Profilbild von Woertergarten

Woertergarten

Lesejury Profi
offline

Woertergarten ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Woertergarten über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2025

Es ist Schlafenszeit…

Matz & Miep - Müde?
0

Es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Matz, das Kätzchen, und Miep, sein kleiner Vogelfreund, folgen ihr Ritual und bereiten sich vor. Wenn es soweit ist, ist Miep verschwunden… Wo steckt er?

Eine süße Geschichte, ...

Es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Matz, das Kätzchen, und Miep, sein kleiner Vogelfreund, folgen ihr Ritual und bereiten sich vor. Wenn es soweit ist, ist Miep verschwunden… Wo steckt er?

Eine süße Geschichte, die zeigt, dass man sich auch auf sein Bett freuen kann… Ab 18 Monaten geeignet: wenig Text, kurze und einfache Sätze, sehr schöne Illustrationen für dieses Pappbuch. Für diese Altersgruppe gehört das Thema natürlich zum Alltag.

Fazit: Ein schönes Buch, mit dem auch ganz kleine Kinder das (Vor-)Lesevergnügen entdecken können…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2025

Familienfehde im Alten Land

Apfelzeit am Deich
0

Die Norddeutsche Merle Börnsen verdient ihr Lebensunterhalt als Flugbegleiterin. Durch ihr Arbeit hat sie einen Pilot kennengelernt, mit dem sie liiert ist. Die Scheidung ihrer Eltern hat Spuren in der ...

Die Norddeutsche Merle Börnsen verdient ihr Lebensunterhalt als Flugbegleiterin. Durch ihr Arbeit hat sie einen Pilot kennengelernt, mit dem sie liiert ist. Die Scheidung ihrer Eltern hat Spuren in der ganzen Familie hinterlassen, so dass sie unter vorzeitiger Midlifecrisis leidet und sich für eine Pause im Alten Land bei Oma Grete entscheidet.

Für die Lokalkolorit sorgt das Cover mit dem für das Alte Land charakteristischen Fachwerkhaus und den Apfelbäumen. Die Geschichte wurde mit einigen Ortsnamen und Apfelsorten gespickt. Aber, die Beschreibungen, Erklärungen und Traditionen dieser wunderschönen Gegend hinterm Elbdeich sind rar und ziemlich fad für meinen Geschmack.

Geschichte und Protagonisten haben Potential. Dieser wird aber nicht immer ausgeschöpft. Die Familie Börnsen ist zum Beispiel unergründlich zerstritten. Der Leser wird aber mit einer skizzenhaften Begründung abgespeist. Dadurch wirken die Figuren karikaturenhaft und ihre Beweggründe oft lächerlich.

Dank der ständig wechselnden Perspektiven, fliegt man durch die Kapitel, so dass man diesen unterhaltsame Roman im Nu verschlungen hat. Frieda Lambertis flüssiger und angenehmer Schreibstil, so wie die zahlreichen Wendungen, verleihen der Geschichte Elan und Leichtigkeit. Genau das rettet diesen Roman von einer Bauchlandung.

Fazit: Dieser Roman bereitet einige Entspannungsstunden im Alten Land. Unvergesslich ist er allerdings nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.09.2025

Die Erbschaft einer bayerischen Familie

Die Holunderschwestern
0

Eines Tages erhält die junge Restauratorin Katharina Raith aus München einen Besuch aus England, der ihr Leben und das ihrer Familie verändern wird: Alex Bluebird aus London bringt ihr die Tagebücher, ...

Eines Tages erhält die junge Restauratorin Katharina Raith aus München einen Besuch aus England, der ihr Leben und das ihrer Familie verändern wird: Alex Bluebird aus London bringt ihr die Tagebücher, die ihre Urgroßmutter Franziska „Fanny“ Raith zwischen beiden Weltkriegen geschrieben hat. Alles, was Katharina über ihre Familie zu wissen glaubt, nimmt einen anderen Geschmack…

Durch den Aufbau in zwei Zeitebenen erlebt der Leser hautnah einige Ereignisse der bayerischen und deutschen Geschichte, wie die Münchner Räterepublik, die wachsende Macht einer gewisseren Partei und und die Anfänge der Judenverfolgung, mit. Teresa Simon bereitet den Leser aber auch einige freudige Begegnungen mit berühmten Künstlern dieser bewegten Zeiten und spannende Momente mit Katharina und ihrer Familie.

In der Gegenwart entwickelt sich der Plot nach einem sehr voraussehbaren Plan, so dass man auch einige Ereignisse der Vergangenheit erraten kann, bevor sie wirklich beschrieben werden. Jedoch wird die Geschichte nie langweilig dank gut ausgearbeiteten Figuren und detailreichen Beschreibungen der von Fanny gekochten Rezepte und des von Katharina geübten Berufs.

