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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2021

Zwiegespalten

Das Antiquariat der Träume
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Meinung:
Lars Simon hat hier ein Buch geschrieben, das sich recht schwer beschreiben lässt. Es ist irgendwie schön, aber nicht in allen Aspekten, macht neugierig, aber nicht auf alles, macht traurig, aber ...

Meinung:
Lars Simon hat hier ein Buch geschrieben, das sich recht schwer beschreiben lässt. Es ist irgendwie schön, aber nicht in allen Aspekten, macht neugierig, aber nicht auf alles, macht traurig, aber nur zeitweise.
Den Leser begleitet ein stetiges Auf und Ab, obwohl es inhaltlich keine großen Ausreißer gibt. Denn die meiste Zeit plätschert diese Geschichte einfach vor sich hin. Manchmal war ich während des Lesens sogar gelangweilt, weil sich die Geschichte ein wenig im Kreis gedreht hat und immer wieder dasselbe Thema aufnahm. Zeitweise war ich aber auch berührt von Johan und seinem Schicksal und dieser Liebe, die ihn nicht loslässt.

Besonders überzeugend fand ich die Idee der literarischen Figuren als Dialogpartner für Johan.
Da geht mir das literarische Herz auf. Auch das Setting mit dem Antiquariat, den Büchermärkten usw. ist natürlich was für Bücherfreunde. Hier hätte ich mir aber etwas mehr Atmosphäre gewünscht.
Allgemein ist es damit in diesem Buch nicht allzu weit her. Die Geschichte fokussiert sich doch deutlich auf Johan als Person und weniger auf das Drumherum. Er hat mir als Protagonist gut gefallen, auch wenn er mir oft leidtat. Er ist schrullig, aber auch irgendwie drollig dabei. Ein ernster und eher ruhiger Geselle, aber auch ein guter Gesellschafter, wenn er Lust dazu hat.
Insofern passt er irgendwie wunderbar zum Buch mit seinen verschiedenen Facetten.

Fazit:
Ich mochte das Buch ganz gerne, denke aber nicht, das ich es unbedingt noch einmal lesen müsste. Wer ruhige Geschichten mit Fokus auf Personen mag, könnte ein Auge auf dieses Buch werfen.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Schöne Story mit kleinem Quälgeist

Malvina Moorwood (Bd. 1)
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Meinung:
Dieses Buch hat eigentlich alles, was ein gutes Kinderbuch braucht. Eine freche Protagonistin mit schön gezeichneten Nebenfiguren um sich rum. Ein tolles Setting hier in Form eines uralten Schlosses ...

Meinung:
Dieses Buch hat eigentlich alles, was ein gutes Kinderbuch braucht. Eine freche Protagonistin mit schön gezeichneten Nebenfiguren um sich rum. Ein tolles Setting hier in Form eines uralten Schlosses und eine spannende Geschichte mit der Suche nach dem Familienschatz. Hinzu kommen auch noch sehr hübsche Illustrationen, die die Story wunderbar ergänzen.

Leider reicht es aber trotzdem nicht zu einer vollen Sternebewertung, da es zwei klare Kritikpunkte gibt. Zum einen den kleineren Kritikpunkt, nämlich den große Zufall. Dieser hilfreiche Zufall ist oft eine ganze Nummer zu groß. Die beiden Hauptfiguren kommen meist nicht durch Grips oder Anstrengung weiter, sondern vor allem durch den besagten Effekt. Das ist schade, da es hier sicherlich auch andere Möglichkeiten gegeben hätte.
Viel relevanter fand ich beim Lesen allerdings Problem Nummer 2, nämlich Malvina selbst. Selten hat mich ein kleines Mädchen so genervt. Ich will und zwar jetzt – das scheint ihr liebstes Motto zu sein. Die Kleine ist ungeduldig, flippt aus, wenn ihr etwas nicht passt und fühlt sich ständig zu wenig beachtet. Ein richtiges Trotzkind. Das ist schade, denn die Beschreibung der anderen Familienmitglieder waren wirklich nett und man kann sich die bunt zusammengewürfelte Großfamilie sehr gut vorstellen. Mit den sonstigen Charakteren konnte der Autor also klar punkten. Hier stellt lediglich Malvina den Wermutstropfen da.

Zum Glück werden die Minuspunkte durch erfreuliche Aspekte wie einen schönen Schreibstil und eine hübsche Aufmachung abgemildert, sodass am Ende 4 Sterne stehen bleiben.

Fazit:
Ein gutes Konstrukt mit einer schwachen Protagonistin. Wer darüber wegsehen kann, wird hier seine Freude haben.

Veröffentlicht am 29.12.2020

Fett & Lecker

Groß & Fett
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Meinung:
Ich kenne Maria Groß aus diversen TV-Formaten und habe sie dort als sympathische, direkte Frohnatur kennengelernt. Genau das spiegelt auch ihr Buch wieder. Auf vielen witzigen Fotos (teilweise ...

Meinung:
Ich kenne Maria Groß aus diversen TV-Formaten und habe sie dort als sympathische, direkte Frohnatur kennengelernt. Genau das spiegelt auch ihr Buch wieder. Auf vielen witzigen Fotos (teilweise ein wenig gestellt ) findet man sie und ihre Kollegin, sodass auch Abwechselung fürs Auge geboten wird. Immer wieder sind auch nette kleine Geschichten eingestreut, die das Buch ein wenig auflockern. Die Hauptsache sind aber natürlich auch hier die Gerichte, die mit schönen Bildern versehen direkt Appetit machen.

Eingeteil ist das Buch wie folgt:
Vorstellung Maria & Elena und wie alles begann
Die Grundzutaten
Die Theorie für die Praxis
Kleine Gerichte
Vegetarisches
Fleisch & Fisch
Desserts
Outtakes


Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet und immer zwischen Grundzutaten und weiteren Zutaten getrennt. Grundzutaten sind eine Liste von Lebensmittel, die in fast allen Rezepten auftauchen. Diese sollte man zur Anschaffung des Buches kaufen, falls man sie nicht eh schon zu Hause hat. In den meisten Gerichten kommen nicht allzu viele Zutaten hinzu, so das keine riesigen Einkäufe fürs Zubereiten notwendig sind. Auch die Exotik der Bestandteile hält sich in Grenzen.

Die Kochanleitungen sind leicht verständlich, sodass auch Anfänger hier mitkochen können. Trotzdem sei erwähnt, das es sich nicht nur um Spaghetti mit Tomatensoße handelt. Der Schwierigkeitsgrad der Rezepte ist auf mittlerem Niveau. Was mir fehlt, sind Angaben zur Zubereitungsdauer und Nährwerten. Ein klares Manko, das sollte mittlerweile in jedem Kochbuch auf den ersten Blick ersichtlich sein.
Es gibt aber auch eine tolle Besonderheit, nämlich die Podcast-Gerichte. Zu diesen Rezepten gibt es eine Ausgabe im Podcast, sodass man sich hier parallel zum Kochen Schritt für Schritt von den Expertinnen begleiten lassen kann.
Ich habe einige Gerichte nachgekocht und war mit den Geschmäckern sehr zufrieden. Einiges steht auch noch auf der Liste, allerdings bin ich hier nicht ganz so häufig fündig geworden wie bei manch anderem Kochbuch. Dies ist aber natürlich nur mein persönlicher Geschmack.

Fazit:
Ein schönes Kochbuch, das gute Laune macht, von einer Köchin, die Ahnung von ihrem Handwerk hat.

Veröffentlicht am 16.12.2020

Tolle Hörspielumsetzung

Die Chroniken von Mistle End – Teil 1: Der Greif erwacht
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Meinung:
Mistle End entführt den Hörer in eine Welt voller magischer Wesen. Hexen, Werwölfe, Druiden und Kobolde sind nur ein Teil der Kreaturen, denen wir im Laufe des Abenteuers begegnen. Dabei trifft ...

Meinung:
Mistle End entführt den Hörer in eine Welt voller magischer Wesen. Hexen, Werwölfe, Druiden und Kobolde sind nur ein Teil der Kreaturen, denen wir im Laufe des Abenteuers begegnen. Dabei trifft man sowohl auf altbekannte Fantasiewesen als auch auf neue Ideen, die sich zu einem individuellen und stimmigen Mix verflechten. Mit dem kleinen, abgelegenen Städtchen Mistle End als Kulisse perfekt um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Das hat auch Autor Benedict Mirow getan. Er lässt Protagonist Cedrik ziemlich unvorbereitet in so manche brenzlige Situation stolpern, die er oft nur mithilfe seiner neuen Bekannten in den Griff bekommt. Spannung und Humor blitzen dabei immer wieder durch, sind aber in meinen Augen keine steten Begleiter. Die letzte Sogwirkung bleibt trotz spannenden Szenen bei mir einfach aus.

Dafür weiß die Geschichte aber mit umso mehr Charme zu überzeugen. Den teils recht schrulligen Figuren wird in diesem Hörspiel wunderbar Leben eingehaucht. Jeder Sprecher schafft es, seinen Charakter individuell zu unterstreichen und Eigenart hervorzuheben. Unterlegt mit schöner, leicht keltischer Musik und einer zur Szene passenden Geräuschkulisse, verschmilzt der Klang der Geschichte zu einem tollen Hörvergnügen. Ganz so, wie ich es vor allem als Kind mochte. Ich liebe zwar auch ganz normale Hörbücher, empfinde gut gemachte Hörspiele gerade für junge Leser aber nochmal spannender.

Fazit:
Ein wunderschöner Zeitvertreib für die Ohren, den ich euch gerne empfehlen kann. Das Buch ist bestimmt nett zu lesen, aufgrund der super Umsetzung als Hörspiel würde ich aber lieber hierzu greifen.

Veröffentlicht am 10.12.2020

Super nachhaltig

Food for Future
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Mit Food for Future hat Martin Kintrup ein Kochbuch geschrieben, bei dem es um mehr als die reine Zubereitung von Nahrung geht. Die Nachhaltigkeit im Umgang mit Lebensmitteln und Utensilien steht hier ...

Mit Food for Future hat Martin Kintrup ein Kochbuch geschrieben, bei dem es um mehr als die reine Zubereitung von Nahrung geht. Die Nachhaltigkeit im Umgang mit Lebensmitteln und Utensilien steht hier ganz klar im Fokus und ist wunderbar umgesetzt. Man merkt, mit welcher Überzeugung der Autor den Umwelt- und Gesundheitsschutz lebt und wie er andere mit seiner Leidenschaft anstecken möchte.

Aufgeteilt ist das Buch dafür in folgende Sparten:
Basics für die grüne Küche
Eat Greener
Best of the Rest
Eat me, I´m tasty
Do it yourself
Vom Lagern und Ernten

Kapitel:
Die Kapitel gefallen mir grundsätzlich alle in Aufmachung, Struktur und Inhalt. Das Buch ist wertig verarbeitet und schön fürs Auge. Besonders gefällt mir die Mischung aus Fotos und kleinen Zeichnungen. So bekommt das Buch einen modernen und „hausgemachten“ Charakter. Auch die Übersichtlichkeit passt und ich habe alle nötigen Angaben auf einen Blick zur Verfügung.

Besonder angetan hat es mir das Kapitel Eat me, I´m tasty, weil hier essbare Bestandteile von Nahrungsmitteln in leckere Rezepte umgewandelt werden, die man sonst eher wegwirft. Vielen Menschen ist dabei wohl nicht klar, dass man diese Teile essen kann, weil sie landläufig halt als Unkraut oder Müll abgetan werden. Das ist schade und darum werden besonders diese Seiten zu einem aktiven Teil der Nachhaltigkeit für mich.

Auch den Aspekt der richtigen Lagerung finde ich ganz wichtig. In Zeiten, wo Lebensmittel teilweise schon vor dem MHD weggeschmissen werden, ist die korrekte Lagerung unumgänglich. Als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Tafel weiß ich, wovon ich spreche. Was teilweise aus nichtigen Mängeln entsorgt wird, ist heftig.

Rezepte:
Kommen wir nun aber zum Hauptaspekt für die meisten Kochbuchfreunde – Rezepte.
Hier bin ich ein wenig geteilter Meinung und zwar nur was den Geschmack angeht. Übersichtlichkeit und Einfachheit in der Umsetzung passen für mich gut. Bis auf Nährwertangaben finde ich auch alle benötigten Angaben zu den Rezepten (Dauer, Personen, Vegan/Vegetarisch usw.)
Besonders gelungen finde ich auch hier die kleinen Zeichnungen, die sofort erkennen lassen, ob ich den Backofen, den Dörrautomat, die Pfanne oder einfach nur ein Einmachglas für die Zubereitung benötige.

Leider hat uns aber nicht alles Zubereitete geschmeckt. Die Muffins waren super. Lecker, nicht trocken und bei richtiger Lagerung auch nach ein paar Tagen noch sehr gut zu essen. Der Möhrensalat und die eingelegten Zucchini trafen nicht unseren Geschmack, obwohl gerade mein Mann eigentlich Fan von solchen Produkten ist. Der Essig war in den Gerichten aber so dominant, dass er alles andere übertüncht hat. Die Wirsingchips waren nett, aber die Temperatur passte nicht so ganz. Für die Rezepte muss ich also leider ein Sternchen abziehen.

Fazit:
Nichtsdestotrotz bleiben 4 Sterne über für ein Buch, was besonders unter dem nachhaltigen Aspekt völlig überzeugt hat.