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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Chaotisch, schräg und komplett unvorhersehbar.

Verlorene Schäfchen
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Wo soll ich anfangen… dieses Buch ist wirklich ein kleines Chaos – aber im besten Sinne

Ganz grob: Es geht um die Familie Flynn, bei der einfach nichts rund läuft. Die Eltern stecken mitten in einer Krise ...

Wo soll ich anfangen… dieses Buch ist wirklich ein kleines Chaos – aber im besten Sinne

Ganz grob: Es geht um die Familie Flynn, bei der einfach nichts rund läuft. Die Eltern stecken mitten in einer Krise und die drei Töchter treiben alle auf ihre eigene Art durchs Leben – und irgendwie landet alles in einem ziemlich verrückten Durcheinander.

Ich war direkt am Anfang richtig drin. Der Schreibstil ist mega angenehm – kurze, knackige Sätze, viel Ironie und dieser leicht trockene Humor, den ich total gefeiert hab. Es ist witzig, schräg, teilweise echt absurd, aber genau das macht den Reiz aus.

Was ich besonders mochte: Diese unvorhersehbare Art der Story. Du weißt nie so richtig, was als Nächstes passiert – und genau das hält einen irgendwie dran.

ABER… (kleines Aber!)
Ich fand, dass das Buch am Anfang deutlich stärker war. Da war mehr Tempo, mehr Humor, mehr Dynamik. Ab der Mitte hat es für mich ein bisschen nachgelassen und auch die Ironie wurde weniger. Gegen Ende wurde es teilweise so überdreht, dass es für mich etwas an Realität verloren hat.

Die Töchter fand ich übrigens richtig spannend – da hätte ich mir sogar noch mehr Tiefe gewünscht, weil da echt Potenzial drin steckt.

Fazit:
Eine super unterhaltsame, schräge und etwas andere Story, die definitiv im Kopf bleibt. Man muss diesen speziellen Humor und das Chaos mögen – dann hat man echt Spaß damit. Aber ich glaube, das ist nicht für jeden was.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Düster, schön… aber nicht ganz mein Buch.

An Education in Malice: Verlangen. Intrigen. Blut.
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„An Education in Malice“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre sofort abgeholt. Dieses düstere, leicht herbstliche Setting am College hatte genau den Vibe, den ich mir von Dark Academia erhoffe – geheimnisvoll, ...

„An Education in Malice“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre sofort abgeholt. Dieses düstere, leicht herbstliche Setting am College hatte genau den Vibe, den ich mir von Dark Academia erhoffe – geheimnisvoll, elegant und irgendwie unterschwellig bedrohlich. Gerade am Anfang konnte ich mich richtig in diese Welt fallen lassen.

Die ersten Kapitel sind eher ruhig gehalten. Man lernt Laura, Carmilla und die Professorin De Lafontaine kennen, beobachtet das Collegeleben und tastet sich langsam in die Dynamik der Figuren hinein. Dabei merkt man schnell, dass Laura eine eher ungewöhnliche, fast schon eigenartige Persönlichkeit hat, während Carmilla ziemlich launisch und schwer greifbar wirkt. Und dann ist da noch Miss D., die geheimnisvoll sein soll – für mich aber leider eher distanziert und kaum nachvollziehbar blieb.

Genau da lag für mich das größte Problem: die Figuren. Ich konnte ihre Entscheidungen und vor allem ihre Gefühle oft nicht wirklich greifen. Die Verbindung zwischen Laura und Carmilla hat sich für mich nicht richtig entwickelt – sie war einfach da, ohne dass ich sie wirklich fühlen konnte. Auch die Faszination für die Professorin konnte ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen.

Ab der Mitte nimmt die Geschichte dann plötzlich ordentlich Fahrt auf. Es passiert viel, teilweise sogar sehr viel auf einmal. Man muss wirklich aufmerksam lesen, um nichts zu verpassen – aber gleichzeitig hatte ich oft das Gefühl, dass Dinge zu schnell abgehandelt werden oder nicht ganz logisch wirken. Das hat mich zwischendurch eher verwirrt als mitgerissen.

Was ich aber wirklich hervorheben muss: der Schreibstil. Der ist angenehm, flüssig und lässt sich richtig gut lesen. Dadurch fliegt man auch ziemlich schnell durch das Buch. Und optisch ist es sowieso ein kleines Highlight – das Cover ist einfach wunderschön und passt perfekt zur Stimmung der Geschichte.

Am Ende bleibe ich ehrlich gesagt ein bisschen zwiegespalten zurück. Die Atmosphäre war für mich wirklich stark und genau mein Ding, aber inhaltlich hat mir die Tiefe gefehlt. Ich wollte mehr fühlen, mehr verstehen, mehr mitgehen können.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Eine unglückliche Ehe im Rückblick.

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Es ist wirklich schwer zu sagen, ob mir dieses Buch gefallen hat oder nicht. Denn es ist kein Roman, sondern eine sehr persönliche Biografie von Christien Brinkgreve. Und genau das merkt man beim Lesen ...