Teresa Simon weiß, wie man eine spannende Geschichten über die Geschichte schreibt und in ihr historische und kulturelle Einzelheiten webt. Im Nachwort verrät sie uns, wo sie ihre Inspiration für diesen Roman gefunden hat… Es erklärt auch, wieso ich bei dieser Lektüre mich zutiefst berührt fühlte. Zusätzlich zu den wunderbaren Lesestunden, schenkt die Autorin allen Lesern ein Stück Familienerbes: Fannys Rezepte wurden zum Nachkochen niedergeschrieben. So bleibt die Geschichte in Erinnerung…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine leidenschaftliche Briefeschreiberin mit Geheimnissen

Die Briefeschreiberin
0

Die Briefeschreiberin, die dem Roman ihren Titel gegeben hat, ist die in Maryland allein lebende Rentnerin Sybil van Antwerp. Ihr langjähriges Hobby gewährt sie mehrere Tage pro Woche und korrespondiert ...

Die Briefeschreiberin, die dem Roman ihren Titel gegeben hat, ist die in Maryland allein lebende Rentnerin Sybil van Antwerp. Ihr langjähriges Hobby gewährt sie mehrere Tage pro Woche und korrespondiert mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Menschen. Mit den einen besteht eine langjährige Beziehung. Die anderen lernt Sybil über die Jahre kennen.

Das Buch fasst nicht alle Briefe und Emails, die Sybil in den vom Roman gedeckten zehn Jahren geschrieben und erhalten, zusammen. Aber, die Vielfalt der Briefe entspricht der Vielfalt ihrer Austauschpartner und bringen Sybils Persönlichkeit und Vergangenheit ans Licht.

Der Briefroman ist eine besondere Form der Literatur und pflegt einige Eigenheiten, die schwer auf die Geschichte wirken können. Virginia Evans ist es gelungen, einen glaubwürdigen Briefroman mit Spannung, Wendungen und einem gut eingefädelten Plot zu schreiben. Es liegt unter anderem daran, dass jeder Briefeschreiber seinen eigenen Schreibstil hat, der Alter, persönlichen Hintergrund und Erfahrung entspricht. Sybils Stil, dank ihre Leidenschaft fürs Lesen und Schreiben, klingt reif und routiniert, manchmal auch poetisch. Dagegen merkt man, dass ein Harry Landy oder eine Caroline Dobsen viel weniger erfahren sind.

Der Leser wird Seite für Seite Voyeur einer herzergreifenden Geschichte und erlebt in diesem packenden Briefroman die Höhen und Tiefen von Sybils Alltag und Vergangenheit. Ob geschickt oder nicht, das Schreiben von Briefen ist eine wirksame Methode, sein Leben zu verarbeiten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2025

Willkommen in der Modehauptstadt Sainte-Valérie

Provenzalisches Licht
0

Im 11. Band der Krimireihe um Pierre Durand, den Dorfpolizisten von Sainte-Valérie, entführt Sophie Bonnet die Leserinnen in der Modewelt. Die Modeschau eines berühmten Designers soll nach einem Mord und ...

Im 11. Band der Krimireihe um Pierre Durand, den Dorfpolizisten von Sainte-Valérie, entführt Sophie Bonnet die Leserinnen in der Modewelt. Die Modeschau eines berühmten Designers soll nach einem Mord und Morddrohungen nach Sainte Valérie verlegt werden. Hektik und Enthusiasmus herrschen im kleinen provenzalischen Dorf.

Sophie Bonnet liefert erneut einen perfekt eingefädelten und spannenden Plot, der sich um die Indiennes (die provenzalischen Stoffe) und verschiedene Aspekten der Modewelt. Wie immer ist die Lösung das Ergebnis einer akribischen und fesselnden Ermittlungsarbeit, an der Pierre Durand einen aktiven Teil hat. Mehr dazu darf ich nicht verraten.

Wie gewohnt werden in einer raffinierten Weise verschiedene interessanten Themen und Spuren, die zum Täter führen (oder nicht), zusammen gewoben. In diesem Band kommen brandaktuelle Fragen, wie (Ultra-)Fast Fashion und die damit verbundenen Problemen, zur Sprache.

Die im unverwechselbaren Schreibstil der Autorin beschriebenen Orte bringen den Leser
innen die wunderschöne Atmosphäre der Provence nach Hause. Lokalkolorit hoch zehn… Auch die liebevolle Dorfgemeinschaft von Sainte-Valérie wird wieder in diesem Roman vollständig einbezogen. Sie gehört ganz zum Universum dieser Krimireihe, genauso wie die inspirierenden Rezepte am Ende des Buches.

Fazit: Wieder ein umwerfendes Rezept à la Sophie Bonnet! Von der ersten bis zur letzten Seite spannend!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere