimmung und die Intrigen auf der Politiker-Ebene waren interessant und genauso könnte es in der Realität aussehen. Als schönes Extra werden im Anhang ein paar Fakten genannt, die das Geschehen abrunden. Trotzdem kam es erst im letzten Drittel richtig zu Gefahrensituationen und zur ganzen Tod-Leben-Dramatik, was dazu führt, dass davor kaum Spannung vorhanden ist, und bei einem Roman, der mit Thrill wirbt, ist das nicht ausreichend.

Dementsprechend ist die Storyline gut, aber nicht mitreißend, denn ich hätte jederzeit aufhören und Tage später weiterlesen können. Zuerst lernt Scarlett den Fremden kennen, dessen Identität wir schon fast von der ersten Seite wissen, was wieder die Spannung rausnimmt. Innerhalb weniger Tage kommen sie sich näher, während sich ihr Ehemann zusammen mit seinem Bruder um die Weltpolitik kümmert und das auf grausame Weise. Anschließend kommt es zum vorhersehbaren Showdown und auch das Finale des Buches kam nicht überraschend. Ich hätte direkt sagen können, wie es ausgeht, weil keine einzige Handlung unerwartet kommt und das ist wirklich schade. Des weiteren treffen ziemlich viele Zufälle aufeinander, was Sinn macht, um das Buch logisch und schlüssig zu Ende zu bringen, aber künstlich und gezwungen wirkt. Allein die Verbindung zwischen den Protagonisten über Scarletts Ehemann und die Rettungsaktion war so konstruiert, dass es keinen Spaß machte, dem weiter zu folgen. Trotzdem sage ich noch einmal, dass die Grundidee gut ist und andere genau das, was mir missfiel, gerne lesen, nur für mich war dieses Buch ein Reinfall.

Scarlett, ihr Ehemann und der geheimnisvolle Fremde führen uns durch die Geschichte und zwischendurch haben wir auch Kapitel über den Bruder des Patienten und zum Beispiel über eine Krankenschwester. Die Figuren für sich sind interessant und haben auch irgendwie Charakter, sodass mir Scarletts Mut und Hilfsbereitschaft genauso gut gefallen haben wie die Vergangenheit von dem Mysteriösen und wie es sein Leben geprägt hat. Baretts Kapitel waren die spannendsten, weil etwas geschieht, das die Story voranbringt und auch bei Scarletts Ehemann entwickelt sich die Geschichte weiter, auch wenn man die Art und Weise nicht mag. Leider kam die Liebesgeschichte so gar nicht bei mir an und dieses ganze Instant-Love war übertrieben, sodass für mich keinerlei Gefühle entstanden sind. Okay, die Protagonisten haben kaum Zeit zusammen, aber genau das ist das Problem und allein, dass sie für den jeweils anderen das Leben riskieren wollen und in den Sturm fahren, wenn sie sowieso kaum etwas ausrichten können, war unlogisch. Wenn die Chemie nicht stimmt und das Buch auf der Liebesstory aufbaut, kann man die Story nicht genießen.

Letztendlich gab es noch einen Punkt, auf den ich all meine Hoffnung gesetzt habe und das war das Auftreten der Special Agents of Justice, doch auch das war enttäuschend. Statt einer phänomenalen Agenten-Einheit, die die Welt rettet und viel Einfluss auf das Ende nimmt, haben wir wieder etwas Vorhersehbares und nicht viel Action. Die Auflösung zum Schluss gibt viel Raum für die weiteren Bücher der Reihe und das ganze Prinzip ist in Ordnung, aber das war es auch schon. Wenn man schon so tolle Agents auf den Plan ruft, muss auch etwas Fantastisches passieren und das ist leider nicht geschehen. Sehr schade, denn das Buch hatte viel Potenzial.

Insgesamt gibt es von meiner Seite keine Leseempfehlung, weil das Buch trotz vielversprechender Prämisse nur semi-gut ist! Doch das ist nur meine Meinung und andere Leser können es gut finden und das freut mich für sie.

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