Es ist wirklich schwer zu sagen, ob mir dieses Buch gefallen hat oder nicht. Denn es ist kein Roman, sondern eine sehr persönliche Biografie von Christien Brinkgreve. Und genau das merkt man beim Lesen sofort. Im ersten Teil fand ich die Gedanken noch sehr spannend Themen wie Partnerschaft, Respekt, Unterdrückung und Rollenbilder werden offen angesprochen. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich vieles wiederholt. Für mich wirkte es stellenweise wie eine Rechtfertigung ihren Kindern gegenüber, aber vielleicht auch sich selbst. Die Frage, warum sie so lange mit A zusammengeblieben ist, obwohl sie offensichtlich nicht glücklich war, steht immer wieder im Raum. Besonders der Kontrast zwischen ihrem feministischen Denken und ihrer eigenen Unterordnung in der Ehe hat bei mir viele Fragen ausgelöst. Ich muss ehrlich sagen, ich habe mir mehr melancholische Erinnerungen und schöne gemeinsame Momente erhofft. Stattdessen bekommt man das sehr nüchterne Bild einer über 40-jährigen Ehe, in der am Ende beide Partner scheinbar selbst nicht mehr wussten, warum sie noch zusammen waren. Gleichzeitig steckt in diesem Buch viel Ehrlichkeit und Mut. Es ist schonungslos, reflektiert und regt definitiv zum Nachdenken an. Trotzdem frage ich mich, ob all das nach außen getragen werden musste vor allem, da ihr Mann sich nicht mehr äußern kann. Keine leichte Kost, aber inhaltlich durchaus interessant. Deshalb vergebe ich 4 Sterne auch wenn es mich emotional nicht ganz so abgeholt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Obsessiv und unruhig.

Ultramarin
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„Ultramarin“ ist definitiv kein leichtes Buch, sondern eines, das nach dem Lesen noch lange im Kopf bleibt. Im Zentrum steht eine obsessive, ungesunde Beziehung, die gleichzeitig faszinierend und schwer ...

„Ultramarin“ ist definitiv kein leichtes Buch, sondern eines, das nach dem Lesen noch lange im Kopf bleibt. Im Zentrum steht eine obsessive, ungesunde Beziehung, die gleichzeitig faszinierend und schwer auszuhalten ist. Genau solche Geschichten reizen mich eigentlich total – und auch hier hat mich die Beschreibung sofort gecatcht.

Man ist unglaublich schnell mitten in der Story. Der Schreibstil ist klar, dicht und atmosphärisch, ohne viel zu erklären – vieles passiert zwischen den Zeilen, was die ganze Dynamik noch intensiver macht. Gerade dieses flirrende, fast schon unangenehme Gefühl zieht sich durch das ganze Buch und passt perfekt zur Thematik.

Die Beziehung zwischen Lou und Raf ist dabei das Herzstück – und gleichzeitig das, was mich am meisten beschäftigt hat. Diese Mischung aus Anziehung, Abhängigkeit und Macht ist extrem gut dargestellt, aber auch wirklich schwer zu ertragen. Lou steht dabei im Mittelpunkt der Geschichte, trotzdem konnte ich ihn emotional nicht komplett greifen. Irgendwann hat mich sein Verhalten eher frustriert als berührt, weil man sich ständig fragt, warum er sich selbst so verliert.

Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es hat diesen Sog, der einen zwingt weiterzulesen, auch wenn es an manchen Stellen fast unangenehm wird. Genau das macht „Ultramarin“ so besonders: Es ist kein Wohlfühlroman, sondern ein intensiver Blick auf Beziehungen, die nicht gesund sind, aber genau deshalb so real wirken.

Für mich ein Buch, das nicht perfekt war, mich aber definitiv beschäftigt hat – und genau das ist manchmal mehr wert als ein klassisches Highlight.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Zwischen Kopfkino & Realität.

How It All Ends
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How It All Ends hat mich wirklich positiv überrascht. Schon das Cover ist ein echter Hingucker und passt perfekt zur Story – verspielt, kreativ und macht sofort neugierig.

Besonders gefallen hat mir der ...

How It All Ends hat mich wirklich positiv überrascht. Schon das Cover ist ein echter Hingucker und passt perfekt zur Story – verspielt, kreativ und macht sofort neugierig.

Besonders gefallen hat mir der Zeichenstil: Die Illustrationen sind detailreich und bringen die Emotionen richtig gut rüber. Die farbliche Trennung fand ich richtig gelungen – Taras Gedanken und Tagträume wirken dadurch noch intensiver und heben sich klar von der Realität ab.

Tara selbst ist eine super authentische Protagonistin. Ihre Ängste, Unsicherheiten und Gedanken rund um den Schulwechsel haben sich total echt angefühlt. Gerade dieses Kopfchaos, dieses „Was denken die anderen über mich?“ – man konnte sich richtig gut in sie hineinversetzen. Gleichzeitig lockern ihre fantasievollen Tagträume alles auf und bringen auch viel Humor mit rein.

Die Story lässt sich super schnell lesen, ist leicht, unterhaltsam und gleichzeitig emotional. Es geht um Freundschaft, Selbstfindung und dieses typische Gefühl, einfach irgendwie dazugehören zu wollen.

Mein einziger Kritikpunkt: Es war viel zu schnell vorbei – ich hätte wirklich gerne noch länger in Taras Welt verbracht.

Fazit: Eine liebevoll gestaltete Graphic Novel mit viel Herz, Humor und ganz viel Gefühl. Perfekt für jüngere Leser, aber auch absolut lesenswert für Erwachsene.

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